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	<title>Hermann Krabbo - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermann_Krabbo&amp;diff=2710956&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Woldemar1958 am 3. Mai 2020 um 17:15 Uhr</title>
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		<updated>2020-05-03T17:15:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Krabbo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Februar]] [[1875]] in [[Hamburg]]; † [[9. Juli]] [[1928]]&amp;lt;ref&amp;gt;Nach anderen Quellen starb er am 8. Juli 1928, vgl. etwa [http://books.google.de/books?id=7PoqAAAAMAAJ&amp;amp;q=%22hermann+krabbo%22+1875 hier] und [http://books.google.de/books?id=blAwAQAAIAAJ&amp;amp;q=%22hermann+krabbo%22+%22juli%22 hier].&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Jena]]) war ein deutscher [[Archivar]], [[Historiker]] und [[Hochschullehrer]]. Als wissenschaftliches Hauptwerk des langjährigen Archivars am [[Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz|Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz]] in Berlin gelten die &amp;#039;&amp;#039;Regesten der Markgrafen von Brandenburg aus askanischem Hause&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und Werdegang ===&lt;br /&gt;
Hermann Krabbo wuchs in Hamburg als Sohn eines Kaufmanns auf und besuchte dort die Vorschule des Bieberschen Realgymnasiums. Das [[Abitur]] legte er 1894 an der [[Gelehrtenschule des Johanneums]] ab. Nachdem er zu Beginn [[Rechtswissenschaften|Jura]] studiert hatte, wechselte er zur Geschichte. Sein erstes Semester verbrachte er an der [[Universität Genf]], anschließend war er für je zwei Semester in [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Tübingen]] und [[Philipps-Universität Marburg|Marburg]]. Im September 1896 ging er an die [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität]] in [[Berlin]], an der er 1901 [[Promotion (Doktor)|promoviert]] wurde (Referenten waren [[Michael Tangl]] und [[Hans Delbrück]]). Seine Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Die Besetzung der deutschen Bistümer unter der Regierung Kaiser Friedrichs II. (1212–1250)&amp;#039;&amp;#039; erhielt das Prädikat &amp;#039;&amp;#039;diligentiae et eruditionis specimen insigne&amp;#039;&amp;#039;. 1905 folgte bei Tangl und [[Dietrich Schäfer]] die [[Habilitation]] für [[Mittelalter|Mittlere]] und [[Neuere Geschichte]] und [[Historische Hilfswissenschaften]] mit: &amp;#039;&amp;#039;Die Besetzung der deutschen Bistümer unter Kaiser Friedrich II&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 und 1902 war Krabbo Assistent am Seminar für [[Historische Geographie]] an der Berliner Universität. Ab 1905 war er in Berlin als [[Privatdozent]] für Historische Hilfswissenschaften tätig. 1913 erhielt er eine [[Professur|außerordentliche Professur]]&amp;amp;nbsp;(a.&amp;amp;nbsp;o.) an der [[Universität Leipzig]]. Beim Kriegsdienst im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] erlitt er eine schwere Verwundung und geriet in [[Kriegsgefangene|Kriegsgefangenschaft]]. Nachdem er auf Tangls Anregung hin die Universitätslaufbahn eingeschlagen hatte, wechselte er aufgrund seiner Verwundung in den Archivdienst. Diese Entscheidung ging auf einen Vorschlag [[Paul Fridolin Kehr]]s, seit 1915 Generaldirektor des [[Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz|Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz]] (GStA), zurück, der sich darum bemüht hatte, Krabbo für die archivarische Fachausbildung bei den Preußischen Archiven zu gewinnen. Im April 1918 ging er als Archivar an das GStA, in dem er später zum [[Archivrat (Titel)|Staatsarchivrat]] befördert wurde. Nebenbei übte er seit 1923 eine [[Honorarprofessor|Honorarprofessur]] in Berlin aus. Im September 1927 trat Hermann Krabbo in den Ruhestand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schaller323&amp;quot;&amp;gt;Annekatrin Schaller, S. 323 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Forschung und Lehre ===&lt;br /&gt;
