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	<title>Hermann Kriebel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Wheeke: HC: Entferne Kategorie:Konsul; Ergänze Kategorie:Konsul (Deutsches Kaiserreich)</title>
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		<updated>2026-02-08T17:16:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Konsul&quot; title=&quot;Kategorie:Konsul&quot;&gt;Kategorie:Konsul&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Konsul_(Deutsches_Kaiserreich)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Konsul (Deutsches Kaiserreich) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Konsul (Deutsches Kaiserreich)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hermann Kriebel.jpg|mini|hochkant|Hermann Kriebel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Karl Theodor Kriebel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. Januar]] [[1876]] in [[Germersheim]]; † [[16. Februar]] [[1941]] in [[München]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;OAR&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Kriebel †&amp;#039;&amp;#039; (Nachruf). In: &amp;#039;&amp;#039;Ostasiatische Rundschau.&amp;#039;&amp;#039; 2/1941 (online: [https://archive.today/2013.02.11-113929/http://webopac0.hwwa.de/DigiJPG/P/10452/P104520006001BECH_B.JPG Seite 25], [https://archive.today/2013.02.06-131319/http://webopac0.hwwa.de/DigiJPG/P/10452/P104520006002BECH_B.JPG 26], [https://archive.today/2013.02.06-145048/http://webopac0.hwwa.de/DigiJPG/P/10452/P104520006003BECH_B.JPG 27], [https://archive.today/2013.02.06-160259/http://webopac0.hwwa.de/DigiJPG/P/10452/P104520006004BECH_B.JPG 28]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Als Todesdatum wird irrtümlich auch vereinzelt der 17. Februar angegeben.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Offizier]], [[Freikorps]]führer, [[SA-Obergruppenführer]], [[Diplomat]] und [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]-[[Politiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hermann Kriebel war der Sohn des bayerischen [[Generalmajor]]s [[Karl Kriebel (General, 1834)|Karl Kriebel]] (1834–1895). Der spätere Generalmajor [[Friedrich von Kriebel]] (1879–1964) &amp;lt;!-- Er war durch die Verleihung des Militär-Max-Joseph-Ordens in den persönlichen Adel erhoben worden --&amp;gt; und der spätere [[General der Infanterie]] [[Karl Kriebel (General)|Karl Kriebel]] (1888–1961) waren seine Brüder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er besuchte die Volksschule in [[Neu-Ulm]] und München, das [[Maximiliansgymnasium München|Königliche Maximiliansgymnasium]] in München, das Lyzeum in [[Metz]] und schließlich ab 1888 das [[Bayerisches Kadettenkorps|Bayerische Kadettenkorps]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militärischer Werdegang ===&lt;br /&gt;
Nach dem Beginn eines Studiums der Geschichte an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München|Universität München]] entschied er sich, eine militärische Laufbahn in der [[Bayerische Armee|Bayerischen Armee]] einzuschlagen. Er trat 1894 als [[Fähnrich]] in das [[Königlich Bayerisches Infanterie-Regiment „König“ Nr. 1|1. Infanterie-Regiment „König“]] ein, besuchte die [[Kriegsschule]] und wurde im Anschluss 1896 zum [[Leutnant]] befördert.&amp;lt;ref&amp;gt;Militärische Karriere im Wesentlichen dargestellt nach Kriebels Einträgen im [http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00000002/image_461 Reichstagshandbuch 1924] und im [http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00000146/image_292 Reichstagshandbuch 1938].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900 wurde Kriebel nach seinem Übertritt zur [[Kaiserliche Marine|Kaiserlichen Marine]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bewilligt wurde „das erbetene Ausscheiden aus dem Heere zum 23. v. Mts behufs Übertritts in die Kaiserliche Marine-Infanterie“, s. &amp;#039;&amp;#039;Verordnungsblatt des Königlich bayerischen Kriegsministeriums&amp;#039;&amp;#039; 1900, S. 107.&amp;lt;/ref&amp;gt; dem [[II. Seebataillon (Deutsches Kaiserreich)|II. Seebataillon]] zugeteilt und war mit dem deutschen Expeditionskorps zur Niederschlagung des [[Boxeraufstand]]s bis 1901 in [[Kaiserreich China|China]]. 1901 wurde er in das 1. Infanterie-Regiment „König“ zurückversetzt. Von 1904 bis 1907 absolvierte Kriebel die [[Bayerische Kriegsakademie|Kriegsakademie]], die ihm die Qualifikation für den Generalstab, die Höhere Adjutantur und das Lehrfach aussprach.