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	<title>Hermann Keussen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Historiker und Archivar Hermann Keussen. Zum Lehrer und Landeshistoriker siehe [[Hermann Keussen der Ältere]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration-zur-Vita--Hermann-Keussen.JPG|mini|hochkant=1.2|Hermann Keussens Hauptwerk, die &amp;#039;&amp;#039;Topographie der Stadt Köln im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Gerhard Emil &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Keussen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. Juni]] [[1862]] in [[Krefeld]]; † [[7. Mai]] [[1943]] in [[München]]) war ein deutscher Historiker und [[Archivar|Stadtarchivar]] in [[Köln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hermann Keussen wurde als Sohn des gleichnamigen Stadt- und Kreisschulrats und [[Landeshistoriker]]s des [[Provinz Großherzogtum Niederrhein|Niederrheins]] [[Hermann Keussen der Ältere|Hermann Keussen]] (1829–1894) in Krefeld geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur studierte Keussen Geschichte an der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Universität Bonn]] (1880–82) und an der [[Humboldt Universität|Universität Berlin]], unter anderen bei [[Moriz Ritter]], [[Julius Weizsäcker]] und [[Heinrich von Treitschke]]. In Berlin wurde er 1885 auch [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 trat Keussen, zunächst als [[Volontär]], in den Dienst des städtischen [[Historisches Archiv der Stadt Köln|Kölner Archivs]]. 1889 wurde er Wissenschaftlicher Hilfsarbeiter, 1893 Wissenschaftlicher Assistent. 1900 erhielt er den Titel „Stadtarchivar“. 1927 wurde er in den Ruhestand verabschiedet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Leesch |Titel=Die deutschen Archivare 1500-1945 |Band=Band 2 |Verlag=Saur |Ort=München |Datum=1992 |Seiten=305}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Jahre im Ruhestand bis zu seinem Tod im Jahr 1943 ist nichts bekannt. Hermann Keussen starb in München in der Eigenheimsiedlung [[Pasing-Obermenzing#Obermenzing|Neulustheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungen zur Geschichte der Stadt Köln ==&lt;br /&gt;
Als Archivar beschäftigte sich Keussen vor allem mit der Geschichte der Stadt. Sein bedeutendstes Werk wurde die „[[Topografie (Kartografie)|Topographie]] der Stadt Köln“, die er – zeitweise mit Assistenz des Gymnasiallehrers und Historikers [[Joseph Klinkenberg]] – in zwei umfangreichen Bänden erarbeitete und 1910 veröffentlichte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Keussen: &amp;#039;&amp;#039;Topographie der Stadt Köln im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; Köln 1910, Band 1, S. 6*, Anmerkung 1, und Zeichnungen mit Verweis auf J. Klinkenberg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundlage dieser Arbeit waren die erhaltenen [[mittelalter]]lichen [[Schreinsbücher|Schreinskarten]] der Stadt. Die aus diesen Akten extrahierten Erkenntnisse wurden von Keussen in jahrelanger Arbeit zu einem Werk geformt, welches dann in allgemeinverständlicher Weise die topographischen und rechtlichen Verhältnisse der Stadt erfasste und erläuterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den ihm zur Verfügung stehenden Niederschriften aus den ehemaligen Kölner Schreinsbezirken hatten die [[Amtmann|Amtleute]] alle rechtlich relevanten Vorgänge eingetragen. Sie erfassten die Grundstücke aller Straßen und verzeichneten Hauskäufe, Vererbungen, Teilungen, Schenkungen, Verpfändungen oder Übertragungen des privaten Hauseigentums der Bürger seit dem 12. Jahrhundert. Gleichermaßen verfuhr man mit allen öffentlichen Bauten und Einrichtungen wie Straßen, Märkten, Warenspeichern, Zunfthäusern, Zollstationen, [[Kölner Brunnen|Brunnen]], Friedhöfen, Kirchen und [[Stadtmauer (Köln)|Befestigungen]] in der größten deutschen Stadt des Mittelalters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die so gewonnenen Erkenntnisse erweiterte Keussen durch sein Einbeziehen der Schriften der [[Chronik|Chronisten]] [[Aegidius Gelenius|Gelenius]], [[Johann Koelhoff der Jüngere|Koelhoff]] und des [[Hermann von Weinsberg]]. Auch lateinische Schriften, wie die [[Vita Annonis Minor]] oder die „Vita Heriberti“ des [[Lantbert von Deutz]] aus der schon früh zu einer [[Metropole]] gewordenen Stadt, brachten zusätzliche Erkenntnisse, die sich mit den Forschungsergebnissen der Historiker [[Theodor Joseph Lacomblet|Lacomblet]], den Arbeiten von [[Leonard Ennen|Ennen]] und denen des [[Philologie|Philologen]] Gottfried Eckertz oder den Schriften von Friedrich Lau am Ende des 19. Jahrhunderts zu einem Gesamtbild fügten.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Keussen: &amp;#039;&amp;#039;Topographie der Stadt Köln im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; Köln 1910.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Geschichte der [[Universitas Studii Coloniensis (1388–1798)|alten Kölner Universität]] war Keussen ein besonderes Anliegen. Wie bei den Schreinsakten sichtete er deren [[Matrikel]] der Jahre 1389 bis 1559 und wertete sie aus, um auch diese Arbeiten dann in zwei Bänden 1892–1928 zu publizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit seinem Vorgänger [[Konstantin Höhlbaum]] veröffentlichte Keussen Band 1 und 2 der „Kölner Inventare (bis zum Jahr 1591)“ der „Inventare [[Hanse|hansischer]] Archive“ (1896/1903).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung ==&lt;br /&gt;
