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	<title>Hermann Kreth - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T15:26:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermann_Kreth&amp;diff=1740189&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mehlauge am 31. Mai 2022 um 06:25 Uhr</title>
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		<updated>2022-05-31T06:25:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hermann Kreth.jpg|mini|Hermann Kreth]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Karl Ernst Kreth&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. Februar]] [[1860]] in Althof-Insterburg, [[Landkreis Insterburg]]; † [[19. September]] [[1932]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Verwaltungsjurist]] und Wirtschaftsfunktionär. Als Mitglied der Deutschkonservativen Partei saß er von 1903 bis 1918 im Reichstag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Kreth entstammte einer alteingesessenen Landwirtfamilie in [[Puschkino (Kaliningrad, Nesterow)|Göritten]], [[Ostpreußen]]. Er studierte an der [[Georg-August-Universität Göttingen]] und der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin]] Rechtswissenschaft. Danach diente er als [[Einjährig-Freiwilliger]] im [[Litthauisches Ulanen-Regiment Nr. 12|Litthauischen Ulanen-Regiment Nr. 12]], in dem er später [[Rittmeister]] [[Reserve (Militär)|der Reserve]] wurde. Nach den Examen wechselte er von der [[Rechtspflege]] in die innere Verwaltung des [[Königreich Preußen|Königreichs Preußen]]. 1894 wurde er [[Landrat (Deutschland)|Landrat]] des [[Landkreis Gumbinnen|Kreises Gumbinnen]]. Er gehörte zu den [[Kanalrebellen]], einer Gruppe [[Konservativismus|konservativer]] [[Preußen|preußischer]] Politiker und Beamter, die sich 1899 gegen den Bau des [[Mittellandkanal]]s aussprachen und damit eine politische Krise auslösten. Kreth wurde deshalb abgelöst und als [[Regierungsrat (Amtsbezeichnung)|Regierungsrat]] zur [[Regierungsbezirk Potsdam|Regierung in Potsdam]] versetzt; er ließ sich aber noch im selben Jahr mit 39 Jahren pensionieren. Er trat als geschäftsführendes Vorstandsmitglied zum Verwertungsverband deutscher Spiritusfabrikanten und war von 1903 und 1909 Direktor des Verbandes ländlicher [[Genossenschaft]]en in [[Brandenburg]]. Daneben war Kreth Funktionär des [[Bund der Landwirte|Bundes der Landwirte (BdL)]], einer Interessenorganisation der Landwirtschaft im [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreich]]. 1909 erfolgte seine Ernennung zum Direktor der Spiritus-Zentrale in [[Berlin-Wilmersdorf|Wilmersdorf]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.corpsarchive.de/index.php/kontakt?id=120 Hermann Kreth (corpsarchive.de)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine politische Laufbahn begann Kreth nach seiner Frühpensionierung. Als Vertreter der [[Deutschkonservative Partei|Deutschkonservativen Partei]] wurde er am 2. Februar 1899 in einer Nachwahl in das [[Preußisches Abgeordnetenhaus|Preußische Abgeordnetenhaus]] gewählt, aus dem er aber bereits im Januar 1900 wieder ausschied. Von 1904 bis 1918 gehörte er dem Abgeordnetenhaus erneut an. Dort war er zeitweise auch Zweiter Vorsitzender des Hauptvereins der Deutschen Konservativen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernhard Mann (Historiker)|Bernhard Mann]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus. 1867-1918.&amp;#039;&amp;#039; Mitarbeit von [[Martin Doerry]], [[Cornelia Rauh]] und Thomas Kühne. Düsseldorf : Droste Verlag, 1988, S. 231 (Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien : Bd. 3); zu den Wahlergebnissen siehe Thomas Kühne: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Wahlen zum Preußischen Abgeordnetenhaus 1867–1918. Wahlergebnisse, Wahlbündnisse und Wahlkandidaten&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5182-3, S. 114–119.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der 11., 12. und 13. Wahlperiode – von 1903 bis 1918 – vertrat er den [[Reichstagswahlkreis Regierungsbezirk Gumbinnen 4]] im Deutschen Reichstag.&amp;lt;ref&amp;gt;Carl-Wilhelm Reibel: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Reichstagswahlen 1890–1918. Bündnisse, Ergebnisse, Kandidaten&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.