Hermann Krabbo wird der [[Michael Tangl|Tangl-Schule]] zugerechnet. Er blieb auch in Tangls Fußstapfen, nachdem er sich mit den [[Regest]]en der [[Askanier|Askanischen]] [[Liste der Herrscher von Brandenburg|Markgrafen Brandenburgs]] seinem Hauptwerk zugewandt und den von Tangl beeinflussten Themenkreis Papst- und Kaisertum verlassen hatte. So blieb er Tangl laut Annekatrin Schaller unter anderem insofern verbunden, als er die Historischen Hilfswissenschaften wie sein Lehrer weiterhin als Mittel zum Zweck betrachtete. Gleich Tangl sei er nicht auf große darstellende Werke aus gewesen, sondern legte seine Forschungsergebnisse in rund fünfzig Aufsätzen vor, die sich in der Regel einem jeweils eng begrenzten Thema zugewandt hätten, das akribisch und anschaulich anhand der Quellenanalyse bearbeitet worden sei. Noch 1922 stellte er die &amp;#039;&amp;#039;Bibliographie der Schriften Michael Tangls&amp;#039;&amp;#039; zusammen und veröffentlichte sie im &amp;#039;&amp;#039;Neuen Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Universitätsvorlesungen behandelten aus dem Fächerkanon der Historischen Hilfswissenschaften [[Paläografie]], [[Diplomatik]], [[Sphragistik|Siegelkunde]], [[Heraldik]], [[Archivkunde]], [[Genealogie]] und [[Historische Geographie]]. Diese Fächer unterrichtete Krabbo auch am Geheimen Staatsarchiv. Hinzu kamen Vorlesungen an der Universität zur deutschen Geschichte im [[Mittelalter]] und [[Preußen|Preußischen Territorialgeschichte]]. Er galt als ausgezeichneter Lehrer an der Universität wie auch bei der Archivarausbildung am Geheimen Staatsarchiv.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schaller323&amp;quot;/&amp;gt; Unter den zahlreichen [[Dissertation]]en, die Krabbo anregte, befanden sich beispielsweise Arbeiten von Hermann Bauer zu &amp;#039;&amp;#039;Die Überlieferung des Lehniner Archivs&amp;#039;&amp;#039; (1913) und von Waldemar Giese zu &amp;#039;&amp;#039;Die Mark Landsberg bis zu ihrem Übergang an die brandenburgischen Askanier im Jahr 1291. Einleitung. Kapitel I und II.&amp;#039;&amp;#039; (1918). Giese bedankte sich später ausdrücklich bei Krabbo, &amp;#039;&amp;#039;dem ich in erster Linie meine historische Ausbildung verdanke&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Annekatrin Schaller, S. 307 f., 313.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu seinen Schülern zählten [[Hellmut Kretzschmar]] und [[Gottfried Wentz]], der 1922 auf Vorschlag von Hermann Krabbo die Arbeit am Staatsarchiv aufnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
Krabbos Hauptwerk von 1910, die &amp;#039;&amp;#039;Regesten der Markgrafen von Brandenburg aus askanischem Hause&amp;#039;&amp;#039;, ist auch heute noch eine viel benützte Quelle der Geschichtswissenschaft und wurde 1955 neu herausgegeben. Auch kleinere Forschungsergebnisse Krabbos wirken bis heute nach. So soll beispielsweise [[Wittenberge]] 1226 in einer Urkunde, die nur als [[Transsumpt]] in einer Originalurkunde des Markgrafen [[Friedrich der Jüngere (Brandenburg)|Friedrich d.&amp;amp;nbsp;J. von Brandenburg]] vom 15.&amp;amp;nbsp;Februar 1463 vorliegt, erstmals urkundlich erwähnt worden sein. In der besagten Urkunde verfügten die gemeinsam regierenden Markgrafen [[Johann I. (Brandenburg)|Johann]] und [[Otto III. (Brandenburg)|Otto von Brandenburg]] angeblich, dass niemand eine Schiffsfähre auf der Elbe zwischen der Stadt [[Werben (Elbe)]] und &amp;#039;&amp;#039;„Wittemberge“&amp;#039;&amp;#039; unterhalten darf. Hermann Krabbo bezeichnete die Urkunde von 1226 bereits 1910 als Fälschung, was durch Forschungen im [[Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt]] im Januar 2006 bekräftigt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl, chronologisch) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Besetzung der deutschen Bistümer unter der Regierung Kaiser Friedrichs II. (1212–1250).&amp;#039;&amp;#039; Nachdr. [d. Ausg.] Berlin 1901, Kraus, Vaduz 1965.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ottos I. erste Versprechungen an Innozenz IV.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde]]&amp;#039;&amp;#039; (NA) 27 (1902), S. 155–523.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bischof Virgil von Salzburg und seine kosmologischen Ideen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung|MIÖG]]&amp;#039;&amp;#039; 24 (1903), S. 1–28.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die brandenburgische Bischofswahl im Jahre 1221.