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	<title>Hermann Kolbe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Chemiker Hermann Kolbe. Zum Entomologen siehe [[Hermann Julius Kolbe]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Hermann Kolbe ca1865.jpg |miniatur|hochkant|Hermann Kolbe, um 1865]]&lt;br /&gt;
[[Datei:E.v. Meyer Nachruf 1885 auf H. Kolbe.pdf|miniatur|Nachruf]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adolph Wilhelm Hermann Kolbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. September]] [[1818]] in [[Elliehausen]]; † [[25. November]] [[1884]] in [[Leipzig]]) war ein deutscher [[Chemiker]]. Er entdeckte mit der [[Elektrolyse]] von [[Carbonsäure]]n ([[Kolbe-Elektrolyse]]) eine Synthesemethode zur C,C-Bindungsknüpfung der [[Alkylgruppe|Alkylreste]] von [[Säuren]] und gilt als Begründer der [[Organische Elektrochemie|Organischen Elektrochemie]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Toshio Fuchigami, Shinsuke Inagi, Mahito Atobe |Titel=Fundamentals and Applications of Organic Electrochemistry |Hrsg=Wiley |Verlag=Wiley |ISBN=978-1118653173}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ole Hammerich, Bernd Speiser |Titel=Organic Electrochemistry: Revised and Expanded |Auflage=5 |Verlag=Taylor &amp;amp; Francis Inc |ISBN=978-1420084016}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kolbe stellte 1859 erstmals [[Salicylsäure]] aus [[Phenolat]] und [[Kohlendioxid]] synthetisch her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebenslauf ==&lt;br /&gt;
Kolbe war das älteste von 15 Kindern des [[Pfarrer]]s Karl Kolbe (1780–1870) und dessen Frau Auguste geb. Hempel (geboren 1800). Den ersten Unterricht erhielt er im elterlichen Pfarrhaus. Aufgrund des Tätigkeitswechsel des Vaters zog die Familie 1826 nach Stöckheim ins Leinetal. Er besuchte ab 1831 das [[Max-Planck-Gymnasium (Göttingen)|Gymnasium]] in [[Göttingen]] und legte dort 1838 das Abitur ab. Nach seinem [[Chemie]]studium ab 1838 bei [[Friedrich Wöhler]] in Göttingen wurde er an der [[Universität Marburg]] 1842 Assistent von [[Robert Wilhelm Bunsen]]. Bereits während seiner Studien- und später Assistenzzeit in Marburg verfasste er zahlreiche wissenschaftliche Abhandlungen und gab seine ersten Publikationen heraus. Ebenfalls hatte er in Göttingen seine Dissertation begonnen, die er dann in Marburg abschloss. Im Herbst 1843 erhielt er mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Ueber die Produkte der Einwirkung des Chlors auf Schwefelkohlenstoff&amp;#039;&amp;#039; den Doktorgrad ([[Dr. rer. nat.]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Lieb. Ann. d. Chem. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;41&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 41&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1845 bis 1847 war Kolbe Assistent bei [[Lyon Playfair, 1. Baron Playfair|Lyon Playfair]] an der [[University of London]]. Hier unterstützte er Playfair am Museum für Economic Geology bei Schlagwetteruntersuchungen. In dieser Zeit befreundete er sich auch mit [[Edward Frankland]]. Kolbe und Frankland fanden in London die Darstellungsweise von Carbonsäuren aus Nitrilen.&lt;br /&gt;
Auch die Elektrolyse von Carbonsäuren mit der Bildung von Kohlendioxid und den dimerisierten Alkanen fiel in diese Periode (1847 arbeitete Kolbe auch in Marburg bei Bunsen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1847 ging Kolbe aufgrund eines Angebotes des Verlags &amp;#039;&amp;#039;Fr. Vieweg &amp;amp; Sohn&amp;#039;&amp;#039; zur Bearbeitung des &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuches der Chemie&amp;#039;&amp;#039; nach [[Braunschweig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1851 folgte Kolbe dem Ruf auf das [[Lehrstuhl|Ordinariat]] für Chemie an der Universität Marburg als Nachfolger von Robert Bunsen. 1853 heiratete Kolbe Charlotte von Bardeleben (1832 – 1876). Aus der Ehe gingen ein Sohn und drei Töchter hervor. Der Sohn Karl Kolbe (1856 – 1909) wurde ebenfalls Chemiker und übernahm 1884 als Direktor die Salicylfabrik &amp;quot;Dr.F.v.Heyden&amp;quot;, deren Teilhaber Hermann Kolbe war. 1865 wurde er ordentlicher Professor an der [[Universität Leipzig]]. Hier wurde 1868 nach seinen Plänen das chemische Institut der Universität Leipzig errichtet. Ab 1870 war er Herausgeber der von [[Otto Linné Erdmann]] gegründeten Zeitschrift „Journal der praktischen Chemie“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Kolbe wurde im Kolbeschen Erbbegräbnis auf dem [[Neuer Johannisfriedhof|Neuen Johannisfriedhof]], VII. Abteilung, beerdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliches Werk ==&lt;br /&gt;