&amp;#039;&amp;#039; Band 15). Halbband 1, Droste, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-7700-5284-4, S. 46–48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [[Weimarer Republik]] war er von 1921 und 1928 Vorsitzender der [[Vereinigung der Steuer- und Wirtschaftsreformer]]. In dieser Funktion saß er auch im Steuerausschuss des [[Reichsverband der Deutschen Industrie|Reichsverbandes der Deutschen Industrie (RDI)]], im [[Beirat]] der [[Bundesmonopolverwaltung für Branntwein|Reichsmonopolverwaltung für Branntwein]] und in mehreren [[Aufsichtsrat|Aufsichtsräten]]. Von 1927 bis 1930 war er Präsident des [[Berliner Nationalklub von 1919|Berliner Nationalklubs von 1919]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sein Sohn und Corpsbruder Kurt Kreth, ein Rittergutsbesitzer in [[Pommern]], 1932 von [[Kommunismus|Kommunisten]] ermordet worden war, setzte der schwerkranke Kreth seinem Leben ein Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Corpsstudent ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gesamtausschuss des Verbandes alter Corpsstudenten zu Berlin 1919-1924.jpg|mini|Kreth im Gesamtausschuss des VAC]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Corps Teutonia Berlin (Rektoratsübergabe FWU Berlin 1924).jpg|mini|Kreths Corps beim Rektoratswechsel in Berlin (1924)]]&lt;br /&gt;
Hermann Kreth wurde 1878 mit seinem Bruder Hans Kreth Mitglied des [[Corps Teutonia-Hercynia Göttingen#Teutonia|Corps Teutonia Göttingen]]. Viermal klammerte er die [[Senior (Studentenverbindung)|Erste Charge]]. Bei einem Pistolenduell am 21. Juli 1881 in Göttingen [[Verwundung|verwundete]] er seinen Gegner Stoepel, den [[Senior (Studentenverbindung)|Senior]] des [[Corps Bremensia Göttingen]]. Als dieser den Verletzungen am 29. Juli erlegen war, verbot die Georg-August-Universität Kreths Corps „für alle Zeit“. Teutonia suspendierte am 8. August. Sie entstand unter dem Namen Borussia noch im Sommersemester 1881 neu. Nachdem er die [[Festungshaft]] verbüßt hatte, ging Kreth 1882 nach Berlin. Er wurde bei [[Corps Vandalia-Teutonia Berlin|Teutonia Berlin]] aktiv und klammerte auch hier zweimal die Erste Charge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Borussia Göttingen“ bestand bis Mai 1885. Sie rekonstituierte 1905/06 mit Hilfe der freischlagenden Verbindung &amp;#039;&amp;#039;Mündenia&amp;#039;&amp;#039;. Nachdem das preußische Kultusministerium Teutonias Verbot von 1881 im November 1914 aufgehoben hatte, durfte das Corps sich ab Ende 1914 wieder Teutonia nennen. Beide Corps verliehen Kreth später die Ehrenmitgliedschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Korpslisten 1910, 16/60, 86/147&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Alte-Herren-Senioren-Convent#Berlin|AHSC zu Berlin]], der von 1920 bis 1924 den [[Verband Alter Corpsstudenten#Gesamtausschuss|Gesamtausschuss des VAC]] stellte, übernahm er von 1922 bis 1925 den Vorsitz. Als eine [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|StGB]]-Novelle auch die [[Mensur (Studentenverbindung)|Bestimmungsmensur]] unter Strafe stellen sollte, organisierte er mit [[Carl Heyer (Forstmann)|Carl Heyer]] im „Zehnerausschuss“ des KSCV und in einem Sonderausschuss des [[Allgemeiner Deutscher Waffenring|Allgemeinen Deutschen Waffenrings]] die Abwehr der waffenstudentischen Verbände.&amp;lt;ref&amp;gt;Fr. Nachreiner (1956)&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Vorsitz im Zehnerausschuss und sein Amt als Kommissar in Angelegenheit des Ehrenschutzabkommens mit den Offizierverbänden legte er 1930 nieder.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Deutsche Corps-Zeitung]] 47, S. 25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Im September starb nach schweren körperlichen und seelischen Leiden der Vorsitzende des Sonderausschusses des ADW, Regierungsrat a. D. Kreth. Er folgte seinem jüngsten Sohne, der als SA-Führer mitten in den politischen Kämpfen stehend, von Kommunisten ermordet worden war. Diesen Verlust hat Kreth nicht mehr verwinden können.