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	<title>Hermann Hubig - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermann_Hubig&amp;diff=691833&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: Tippfehler</title>
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		<updated>2026-03-03T22:36:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hermann Hubig (b. 1912).jpg|mini|Hermann Hubig (1942)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Hubig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. März]] [[1912]] in [[Völklingen]]; † [[5. November]] [[1999]] in [[Überlingen]]) war ein deutscher [[SS-Sturmbannführer]] im [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|Sicherheitsdienst]] der [[Schutzstaffel]] (kurz SS), [[Jurist]], Mitarbeiter des französischen Geheimdienstes und des [[Bundesnachrichtendienst]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben bis 1939 ==&lt;br /&gt;
Der Sohn des Grubensteigers Georg Hubig und seiner Frau Elisabeth ging in [[Völklingen]]/Saar zur Schule und studierte Rechtswissenschaften in [[Heidelberg]], [[Frankfurt am Main|Frankfurt]] und [[Tübingen]]. Bereits seit 1935 arbeitete er nach eigenen Angaben während des Studiums nebenamtlich für den SD in [[Stuttgart]] unter [[Gustav Adolf Scheel]]. 1937 wurde er als hauptamtlicher Mitarbeiter in den [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD]] beim Oberabschnitt Stuttgart übernommen. Der [[Promotion (Doktor)|promovierte]] Wirtschaftsjurist trat zum 1. Mai 1933 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 2.709.693)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/17140550&amp;lt;/ref&amp;gt; und am 1. Oktober 1936 der [[Schutzstaffel|SS]] bei (SS-Nummer 290.303). 1939 arbeitete er beim Leitabschnitt [[Prag]] des [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|Sicherheitsdienstes]] (SD).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriegszeit 1939 bis 1945 ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|deutschen Angriff auf die Sowjetunion]] gehörte Hubig den [[Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD]] an. Hubig leitete ab September 1941 im Auftrag des Stabs der [[Einsatzgruppe A]] kleinere SD-Teilkommandos in [[Tosno]], [[Loknja (Pskow)|Loknja]] und [[Krasnogwardeisk]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerhard Sälter |Titel=NS-Kontinuitäten im BND |Verlag=Ch. Links |Ort=Berlin |Datum=2022 |ISBN=978-3-96289-131-2 |Seiten=234.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Kommandos hatten die Aufgabe für Sturmbannführer [[Rudolf Oebsger-Röder]] vom Stab der EG A die Lage um [[Leningrad]] zu erkunden. Unter der Führung von Sturmbannführer Otto Kraus und dann von Obersturmführer Heinrich Bosse wurden Gefangenenlager überprüft und Spähtrupps nach Leningrad entsandt. Die Einsatzgruppen waren die für [[Massenmord]]e an Zivilisten aus der politischen [[Intelligenzija|Intelligenz]], an [[Kommunisten]], [[Partisan]]en und als „rassisch minderwertig“ definierte wie [[Juden]], „[[Zigeuner]]“ und „[[Asoziale (Nationalsozialismus)|Asoziale]]“ verantwortlich. Im Zuge dieser Aktionen wurde Hubig Beteiligter an Kriegsverbrechen.&amp;lt;ref&amp;gt;Chris Kraus, Das Kalte Blut (Familienchronik), 2014, S. 572–584.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das von Hubig geleitete Teilkommando hielt enge Verbindungen zu Egon von Wackerbarth, Ic/Abwehroffizier beim [[XVIII. Gebirgs-Korps (Wehrmacht)|XVIII. Gebirgs-Korps]] der [[18. Armee (Wehrmacht)|18. Armee]]. Wackerbarth, Sohn von [[Oskar von Wackerbarth]], war nach dem Krieg Angehöriger der [[Organisation Gehlen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Sälter, &amp;#039;&amp;#039;NS-Kontinuitäten im BND&amp;#039;&amp;#039;, S. 395.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Funktion war Hubig am Mord an mehr als 200 geisteskranken Frauen in einer Anstalt des Klosters Makarevskaja Pustin durch Stellen der [[Wehrmacht]] beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-596-16048-0, S. 272.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erhaltene Korrespondenz zwischen Stellen der Wehrmacht und dem von Hubig geführten Teilkommando belegt, dass die Frauen als „[[Vernichtung lebensunwerten Lebens|nicht lebenswertes Leben]]“ und Quelle möglicher Seuchengefahr angesehen wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Birn 1087&amp;quot;&amp;gt;[[Ruth Bettina Birn]]: &amp;#039;&amp;#039;Wehrmacht und Wehrmachtsangehörige in den deutschen Nachkriegsprozessen.&amp;#039;&amp;#039; In: Rolf-Dieter Müller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Wehrmacht. Mythos und Realität.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München 1999, ISBN 3-486-56383-1, S. 1081–1099, hier S. 1087.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wehrmacht war besonders während der [[Leningrader Blockade]] Teil der [[Verbrechen der Wehrmacht|verbrecherischen Kriegsführung]] gegen die Sowjetunion und arbeitete Hand-in-Hand mit dem SD.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans-Heinrich Wilhelm |Titel=Die Einsatzgruppe A der Sicherheitspolizei und des SD 1941/42 |Verlag=Peter Lang |Ort=Frankfurt am Main |Datum=1996 |ISBN=3-631-49640-0 |Seiten=282ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Neugliederung der Einsatzgruppe A war Hubig von Juni bis Oktober 1942 für das Einsatzkommando 1b verantwortlich. In [[Loknja (Pskow)|Loknja]] leitete er weitere Mordaktionen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Gerhard Sälter, &amp;#039;&amp;#039;NS-Kontinuitäten im BND&amp;#039;&amp;#039;, S. 235.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für seine Aktionen in der „Partisanenbekämpfung“ erhielt er das EK I und weitere Auszeichnungen durch Generalmajor [[Erich Brandenberger]], dem sein Kommando unterstellt war. Sein Nachfolger in Loknja war [[Manfred Pechau]]. Ende 1942 bis Anfang 1944 war in der Führerschule der der Sicherheitspolizei in [[Berlin]] und als Hilfsreferent in der Verwaltungsabteilung I B 3 des [[Reichssicherheitshauptamt]]s tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben nach dem Krieg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachrichtendienste ===&lt;br /&gt;