Als Kolbe sein Chemiestudium begann, war die [[organische Chemie]] als Wissenschaft recht unbekannt. Aus [[Elementaranalyse]]n leiteten Chemiker die relativen Gehalte von Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff in einer organischen Verbindung ab. Gänzlich unbekannt war zu dieser Zeit deren Struktur und die Art des Atomaustausches von Molekülen bei einer chemischen Reaktion. In dieser Phase wurden viele Stoffumwandlungen untersucht, mit dem Ziel, aus der Änderung der elementaren Zusammensetzung eine bestimmte Ordnung zu entdecken und auf die chemische Konstitution und das Reaktionsverhalten von Verbindungen zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem in der organischen Chemie die dualistische [[Radikaltheorie]] (mit einem positiven und einem negativen Bereich in jedem anorganischen und organischen Teilchen) von [[Jöns Jacob Berzelius]] durch die Entdeckung der [[Substitutionsreaktion|Substitution]] durch [[Jean Baptiste Dumas]] von einer unitaristischen Typentheorie erschüttert wurde, gab es zwei Lager in der organischen Chemie.&lt;br /&gt;
Das eine Lager ([[Charles Frédéric Gerhardt|Charles Gerhardt]], [[Auguste Laurent]]) versuchte durch neue Überlegungen die Typentheorie weiter auszubauen, das andere Lager versuchte durch gedankliche Hilfskonstrukte die dualistische Theorie von Berzelius zu reformieren.&lt;br /&gt;
Kolbe unterstützte zunächst die dualistische Theorie von Berzelius, er war einer der stärksten Verteidiger des dualistischen Systems von Berzelius&amp;lt;ref&amp;gt;Ann. Chem. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;54&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 156&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ann. Chem. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;75&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 211&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ann. Chem. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;76&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(siehe hierzu auch [[Substitutionsreaktion|Geschichte der Substitutionsreaktion]]).&lt;br /&gt;
Kolbe untersuchte für seine [[Dissertation]] (1842–1843) die Umwandlung von [[Kohlenstoffdisulfid]] mit [[Chlor]]. Er erhielt neben den organischen Chlorverbindungen auch eine kristalline Substanz, die Trichlormethansulfonsäure. Deren Entstehung konnte Kolbe aus der dualistischen Theorie ableiten.&lt;br /&gt;
Durch die Behandlung mit Natriumamalgam konnten alle Chloratome durch Wasserstoffatome ausgetauscht werden, sodass sich [[Methansulfonsäure]] bildete. Kolbe fand etwas später heraus, dass sich [[Tetrachlorethen]] (erzeugt aus [[Tetrachlorkohlenstoff]] bei Durchleitung durch eine glühende Röhre) im Sonnenlicht in Gegenwart von Wasser und Chlor zu Trichloressigsäure umwandelte. Die [[Trichloressigsäure]] ließ sich mit Natriumamalgam in [[Essigsäure]] überführen. In seinem Artikel wurde erstmals das Wort &amp;#039;&amp;#039;Synthese&amp;#039;&amp;#039; im Bereich der organischen Chemie verwendet. Kolbe hoffte damals, dass mithilfe der organischen Chemie zukünftig aus einfachen Stoffen wie Essigsäure komplizierte Stoffe wie Zucker hergestellt werden könnten. Bei seiner Arbeit wurde eine neue Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung geknüpft, die Chlorsubstituenten an den Kohlenstoffen wurden durch Wasserstoff und Sauerstoff ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kolbe besuchte in London seinen Freund [[Edward Frankland]]. Mit Frankland wurde eine neue Synthese von Carbonsäuren ausgearbeitet. Sie synthetisierten aus den Alkylcyaniden ([[Acetonitril]], Ethylnitril von Dumas und [[Théophile-Jules Pelouze]] erstmals synthetisiert) durch Verseifung die entsprechenden Carbonsäuren.&amp;lt;ref&amp;gt;Lieb. Ann. d. Ch. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;65&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 288 (1848)&amp;lt;/ref&amp;gt; Kolbe und Frankland nahmen nun an, dass die Cyanverbindungen mit Radikalen gepaarte Carbonsäuren sind. Cyanwasserstoff entsprach ihrer Ansicht [[Oxalsäure]] (Carboxygruppe), Acetonitril der Essigsäure. Kolbe wollte nun wissen, ob sich aus der Essigsäure das Methylradikal abspalten lässt, ob sich möglicherweise ein reines Radikal herstellen lässt. Um dies zu erreichen, [[Elektrolyse|elektrolysierte]] er Essigsäure.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kolbe1849&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hermann Kolbe |Hrsg=Friedrich Wöhler, Justus Liebig |Titel=Untersuchungen über die Elektrolyse organischer Verbindungen |Sammelwerk=[[Justus Liebigs Annalen der Chemie|Annalen der Chemie und Pharmacie]] |Band=69 |Nummer=3 |Verlag=C. F. Winter |Ort=Heidelberg |Datum=1849 |Seiten=257–294 |Sprache=de |Online=[https://archive.org/stream/annalenderchemi00liebgoog#page/n271/mode/2up online im Internet Archive] |DOI=10.1002/jlac.18490690302 |Zitat=durch die elektrolytischen Zersetzungen organischer Verbindungen über ihre chemische Constitution wichtige Aufschlüsse zu erhalten.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es entstand am positiven Pol tatsächlich ein Stoff mit der chemischen Zusammensetzung für ein Methylradikal sowie Kohlendioxid. Die [[molare Masse]] für das Methylradikal war jedoch höher als erwartet, es war [[Ethan]] entstanden. Kolbe war sich nun sicher, dass die Essigsäure aus zwei Radikalpaaren besteht: dem Kohlensäure- und dem Methylradikal. Er elektrolysierte auch die höheren Alkansäuren und konnte auch bei diesen Kohlendioxidbildung und Alkanbildung nachweisen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kolbe1849&amp;quot; /&amp;gt; (siehe [[Kolbe-Elektrolyse]]). Aufgrund der elektrochemischen Versuche unterstützte Kolbe wieder die dualistische Theorie von Berzelius.&amp;lt;ref&amp;gt;Lieb. Ann. d. Ch. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;75&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 211 (1851).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lieb. Ann. d. Ch. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;76&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 1 (1851).&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach den Ideen für Sättigungskapazitäten der Elemente durch Frankland überarbeitete Kolbe die Radikaltheorie.&amp;lt;ref&amp;gt;Lieb. Ann. d. Ch. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;113&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 293 (1859).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er sah in dieser Arbeit alle organischen Stoffe als Abkömmlinge der Kohlensäure an, die durch Substitutionsprozesse entstanden sind. Kolbe änderte die formale Typentheorie von Gerhardt zu einer realen Typentheorie, er bezeichnete Gerhardts Typentheorie als unwissenschaftliche Formelspielerei. Kolbe verwarf die These von Gerhardt, dass eine [[chemische Verbindung]] mehrere [[Konstitutionsformel]]n besitzen könne. Er prognostizierte aus seiner Theorie die Möglichkeit der Existenz von sekundären und tertiären Alkoholen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lieb. Ann. d. Ch. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;113&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 307 (1859)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=C7Y5AAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover Das chemische Laboratorium der Universität Marburg] (Braunschweig 1865), von Hermann Kolbe.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Alkohole wurden wenige Jahre später von [[Alexander Butlerow]] und [[Charles Friedel]] aufgefunden.&lt;br /&gt;
Kolbe untersuchte auch die Isomerieerscheinungen von Fettsäuren und klärte die Konstitution von [[Milchsäure]], [[Alanin]] und Äpfel- und [[Weinsäure]] auf.&lt;br /&gt;