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Othmar Hackl]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bayerische Kriegsakademie (1867–1914).&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1989, ISBN 3-406-10490-8, S. 504.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;AdR&amp;quot;&amp;gt;{{AdR|116566523|Biografie Kriebels}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort verfasste er 1906 eine allgemein gelobte Studie zum Einsatz von militärischen Verbänden in Bürgerkriegssituationen: &amp;#039;&amp;#039;Über die Bezwingung innerer Unruhen, nach den Erfahrungen der Geschichte in der ersten Hälfte des XIX. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Der Aufsatz wurde 1929 in [[Innsbruck]] von [[Franz zu Windisch-Graetz|Franz Prinz zu Windisch-Graetz]] als Teil 1 der Schriftenreihe „Zu Beiträgen für die Geschichte der Jahre 1848–1849“ herausgegeben; als Teil 2 folgte im selben Jahr Kriebels ebenfalls 1906 an der Kriegsakademie gehaltener Vortrag über &amp;#039;&amp;#039;[[Alfred I. zu Windisch-Graetz|Feldmarschall Fürst Windisch-Grätz]] 1787–1862&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1908 bis 1910 war Kriebel Stabsoffizier im Bayerischen Generalstab und von 1910 bis 1912 im [[Großer Generalstab|Großen Generalstab]] in Berlin unter Generalstabschef [[Helmuth Johannes Ludwig von Moltke|Helmuth von Moltke]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1912 war Kriebel [[Kompaniechef]] im [[Königlich Bayerisches Infanterie-Regiment „Fürst Wilhelm von Hohenzollern“ Nr. 22|22. Infanterie-Regiment]]&amp;lt;!-- hieß 1912 noch nicht „Fürst Wilhelm von Hohenzollern“ --&amp;gt; in [[Zweibrücken]]. Nach Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] kämpfte er mit seiner Kompanie ab August 1914 an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]]. Von 1915 bis 1916 war er 1. Generalstabsoffizier bei der [[8. Königlich Bayerische Reserve-Division|8. Reserve-Division]], anschließend wurde er 1916/17 beim Stab des [[XV. Königlich Bayerisches Reserve-Korps|XV. Reserve-Korps]] unter Generalstabschef [[Julius von Reichert|Julius Ritter von Reichert]] eingesetzt. Danach war er im Stab [[Erich Ludendorff]]s, des [[Generalquartiermeister]]s der [[Oberste Heeresleitung|Obersten Heeresleitung]] (OHL), im [[Großes Hauptquartier|Großen Hauptquartier]] in [[Bad Kreuznach]] (später nach [[Spa (Belgien)|Spa]] verlegt) tätig, u.&amp;amp;nbsp;a. von November 1917 bis Februar 1918 als Chef der militärischen Abteilung. Dort erlebte er mit, wie Ludendorff durch seine militärische Stellung und Verbindungen zu rechtskonservativen Kreisen politischen Einfluss auf die deutsche Regierungspolitik ausübte.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Bruno Thoß]]: &amp;#039;&amp;#039;Nationale Rechte, militärische Führung und Diktaturfrage in Deutschland 1913–1923.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Militärgeschichtliche Mitteilungen|MGM]].&amp;#039;&amp;#039; 38 (2), 1987, S. 27–76.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der nach dem [[Waffenstillstand von Compiègne (1918)|Waffenstillstandsabkommen von Compiègne-Rethondes]] vom 11. November 1918 eingesetzten deutschen Waffenstillstandskommission in Spa &amp;#039;&amp;#039;(Wako-Spa)&amp;#039;&amp;#039; war der seit 1915 im Rang eines Majors stehende Kriebel Vertreter des Generalquartiermeisters und Bayerns und arbeitete dort bis zur nach dem [[Friedensvertrag von Versailles]] erfolgenden Abwicklung der &amp;#039;&amp;#039;Wako-Spa&amp;#039;&amp;#039; im Juli 1919. &amp;lt;!-- Überliefert (und in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] häufig zitiert) wurde sein gegen Ende der Verhandlungen gegenüber den Vertretern der [[Triple Entente|Entente]] geäußerter Ausspruch „Auf Wiedersehen in 20 Jahren!“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DAZ19410120&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ministerialdirektor Kriebel zum 65. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Allgemeine Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 20. Januar 1941 ([https://archive.today/2013.02.06-143329/http://webopac0.hwwa.de/DigiJPG/P/10452/P104520005000BECH_B.JPG online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;--&amp;gt; 1920 wurde Kriebel auf eigenen Wunsch aus der Armee entlassen; 1921 erhielt er den Dienstrang eines Oberstleutnants a.