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	<title>Hermann Hussong - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://192.168.1.62:8083/index.php/WP:CLEANER&quot; class=&quot;extiw&quot; title=&quot;en:WP:CLEANER&quot;&gt;WPCleaner&lt;/a&gt; v2.05 - Begriffsklärung. - &lt;a href=&quot;/index.php/DRK&quot; title=&quot;DRK&quot;&gt;DRK&lt;/a&gt;, 1 to be fixed - &lt;a href=&quot;/index.php?title=Aufmarsch&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Aufmarsch (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Aufmarsch&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:BunterBlock1.jpg|mini|Bunter Block in Kaiserslautern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Hussong&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. September]] [[1881]] in [[Blieskastel]]; † [[16. September]] [[1960]] in [[Heidelberg]]; vollständiger Name: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Georg Hussong&amp;#039;&amp;#039;) war ein deutscher [[Architekt]], [[Stadtplaner]] und [[Baubeamter]], der vor allem in [[Kaiserslautern]] und Heidelberg tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werdegang ==&lt;br /&gt;
Hermann Hussong war ein Sohn des [[Kaufmann]]s Ludwig Valentin Hussong und dessen Ehefrau Amalia Apollonia aus Blieskastel. Er heiratete Karoline Luise geb. Lorch aus [[Zweibrücken]] und hatte mit ihr zwei Kinder: Hans Hussong (* 19. April 1912; † 25. August 2005 Kassel) und Lieselotte, verheiratet mit Alois Bischoff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur 1900 in Zweibrücken nahm er ein Studium an der [[Technische Universität München#Geschichte|Technischen Hochschule München]] auf, das er 1905 mit Auszeichnung als [[Diplom-Ingenieur]] abschloss.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Archiv für Architektur und Ingenieurbau |url=https://www.saai.kit.edu/bestand/hermann-hussong.php |titel=Hermann Hussong |werk=Karlsruher Institut für Technologie KIT |abruf=2024-05-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er begann den [[Vorbereitungsdienst]] als &amp;#039;&amp;#039;Regierungsbauführer&amp;#039;&amp;#039; (Referendar in der staatlichen Bauverwaltung) und kehrte dabei in die [[Pfalz (Region)|Pfalz]] zurück, wo er am Neubau der Heil- und Pflegeanstalt in [[Homburg]] nach Plänen des Architekten und Baubeamten [[Heinrich Ullmann]] mitwirkte. 1908 wurde er an das Landbauamt [[Bamberg]] versetzt, wo er die staatliche Korbflechterei Lichtenfels und zwei [[Domherr]]enhäuser entwarf. Wahrscheinlich bestand er im gleichen Jahr das [[Staatsexamen]] und wurde zum &amp;#039;&amp;#039;Regierungsbaumeister&amp;#039;&amp;#039; ([[Assessor]] in der staatlichen Bauverwaltung) ernannt, verließ aber bald den bayerischen Staatsdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgewählt unter mehreren Bewerbern, trat Hermann Hussong am 1. Juli 1909 als &amp;#039;&amp;#039;Stadtbauamtmann&amp;#039;&amp;#039; in den Dienst der Stadt Kaiserslautern. Ihm wurden die [[Geschäft der laufenden Verwaltung|Geschäfte]] der Wohnungs-, Feuer- und Baupolizei übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Melitta Rinnert |Titel=Herr Karcher und Fräulein Benzino sowie weitere Kaiserslauterer Persönlichkeiten |Verlag=MeRiKa-Verlag |Ort=Kaiserslautern |Datum=2017 |ISBN=978-3-9816186-3-1 |Seiten=126}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war Mitarbeiter und später Nachfolger von Stadtbaurat [[Eugen Bindewald]], der am 15. Januar 1913 in den [[Ruhestand]] verabschiedet wurde. Am 15. April 1920 wurde Hermann Hussong zum &amp;#039;&amp;#039;Stadtbaurat&amp;#039;&amp;#039; und damit zum Leiter des Stadtbauamts berufen. Am 26. November 1920 wurde er zum &amp;#039;&amp;#039;Oberbaurat&amp;#039;&amp;#039; befördert und am 10. März 1921 als berufsmäßiger [[Stadtrat]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Daniela Christmann |Titel=Die Moderne in der Pfalz |Verlag=Kehrer-Verlag |Ort=Heidelberg |Datum=1999 |ISBN=3-933257-06-9 |Seiten=100}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1931 ernannte man ihn zum &amp;#039;&amp;#039;Oberbaudirektor&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom [[Nationalsozialismus|nationalsozialistisch]] dominierten Stadtrat wurde Hermann Hussong, der keiner [[Politische