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das deutsche Waffenstudententum verliert in Hermann Kreth eine seiner hervorragendsten Gestalten. Nur die Eingeweihten wissen, in welchem Maße Kreth tätig gewesen ist, um Gefahren für das Waffenstudententum in den vergangenen Jahren abzuwenden. Seine umfassende Kenntnis der Persönlichkeiten und politischen Kräfte machten ihn in einzigartiger Weise dazu geeignet, eine so schwierige Aufgabe wie die des Sonderausschusses zielbewußt und glücklich durchzuführen. Das gesamte Waffenstudententum schuldet ihm hierfür unauslöschlichen Dank […] Dieser ehrfurchtgebietende Altpreuße, der fest in konservativen Anschauungen wurzelte, besaß für die Jugend mehr Verständnis als viele, die an Jahren jünger waren. Sein Tod ist nicht nur aus waffenstudentischen, sondern auch aus politischen Gründen zu betrauern.|Burschenschaftliche Blätter 47/1 (Oktober 1932), S. 20}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* [[Dienstauszeichnung#Königreich Preußen|Landwehrdienstauszeichnung]] 1. Klasse&lt;br /&gt;
* [[Roter Adlerorden]] 4. Klasse&lt;br /&gt;
* [[Eisernes Kreuz]] II. Klasse&lt;br /&gt;
* [[Eiserner Halbmond]]&lt;br /&gt;
* [[Orden des halben Mondes]]&lt;br /&gt;
* [[Rote Kreuz-Medaille (Preußen)]] 3. Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Reichstagsabgeordneten des Deutschen Kaiserreichs (11. Wahlperiode)]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Reichstagsabgeordneten des Deutschen Kaiserreichs (12. Wahlperiode)]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Reichstagsabgeordneten des Deutschen Kaiserreichs (13. Wahlperiode)]]&lt;br /&gt;
* [[Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kreth, Hermann&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft]], Band 1: A–K. Berlin 1930, S. 1016.&lt;br /&gt;
* Fritz Nachreiner: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerung an Hermann Kreth&amp;#039;&amp;#039;. Einst und Jetzt, Jahrbuch des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung, Bd. 1 (1956), S. 112–114.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://preussenprotokolle.bbaw.de/bilder/Band%2010.pdf Acta Borussica, S. 404] (PDF; 2,74 MB)&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|117540587}}&lt;br /&gt;
* {{Biorabk|Hermann Kreth|1350}}&lt;br /&gt;
* [https://www.vfcg.eu/galerien/richtmaenner-des-corpsstudententums/#Kreth Hermann Kreth (VfcG)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Paul von Koerner]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Werner Meißner (Jurist)|Werner Meißner]]&lt;br /&gt;
|AMT=[[Verband Alter Corpsstudenten#Leitung des VAC|VAC-Vorsitzender]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=1922–1924}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Abgeordnete des Reichstagswahlkreises Gumbinnen 4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117540587|VIAF=22921585}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kreth, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat (Landkreis Insterburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat (Kreis Gumbinnen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Deutschkonservativen Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Duell)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Rote Kreuz-Medaille (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Halbmondes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verbandsfunktionär (Korporationsverband)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1860]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1932]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied eines Corps]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kreth, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kreth, Hermann Karl Ernst (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist, Wirtschaftsfunktionär und Politiker, MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Februar 1860&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Althof-Insterburg, [[Landkreis Insterburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. September 1932&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mehlauge</name></author>
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