&amp;amp;nbsp;D.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AdR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerwehrführer und Putschist ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-00344A, München, nach Hitler-Ludendorff Prozess.jpg|mini|Kriebel (4. von links) und Mitangeklagte am Ende des [[Hitler-Prozess]]es 1924, Aufnahme aus dem [[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1919 engagierte sich Kriebel beim Aufbau der nach der [[Münchner Räterepublik]] entstehenden bayerischen [[Einwohnerwehr]]en&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Thoß: [http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_44363 &amp;#039;&amp;#039;Einwohnerwehren, 1919–1921.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon Bayerns&amp;#039;&amp;#039; (2008).&amp;lt;/ref&amp;gt; und anderer aus diesen hervorgegangener paramilitärischer Organisationen mit „antibolschewistischer“ Ausrichtung. Zunächst war er ab 1. Oktober 1919 Stabschef des [[Landesverband der Einwohnerwehren Bayerns|Landesverbands der Einwohnerwehren Bayerns]]&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Hübner: [http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_44542 &amp;#039;&amp;#039;Landesverband der Einwohnerwehren Bayerns, 1920/21.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon Bayerns&amp;#039;&amp;#039; (2008).&amp;lt;/ref&amp;gt; und in dieser Funktion am Rücktritt der Regierung [[Johannes Hoffmann (Politiker, 1867)|Hoffmann]] im März 1920 beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;Astrid Freyeisen: &amp;#039;&amp;#039;Shanghai und die Politik des Dritten Reiches.&amp;#039;&amp;#039; Würzburg 2000, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend Stabsleiter der im Mai 1920 gegründeten &amp;#039;&amp;#039;Organisation Escherich (Orgesch)&amp;#039;&amp;#039;, kam Kriebel 1922 nach einem Zerwürfnis mit [[Georg Escherich]] über den bayerischen Wehrverbandführer [[Otto Pittinger]] (1878–1926) in Kontakt zu [[Adolf Hitler]].&amp;lt;ref&amp;gt;Othmar Hackl: &amp;#039;&amp;#039;Die bayerische Kriegsakademie (1867–1914)&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 1989, ISBN 3-406-10490-8, S. 296. Hackl folgt in seiner Darstellung einem von Kriebels Sohn Rainer Kriebel verfassten &amp;#039;&amp;#039;Lebensbild von Hermann Kriebel (1876–1941)&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit der auf Initiative von Hitlers Verbindungsmann zu den Wehrverbänden, [[Ernst Röhm]], am 4. Februar 1923 erfolgten Gründung der [[Arbeitsgemeinschaft der Vaterländischen Kampfverbände]] (einer Dachorganisation verschiedener Wehrverbände, u.&amp;amp;nbsp;a. des von [[Friedrich Weber (Tiermediziner)|Friedrich Weber]] geführten [[Freikorps Oberland|Bundes Oberland]], des [[Wehrverband Reichsflagge|Bundes Reichsflagge]] unter [[Adolf Heiß]] und der von [[Emil Maurice]] gegründeten [[Sturmabteilung|SA]] unter [[Hermann Göring]]) war Kriebel militärischer Führer dieser Organisation.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Fenske]]: [http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_44410 &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsgemeinschaft der Vaterländischen Kampfverbände, 1923.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon Bayerns&amp;#039;&amp;#039; (2008).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den nächsten Monaten hatte Hitler erhebliche Probleme mit „dem schwerfälligen Soldatenverstand“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joachim C. Fest]]: &amp;#039;&amp;#039;Hitler.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main/Berlin 1991, S. 244.&amp;lt;/ref&amp;gt; der militärischen Führung unter Kriebel. Es gelang ihm nicht, die Organisation politisch zu dominieren, und er musste überdies befürchten, den Einfluss über die SA an Röhm, Kriebel und die Reichswehr zu verlieren. Auch für die bayerische Regierung war die Gruppierung ein Problem. „Der Feind“ stand für den [[Bayerischer Ministerpräsident|bayerischen Ministerpräsidenten]] [[Eugen von Knilling]] im April 1923 zwar links, aber „die Gefahr rechts“. Für am „unbelehrbarsten“ hielt er dabei „die ehemaligen Offiziere wie Oberst Kriebel“. Der hatte zuvor Knillings Entschluss, das [[Republikschutzgesetz]] von 1922 auch in Bayern umzusetzen, als „Kriegserklärung der Regierung an die Arbeitsgemeinschaft“ gewertet.