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	<title>Hermann Julier - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermann_Julier&amp;diff=943831&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Kommasetzung</title>
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		<updated>2022-01-12T21:37:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kommasetzung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Julier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Februar]] [[1877]] in [[Mingolsheim]]; † [[16. Juni]] [[1939]] ebenda) war Landwirt, Mühlenbesitzer, [[Bürgermeister]] und [[Mitglied des Reichstages|Reichstagsabgeordneter]]. Er war von 1912 bis 1921 Bürgermeister in Mingolsheim, von 1924 bis 1930 Reichstagsabgeordneter ([[Badischer Landbund]], [[Deutschnationale Volkspartei|DNVP]]-[[Hospitant]], [[Christlich-Nationale Bauern- und Landvolkpartei|CNBL]]) und von 1923 bis 1932 Gründer und Vorstandsmitglied der „Licht und Kraft“, [[Wiesloch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebenslauf ==&lt;br /&gt;
Julier wurde als Sohn eines wohlhabenden Müllers 1877 in Mingolsheim geboren. Er war der Sohn aus der zweiten Ehe des Georg Julier aus [[Heidelsheim]] mit der Rosalinde Susanna Deutsch aus [[Stettfeld (Ubstadt-Weiher)|Stettfeld]]. Als Hermann 16 Jahre alt war, verstarb sein Vater Georg, fünf Jahre später verschied auch seine Mutter. Julier absolvierte eine Schulausbildung im [[Elsass]], weswegen er keinen [[Wehrdienst]] leisten musste. 1897/98 erlernte er das [[Müller (Berufsbezeichnung)|Müller]]handwerk, bereiste die [[Schweiz]] und [[Italien]], bevor er 1900 den väterlichen Betrieb übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. Oktober 1910 heiratete er in Mingolsheim Mathilde Wüst, Tochter des Mingolsheimer [[Schneider]]s, Theodor Wüst. Die Schwiegermutter war Bertha Bürger, welche aus [[Östringen]] stammte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 wurde Julier zum [[Bürgermeister]] seiner Heimatgemeinde gewählt, eine Tätigkeit, die er als [[Zivilperson|Zivilist]] auch während der Kriegsjahre ausfüllte und die ihm Zugang zu einer Reihe von überörtlichen Funktionen bot. So wurde er als „geschäftsgewandter“ Mann mit Aufgaben der kreisweiten Verteilung von Wirtschaftskarten betraut. Für seinen Einsatz wurde ihm später das [[Verdienstkreuz für Kriegshilfe (Preußen)|preußische Verdienstkreuz für Kriegshilfe]] verliehen. Von 1914 bis 1921 war er Mitglied des [[Bezirksrat (Baden)|Bezirksrats]], zwischen 1916 und 1918 [[Abgeordneter]] der Gemeinden in der [[Karlsruhe]]r Kreisversammlung. Auf diese Weise gewann er Kontakte, die ihm in den Nachkriegsjahren zu einer weiteren [[Funktionär]]skarriere verhalfen: Er engagierte sich nach Kriegsende bei der Neugründung des Badischen [[Gemeindeverband (Deutschland)|Gemeindeverbands]] (ab 1923: Verband badischer Gemeinden), dessen Vorsitz er von 1920 bis 1924 übernahm. Der Verband mühte sich in dieser Zeit vor allem um die Ausgestaltung der gemeindlichen [[Selbstverwaltung]] und eine verbesserte Stellung der Gemeindebeamten und Bürgermeister. Letzteres bezog sich nicht nur auf finanzielle und rechtliche Fragen, auch die Unterstützung eines für diese Berufsgruppen gedachten Erholungsheims „zum Sternen“ in [[Höllsteig]] zählte dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 betrieb Julier gemeinsam mit weiteren Bürgermeistern die Gründung der „Licht- und Kraftversorgung Wiesloch“ (1938 auf das [[Badenwerk]] übergegangen), eine [[Genossenschaft]], die vom [[Mannheim]]er [[Kraftwerk]] [[Mannheim-Rheinau|Rheinau]] Strom bezog und in ihrem Versorgungsgebiet verteilte. Der Gemeindeverband nahm dieses [[Pilotprojekt]] zum Anlass, für weitere Genossenschaften dieser Art zu werben, weil dieses Vorgehen zu einer „Sozialisierung“ der Stromversorgung führen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Hauptaugenmerk richtete Julier indes auf die Landwirtschaft, er betrieb selbst eine Rebbauversuchsanlage und war von 1921 bis 1926 Vorsitzender des landwirtschaftlichen Bezirksvereins Bruchsal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Reichstagswahl Mai 1924|Mai 1924]] und bei den [[Reichstagswahl Dezember 1924|Neuwahlen im Dezember 1924]] gewann er für den Badischen Landbund im [[Wahlkreis]] 32 (Baden) jeweils einen Sitz im [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]]. Weil die