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	<title>Hermann Gruson - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermann_Gruson&amp;diff=61794&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-03-08T08:30:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hermann Gruson (1895).gif|mini|Hermann Gruson]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rittersgrün Schmalspurweiche2.jpg|mini|Weiche aus dem &amp;#039;&amp;#039;Grusonwerk Buckau-Magdeburg&amp;#039;&amp;#039; im Bahnhofsmuseum Rittersgrün]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann August Jacques Gruson&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. März]] [[1821]] in [[Magdeburg]], [[Provinz Sachsen]]; † [[30. Januar]] [[1895]] ebenda) war ein preußischer, deutscher [[Ingenieur]], [[Erfinder]] und [[Unternehmer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hermann Gruson wurde als Nachkomme einer [[Hugenotten|hugenottischen]] Einwandererfamilie und Sohn des [[Premierleutnant]]s [[Louis Abraham Gruson]] in der [[Magdeburger Zitadelle]] geboren. Er besuchte das [[Domgymnasium Magdeburg]], wechselte dann jedoch zur Gewerbe- und Handelsschule, die er 1839 abschloss, und leistete den Militärdienst als [[Einjährig-Freiwilliger]] in einer [[Pionier (Militär)|Pioniereinheit]] ab. Anschließend studierte er an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Universität Berlin]]. Er widmete sich vor allem den naturwissenschaftlichen und mathematischen Fächern und besuchte auch Vorlesungen seines Onkels [[Johann Philipp Gruson]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruson arbeitete anschließend fünf Jahre lang in der Maschinenfabrik von [[August Borsig]], der mit seinem Vater befreundet war, und lernte so den [[Maschinenbau]] kennen. Hier begann auch, durch Anregung von Borsig, seine Leidenschaft für die tropische und subtropische [[Botanik]]. Borsig vermittelte Gruson dann eine Stelle bei der [[Berlin-Hamburger Eisenbahn]], die er 1843 antrat und bis 1851 innehatte. Im November 1847 rettete er einen Jungen vor dem Ertrinken, wofür er eine Lebensrettungsmedaille erhielt. Als Oberingenieur nahm er dann am 1. Februar 1851 für drei Jahre eine Stelle als Ingenieur in der [[F. Wöhlert’sche Maschinenbau-Anstalt und Eisengiesserei]] in Berlin an. Er kehrte dann nach dem Tode seiner Mutter aus familiären Gründen nach Magdeburg zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1854 wurde er zunächst technischer Direktor der [[Vereinigte Hamburg-Magdeburger Dampfschiffahrtsgesellschaft|Vereinigten Hamburg-Magdeburger Dampfschiffahrtsgesellschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gründete am 1. Juni 1855 in [[Magdeburg-Buckau|Buckau bei Magdeburg]] die &amp;#039;&amp;#039;[[Grusonwerk|Maschinen-Fabrik und Schiffsbauwerkstatt H. Gruson]]&amp;#039;&amp;#039;. An der Mündung der [[Sülze (Elbe)|Sülze]] in die [[Elbe]] entstand eine [[Werft]]. Wichtiges Standbein seines Unternehmens war die angeschlossene [[Gießerei]]. Er verbesserte die Festigkeit von [[Gusseisen]], durch [[Gattieren]] (Mischen verschiedener Roheisensorten) deutlich, so dass [[Hartguss]]-Produkte aus den Grusonwerken zu einem Markenprodukt wurden. Diese gewannen große Bedeutung für die Entwicklung des Maschinenbaus und des [[Eisenbahnbau]]s in [[Deutschland]]. Viele Lokomotiv- und Waggonhersteller versahen ihre Produkte mit dem Hinweis „nur mit Gruson’schen Hartgussrädern“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1856 erklärte Gruson schriftlich der in [[Alexisbad]] tagenden Gründungsversammlung des [[Verein Deutscher Ingenieure|Vereins Deutscher Ingenieure (VDI)]] seinen Beitritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1859 wurde sein Unternehmen [[Streik|bestreikt]]. Der an sich [[Konservatismus|konservativ]] eingestellte Gruson sah sich angesichts einer stärker werdenden [[Arbeiterbewegung]] veranlasst, eine sozialere [[Lohnpolitik]] zu verfolgen. Unter seiner Leitung wurde das Unternehmen danach nie wieder bestreikt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst erfolgte ein erfolgreicher Einsatz der Produkte des Unternehmens bei der [[Magdeburg-Halberstädter Eisenbahn]]. Nach 1860 erhielt er vermehrt auch Rüstungsaufträge seitens des [[Preußische Armee|preußischen Armee]]. Es wurden Erweiterungen der