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitate aus: [http://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0000/cun/cun1p/kap1_2/para2_126.html?highlight=true&amp;amp;search=Kriebel&amp;amp;stemming=true&amp;amp;pnd=&amp;amp;start=&amp;amp;end=&amp;amp;field=all#highlightedTerm &amp;#039;&amp;#039;Der Vertreter der Reichsregierung München an die Reichskanzlei. München, 17. April 1923&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;„Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik“ online. Das Kabinett Cuno.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Dokumente Nr. 126.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Monaten drängte Kriebel mehrfach darauf, zu putschen und den „Marsch auf Berlin“ zu beginnen. Als der Versuch Hitlers und der Arbeitsgemeinschaft, die Kundgebungen der Linksparteien zum [[Erster Mai|1. Mai]] zum Losschlagen zu nutzen, am Widerstand der Reichswehr scheiterte, war es Kriebel, der bis zuletzt gegen den zögernden Hitler die Durchführung der Aktion forderte. Und am 16. Oktober bereitete er durch einen Befehl zum Grenzschutz nach Norden erneut eine Mobilmachung zum Bürgerkrieg vor. Obwohl sich die Maßnahme offiziell gegen die neue thüringische [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]/[[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]-Regierung unter [[August Frölich]] richtete, ließen Formulierungen wie „Eröffnung der Feindseligkeiten“ und „Vernichtung“ des Gegners an den wahren Beweggründen keinen Zweifel.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim C. Fest: &amp;#039;&amp;#039;Hitler.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main/Berlin 1991, S. 244&amp;amp;nbsp;ff., 255.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Arbeitsgemeinschaft ging Anfang September 1923 der [[Deutscher Kampfbund|Deutsche Kampfbund]]&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Zelnhefer: [http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_44471 &amp;#039;&amp;#039;Deutscher Kampfbund, 1923.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon Bayerns&amp;#039;&amp;#039; (2008).&amp;lt;/ref&amp;gt; als neue Dachorganisation hervor, wiederum unter militärischer Führung Kriebels. Die politische Führung des Kampfbundes übernahm am 25. September 1923 Adolf Hitler selber. Gemeinsam mit [[Erich Ludendorff]] waren Hitler und Kriebel die treibende Kraft in den Planungen zum [[Hitlerputsch]] vom 8. November 1923 (die letzten geheimen Vorbereitungsgespräche fanden am Vortag in Kriebels Wohnung statt); gemeinsam führten sie am 9. November den Marsch auf die [[Feldherrnhalle]] an. Ludendorffs und Kriebels Ziel war dabei die Einrichtung einer vom Militär gesteuerten konservativen Regierung. „Oberstleutnant Kriebel hatte wohl eher an eine offene oder verdeckte Diktatur der Reichswehr mit national gesinnten Männern an der Spitze gedacht, wie ihn selbst zum Beispiel, die das Reich von Kommunisten, Sozis und anderen vaterlandslosen Gesellen bewahren sollte, als an eine Diktatur des politischen Fantasten [Hitler]“,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erwin Wickert]]: &amp;#039;&amp;#039;Mut und Übermut.&amp;#039;&amp;#039; München 1993, S. 232.&amp;lt;/ref&amp;gt; so der spätere Diplomat [[Erwin Wickert]], der Kriebel in den 1930er-Jahren kennenlernte. Für Kriebel war Hitler 1923 lediglich der Trommler: „Hitler komme für eine leitende Stelle selbstverständlich nicht in Frage, er habe ohnehin nur seine Propaganda im Kopf.“&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim C. Fest: &amp;#039;&amp;#039;Hitler.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main/Berlin 1991, S. 254&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Putsch selbst erlebte Kriebel als rauschhaftes Erlebnis: „Wir zogen dann weiter durch die Stadt, überall begrüßt, mit Jubel begrüßt, durch den Rathausbogen, über den Marienplatz. Der ganze Marienplatz war schwarz von Menschen, die alle noch vaterländische Lieder sangen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Aussage beim Prozeß, zitiert nach [[Lothar Gruchmann]] und [[Reinhard Weber]] (Hrsg.) unter Mitarbeit von [[Otto Gritschneder]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Hitler-Prozess 1924: Wortlaut der Hauptverhandlung vor dem Volksgericht München.&amp;#039;&amp;#039; Teil 1: &amp;#039;&amp;#039;1.–4. Verhandlungstag.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 1997, S. 230.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederschlagung des Putsches wurden Hitler, Ludendorff und andere Verschwörer inhaftiert. Kriebel floh zunächst in den Bayerischen Wald und stellte sich im Januar 1924 freiwillig.