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	<title>Hermann Josef Wehrle - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T13:02:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermann_Josef_Wehrle&amp;diff=168864&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jayen466: /* Leben */ präzisiert, basierend auf Wagner https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1524/9783486705591/html?lang=de (siehe Disk.)</title>
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		<updated>2025-05-30T12:07:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; präzisiert, basierend auf Wagner https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1524/9783486705591/html?lang=de (siehe Disk.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Josef Wehrle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. Juli]] [[1899]] in [[Nürnberg]]; † [[14. September]] [[1944]] in [[Berlin-Plötzensee]]) war ein deutscher [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischer]] [[Priester (Christentum)|Priester]] und [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer]] gegen den [[Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Wehrle ist der Urenkel des Sozialpädagogen und Gesellenvereins-Gründer [[Johann Gregor Breuer]]. Seine Familie zog in seiner frühen Kindheit in den heutigen Frankfurter Stadtteil [[Frankfurt-Höchst|Höchst]], der damals noch eine selbstständige Stadt und Kreissitz war. Dort ist Hermann Josef Wehrle aufgewachsen und zur Schule gegangen. 1917 legte er das [[Notabitur]] am dortigen [[Humanistisches Gymnasium|Humanistischen Gymnasium]] ab, der heutigen [[Leibnizschule (Frankfurt am Main)|Leibnizschule]]. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] war er ab 1917 Kriegsteilnehmer, danach studierte er [[Katholische Theologie]] in [[Fulda]], brach jedoch 1922 sein Studium ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er studierte in Frankfurt [[Philosophie]] und [[Geschichte]] und [[Promotion (Doktor)|promovierte]] dort 1928. Vom 12. September 1938 bis zum 9. Februar 1940 war er als Erzieher im Schülerheim der Köppl’schen Real- und Handelsschule in [[Marktbreit]] tätig. Ab 1940 setzte er sein Theologiestudium fort, 1942 wurde er zum [[Priester (Christentum)|Priester]] [[Priesterweihe|geweiht]] und trat eine Stelle als [[Kaplan]] in der Pfarrei [[Heilig Blut (München)|Heilig Blut]] im [[München|Münchner]] Stadtteil [[Bogenhausen]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.katholisch.de/15370.html | wayback=20070731144626 | text=katholisch.de: &amp;#039;&amp;#039;Vor 60 Jahren wurde Alfred Delp hingerichtet&amp;#039;&amp;#039;}}, abgerufen am 14. Februar 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1943 suchte [[Ludwig von Leonrod (Widerstandskämpfer)|Ludwig Freiherr von Leonrod]] Wehrle auf und fragte ihn in seiner Eigenschaft als Beichtvater, wie das Wissen um einen Staatsstreich- oder Attentatsplan vom kirchlichen Standpunkt aus zu bewerten sei. Wehrle antwortete ihm nach dem Studium einer theologischen Schrift, dass die Kirche den Tyrannenmord ablehne, eine Kenntnis derartiger Pläne aber nicht zur Beichte verpflichte, und riet ihm ferner, sich aus der Sache herauszuhalten. Dabei war es Wehrle bewusst gewesen, dass es bei Leonrods allgemein gehaltener Frage um Hitler ging.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter Wagner |Titel=Teil 3 Der Volksgerichtshof im nationalsozialistischen Staat: Mit einem Forschungsbericht für die Jahre 1975 bis 2010 |Sammelwerk=Teil 3 Der Volksgerichtshof im nationalsozialistischen Staat |Verlag=Oldenbourg Wissenschaftsverlag |Datum=2012-11-20 |ISBN=978-3-486-70559-1 |DOI=10.1524/9783486705591 |Seiten=687–688, 699 |Online=https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1524/9783486705591/html?lang=de |Abruf=2025-05-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Bild:Marktbreit Ehem Realschule Internat 03.jpg|mini|Gedenktafel in Marktbreit]]&lt;br /&gt;
