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	<title>Hermann Eyer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T14:26:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;5glogger: /* Zweiter Weltkrieg: Leiter des Instituts für Fleckfieber- und Virusforschung des OKH in Krakau */ präziserer Link NS-Ghetto</title>
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		<updated>2026-01-15T19:16:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Zweiter Weltkrieg: Leiter des Instituts für Fleckfieber- und Virusforschung des OKH in Krakau: &lt;/span&gt; präziserer Link NS-Ghetto&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Eyer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. Juni]] [[1906]] in [[Mannheim]]; † [[28. Februar]] [[1997]] in [[München]]) war ein deutscher Mediziner. Er war [[Hygiene|Hygieniker]], [[Mikrobiologie|Mikrobiologe]] und [[Hochschullehrer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung und Beruf ==&lt;br /&gt;
Hermann Eyer war der Sohn des Direktors der Thyssen-Rheinstahl AG Fritz Eyer und dessen Ehefrau Margarete, geborene Linzenmeier.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Degener/Habel329&amp;quot;&amp;gt;August Ludwig Degener, Walter Habel: &amp;#039;&amp;#039;Wer ist wer? Das Deutsche Who’s Who.&amp;#039;&amp;#039; Band 48, Schmidt-Römhild, 2003, S. 329.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Schulzeit schloss Eyer 1924 am [[Realgymnasium]] in [[Karlsruhe]], dem [[Goethe-Gymnasium Karlsruhe]], mit dem Abitur ab. Er studierte danach das Fach Allgemeiner [[Maschinenbau]] an den Technischen Hochschulen [[Karlsruher Institut für Technologie|Karlsruhe]] und [[RWTH Aachen|Aachen]], brach das Studium jedoch nach einem Jahr ab. Anschließend absolvierte er ein [[Chemiestudium]] an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Universität Heidelberg]] und legte 1929 in diesem Fach die Diplomprüfung ab. 1926 wurde er Mitglied der katholischen Studentenverbindung [[KDStV Arminia Heidelberg]]. Eyer, von 1927 bis 1932 als Assistent am Chemischen Institut der Universität Heidelberg tätig, [[Promotion (Doktor)|promovierte]] in diesem Fach 1930 zum Dr. phil. nat. Weiterhin absolvierte er in Heidelberg noch ein [[Studium der Medizin]], das er 1932 mit Staatsexamen abschloss. Im selben Jahr wurde er dort zum Dr. med. promoviert. Eyer wurde 1933 [[Approbationsordnung|approbiert]] und erhielt im November 1933 eine Anstellung am Hygienisch-Bakteriologischen Institut der [[Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg|Universität Erlangen]], wo er 1936 zum Dr. med. habil. für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie [[Habilitation|habilitiert]] wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ebbinghaus/Roth92&amp;quot;&amp;gt;Angelika Ebbinghaus und Karl Heinz Roth: &amp;#039;&amp;#039;Kurzbiografien zum Ärzteprozess&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Klaus Dörner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Nürnberger Ärzteprozeß 1946/47. Wortprotokolle, Anklage- und Verteidigungsmaterial, Quellen zum Umfeld.&amp;#039;&amp;#039;, München 2000, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeit des Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
=== Mitgliedschaft in NS-Organisationen ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung|Machtübergabe an die Nationalsozialisten]] trat er 1933 der [[Sturmabteilung|SA]] und trotz [[Mitglieder-Aufnahmesperre der NSDAP|Aufnahmesperre der Partei]] zum 1. August 1935 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 3.687.955).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/8210598&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ebbinghaus/Roth92&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Universitätsdozent und Fleckfieberforscher ===&lt;br /&gt;
Nach der Habilitation war er ab 1937 als [[Privatdozent]] an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Universität Berlin]] tätig und wurde dort 1943 zum außerplanmäßigen Professor ernannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ebbinghaus/Roth92&amp;quot; /&amp;gt; 1937 wurde er zum [[Robert Koch-Institut]] abgeordnet, wo er in der Abteilung Virusforschung unter der Leitung [[Eugen Haagen]]s über Vakzineinfektionen an Mäusen forschte.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Werther: &amp;#039;&amp;#039;Fleckfieberforschung im Deutschen Reich 1914–1945. Untersuchungen zur Beziehung zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik unter besonderer Berücksichtigung der IG Farben.&amp;#039;&amp;#039; Inauguraldissertation an der Philipps-Universität Marburg. Wiesbaden 2004, S. 51.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Frühjahr 1939 nahm Eyer mit seinem Assistenten Przybylkiewicz im italienisch besetzten [[Kaiserreich Abessinien|Äthiopien]] an Testreihen mit [[Fleckfieber]]schutzimpfungen in [[Addis Abeba]] teil und hatte sich mit diesem auch am &amp;#039;&amp;#039;Herzog von Aosta-Institut&amp;#039;&amp;#039; selbst eine entsprechende Schutzimpfung setzen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Werther: &amp;#039;&amp;#039;Fleckfieberforschung im Deutschen Reich 1914–1945. Untersuchungen zur Beziehung zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik unter besonderer Berücksichtigung der IG Farben.&amp;#039;&amp;#039; Inauguraldissertation an der Philipps-Universität Marburg. Wiesbaden 2004, S. 31, 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuvor hatte er als [[Stabsarzt]] auf Weisung der Wehrmachtsgesundheitsführung am [[Abessinienkrieg]] teilgenommen, um bei der [[Italienische Streitkräfte|italienischen Armee]] die Wirkung bestimmter Medikamente zu beobachten.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Werther: &amp;#039;&amp;#039;Fleckfieberforschung im Deutschen Reich 1914–1945. Untersuchungen zur Beziehung zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik unter besonderer Berücksichtigung der IG Farben.&amp;#039;&amp;#039; Inauguraldissertation an der Philipps-Universität Marburg. Wiesbaden 2004, S. 37f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1938 war er mit Gertrud Eyer, geborene Decker, verheiratet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Degener/Habel329&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg: Leiter des Instituts für Fleckfieber- und Virusforschung des OKH in Krakau ===&lt;br /&gt;