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Astrid Freyeisen: &amp;#039;&amp;#039;Shanghai und die Politik des Dritten Reiches.&amp;#039;&amp;#039; Würzburg 2000, S. 72; [[Georg Franz-Willing]]: &amp;#039;&amp;#039;Putsch und Verbotszeit der Hitlerbewegung, November 1923–Februar 1925.&amp;#039;&amp;#039; Preußisch Oldendorf 1977, S. 123.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die verhafteten Putschisten&amp;lt;ref&amp;gt;Neben Hitler, Ludendorff und Kriebel waren Ludendorffs Stiefsohn [[Heinz Pernet]] sowie [[Ernst Pöhner]], [[Wilhelm Frick]], [[Friedrich Weber (Tiermediziner)|Friedrich Weber]], [[Ernst Röhm]], [[Wilhelm Brückner]] und [[Robert Wagner (Gauleiter)|Robert Wagner]] angeklagt.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurden am 20. Februar 1924 wegen Hochverrates vor Gericht gestellt. Bei der Urteilsverkündung durch das Volksgericht München unter Richter [[Georg Neithardt]] am 1. April 1924 wurde Ludendorff (wegen seiner Verdienste als OHL-Chef im Ersten Weltkrieg) freigesprochen; Hitler, Kriebel, Weber und Pöhner wurden zu je fünf Jahren Festungshaft verurteilt&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eberhard Jäckel]], [[Axel Kuhn (Historiker)|Axel Kuhn]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hitler. Sämtliche Aufzeichnungen 1905–1924&amp;#039;&amp;#039; (= Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte, Bd. 21). DVA, Stuttgart 1980, ISBN 3-421-01997-5, S. 1227.&amp;lt;/ref&amp;gt; und in die [[Justizvollzugsanstalt Landsberg|Festung Landsberg]] überstellt. Sein bei der [[Reichstagswahl Mai 1924|Reichstagswahl im Mai 1924]] für die [[Nationalsozialistische Freiheitspartei]] (eine kurzzeitige Listenverbindung der seit November 1923 verbotenen [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] mit der ebenfalls verbotenen [[Deutschvölkische Freiheitspartei|Deutschvölkischen Freiheitspartei]]) gewonnenes Mandat konnte Kriebel daher nicht wahrnehmen. Allerdings hatte das Gericht in seinem Urteil verfügt, dass Hitler und Kriebel bereits nach einem Jahr Haft (bei Anrechnung der Untersuchungshaft) auf Bewährung zu begnadigen seien. Nachdem die ursprünglich für den 1. Oktober vorgesehene Freilassung u.&amp;amp;nbsp;a. durch verschiedene Bemühungen der bayerischen Regierung, Hitler im Anschluss nach [[Österreich]] auszuweisen, verzögert worden war,&amp;lt;ref&amp;gt;D. C. Watt: &amp;#039;&amp;#039;Die bayerischen Bemühungen um Ausweisung Hitlers 1924&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Vierteljahresschrift für Zeitgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 6. Jahrgang, 1958, Heft 3, S. 270–280 ([http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1958_3.pdf PDF; 5&amp;amp;nbsp;MB]).&amp;lt;/ref&amp;gt; wurden Kriebel und Hitler schließlich am 20. Dezember 1924 auf Bewährung entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Edward Norton: &amp;#039;&amp;#039;Secret Germany: Stefan George and His Circle.&amp;#039;&amp;#039; Cornell University Press, 2002, ISBN 0-8014-3354-1, [http://books.google.com/books?id=JVEnG7KmIDYC&amp;amp;pg=PA652 S. 652.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Freilassung übernahm Kriebel zunächst auf Wunsch Hitlers die Redaktion der militärischen Beilage des &amp;#039;&amp;#039;[[Völkischer Beobachter|Völkischen Beobachters]]&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;!--ref name=&amp;quot;DAZ19410120&amp;quot; /--&amp;gt; zog sich dann aber 1926 als Gutsverwalter nach [[Kärnten]] zurück&amp;lt;ref name=&amp;quot;AdR&amp;quot; /&amp;gt; und war außerdem Generalbevollmächtigter der &amp;#039;&amp;#039;Vormundschaft zur Verwaltung des Besitzes der minderjährigen Erben&amp;#039;&amp;#039;. Auch dort engagierte er sich in der Heimwehrbewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militärberater in China ===&lt;br /&gt;