Am 18. August 1944 wurde Wehrle als Mitwisser des [[Attentat vom 20. Juli 1944|Attentats vom 20. Juli 1944]] in München/Bogenhausen von der [[Gestapo]] verhaftet und im Nachtschnellzug nach Berlin gebracht, um in der Verhandlung gegen Leonrod vor dem [[Volksgerichtshof]] unter dessen Präsidenten [[Roland Freisler]], die für den 19. August 1944 festgesetzt worden war, zunächst als Zeuge vernommen zu werden. Da das Gespräch mit Leonrod nicht im Rahmen einer Beichte stattgefunden hatte, hielt sich Wehrle für befugt, vor dem Volksgerichtshof eine Darstellung des Vorgangs zu geben; seine Aussage vermochte dem angeklagten Leonrod allerdings nicht zu helfen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Wehrle selbst wurde Leonrods&amp;amp;nbsp;– möglicherweise unter Folter entstandenes&amp;amp;nbsp;– Gnadengesuch zum Verhängnis, das von Freisler in der Verhandlung gegen Wehrle verlesen wurde:&amp;lt;ref&amp;gt;Dokumentiert im Film „Geheime Reichssache“ von Jochen Bauer.&amp;lt;br /&amp;gt;Wortlaut bei {{Literatur |Autor=Benedicta M. Kempner |Titel=Priester vor Hitlers Tribunalen |Verlag=Rütten + Loening Verlag |Ort=München |Datum=1966 |Seiten=455 |Online=https://archive.org/details/priestervorhitle0000kemp/page/455/mode/1up }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich bitte bei Urteilsfällung bzw. bei der Art der Durchführung des Urteils zu berücksichtigen, daß ich heute nicht vor dem Volksgerichtshof gestanden bzw. mich nicht an den Vorbereitungen des 20. Juli beteiligt hätte, sondern nach Einweihung in den Plan durch Stauffenberg Anzeige erstattet hätte, wenn ich durch meinen Beichtvater nicht anders beraten worden wäre […]. Wahrscheinlich hätte schon ein anderer Beichtvater genügt. Mein Unglück ist eben, daß ich an diesen geraten war.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Verhandlung gegen ihn, die dann am 14. September 1944 stattfand, wurde Wehrle von Freisler als Mitverräter [[Todesstrafe|zum Tode verurteilt]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter Wagner |Titel=Der Volksgerichtshof im nationalsozialistischen Staat. Mit einem Forschungsbericht für die Jahre 1974 bis 2010 von Jürgen Zarusky. Erweiterte Neuausgabe |Verlag=Oldenbourg Verlag |Ort=München |Datum=2010 |Seiten=700 |ISBN=978-3-486-54491-6 |Online=https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1524/9783486705591/html?lang=de }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und noch am selben Tag in [[Gedenkstätte Plötzensee|Plötzensee]] [[Erhängen|erhängt]]. Seine Asche wurde über [[Rieselfeld]]ern verstreut, um die Erinnerung an ihn auszulöschen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Herausgeber=Helmut Moll|Titel=Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts |Verlag=Ferdinand Schöningh |Band=1 |Ort=Paderborn u.&amp;amp;nbsp;a. |Datum=2001 |Auflage=3 |Seiten=391 |ISBN=3-506-75778-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein Gebeschussstraße 22-24 Hermann Wehrle.jpg|mini|Stolperstein Gebeschussstraße 22–24 Hermann Wehrle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Kirche hat Kaplan Hermann Josef Wehrle als Glaubenszeugen in das [[Deutsches Martyrologium des 20. Jahrhunderts|deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts]] aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wurden in mehreren Städten Deutschlands Straßen nach Hermann Josef Wehrle benannt, z.&amp;amp;nbsp;B. der Wehrleweg in Hannover-Wettbergen oder die Wehrlestraße in München-Bogenhausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Heilig Blut (München)|Kirche Heilig Blut]] in München-Bogenhausen erinnert eine Gedenktafel an Kaplan Wehrle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Frankfurt am Main wurde am Ort seines zeitweiligen (und nach den [[Luftangriffe auf Frankfurt am Main|Luftangriffen]] zerbombten) Wohnhauses eine Bronzetafel mit seinem Porträt und Lebensdaten angebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.waymarking.com/waymarks/WMPZFQ_Dr_Hermann_Josef_Wehrle_Frankfurt_am_Main_Germany Foto], abgerufen am 9. September 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor seiner Schule, der heutigen [[Leibnizschule (Frankfurt am Main)|Leibnizschule]] Frankfurt-Höchst, wurde 2010 ein [[Liste der Stolpersteine in Frankfurt-Höchst|Stolperstein]] verlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.margareta-frankfurt.de/sankt-margareta-die-pfarrei/nachrichten/1048-schulseelsorge-hoechst-erinnert-mit-stolperstein-an-hermann-josef-wehrle.html |titel=Schulseelsorge Höchst erinnert mit Stolperstein an Hermann Josef Wehrle - Pfarrei Sankt Margareta |abruf=2022-01-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Benedicta Maria Kempner]]: &amp;#039;&amp;#039;Priester vor Hitlers Tribunalen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Rütten und Loening, 1966.