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur brandenburgischen und preußischen Geschichte&amp;#039;&amp;#039; (FBPG) 17 (1904), S. 1–20.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die habsburgischen und die premyslidischen Formularbücher aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Quelle für die Geschichte der märkischen Askanier.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur brandenburgischen und preußischen Geschichte&amp;#039;&amp;#039; (FBPG) 18 (1905), S. 123–145, 361 ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die ostdeutschen Bistümer, besonders ihre Besetzung, unter Kaiser Friedrich II.&amp;#039;&amp;#039; Nachdr. [d. Ausg.] Berlin 1906, Kraus, Vaduz 1965. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nordeuropa in der Vorstellung Adams von Bremen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Hanseatische Geschichtsblätter&amp;#039;&amp;#039; 36 (1909), S. 37–51. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Regesten der Markgrafen von Brandenburg aus askanischem Hause&amp;#039;&amp;#039;. Selbstverlag d. Vereins f. Gesch. d. Mark Brandenburg, Leipzig, ab 1910 (Hermann Krabbo, Georg Winter, Berlin 1955).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Schrift und lateinische Schrift.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für Schriftkunde&amp;#039;&amp;#039; I (1918), S. 3–16.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mittelalterliche Siegel der Stadt Havelberg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der deutsche Herold&amp;#039;&amp;#039; 51 (1920), S. 55 f., 63 f. (siehe auch: [[Herold (Verein)]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bibliographie der Schriften Michael Tangls.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Neues Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde&amp;#039;&amp;#039; (NA) 44 (1922), S. 147–150.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Johann von Gardelegen, der älteste kurbrandenburgische Archivar&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Brandenburgia]]&amp;#039;&amp;#039; 29 (1924), S. 17 f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Übergang des Landes Stargard von Brandenburg auf Mecklenburg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Verein für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde|Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde]]&amp;#039;&amp;#039; 91 (1927) ([http://portal.hsb.hs-wismar.de/pub/lbmv/mjb/jb091/343808439.html Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gustav Abb]]: &amp;#039;&amp;#039;Nachruf auf Hermann Krabbo.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur brandenburgischen und preußischen Geschichte&amp;#039;&amp;#039; 41 (1928), S. 393.&lt;br /&gt;
* Annekatrin Schaller: &amp;#039;&amp;#039;Michael Tangl (1861–1921) und seine Schule. Forschung und Lehre in den Historischen Hilfswissenschaften&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 2002 (= &amp;#039;&amp;#039;Pallas Athene&amp;#039;&amp;#039;, 7), ISBN 3-515-08214-X (Kurzbiographie zu Krabbo S. 323 f.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://opac.regesta-imperii.de/lang_de/autoren.php?name=Krabbo%2C+Hermann Veröffentlichungen von Hermann Krabbo] im Opac der [[Regesta Imperii]]&lt;br /&gt;
* {{HistVV|krabbo_h|S|1913|S|1914}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116352442|LCCN=n/84/127334|VIAF=15517581}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Krabbo, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittelalterhistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archivar (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1875]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1928]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Krabbo, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Archivar und Historiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Februar 1875&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Juli 1928&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Jena]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Woldemar1958</name></author>
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