1929 ging Kriebel nach China und fungierte dort zunächst als Stellvertreter des Obersts [[Max Bauer (Offizier)|Max Bauer]], der als Generalberater der [[Kuomintang]]-Regierung von Marschall [[Chiang Kai-shek]] für alle militärischen, wirtschaftlichen und politischen Fragen verantwortlich war. Nach dessen plötzlichem Tod im Mai 1929 wurde Kriebel Bauers Nachfolger. Allerdings wurde er bereits im Mai 1930 von diesem Posten wieder abgelöst, als er sowohl in Konflikt mit dem Marschall und dessen chinesischen Beamten als auch mit den deutschen Zivilberatern in China und dem Handelsministerium in Berlin geriet. Die chinesische Seite warf Kriebel dabei seine undiplomatische Vorgehensweise und eine einseitig deutsche Interessen vertretende Haltung vor. Die deutschen Zivilberater hatten sich von Anfang an – angeblich zum Teil aufgrund seiner politischen Vergangenheit – gegen seine Berufung ausgesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Astrid Freyeisen: &amp;#039;&amp;#039;Shanghai und die Politik des Dritten Reiches&amp;#039;&amp;#039;. Würzburg 2000, S. 73&amp;amp;nbsp;f.; s.&amp;amp;nbsp;a. [[Bernd Martin (Historiker)|Bernd Martin]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsch-chinesische Beziehungen 1928–1937.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2003, S. 121&amp;amp;nbsp;f. (online bei [http://books.google.de/books?id=0BxrePMjMlgC&amp;amp;pg=PA121&amp;amp;dq=%22Hermann+Kriebel%22&amp;amp;as_brr=3&amp;amp;sig=ACfU3U1SegdP8rC91GdKhy9THffY-k241Q Google Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Kriebels Nachfolger wurde [[Georg Wetzell]] (1869–1947), den Kriebel – genau wie seinen Vorgänger Max Bauer – aus der gemeinsamen Tätigkeit im Stab der OHL (unter Ludendorff) im Ersten Weltkrieg kannte.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Timothy T. Lupfer: &amp;#039;&amp;#039;The Dynamics of Doctrine: The Change in German Tactical Doctrine During the First World War&amp;#039;&amp;#039;. U.S. Army Command and General Staff College, Fort Leavenworth 1981 ([http://usacac.army.mil/cac2/cgsc/carl/download/csipubs/lupfer.pdf PDF; 2,4 MB]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Kriebel blieb aber als einer der zahlreichen Militärberater bis 1933 in China.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort trat Kriebel, der bis Ende der 1920er-Jahre seiner monarchistischen Gesinnung treu geblieben war und laut Aufzeichnungen des Hitler-Adjutanten [[Fritz Wiedemann (Offizier)|Fritz Wiedemann]] „der Bewegung ziemlich fern“&amp;lt;ref&amp;gt;Zit. n. Astrid Freyeisen: &amp;#039;&amp;#039;Shanghai und die Politik des Dritten Reiches.&amp;#039;&amp;#039; Würzburg 2000, S. 74, A104.&amp;lt;/ref&amp;gt; stand, schließlich am 1. Januar 1930 der NSDAP bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 344.967). Im Dezember 1933 wurde sein Eintrittsdatum auf den 1. Oktober 1928 rückdatiert (Mitgliedsnummer 82.996),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/23271047&amp;lt;/ref&amp;gt; und laut &amp;#039;&amp;#039;Reichstagshandbuch 1938&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00000146/image_292 Reichstagshandbuch 1938].&amp;lt;/ref&amp;gt; sei er der NSDAP sogar schon am 16. November 1922 beigetreten. Die Beschönigungen geschahen sicher auch in der propagandistischen Absicht, Kriebel als „[[Alter Kämpfer|Alten Kämpfer]]“, der den Nationalsozialisten quasi von Anfang an eng verbunden war, darzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Astrid Freyeisen: &amp;#039;&amp;#039;Shanghai und die Politik des Dritten Reiches&amp;#039;&amp;#039;. Würzburg 2000, S. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im diplomatischen Dienst ===&lt;br /&gt;
Kriebel, inzwischen [[SA-Gruppenführer]],&amp;lt;ref&amp;gt;Beförderung zum SA-Gruppenführer am 7. Juni 1933; ab 9. November 1937 dann [[SA-Obergruppenführer]].&amp;lt;/ref&amp;gt; war nun als Führer der SA für die Verbindung zum [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amt]] tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AdR&amp;quot; /&amp;gt; Im April 1934 wurde er als diplomatischer Quereinsteiger auf besondere Weisung Hitlers zum [[Generalkonsul]] I. Klasse in [[Shanghai]] ernannt. In dieser Funktion war er nicht für [[diplomat]]ische Aufgaben zuständig, sondern hatte lediglich Hilfeleistungen in juristischen, kulturellen und wissenschaftlichen Fragen für in China lebende deutsche Staatsbürger zu übernehmen. Als „alter Kampfgefährte“ Hitlers gelang es Kriebel in Shanghai, die Streitigkeiten innerhalb der dortigen Parteiorganisation zu beenden. Sein Ruf ermöglichte ihm auch abweichende Meinungen. Als es im Herbst 1934 um die Entlassung von deutschen Emigranten aus der chinesischen Verwaltung ging, wagte nur Kriebel Widerspruch und berief sich dabei ausgerechnet auf den „Führer“.&amp;lt;ref&amp;gt;Astrid Freyeisen: &amp;#039;&amp;#039;Shanghai und die Politik des Dritten Reiches.