Produktionskapazitäten erforderlich, worauf hin zwischen 1869 und 1871 moderne Anlagen an der Buckauer [[Magdeburger Straßen/M|Marienstraße]] errichtet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit begann auch Grusons Engagement im [[Bad Gottleuba-Berggießhübel|Berggießhübeler Eisenerz-Abbaugebiet]] in Sachsen. Der Bergbau reichte hier urkundlich bis ins 15. Jahrhundert zurück. Das geförderte [[Magneteisenerz]] (Magnetit) war besonders hochwertig und erlangte bereits im 16. Jahrhundert als „Pirnisch Eisen“ überregionale Bekanntheit. Gruson erwarb 1870 die Grube &amp;#039;&amp;#039;Mutter Gottes vereinigt Feld samt Gott mit uns und Friedrich Erbstolln&amp;#039;&amp;#039;, die er nach seiner ersten Tochter in &amp;#039;&amp;#039;Marie Louise Stolln&amp;#039;&amp;#039; umbenannte und in den nächsten Jahren umfassend modernisierte und erweiterte. Die Ergiebigkeit der Lagerstätte blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück, so dass der Bergbau hier bereits 1892 weitgehend eingestellt wurde. Eine Inschrift über dem Mundloch des Besucherbergwerks &amp;#039;&amp;#039;Marie Louise Stolln&amp;#039;&amp;#039; erinnert bis heute an den ehemaligen Grubenbesitzer Hermann Gruson und seine Tochter Marie Louise.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Kaiser: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Gruson und der moderne Berggießhübeler Eisenerzbergbau 1870-92.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Landkalenderbuch Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 2015.&amp;#039;&amp;#039; Schütze-Engle-Weber-Verlag, Dresden 2014, S. 42–48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gruson Turm.jpg|mini|[[Fahrpanzer]] nach Gruson in Bulgarien]]&lt;br /&gt;
Aus seiner Buckauer Gießerei gingen auch die ersten Panzertürme für Befestigungsanlagen in Deutschland hervor. So wurden in der Wesermündung zur Küstenverteidigung nach 1871 auf Eichenpfählen mehrere Forts errichtet ([[Langlütjen]] und [[Weserforts Brinkamahof|Brinkamahof]]), die drehbare Panzertürme nach dem System Gruson erhielten. Diese Türme waren nach speziellen Gussverfahren gefertigt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: „eine Zeitung 1879“, Archiv Brouwers, gef. in „Am Wall“, Verein für Festungskunde&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Großaufträge wie die Panzertürme und Geschützstände für den italienischen Kriegshafen [[La Spezia]], die werkseigene Entwicklung der [[Lafettenkonstruktion]] durch [[Max Schumann]] und die Entwicklung und der Bau eigener Geschütze erforderten weitere Anlagenerweiterungen. 1886 wurde das [[Grusonwerk]] in eine [[Aktiengesellschaft]] umgewandelt und [[Firma|firmierte]] von da an unter &amp;#039;&amp;#039;Grusonwerk AG Buckau&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Tangerhütte]] errichtete das Unternehmen unter Grusons Leitung einen 10&amp;amp;nbsp;km langen [[Artillerieschießplatz]]. Die dort getesteten und vorgeführten Geschütze wurden in alle Welt exportiert. Die Grusonwerk AG baute jedoch auch vielfältige zivile Anlagen wie Erzaufbereitungsanlagen, Hebezeuge und Transporteinrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juli 1891 beendete Gruson seine Mitarbeit im Vorstand der Grusonwerk AG. Zwei Jahre später wurde das Unternehmen von [[Friedrich Krupp AG|Krupp]] erworben und in &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Krupp AG Grusonwerk&amp;#039;&amp;#039; umbenannt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde hieraus das [[Schwermaschinenbau-Kombinat „Ernst Thälmann“]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruson widmete sich nach seinem Ausscheiden weiterhin naturwissenschaftlichen Studien. 1893 veröffentlichte er, weitgehend unbeachtet, eine wissenschaftliche Arbeit zum [[Zodiakallicht]] mit dem Titel „Im Reiche des Lichts“. Erfolgreich war jedoch sein Wirken als [[Botanik]]er. Er besaß die größte [[Kakteengewächse|Kakteen]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;sammlung Europas. Mit seinem Tod stiftete er seine umfangreiche Pflanzensammlung samt einem größeren Geldbetrag der Stadt Magdeburg. 