Partei|Partei]] angehörte&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Daniela Christmann |Titel=RückSicht. Festschrift für Hans-Jürgen Imiela zum 5. Februar 1997 |Verlag=Hermann Schmidt |Ort=Mainz |Datum=1997 |ISBN=3-87439-420-4 |Seiten=210}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, am 12. September 1933 zwangspensioniert. Auslöser war ein Schreiben von elf Architekten der Arbeitsgemeinschaft der Privatarchitekten vom 23. Mai 1933, die Vorwürfe der [[Vorteilsannahme]] und der Bereicherung gegen Hermann Hussong erhoben. Sie forderten die „Entfernung dieses Herrn“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrich Hussong |Hrsg=Jürgen Keddigkeit |Titel=Die Absetzung von Oberbaudirektor Hermann Hussong in Kaiserslautern im Jahre 1933 |Sammelwerk=Jahrbuch für pfälzische Geschichte und Volkskunde |Nummer=4, 2004 |Ort=Kaiserslautern |Datum=2005 |ISBN=3-9810838-0-6 |Seiten=199-220, S. 201}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 30. Mai 1933 folgten Schreiben des Bauhandwerks mit Vorwürfen in Bezug auf [[Öffentlicher Auftrag|Vergabeverfahren]]. Die Kreisleitung der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] unterstellte Hermann Hussong, [[Kommunismus|kommunistischen]] Ideen nahezustehen. Mit dem Stadtratsbeschluss vom 23. Juni 1933 wollte man Hermann Hussong nicht nur aus dem Amt entfernen und die Auszahlung seiner [[Besoldung]] sperren, sondern ihn darüber hinaus für Schäden während seiner [[Amtszeit]] haftbar machen. Hermann Hussong, dem alle Vorwürfe nie persönlich vorgelegt worden waren und der sich nur auf Pressemitteilungen stützen konnte, legte am 12. Juli 1933 einen [[Rechenschaftsbericht]] vor. Zwar wurde er zum 12. September 1933 in den Ruhestand versetzt, weil seine Tätigkeit „Erbitterung und Ablehnung in den weitesten Kreisen Kaiserslauterns ausgelöst“ habe und eine „ersprießliche Tätigkeit nicht mehr zu erwarten sei“. Aber seine [[Ruhegehalt|Ruhestandsbezüge]] mussten gezahlt und der Anspruch auf [[Schadensersatz]] fallen gelassen werden. Die Regierung der Pfalz bestätigte, dass im Falle Hussong „eine unsaubere persönliche Bereicherung im Sinne der [[Korruption]] nicht vorliegt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Hussong 2005, S. 214.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Familie verließ die Dienstwohnung im Haus Fliegerstraße 1, zog 1933 zu den Schwiegereltern Hussongs nach Zweibrücken und 1934 über [[Mannheim]] nach [[Heidelberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Hussong 2005, S. 219.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als bereits ein Teil der Stadt Kaiserslautern zerstört war, holte man Hermann Hussong zurück und stellte ihn am 1. Juni 1943 als „Leiter der örtlichen Sofortbaumaßnahmen“ ein&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Hussong 2005, S. 219.&amp;lt;/ref&amp;gt;, wo er für den Bau von Luftschutzbunkern und Beseitigung von Kriegsschäden zuständig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Spätere Bombenangriffe erfolgten am 14. August und 28. September 1944.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alex Müller, erster [[Oberbürgermeister]] nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], wollte Hermann Hussong für den [[Wiederaufbau]] der Stadt Kaiserslautern gewinnen. Die Anstellung kam jedoch wegen interner Widerstände nicht zustande.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerhard Westenburger |Titel=Hermann Hussong hat große Teile von Kaiserslautern neu geordnet |Sammelwerk=Die Rheinpfalz |Ort=Kaiserslautern |Datum=2021-07-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Krieg arbeitete Hermann Hussong ab 16. April 1945 als &amp;#039;&amp;#039;Oberbaudirektor&amp;#039;&amp;#039; in Heidelberg bis zu seiner Pensionierung 1952.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Hussong 2005, S. 220.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für das neu geschaffene Verwaltungsgebiet Saar-Pfalz-Südhessen wurde er am 18. Mai 1945 zum Abteilungsleiter für Bau und Wiederaufbau ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Heidelberger Geschichtsverein e. V. |url=http://www.s197410804.online.de/Zeiten/1945.html |titel=Zeittafel zur Heidelberger Geschichte ab 1945 |abruf=2024-05-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Hussong starb am 16. September 1960 in Heidelberg, sein Grab befindet sich auf dem [[Handschuhsheim]]er Friedhof.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl Kollnig, Inge Frese |Titel=Der Handschuhsheimer Friedhof. Ein Rundgang |Auflage=2. |Verlag=Edition Gunderjahn |Ort=Ubstadt-Weier |Datum=2000 |ISBN=3-924973-83-0 |Seiten=110}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bebauungspläne ===&lt;br /&gt;