Hermann Keussen, der sein ganzes Berufsleben der Stadt Köln widmete, erschloss während dieser Zeit den städtischen Bestand der Überlieferungen, die in ihrer Dokumentation und Ausführlichkeit bei keiner der anderen deutschen Städte anzutreffen sind. Sein Hauptwerk, „Die Topographie der Stadt Köln“, wird heute, einhundert Jahre nach der Veröffentlichung, noch immer als das Standardwerk zur [[Geschichte der Stadt Köln|Kölner Geschichte]] des Mittelalters angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Köln trägt die Keussenstraße in [[Köln-Lindenthal]] seinen Namen.&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Adenauer, Volker Gröbe: &amp;#039;&amp;#039;Straßen und Plätze in Lindenthal&amp;#039;&amp;#039;. J.P. Bachem, Köln 1992, ISBN 3-7616-1018-1, S. 87 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Topographie der Stadt Köln im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Köln 1910, (Digitalisat: Band 1 [https://www.ub.uni-koeln.de/cdm/ref/collection/rheinmono/id/54222 ub.uni-koeln.de]; Band 2 [https://www.ub.uni-koeln.de/cdm/compoundobject/collection/rheinmono/id/53496/rec/1 ub.uni-koeln.de]) Reprint: Droste-Verlag, Düsseldorf 1986, ISBN 3-7700-7560-9 und ISBN 3-7700-7561-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Matrikel der Universität Köln: 1389 bis 1559&amp;#039;&amp;#039;, bearbeitet von Hermann Keussen. Band&amp;amp;nbsp;1, &amp;#039;&amp;#039;1389–1466.&amp;#039;&amp;#039; Behrendt, Köln 1892 (zwei Hälften in einem Band zusammengebunden)&lt;br /&gt;
** Band I bis 1466: ({{archive.org|publikationende03unkngoog|Blatt=n78}}).&lt;br /&gt;
** Erste Hälfte / unter Mitw. von [[Wilhelm Schmitz (Philologe)|Wilhelm Schmitz]]: ({{archive.org|Die_matrikel_der_Universitt_Kln_bd_1|Blatt=n10}}).&lt;br /&gt;
** Zweite Hälfte: &amp;#039;&amp;#039;Register&amp;#039;&amp;#039; ({{archive.org|Die_matrikel_der_Universitt_Kln_bd_1|Blatt=n718}}).&lt;br /&gt;
* {{ADB|48|380|382|Ennen, Leonard||ADB:Ennen, Leonard}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Urkundenbuch der Stadt Krefeld und der alten Grafschaft Mörs 799–1797.&amp;#039;&amp;#039; 3 Bände, Krefeld 1938–1940. (Nachdruck 1980).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Köln. Werden – Wesen – Wollen einer deutschen Stadt.&amp;#039;&amp;#039; Unter Mitwirkung von Hermann Keussen [u.&amp;amp;nbsp;a.] hrsg. von der Stadt Köln 1928.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die alte Universität Köln.&amp;#039;&amp;#039; Kölner Geschichtsverein, Köln 1934.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hüls. Geschichtliche Rückblicke.&amp;#039;&amp;#039; Von Hermann Keussen 1925 besorgter Neudruck der Ausgabe Crefeld 1867.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* C. Beemelmans: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Keussen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Kölnischen Geschichtsvereins&amp;#039;&amp;#039;, 24, 1950, S. 209–211.&lt;br /&gt;
* {{NDB|11|561||Keussen, Hermann|Hans Jürgen Rieckenberg|116152397}}&lt;br /&gt;
* Wolfgang Leesch, Die deutschen Archivare 1500–1945. Band 2: Biographisches Lexikon, Saur, München 1992, S. 305–306.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Soénius|Ulrich S. Soenius]], Jürgen Wilhelm (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kölner Personen-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Greven, Köln 2007, ISBN 978-3-7743-0400-0, S. 279.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116152397}}&lt;br /&gt;
* [https://opac.regesta-imperii.de/lang_de/autoren.php?name=Keussen%2C+Hermann+%28Historiker%29 Veröffentlichungen von Hermann Keussen] im Opac der [[Regesta Imperii]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116152397|LCCN=nr/2002/11649|VIAF=47506428}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Keussen, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archivar (Köln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landeshistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1862]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Keussen, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Keussen, Gerhard Emil Hermann (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Archivar und Historiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Juni 1862&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Krefeld]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Mai 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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