Kolbe gelang auch die Herstellung der ersten aliphatischen Nitroverbindung ([[Nitromethan]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Lieb. Ann. d. Chem. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;171&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 1; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;175&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 88; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;180&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 111.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Medizin war Kolbes Entwicklung einer einfachen Synthese für [[Salicylsäure]] (Acetylsalicylsäure (Aspirin) ist ein Derivat der Salicylsäure) besonders bedeutsam.&amp;lt;ref&amp;gt;Lieb. Ann. d. Ch. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;113&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 125 (1859)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lieb. Ann. d. Ch. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;115&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 201.&amp;lt;/ref&amp;gt; Salicylsäure stellte er aus [[Phenol]] in Gegenwart von [[Kohlenstoffdioxid]] und [[Natrium]] her. Völlige Aufklärung der Bildung von Salicylsäure brachte jedoch erst [[Rudolf Schmitt (Chemiker)|Rudolf Schmitt]].&amp;lt;ref&amp;gt;Journ. pr. Chem (2) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;31&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 397.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Einbringung seiner &amp;#039;&amp;#039;Kolbe-Synthese&amp;#039;&amp;#039; wurde er Teilhaber der 1874 von [[Friedrich von Heyden (Chemiker)|Friedrich von Heyden]] gegründeten [[Chemische Fabrik v. Heyden|Salicylsäurefabrik Dr. F. v. Heyden]], die in [[Radebeul]] weltweit erstmals Arzneimittelsynthese im industriellen Maßstab betrieb. Sein Sohn [[Carl Kolbe (Chemiker)|Carl Kolbe]], ebenfalls Chemiker, übernahm 1884 erst die Leitung und 1885 die Fabrik von ihrem Gründer. Seine Tochter Johanna heiratete den Chemiker [[Ernst von Meyer (Chemiker)|Ernst von Meyer]]. Sein Neffe [[Hermann Ost]], Sohn seiner Schwester Bertha, wurde ebenfalls Chemiker und Professor an der [[TH Hannover]]. Und auch sein Enkel [[Ferdinand Hermann Krauss]] wurde Professor für Chemie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre und Universität ==&lt;br /&gt;
Kolbe hat ein umfangreiches &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der organischen Chemie&amp;#039;&amp;#039; (1854–1865) verfasst. Ferner ein kurzes Lehrbuch für anorganische und organische Chemie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Herausgeber (seit 1870) der von O. L. Erdmann gegründeten Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Journal für praktische Chemie&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1847 und 1851 bearbeitete er das &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch der reinen und angewandten Chemie&amp;#039;&amp;#039; beim Vieweg Verlag in Braunschweig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinen Plänen wurde 1868 das chemische Institut in Leipzig errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Lehrer wandte er eine Lernmethode an, die beim Studenten eine sorgfältige Beobachtungsgabe und das Nachdenken förderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen Schülern und Mitarbeitern in Leipzig gehörten [[Ernst Otto Beckmann]], [[Alexander Michailowitsch Saizew]] und [[Theodor Curtius (Chemiker)|Theodor Curtius]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel der GDCh am Hause Meißner Straße 35 in Radebeul.png|miniatur|hochkant|Gedenktafel der GDCh an der Chemischen Fabrik v. Heyden, Meißner Straße 35 in Radebeul]]&lt;br /&gt;
Kolbe wurde für seine Arbeit zum [[Geheimer Hofrat|Geheimen Hofrat]] ernannt. 1877 erhielt er in [[Tübingen]] den [[Ehrendoktor|Dr. med. h. c.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1862 wurde er zum auswärtigen Mitglied der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BAdW|1620|Name=Hermann Kolbe|Kommentar=mit Bild|Datum=9. Februar 2016}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu war Kolbe Mitglied bzw. Ehrenmitglied mehrerer wissenschaftlicher Einrichtungen, so der [[Königlich-Sächsische Gesellschaft der Wissenschaften|Königlich-Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften]], der [[Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften|Preußischen Akademie der Wissenschaften]], der Universitäten [[Kasan]] und [[Kiew]] sowie der [[Royal Society]] in [[Edinburgh]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kolbe war ab 1872 Ritter des [[Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst|Bayerischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst]] und erhielt 1884 von der Royal Society die [[Davy-Medaille]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Oktober 2012 ist die ehemalige Salicylsäurefabrik und spätere [[Chemische Fabrik v. Heyden|Chemische Fabrik Dr. F. von Heyden]] eine der [[Historische Stätten der Chemie|Historischen Stätten der Chemie]], ausgezeichnet durch die [[Gesellschaft Deutscher Chemiker]] (GDCh) im Rahmen eines Festakts mit einer Gedenktafel am Hauptgebäude in Radebeul. Diese erinnert an das Wirken von [[Friedrich von Heyden (Chemiker)|Jacob Friedrich von Heyden]], Adolph Wilhelm Hermann Kolbe, [[Rudolf Schmitt (Chemiker)|Rudolf Wilhelm Schmitt]], [[Richard Seifert|Bruno Richard Seifert]] und [[Richard Müller (Chemiker)|Richard Gustav Müller]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kurzes Lehrbuch der Chemie, Band 1.