Stadtbaurat Eugen Bindewald hatte 1887 einen Erweiterungsplan für die Stadt Kaiserslautern vorgelegt. Die Zunahme der [[Bevölkerung]] infolge der fortschreitenden [[Industrialisierung]] machten eine Weiterentwicklung nötig. Die bereits bestehenden Arbeitersiedlungen auf dem „Kotten“ in der Nähe der [[Kammgarnspinnerei (Kaiserslautern)|Kammgarnspinnerei]] und das Wohngebiet „Krimm“ im Osten der Stadt zeichneten sich durch kleine Häuser mit wenigen Kammern, [[Stall]] und Garten aus, die oft durch Hofverbauung und Überbelegung [[Hygiene|hygienische]] Missstände aufwiesen. Da man für die Zeit nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] einen zusätzlichen Wohnungsmangel erwartete, überprüfte man die Wohnverhältnisse durch eine Analyse, die [[Berufsschullehrer (Deutschland)|Gewerbelehrer]] Eugen Rhein durchführte.&amp;lt;ref&amp;gt;Daniela Christmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Moderne in der Pfalz.&amp;#039;&amp;#039; 1999, S. 99.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Überarbeitung des innerstädtischen [[Bebauungsplan (Deutschland)|Bebauungsplans]] kam es im Bereich „westlich der Schloßstraße“ 1913 zur Durchführung der Fackelstraße vom Schillerplatz zum Fackelrondell und damit zur Einrichtung einer Ost-West-Achse im Innenstadtkern. Hermann Hussong legte in mehreren Plänen die Bebauung der Gebiete am damaligen Stadtrand fest: „Am Gersweilerweg“ 1910, „Im Altenwoog“ 1911, „Am heiligen Häuschen“ 1912, „Am Stophelspfad“ 1912 und Landbausiedlung Lämmchesberg 1917.&amp;lt;ref&amp;gt;Daniela Christmann: &amp;#039;&amp;#039;Vom Pathos zur Sachlichkeit.&amp;#039;&amp;#039; 1997, S. 211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. April 1919 stimmte der Stadtrat der von Hermann Hussong entworfenen Staffelbauordnung zu. Ziele Hussongs waren die Geschlossenheit und Einheitlichkeit im Straßenbild und eine neue Ordnung für das bisher oft willkürlich gehandhabte Bauen. Der Plan teilt die Viertel der Stadt aufgrund ihrer Funktion in Geschäfts-, Wohn-, und Industrieviertel ein. Die Höhe und die [[Geschoss (Architektur)|Geschosszahl]] der Gebäude in jedem Viertel wurden festgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Daniela Christmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Moderne in der Pfalz.&amp;#039;&amp;#039; 1999, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hermann Hussong stellte 1925 rückblickend fest, dass „die neuen Pläne Sinn und Ordnung, Maß und Verhältnis, Wohlklang und warmes Leben in die Erweiterung der Städte“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hermann Hussong |Titel=Städtebau in der Pfalz |Sammelwerk=Pfälzer Land |Nummer=6 |Datum=1925 |Seiten=79}}&amp;lt;/ref&amp;gt; brachten. Er legte in der Stadt Brunnen&amp;lt;ref&amp;gt;u.&amp;amp;nbsp;a.: Spittelmüller-Brunnen am [[Stiftsplatz (Kaiserslautern)|Stiftsplatz]], Bärenbrunnen in der Otto-Straße&amp;lt;/ref&amp;gt;, Plätze und Grünanlagen an, mit dem Ziel der Aufwertung des Stadtbilds und der Schaffung städtischer Naherholungsgebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der Gemeinnützigen Bau-AG ===&lt;br /&gt;
Zum Bau von neuen Wohnanlagen wurden im April 1919 die &amp;#039;&amp;#039;Gemeinnützige [[Wohnungsbaugenossenschaft|Baugenossenschaft]] zur Errichtung von Kleinwohnungen [[eGmbH]]&amp;#039;&amp;#039; und der Gemeinnützige Bauverein [[Eingetragener Verein|e. V.]] gegründet, die zwei Jahre später zur &amp;#039;&amp;#039;Gemeinnützigen Bau-Aktiengesellschaft&amp;#039;&amp;#039; vereinigt wurden. Der engen Zusammenarbeit des Leiters der Gemeinnützigen Bau-AG, Eugen Rhein, mit Bürgermeister [[Franz Xaver Baumann]] und Stadtbaurat Hermann Hussong verdankt die Stadt Kaiserslautern zahlreiche Gebäudekomplexe mit vielen Wohnungen, die das Stadtbild noch heute prägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wohnanlagen und -gebäude in Kaiserslautern ===&lt;br /&gt;