Landbündler keine [[Fraktion (Politik)|Fraktionsstärke]] erreichen konnten, schloss sich Julier als [[Hospitant]] der [[Deutschnationale Volkspartei|DNVP]] an. Wegen dieser engen Verbindung sah sich Julier zum Teil heftiger Kritik ausgesetzt. Obgleich die sich verschärfende Land[[wirtschaftskrise]] 1928 dazu führte, dass mehrere Landbundabgeordnete die DNVP verließen, blieb Julier zunächst in der Fraktion. Der [[Landbund (Deutschland)|Landbund]] rückte offenbar von Julier ab, während die DNVP ihm für die bevorstehenden [[Reichstagswahlen in Deutschland|Reichstagswahlen]] den zweiten Listenplatz in Baden einzuräumen versuchte. Julier betrieb indes in Baden den Aufbau einer Parteiorganisation für die gerade gegründete [[Christlich-Nationale Bauern- und Landvolkpartei]] (CNBL). Obgleich die CNBL bei den Wahlen 1928 in Baden schwach abschnitt, zog Julier wieder in den Reichstag ein, weil er auf der Reichsliste abgesichert war. Bis 1930 blieb er Abgeordneter der CNBL im Reichstag, dann zog er sich aus gesundheitlichen Gründen von der Politik zurück. Sein strategisches Geschick, mit dem er trotz vielfältiger Interessendivergenzen seinen Abgeordnetensitz erhalten konnte, korrespondiert mit einer Schwäche für Titel und Positionen. Das wird u.&amp;amp;nbsp;a. augenfällig in den Biographien, die Julier in den Reichstagshandbüchern über sich veröffentlichen ließ und deren Länge teilweise die Einträge namhafter Politiker der [[Weimarer Republik]] übertraf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julier war ein [[Funktionär]], der mit fraglosem Geschick für organisatorischen Zusammenhalt sorgte, frühzeitig [[Tendenz]]en erkannte und förderte, dann aber wenig inhaltliche Anstöße gab. Während seiner Abgeordnetentätigkeit im Reich besetzte er vor allem landwirtschaftliche und in diesem Zusammenhang zoll- und steuerpolitische Themen, setzte sich aber auch für die Verbesserung der [[Infrastruktur]] in Nordbaden und den Bau neuer [[Liste der Rheinbrücken|Rheinbrücken]] im Großraum [[Mannheim]] ein. Er pflegte unterdessen einen nicht unbescheidenen [[Lebensstil]], auch dürfte ihn der Erhalt seiner politischen Stellung in der komplexen Struktur der Bauernverbände Geld gekostet haben. Jedenfalls geriet Juliers Mühlenbetrieb Ende der 1920er Jahre in finanzielle Engpässe. In diese Zeit fallen auch schwere gesundheitliche Probleme. Als Vorstandsvorsitzender der „Licht und Kraft Wiesloch“ leistete sich Julier einige finanzielle Freiheiten, die mit Grund zu derber [[Nationalsozialismus|NS]]-[[Propaganda]] lieferte. Wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten trat der überschuldete Hermann Julier 1932 auf Druck des [[Aufsichtsrat]]es sein Vorstandsamt ab, im Zuge der Aufklärung von weiteren ungebuchten [[Bestechung|Honorarzuwendungen]] an zwei Direktoren musste er 1933 einige Tage in [[Untersuchungshaft]] verbringen. Ein gleichfalls in unsaubere Geschäfte verwickelter [[Geschäftsführung (Deutschland)|Geschäftsführer]] des Strombetriebs erschoss sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Julier starb am 16. Juni 1939 verarmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* BA Potsdam (Reichslandbund/Presse-Archiv),&lt;br /&gt;
* GLA Karlsruhe 237/39549, 237/39593, 344/5901, 388/1039,&lt;br /&gt;
* Gemeindearchiv Bad Schönborn,&lt;br /&gt;
* Reichstagshandbücher 1924 und 1928,&lt;br /&gt;
* Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Die Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Dr. Klaus Konrad Gaßner mit „Badischen Biographien“ 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|130052582}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130052582|VIAF=13405300}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Julier, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CNBL-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1877]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1939]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Julier, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (CNBL), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Februar 1877&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mingolsheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Juni 1939&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Mingolsheim]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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