&amp;#039;&amp;#039; Vieweg, Braunschweig 2. verb. Aufl. 1884 [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:2-7908 Digitalisierte Ausgabe] der [[Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Ausführliches Lehrbuch der Organischen Chemie&amp;#039;&amp;#039;, Vieweg 1854 (Bearbeitung der 3. Auflage des Lehrbuchs von [[Friedrich Julius Otto]] und [[Thomas Graham (Chemiker)|Thomas Graham]], der &amp;#039;&amp;#039;Graham-Otto&amp;#039;&amp;#039;). [http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10072761_00005.html Digitalisat]&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Ueber den natürlichen Zusammenhang der organischen mit den unorganischen Verbindungen, die wissenschaftliche Grundlage zu einer naturgemässen Classification der organischen chemischen Körper&amp;#039;&amp;#039; (1859). Herausgegeben von Ernst von Meyer. Ostwalds Klassiker Nr. 92, Leipzig 1897, [https://archive.org/details/bub_gb_m9MFAAAAIAAJ Archive]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3938460059}}&lt;br /&gt;
* [[Günther Bugge]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Buch der grossen Chemiker.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Verlag Chemie, 1974, ISBN 3-527-25021-2, S. 124 ff.&lt;br /&gt;
* Alan J. Rocke: &amp;#039;&amp;#039;[http://ark.cdlib.org/ark:/13030/ft5g500723/ The Quiet Revolution: Hermann Kolbe and the Science of Organic Chemistry]&amp;#039;&amp;#039;.   University of California Press, Berkeley 1993.&lt;br /&gt;
*[[Alan Rocke]], Emil Heuser (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Justus von Liebig und Hermann Kolbe in ihren Briefen, 1846–1873&amp;#039;&amp;#039;, Mannheim: Bionomica Verlag 1994&lt;br /&gt;
* {{NDB|12|446|451|Kolbe, Hermann|Grete Ronge|119151375}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|51|321|329|Kolbe, Hermann|A. Strigel|ADB:Kolbe, Hermann}}&lt;br /&gt;
* Ernst von Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Chemie&amp;#039;&amp;#039;, Verlag von Veit &amp;amp; Comp., Leipzig 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
*{{DNB-Portal|119151375}}&lt;br /&gt;
*{{HistVV|kolbe_h|S|1866|W|1884}}&lt;br /&gt;
* {{CPL|Kolbe_879}}&lt;br /&gt;
* [http://www.arevipharma.com/geschichte_chemische_fabrik_von_heyden_kapitel3.html Hermann Kolbe und seine Arbeiten über die Salicylsäure]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=119151375|titel=Kolbe, Adolf Wilhelm Hermann|datum=2021-04-15}}&lt;br /&gt;
* {{Academictree|chemistry|51868}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119151375|LCCN=n/88/129996|VIAF=2551354}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kolbe, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Philipps-Universität Marburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimer Hofrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Royal Society of Edinburgh]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied des Physikalischen Vereins]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Eberhard Karls Universität Tübingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Radebeul)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1818]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1884]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kolbe, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kolbe, Adolph Wilhelm Hermann (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chemiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. September 1818&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Elliehausen]], heute ein Stadtbezirk von [[Göttingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. November 1884&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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