Mit seinen zunächst am [[Expressionismus (Architektur)|Expressionismus]], dann an der [[Neue Sachlichkeit (Architektur)|Neuen Sachlichkeit]] orientierten Bauten war Hermann Hussong ein „Wegbereiter der Moderne in der [[Pfalz (Region)|Pfalz]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Dieter Krienke |url=https://gdke.rlp.de/wer-wir-sind/landesdenkmalpflege/nachrichten-und-veranstaltungen/detail/vom-traditionalismus-zum-neuen-bauen |titel=Vom Traditionalismus zum Neuen Bauen. in Kaiserslautern wurde jüngst die ehemalige Feuerwache neu in die Denkmalliste aufgenommen |hrsg=Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz |abruf=2024-05-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1911: &amp;#039;&amp;#039;[[Diakonissenhaus]]&amp;#039;&amp;#039; an der Friedrich-Karl-Straße&amp;lt;ref&amp;gt;Anmerkung: Im Innenhof befindet sich die Stele „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben“ von [[Richard Menges]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1911: Fabrikneubau der &amp;#039;&amp;#039;Zschocke-Werke&amp;#039;&amp;#039; an der Mainzer Straße, einer [[Fabrik]] für Holzprodukte, zurückgehend auf eine Holzhandlung und ein [[Sägewerk]] von Albert Munzinger 1868&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1912: Der [[Hauptfriedhof (Kaiserslautern)|Hauptfriedhof]], der seit 1873 den [[Jüdischer Friedhof|jüdischen Friedhof]] und den [[Soldatenfriedhof|Kriegerfriedhof]] an der Mannheimer Straße umschloss, wurde nach den Plänen von Hermann Hussong vergrößert (Ausbau des Wegesystems, Anlage von Rondellen, Konzeption des Markusbrunnens, heute Löwenbrunnen genannt). Im Jahr 1912 wurde der &amp;#039;&amp;#039;Waldfriedhof&amp;#039;&amp;#039; im Nordosten des Geländes in einem [[Mischwald]] nach den Entwürfen von Hermann Hussong angelegt. Der Waldfriedhof wurde zum Vorbild für ähnliche Anlagen in Deutschland.&lt;br /&gt;
* 1912: Das &amp;#039;&amp;#039;Gebäude für die Sanitätskolonne&amp;#039;&amp;#039; des [[Deutsches Rotes Kreuz|DRK]] an der heutigen Augustastraße umfasste eine Sanitätswache und Verbandsräume, es wurde 1920 erweitert um einen Übungssaal. In den oberen Geschossen befanden sich Wohnungen. Der Komplex wurde 1927 um eine &amp;#039;&amp;#039;Feuerwache&amp;#039;&amp;#039; erweitert.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Krienke 2004&amp;lt;/ref&amp;gt; 2021 kam es zu einem Teilabriss.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Matthias Schirren |Titel=Ist das Geschichte oder kann das weg? |Sammelwerk=Die Rheinpfalz |Ort=Kaiserslautern |Datum=2021-03-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1913: Die &amp;#039;&amp;#039;Walderholungsstätte Am Rummel&amp;#039;&amp;#039; wurde für an [[Tuberkulose]] erkrankte Kinder erbaut, die sich hier am Rande der Stadt in Waldnähe erholen sollten. Sie wurde am 4. Juli 1914 eröffnet und 1966 abgerissen. Heute steht hier die Schule am Beilstein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerhard Westenburger |Titel=Walderholungsstätte für an Lungentuberkulose erkrankte Menschen |Sammelwerk=Die Rheinpfalz |Ort=Kaiserslautern |Datum=2022-08-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1919–1922: entstand an der Amsel- und Fliegerstraße ein geschlossener &amp;#039;&amp;#039;Siedlungskomplex mit Ein- und Zweifamilienhäusern&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mara Oexner (Bearb.) |Hrsg=Landesamt für Denkmalpflege |Titel=Stadt Kaiserslautern |Sammelwerk=Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz |Band=14 |Verlag=Wernersche Verlagsgesellschaft |Ort=Worms |Datum=1996 |ISBN=3-88462-131-9 |Seiten=23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1919/1920 bis 1923: [[Wohnanlage Fischerstraße]]; Die Planung erfolgte auf Anfrage der französischen Besatzung im Auftrag des [[Deutsches Reich|Deutschen Reichs]], sie wurde durch [[Reparationen|Reparationsgelder]] des Deutschen Reichs finanziert. Trotz [[Deutsche Inflation 1914 bis 1923|Inflation]] und Materialknappheit sowie Zahlungsschwierigkeiten des Reichs wurde die Wohnanlage fertiggestellt. Auf dem Gebiet, das nach der Trockenlegung des [[Woog|Stadtwoogs]] ein feuchtes Wiesengelände war, wurden die Gebäude auf [[Fundament|Beton-Streifenfundamente]] gebaut, schachbrettartige Betonquadrate, die das Abpumpen des Wassers aus dem Untergrund ermöglichten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerhard Westenburger |Titel=Die Fischerstraße erlebt ein Bilderbuch der Stadtgeschichte |Sammelwerk=Die Rheinpfalz |Ort=Kaiserslautern |Datum=2021-08-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Vorbild für die Anlage an der Fischerstraße diente Hermann Hussong die Neue Vorstadt in Zweibrücken, 1756 entstanden nach Plänen von Baudirektor [[Christian Ludwig Hautt]].