&amp;#039;&amp;#039; Würzburg 2000, S. 75, 82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kriebels Einschätzung über China als politische Kraft wurde aber im Auswärtigen Amt und im [[Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda|Propagandaministerium]] nicht sehr hoch eingeschätzt. [[Joseph Goebbels]] notierte in sein Tagebuch: „Kriebel erzählt mir von Ostasien. Er tippt unentwegt auf China. Wenigstens auf die lange Dauer. Wohl ganz zu Unrecht.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Goebbels’ Tagebuch&amp;#039;&amp;#039;, Eintrag v. 13. September 1937.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Geringschätzung beruhte auf Gegenseitigkeit. Laut Fritz Wiedemann soll Kriebel nach seiner Rückkehr aus Shanghai geäußert haben, „zwei Männer sollte der Fü[hrer] sofort erschießen lassen, Ribb[entrop] und Goebbels. Was diese beiden Männer uns international schaden, ist nicht zu sagen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Zit. n. Astrid Freyeisen: &amp;#039;&amp;#039;Shanghai und die Politik des Dritten Reiches.&amp;#039;&amp;#039; Würzburg 2000, S. 207.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf Besucher wirkte er in diesen Jahren „enttäuscht und resigniert“.&amp;lt;ref&amp;gt;Erwin Wickert: &amp;#039;&amp;#039;Mut und Übermut.&amp;#039;&amp;#039; München 1993, S. 233.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Hitler schien er nichts mehr zu halten.&amp;lt;ref&amp;gt;So Erwin Wickert im Interview, zit. n. [https://www.welt.de/politik/article800571/Ein-undiplomatischer-Diplomat-und-die-Freiheitsliebe.html &amp;#039;&amp;#039;Ein undiplomatischer Diplomat und die Freiheitsliebe.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]].&amp;#039;&amp;#039; 9. April 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schließlich wurde er am 17. Oktober 1937 von seinem Posten beurlaubt und reiste nach Deutschland zurück. Hintergrund für die Ablösung waren offenbar mehrere Schreiben Kriebels an Hitler, in denen er sich offen gegen eine projapanische Politik aussprach.&amp;lt;ref&amp;gt;Astrid Freyeisen: &amp;#039;&amp;#039;Shanghai und die Politik des Dritten Reiches.&amp;#039;&amp;#039; Würzburg 2000, S. 206&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine weitere berufliche Verwendung blieb zunächst unklar. Kriebel fühlte sich „durch die Unsicherheit meiner Zukunft ziemlich gehandicapt“, machte sich aber Hoffnung auf einen Botschafterposten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Brief Kriebel an Dirksen, 13. Januar 1938.&amp;#039;&amp;#039; Gedr. in: Gerald Mund: &amp;#039;&amp;#039;Ostasien im Spiegel der deutschen Diplomatie. Die privatdienstliche Korrespondenz des Diplomaten Herbert v. Dirksen von 1933 bis 1938.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 2006, S. 237&amp;amp;nbsp;ff. ([http://books.google.de/books?id=fRyo0g-gTMMC&amp;amp;pg=PA237&amp;amp;sig=ACfU3U2deeSa302P3BaATGmTzlymxsK6qg Google Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Aber bei Hitler war er in Ungnade gefallen: „Kr[iebel] kann von mir aus Gesandter in Bulgarien oder so[nst] wo werden, aber an eine wichtige Stelle kommt er nicht mehr.“&amp;lt;ref&amp;gt;So berichtet [[Fritz Wiedemann (Offizier)|Fritz Wiedemann]] 1945, zit. n. Astrid Freyeisen: &amp;#039;&amp;#039;Shanghai und die Politik des Dritten Reiches.&amp;#039;&amp;#039; Würzburg 2000, S. 207.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach mehr als einem Jahr Wartezeit trat er am 10. Januar 1939 seinen Dienst im Auswärtigen Amt an, wo er aber nicht einen diplomatischen Posten mit politischem Einfluss erhielt, sondern am 20. April 1939 zum Leiter der Personal- und Verwaltungsabteilung ernannt wurde und diese Tätigkeit bis zu seinem Tod ausübte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Reichstagswahl 1938|Wahl zum „Großdeutschen Reichstag“ am 10. April 1938]], zu der ausschließlich die Kandidaten der „Liste des Führers“ angetreten waren, erhielt er ein Reichstagsmandat. Im September 1940 wurde er von Hitler zum [[Oberst]] befördert und ihm zum 65. Geburtstag im Januar 1941 der Titel eines Botschafters verliehen. Knapp vier Wochen nach dieser Ehrung verstarb Kriebel nach kurzer Krankheit. Vier Tage nach seinem Tod wurde er in München mit einem aus dem Etat des Propagandaministeriums bezahlten Staatsakt&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/4512ddab-827a-46c3-be3e-946f5a8b921b/ Bundesarchiv, R 55/1329].