Nach [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsende]] tauchte Hubig unter dem Falschnamen &amp;#039;&amp;#039;Hans Haller&amp;#039;&amp;#039; unter. Er war zwischen 1946 und 1959 zeitweise für den französischen Geheimdienst tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Gerhard Sälter, &amp;#039;&amp;#039;NS-Kontinuitäten beim BND&amp;#039;&amp;#039;, S. 236.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Entlassung aus französischen Diensten bewarb er sich beim [[Bundesnachrichtendienst]] (BND) und gelangte im November 1960 in die [[Gegenspionage]]abteilung unter [[Oscar Reile|Oskar Reile]], in der auch der KGB-Agent [[Heinz Felfe]] arbeitete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Nach der Bereinigung des BND als Folge der Felfe-Affäre musste auch Hermann Hubig den BND 1966 wieder verlassen. Er hatte falsche Angaben zu seiner Vergangenheit gemacht und wurde als Sicherheitsrisiko betrachtet. Bis 1969 wehrte sich der Mitt-Fünfziger, der wohl auf ein staatliches Ruhegehalt hoffte, mit allen juristischen Mitteln gegen seine Kündigung, ehe er resignierte und die Kündigung wirksam werden konnte.&amp;lt;ref&amp;gt; Sabrina Nowack: &amp;#039;&amp;#039;Sicherheitsrisiko NS-Belastung.&amp;#039;&amp;#039; Ch. Links, Berlin 2016, ISBN 978-3-86153-923-0, S. 341–344.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ermittlungsverfahren ===&lt;br /&gt;
Generalfeldmarschall [[Georg von Küchler]] wurde 1949 im [[Prozess Oberkommando der Wehrmacht|Nürnberger Prozess gegen das Oberkommando der Wehrmacht]] auch wegen der Tötung der geisteskranken Frauen zu 20 Jahren Haft verurteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Birn 1087&amp;quot; /&amp;gt; Der für das XVIII Armeekorps und dessen Ic/AO Egon von Wackerbarth verantwortliche Oberbefehlshaber der [[18. Armee (Wehrmacht)|18. Armee]] Küchler musste dann auch noch in einem Prozess gegen Hermann Hubig 1967 wegen der Morde vor [[Leningrad]] als Zeuge aussagen, wollte sich nicht erinnern und vermutete einen Irrtum in der überlieferten Darstellung seiner Ic-Abteilung.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Hürter, &amp;#039;&amp;#039;Die Wehrmacht vor Leningrad&amp;#039;&amp;#039;, Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Heft 3/2001, S. 435–436&amp;lt;/ref&amp;gt; Küblers Ic/AO bei der 18. Armee, Major Hans-Theodor Ahlmann, konnte dazu nicht befragt werden, denn er hatte schon 1943 Suizid begangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Vernehmungen bundesdeutscher Justizbehörden in den 1960er Jahren wegen der Morde in den Anstalten bei Leningrad erklärte Hubig, nur „gesprächshalber“ von einer „Anstaltsräumung“ gehört zu haben. Der ebenfalls vernommene Fahrer Hubigs konnte sich hingegen an einen Besuch der Anstalt erinnern: &amp;#039;&amp;#039;„Sie lagen in Betten und machten einen völlig verwahrlosten und irren Eindruck. Der Gestank war bestialisch. Der Raum strotzte vor Schmutz. Man kann das Bild gar nicht beschreiben.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vernehmung des Fahrers vom 22. Juli 1966, zitiert bei Birn, &amp;#039;&amp;#039;Wehrmacht&amp;#039;&amp;#039;, S. 1088.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Staatsanwaltschaft [[Konstanz]] stellte das Verfahren am 3. Januar 1968 ein; auch in anderen Ermittlungen wurden Hubig außer Verfolgung gesetzt. Trotz etlicher Ermittlungsverfahren kam es nie zu einer Verurteilung von Hermann Hubig. Hubig arbeitete zuletzt in Überlingen am Bodensee als Wirtschaftsjournalist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst 1996 tauchte ein Funkspruch von [[Rudolf Oebsger-Röder]] vom 13. Oktober 1943 in britischen Archiven auf, wonach Hubig vom EK 1b die genaue Lage von Massengräbern in [[Puschkin (Stadt)|Puschkin]] ([[Zarskoje Selo]]) kannte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andrej Angrick |Titel=Aktion 1005 - Spurenbeseitigung von NS-Massenverbrechen 1942-1945 |Auflage=2. |Verlag=Wallstein |Ort=Göttingen |Datum=2019 |ISBN=978-3-8353-3268-3 |Seiten=661.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auswirkungen auf Hubig hatte das nicht mehr, denn er ist kurz darauf 1999 verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hubig, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bundesnachrichtendienst)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nachrichtendienst (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Baltikum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1999]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hubig, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Mann und Nachrichtendienstmitarbeiter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. März 1912&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Völklingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. November 1999&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Überlingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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