&amp;lt;ref&amp;gt;Daniela Christmann: &amp;#039;&amp;#039;RückSicht.&amp;#039;&amp;#039; 1997, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bauten selbst wurden wiederum Vorbild für die Bebauung des Mannlichplatzes in Zweibrücken durch Stadtbaumeister Gustl Groß.&amp;lt;ref&amp;gt;Daniela Christmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Moderne in der Pfalz.&amp;#039;&amp;#039; 1999, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wohnungen waren zunächst für [[Offizier]]e der [[Besatzungsmacht]] bestimmt. Nachdem aber die von [[Frankreich]] unterstützten Separatistenaufstände vom Herbst 1923 gescheitert waren, wollten die Franzosen nicht mehr einziehen, weil sie [[Anschlag|Anschläge]] befürchteten. So wurden die Wohnungen den Beständen der Gemeinnützigen Bau-AG zugeschlagen und standen nach 1924 der Kaiserslauterer [[Bevölkerung]] zur Verfügung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerhard Westenburger |Titel=100 Jahre Bau AG. Bauskandal in der Fischerstraße |Sammelwerk=Die Rheinpfalz |Ort=Kaiserslautern |Datum=2021-08-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Mittel- und zwei Flügelbauten bilden ein Ensemble auf der Nordseite, dem ein Platz vorgelagert ist. Unverwechselbar war der expressionistisch-kristallin geformte Dachreiter auf sternförmigem Grundriss, der den [[Giebel|Dreiecksgiebel]] des Mittelbaus krönte. Eine bunte Farbgebung, inspiriert von [[Bruno Taut]], sowie expressionistisch inspirierte Balkonkonsolen und Fensterbekränzungen prägten die Fassaden. Auf der Rückseite standen den Mietern Nutzgärten zur Verfügung. Die Nationalsozialisten lehnten einerseits den am Expressionismus angelehnten Stil der Anlage ab, nutzten sie jedoch andererseits als [[Kulisse (Bühne)|Kulisse]] für ihre [[Aufmarsch|Aufmärsche]]. Der damalige Oberbürgermeister [[Richard Imbt]] ließ sich im ersten Obergeschoss des Mittelblocks der Wohnanlage eine Acht-Zimmer-Wohnung herrichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Westenburger: &amp;#039;&amp;#039;Die Fischerstraße erlebt ein Bilderbuch der Stadtgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1924–1925: &amp;#039;&amp;#039;Wohnanlage Königsviertel&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Das Königsviertel ist benannt nach dem bayerischen König Otto I. – Gerhard Westenburger: &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre Bau AG. Königsviertel steht unter Denkmalschutz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Rheinpfalz&amp;#039;&amp;#039; vom 11. August 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;, Königstraße und Friedrich-Karl-Straße; Das Ensemble gilt als ein baukünstlerisch herausragendes Beispiel für eine Wohnanlage aus den 1920er Jahren im Stil der Neuen Sachlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Werner Roßkopf |url=https://www.caparol.de/gestaltung/referenzen/wohnbauten/koenigsviertel-kaiserslautern-quartier-mit-modellcharakter |titel=Königsviertel Kaiserslautern. Quartier mit Modellcharakter |hrsg=Caparol |abruf=2024-05-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Häuser wurden von Hermann Hussong und den Architekten [[Eduard Brill]], Alois Loch, Michael Miller und Philipp Spelger gebaut. Je nach Architekt unterschieden sich die Fassaden in ihrem Farbanstrich mit zackenförmigen Elementen zwischen den Fensterreihen, sechseckigen Fenstern über den Hauseingängen, Balkonkonsolen und Treppenhäusern, die turmartige Aufbauten trugen.&amp;lt;ref&amp;gt;Auf dem Mittelteil an der St.-Marien-Straße befand sich die Figur „Das Mädchen“ von Fritz Korter, die jetzt als Nachbildung auf dem St.