1896 wurden die hiervon errichteten [[Grusonsche Gewächshäuser|Grusonschen Gewächshäuser]] – eine Sammlung vieler seltener, inzwischen vom Aussterben bedrohter exotischer Pflanzen – den Magdeburgern zugänglich gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Gruson war [[Liste der Ehrenbürger von Magdeburg|Ehrenbürger der Stadt Magdeburg]]. Die Stadt Magdeburg benannte ihm zu Ehren die [[Magdeburger Straßen/G|Grusonstraße]], die Universität Magdeburg ein Gebäude (G 10) der Fakultät für Maschinenbau. Des Weiteren wurden eine Art und eine Gattung der [[Kakteengewächse]] nach ihm benannt: &amp;#039;&amp;#039;[[Echinocactus grusonii]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Grusonia]]&amp;#039;&amp;#039;. Die Stadt Frankfurt am Main benannte eine Straße am Ostbahnhof, München 1939 im Stadtteil Freimann, die Freie und Hansestadt Hamburg eine Straße im Industriegebiet Billbrook nach ihm. 1894 wurde er mit der [[Liste der Inhaber einer Grashof-Denkmünze|Grashof-Denkmünze]] des [[Verein Deutscher Ingenieure|Vereins Deutscher Ingenieure]] (VDI) ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Erich Kothe]] |Titel=Vom Werden und Wirken des VDI |Sammelwerk=VDI-Z. |Band=98 |Nummer=14 |Datum=1956-05-11 |Seiten=664}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1995 verleiht der Magdeburger Bezirksverein des VDI die Gruson-Ehrenplakette an Personen aus dem Raum Magdeburg, die sich um den Bezirksverein oder um die Technik verdient gemacht haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.vdi.de/ueber-uns/organisation/ehrungen |titel=Ehrungen und Preise im Überblick |hrsg=Verein Deutscher Ingenieure |zugriff=2019-08-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Max Geitel: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Gruson.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Westermanns Monatshefte|Westermanns Illustrierte Deutsche Monatshefte]]&amp;#039;&amp;#039;, 35. Jahrgang, Band 70 (April bis September 1891), S. 110–132. ({{Google Buch|BuchID=PAsMAAAAYAAJ|Seite=110}})&lt;br /&gt;
* {{ADB|49|606|612|Gruson, Hermann|[[Franz Maria Feldhaus]]|ADB:Gruson, Hermann}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|7|237|238|Gruson, Hermann|Heinz Nix|116901888}}&lt;br /&gt;
* [[Martin Wiehle]]: &amp;#039;&amp;#039;Magdeburger Persönlichkeiten.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. durch den Magistrat der Stadt Magdeburg, Dezernat Kultur. imPuls Verlag, Magdeburg 1993, ISBN 3-910146-06-6.&lt;br /&gt;
* Manfred Beckert: &amp;#039;&amp;#039;Gruson, Hermann.&amp;#039;&amp;#039; In: Guido Heinrich, Gunter Schandera (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Magdeburger Biographisches Lexikon]] 19. und 20. Jahrhundert. Biographisches Lexikon für die Landeshauptstadt Magdeburg und die Landkreise Bördekreis, Jerichower Land, Ohrekreis und Schönebeck.&amp;#039;&amp;#039; Scriptum, Magdeburg 2002, ISBN 3-933046-49-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hermann Gruson. Industriekultur und Stadtgesellschaft im 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) [2023].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hermann Gruson}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116901888|LCCN=n/87/810566|VIAF=37679283}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gruson, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Industrieller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ingenieur, Erfinder, Konstrukteur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botaniker (19. Jahrhundert)]] &amp;lt;!-- fragwürdig --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Magdeburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Magdeburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Namensgeber für eine Pflanzengattung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hugenotte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1821]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gruson, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gruson, Hermann August Jacques (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Ingenieur, Erfinder und Unternehmer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. März 1821&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Magdeburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Januar 1895&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Magdeburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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