&lt;br /&gt;
* Georg Schwaiger, Art.: &amp;#039;&amp;#039;Kaplan Dr. Hermann Joseph Wehrle&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Helmut Moll]] (Hrsg. im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz), &amp;#039;&amp;#039;Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Paderborn u. a. 1999, 8. erweiterte und aktualisierte Auflage 2024, ISBN 978-3-506-79130-6, Band I, S. 472–473.&lt;br /&gt;
* Franz J. Morschhäuser: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Joseph Wehrle (1899–1944). Glaube in bedrängter Zeit.&amp;#039;&amp;#039; EOS-Verlag, St. Ottilien 2000, ISBN 3-8306-7026-5.&lt;br /&gt;
* Arnim Ramm: &amp;#039;&amp;#039;Der 20. Juli vor dem Volksgerichtshof.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftlicher Verlag Berlin, Berlin 2007, ISBN 978-3-86573-264-4.&lt;br /&gt;
* Maria Vogel: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Hermann Josef Wehrle. Ein Frankfurter Widerstandskämpfer.&amp;#039;&amp;#039; Edition Fischer, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-89406-737-3.&lt;br /&gt;
* {{BBKL||autor=[[Ekkart Sauser]]|artikel=Wehrle, Hermann Joseph|band=13|spalten=591-592}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119123959}}&lt;br /&gt;
* [[Erzbistum München und Freising]] &amp;#039;&amp;#039;[https://www.erzbistum-muenchen.de/news/bistum/Ein-Muenchner-Priester-vor-Hitlers-Volksgerichtshof-15160.news Ein Münchner Priester vor Hitlers Volksgerichtshof]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.erzbistum-muenchen.de/cms-media/media-11033620.PDF &amp;#039;&amp;#039;Hermann Josef Wehrle: „Unruhig ist unser Herz“ – Von einem ungewöhnlichen Menschen und begnadeten Priester&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 80&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://Gedenkstätte%20Plötzensee Gedenkstätte Plötzensee]: [https://www.gedenkstaette-ploetzensee.de/totenbuch/recherche/person/wehrle-hermann Hermann Wehrle]&lt;br /&gt;
* nordostkultur-muenchen.de: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.nordostkultur-muenchen.de/biographien/wehrle.htm Dr. Hermann Josef Wehrle (1899 - 1944)]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* frankfurter-personenlexikon.de: &amp;#039;&amp;#039;[https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1688  Wehrle, Hermann]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119123959|LCCN=n/94/96970|VIAF=20483588}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wehrle, Hermann Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Frankfurt am Main ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrer (Christentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholische Kirche im Deutschen Reich 1933–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Berlin-Plötzensee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Attentat vom 20. Juli 1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wehrle, Hermann Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Wehrle, Hermann Joseph&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher katholischer Priester und Widerstandskämpfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Juli 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Nürnberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. September 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin-Plötzensee]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jayen466</name></author>
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