-Marien-Platz steht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mit der Direktorin des [[Pfaff-Nähmaschine|Pfaff-Nähmaschinen-Werks]], [[Lina Pfaff]], plante Hermann Hussong die &amp;#039;&amp;#039;Häuser auf dem Galgenberg&amp;#039;&amp;#039;. Mit Plänen und Modellen hierzu und zu den Bauten an der Fischerstraße nahm die Stadt Kaiserslautern an der Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;[[Jahresschau Deutscher Arbeit]] – Wohnung und Siedlung&amp;#039;&amp;#039; von Mai bis September 1925 in [[Dresden]] teil. Die Stadt präsentierte sich damit, dass zwischen 1919 und 1925 in Kaiserslautern über 900 Wohnungen mit einer Wohnfläche von 49.817 Quadratmetern erbaut worden waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Daniela Christmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Moderne in der Pfalz.&amp;#039;&amp;#039; 1999, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1925: &amp;#039;&amp;#039;[[Ausstellung]]sgelände&amp;#039;&amp;#039; und Gravius-Heim; Für das Jubiläum der [[Handwerkskammer der Pfalz]] und des [[Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern|Pfälzischen Gewerbemuseums]] im Jahr 1925 war die Errichtung eines Ausstellungsgeländes geplant. Mit Hilfe der [[Stiftung]] Julius Gravius konnten die Bauten fertiggestellt und am  1. August 1925 der Öffentlichkeit übergeben werden. Die Anlage bestand aus einem Vorhof mit Brunnen und großen Pferdebändiger-Figuren von [[Fritz Korter]], einer großen Halle in der Mitte und zwei sich jeweils im rechten Winkel anschließenden kleineren Hallen. Die Gebäude wirkten durch ihre Geometrie, auf dekorative Elemente wurde ganz verzichtet. Die Ausstellungshallen wurden im Zweiten Weltkrieg Anfang Januar 1945 zerstört und ihre Ruinen am 21. September 1957 gesprengt, heute befindet sich dort der [[Volksgarten|Volkspark]]. Im Zuge des Baus der Ausstellungshallen verpflichtete der Stifter Julius Gravius die Stadt, 100.000 [[Mark (1871)|Mark]] seiner [[Spende]] für den Bau eines „Wohnheims für ältere Damen“ zu verwenden. Hermann Hussong zeichnete den Bauplan und Architekt Alois Loch übernahm die [[Bauleitung]]. Das &amp;#039;&amp;#039;Gravius-Heim&amp;#039;&amp;#039; wurde 1926 eröffnet. Im Dezember 2023 wurde es geschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerhard Westenburger |Titel=Ein Stück Sozialgeschichte geht zu Ende. Nach fast 100 Jahren schließt das Graviusheim im Königsviertel |Sammelwerk=Die Rheinpfalz |Ort=Kaiserslautern |Datum=2023-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1926: Bei der &amp;#039;&amp;#039;Bebauung des Kaisersmüllerfelds&amp;#039;&amp;#039; entstand eine halbländliche [[Siedlung]] mit Einfamilien- und Reihenhäusern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerhard Westenburger |Titel=Die Bau AG und ihre Häuser „in Amerika“ |Sammelwerk=Die Rheinpfalz |Ort=Kaiserslautern |Datum=2021-07-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1926–1928 wurde der &amp;#039;&amp;#039;[[Rundbau (Kaiserslautern)|Rundbau]]&amp;#039;&amp;#039; an der Königstraße mit 164 Wohnungen zu je 53 m&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; auf vier Geschossen erstellt. Es handelt sich dabei um eine halbe Ellipse, einen [[Korbbogen]], mit fünf verschiedenen [[Radius|Radien]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerhard Westenburger |Titel=Lauterer Lexikon R wie Rundbau |Sammelwerk=Die Rheinpfalz |Datum=2020-09-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; An der offenen Seite des Bogens schließt ein [[Zeilenbau]] den großen Hof ab. Außen verzichtete der Rundbau im Stil der Neuen Sachlichkeit auf jeglichen Bauschmuck, er war bestimmt durch eine ausgewogene Proportion der Flächen. Trotz der begrenzten Mittel legte Hermann Hussong Wert auf Wohnqualität und entwarf selbst ein Farbkonzept für die Innenräume wie auch für die Fassade.&lt;br /&gt;