&amp;lt;/ref&amp;gt; in Anwesenheit von Hitler, Göring, Ribbentrop und Heß geehrt und danach in [[Aschau im Chiemgau|Niederaschau]] im [[Chiemgau]] beigesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Staatsakt für Hermann Kriebel&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 21. Februar 1941. (online: [https://archive.today/2012.07.20-124159/http://webopac0.hwwa.de/DigiJPG/P/10452/P104520011000BECH_B.JPG Blatt 1], [https://archive.today/2012.07.21-204628/http://webopac0.hwwa.de/DigiJPG/P/10452/P104520011001BECH_B.JPG Blatt 2]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Hakenkreuz]] auf dem Stahlhelm des Grabsteins wurde Anfang Juni 2023 entfernt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/bayern/aschau-kriebel-geschichtsverein-bayern-1.5934897 Nazi-Vergangenheit: Der Chiemgau unterm Hakenkreuz], auf sueddeutsche.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine große Karriere war das nicht für einen Mann, der ein Jahr mit Hitler auf Festung gesessen hatte“, urteilte Wickert rückblickend über Kriebels berufliche Laufbahn.&amp;lt;ref&amp;gt;Erwin Wickert: &amp;#039;&amp;#039;Mut und Übermut.&amp;#039;&amp;#039; München 1993, S. 234.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kriebels Sohn [[Rainer Kriebel|Rainer]] (1908–1989) wurde ebenfalls Offizier und brachte es, zeitweilig bei der [[Fremde Heere Ost|Abteilung &amp;#039;&amp;#039;Fremde Heere Ost&amp;#039;&amp;#039;]] unter [[Reinhard Gehlen]] tätig, bis zum Oberst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* Vortrag über Feldmarschall Fürst Windisch-Grätz 1787–1862, veröffentlicht: Schriftenreihe „Zu Beiträgen für die Geschichte der Jahre 1848–1849“, Innsbruck 1929&lt;br /&gt;
* Studie zum Einsatz von militärischen Verbänden in Bürgerkriegssituationen: Über die Bezwingung innerer Unruhen, nach den Erfahrungen der Geschichte in der ersten Hälfte des XIX. Jahrhunderts.[7] , In: Schriftenreihe &amp;#039;&amp;#039;Zu Beiträgen für die Geschichte der Jahre 1848–1849.&amp;#039;&amp;#039; Innsbruck 1929.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Astrid Freyeisen: &amp;#039;&amp;#039;Shanghai und die Politik des Dritten Reiches.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen und Neumann, Würzburg 2000, ISBN 3-8260-1690-4 (auszugsweise bei [http://books.google.de/books?id=WymFbVPzUo8C&amp;amp;printsec=frontcover Google Books]).&lt;br /&gt;
* [[Othmar Hackl]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bayerische Kriegsakademie (1867–1914).&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 1989, ISBN 3-406-10490-8, S. 504.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116566523}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/010452}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|116566523}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116566523|VIAF=45057386}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kriebel, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Täter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSFP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer am Hitlerputsch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalstabsoffizier (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Major (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Bayerischen Kriegsakademie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (China)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marineinfanterist (Kaiserliche Marine)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberst (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Organisation Escherich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der deutschen Außenpolitik 1933–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konsul (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1876]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1941]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Generalkonsul in Shanghai]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kriebel, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kriebel, Hermann Karl Theodor (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Offizier, Diplomat und Politiker (NSDAP), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. Januar 1876&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Germersheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Februar 1941&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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