* 1927–1928 entstanden im  &amp;#039;&amp;#039;Grünen Block&amp;#039;&amp;#039; auf A-förmigem [[Grundriss]] zwischen Altenwoogstraße und Mannheimer Straße 119 großzügig bemessene Wohnungen mit Zentralheizung, Warmwasserversorgung, Gasküchen und eigenen Badezimmern. Die Wohnungen waren damals für die Bürger bestimmt, deren Wohnungen von der französischen Besatzung beschlagnahmt worden waren. Die Fassade im Stil der Neuen Sachlichkeit weist keine Schmuckelemente auf. Sie ist durch regelmäßige [[Risalit]]e sowie rechteckige Fenster in den unteren Geschossen und halbrunde Fenster im obersten Geschoss gegliedert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerhard Westenburger |Titel=100 Jahre Bau AG. 119 großzügige Wohnungen im Grünen Block der Bau-AG |Sammelwerk=Die Rheinpfalz |Ort=Kaiserslautern |Datum=2021-08-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1927–1929 wurde der Nordbereich des [[Gelterswoog]]s von Hermann Hussong überarbeitet und zu einem Familienbad ausgestaltet. Die &amp;#039;&amp;#039;Terrassenanlage des Freibads Gelterswoog&amp;#039;&amp;#039; war mit Liegeterrassen, Galerien und großzügigen Freitreppen gestaltet. Dazu gehörte auch ein Gaststättenpavillon. Die Anlage zeigte im Stil der Neuen Sachlichkeit ein großstädtisches Bild.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans-Joachim Redzimski |Titel=Der Kaiserslauterer Gelterswoog im Spiegel der Geschichte |Sammelwerk=Die Rheinpfalz |Datum=2020-05-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die am 25. September 1928 eröffnete &amp;#039;&amp;#039;[[Jugendherberge]]&amp;#039;&amp;#039; auf dem Lämmchesberg, Auf der Pirsch 1, war bis 1961 in Betrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rheinpfalz-Redaktion |Titel=Kaiserslautern. Auf den Spuren des Bauhauses |Sammelwerk=Die Rheinpfalz |Datum=2019-05-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1928–1929: Das &amp;#039;&amp;#039;Protestantenhaus&amp;#039;&amp;#039; beim Fackelrondell wurde als Gesellschafts- und Vereinshaus für den Protestanten-Verein und den Protestantischen Frauenverein gebaut und enthielt im Untergeschoss auch eine Ladenzeile. Der große Saal wurde später als [[Kino]], nach dem Zweiten Weltkrieg als [[Theater]] genutzt. Das Protestantenhaus wurde 1999 abgerissen, hier befindet sich die Mall „[[K in Lautern]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerhard Westenburger |Titel=„P“ wie Protestantenhaus |Sammelwerk=Die Rheinpfalz |Ort=Kaiserslautern |Datum=2021-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rezeption des Werks von Hermann Hussong in Kaiserslautern zu seiner Zeit ===&lt;br /&gt;
Hermann Hussong wird beschrieben als energische Persönlichkeit mit [[Willenskraft|Willensstärke]], Zielstrebigkeit und taktischem Talent. Dies und seine Aufgeschlossenheit für die [[Moderne]] stieß nicht überall auf Gegenliebe.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Hussong 2005, S. 214.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Architektur brach mit dem [[Historismus]] und setzte mit Gebäuden im Stil des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit neue und ungewohnte Akzente. Einige seiner Bauten oder Bauelemente bekamen [[Spitzname]]n wie „Fort Hussong“ für den Grünen Block oder „Schirmständer“ und „[[Maggi]]turm“ für den expressionistischer Dachaufbau an der Fischerstraße. Das Farbkonzept, das Hermann Hussong für seine Bauten entwickelte, war für manche Menschen befremdlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Hussong, der Lächler |Sammelwerk=Pfälzische Volkszeitung |Ort=Kaiserslautern |Datum=1928-08-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aber man schätzte die „stilvollen, durch ihre Einfachheit in der Architektur wirkenden“ Gebäude mit Wohnungen, die „mit allem neuzeitlichen Komfort ausgestattet“ und „in hygienischer Beziehung als Idealwohnungen zu bezeichnen sind“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Neue Wohnungen in der Bau-A.-G. |Sammelwerk=Pfälzische Volkszeitung |Ort=Kaiserslautern |Datum=1928-08-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, sie waren umgehend vermietet. Viele der von ihm geplanten und entworfenen Gebäude stehen heute unter [[Denkmalschutz]] und finden sich in der [[Liste der Kulturdenkmäler in Kaiserslautern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bau-Projekte in Heidelberg ===&lt;br /&gt;
Zu Hermann Hussongs Aufgaben in Heidelberg gehörte die Wiederherstellung der [[Theodor-Heuss-Brücke (Heidelberg)|Neckarbrücke]], die kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs gesprengt worden war. Er war beteiligt an „Heidelbergs größtem Bauprojekt“, der Verlegung bzw. dem Neubau des [[Heidelberg Hauptbahnhof|Hauptbahnhofs]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Heidelbergs größtes Bauprojekt. Die Verlegung des Hauptbahnhofs. Die Ausführungen von Oberbaudirektor Hussong vor dem Stadtrat. |Sammelwerk=Heidelberger Amtsanzeiger |Nummer=25 |Ort=Heidelberg |Datum=1952-06-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, der am 19. Januar 1950 von der [[Deutsche Bundesbahn|Deutschen Bundesbahn]] beschlossen worden war. Hiermit sollte der alte [[Kopfbahnhof]] durch einen [[Durchgangsbahnhof]] ersetzt und die Stadt dadurch verkehrstechnisch entlastet werden. Durch die veränderte [[Verkehrsführung]] konnten neue bauliche Schwerpunkte gesetzt werden. Auch für den am 7. Dezember 1950 vom Stadtrat beschlossenen Neubau des [[Bunsen-Gymnasium Heidelberg|Bunsen-Realgymnasiums]] im [[Neuenheimer Feld]] war Hermann Hussong zuständig.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Kollnig, Inge Frese 2021, S. 110.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Tätigkeiten ===&lt;br /&gt;
Hermann Hussong engagierte sich in der [[Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler]] und im [[Bund Pfälzer Künstler]]. Zu seinem Freundeskreis zählten der Schriftsteller [[Paul Münch (Autor)|Paul Münch]] und die Museumsdirektoren [[Eduard Brill]] und Hermann Graf.&amp;lt;ref&amp;gt;Daniela Christmann: &amp;#039;&amp;#039;RückSicht.&amp;#039;&amp;#039; 1997, S. 211.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1951 machte er sich um die Gründung des Architekten- und Ingenieur-Vereins Rhein-Neckar verdient, den er als erster [[Vorsitzender]] vom 30. Mai 1951 bis 1953 leitete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Schenk |Hrsg=Stadtarchiv Mannheim |Titel=„Mit collegialem Gruß“. 125 Jahre AIV Architekten- und Ingenieurverein Rhein-Neckar e. V. 1885–2010 |Ort=Mannheim |Datum= |Seiten=31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner [[Freizeit]] fertigte er [[Zeichenkohle|Kohlestift]]-Zeichnungen an, u.&amp;amp;nbsp;a. von den Ortsmittelpunkten zahlreicher pfälzischer Dörfer und Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Daniela Christmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Moderne in der Pfalz. Künstlerische Beiträge, Künstlervereinigungen und Kunstförderung in den zwanziger Jahren.&amp;#039;&amp;#039; Kehrer, Heidelberg 1999, ISBN 3-933257-06-9, S. 98–117.&lt;br /&gt;
* Daniela Christmann, [[Britta E. Buhlmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Es kommt eine neue Zeit! Kunst und Architektur der zwanziger Jahre in der Pfalz.&amp;#039;&amp;#039; Pfalzgalerie, Kaiserslautern 1999, ISBN 3-89422-102-X.&lt;br /&gt;
* Daniela Christmann: &amp;#039;&amp;#039;Vom Pathos zur Sachlichkeit. Hermann Hussong, Fischerstraße und Rundbau in Kaiserslautern. Zwei Beispiele für den Wohnungsbau der zwanziger Jahre in Kaiserslautern.&amp;#039;&amp;#039; In: Daniela Christmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;RückSicht.&amp;#039;&amp;#039; (Festschrift für [[Hans-Jürgen Imiela]] zum 5. Februar 1997) Schmidt, Mainz 1997, ISBN 3-87439-420-4, S. 199–212.&lt;br /&gt;
* Ulrich Hussong: &amp;#039;&amp;#039;Die Absetzung von Oberbaudirektor Hermann Hussong in Kaiserslautern im Jahre 1933.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für pfälzische Geschichte und Volkskunde&amp;#039;&amp;#039;, Band 4 (2004), Kaiserslautern 2005, ISBN 3-9810838-0-6, S. 199–220.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|127798226}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=127798226|VIAF=57646391}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hussong, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Rheinland-Pfalz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtplaner (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtplaner (Baden-Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kaiserslautern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1881]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hussong, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hussong, Hermann Georg (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Architekt, Stadtplaner und Baubeamter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. September 1881&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Blieskastel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. September 1960&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Heidelberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Redf0x</name></author>
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