Nach Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] leitete er nach der [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945|deutschen Besetzung Polens]] von Oktober 1939 bis zum Rückzug der [[Wehrmacht]] 1944, zuletzt im Rang eines [[Oberstabsarzt]]es, das [[Institut für Fleckfieber- und Virusforschung]] des [[Oberkommando des Heeres]] in [[Krakau]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee142&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 2007, S. 142.&amp;lt;/ref&amp;gt; Stellvertretender Direktor an diesem Krakauer Institut war der Stabsarzt [[Heinrich Mückter]], dem späteren Forschungsleiter bei [[Grünenthal (Unternehmen)|Grünenthal]], unter dessen Leitung das Schlaf- und Beruhigungsmittel [[Thalidomid|Contergan]] entwickelt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.bukopharma.de/Pharma-Brief/PB-Archiv/1999/9902/phbf9902.html#gr |text=&amp;#039;&amp;#039;Pharma-Brief&amp;#039;&amp;#039; 1/1999 |wayback=20160304034730}} der [[BUKO]] Pharma-Kampagne&amp;lt;/ref&amp;gt; Einen Ableger dieser Einrichtung leitete der polnische Biologe [[Rudolf Weigl]] ab Sommer 1941 in [[Lwiw|Lemberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Werther: &amp;#039;&amp;#039;Fleckfieberforschung im Deutschen Reich 1914–1945. Untersuchungen zur Beziehung zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik unter besonderer Berücksichtigung der IG Farben.&amp;#039;&amp;#039; Inauguraldissertation an der Philipps-Universität Marburg. Wiesbaden 2004, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eyer ließ ab April 1940 einen Impfstoff nach Weigl (Läuseimpfstoff) zur Fleckfieber-Immunisierung an dem von ihm geführten Institut herstellen, den er gegenüber den Dottersackimpfstoffen bevorzugte. Die konkurrierenden Präparate wurden durch vergleichende [[Menschenversuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern|Versuchsreihen am Menschen]] im [[KZ Buchenwald]] zur Klärung ihrer Wirksamkeit erprobt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Werther: &amp;#039;&amp;#039;Fleckfieberforschung im Deutschen Reich 1914–1945. Untersuchungen zur Beziehung zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik unter besonderer Berücksichtigung der IG Farben.&amp;#039;&amp;#039; Inauguraldissertation an der Philipps-Universität Marburg. Wiesbaden 2004, S. 44f, 51.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeinsam mit dem Oberstabsarzt [[Bernhard Schmidt (Mediziner)|Bernhard Schmidt]] von der Heeres-Sanitätsinspektion besuchte Eyer am 8. Februar 1943 die Fleckfieberversuchsstation des [[Hygiene-Institut der Waffen-SS|Hygiene-Instituts der Waffen-SS]] im KZ Buchenwald, die von dem [[Schutzstaffel|SS]]-Arzt [[Erwin Ding-Schuler]] geleitet wurde:&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1997, S. 329, 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Es ist zutreffend, daß Dr. Eyer in Begleitung eines anderen Arztes den Block 46 in Buchenwald besucht hat. Ich hatte den Auftrag, ihm die [[Krankengeschichte]]n und Fieberkurven der Versuchspersonen vorzulegen. Hierüber stellte er an mich einige fachliche Fragen. Insbesondere auch wegen der [[g-Strophanthin|Strophantin]]-Dosierung [Herzstärkungsmittel]&lt;br /&gt;
 |Autor=Der ehemalige [[Kapo (KZ)|Kapo]] und Oberpfleger [[Arthur Dietzsch]] der Fleckfieberstation in Block 46 in einer Aussage vom 28. Juni 1960 im Fußgängerverfahren&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert bei Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1997, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eyer führte 1940 auch erbbiologische Faktoren für Fleckfieberinfektionen an: Diese Infektionen gingen auch von „verlausten und schmutzstarrenden Quartieren [[fleckfieber]]kranker Juden in Innerpolen“ aus, daher müsste es zur „Abriegelung aller [[Endemie|endemischen]] Herde“, der „Isolierung der jüdischen [[Ghetto in der Zeit des Nationalsozialismus|Ghettos]]“, der „Unterbindung jeglicher Bevölkerungsverschiebungen“ und zu „Massenentlausungen“ derjenigen kommen, die u.&amp;amp;nbsp;a. im „[[Kaftan]] des Ghettojuden“ daherkämen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Eyer: &amp;#039;&amp;#039;Die durch Läuse übertragbaren Infektionskrankheiten und ihre Bekämpfung&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Welt&amp;#039;&amp;#039; 11, 1940, S. 261–264. Zitiert bei: Thomas Werther: &amp;#039;&amp;#039;Fleckfieberforschung im Deutschen Reich 1914–1945. Untersuchungen zur Beziehung zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik unter besonderer Berücksichtigung der IG Farben.&amp;#039;&amp;#039; Inauguraldissertation an der Philipps-Universität Marburg. Wiesbaden 2004, S. 51f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit und Lehrstuhl ==&lt;br /&gt;
Bei Kriegsende geriet Eyer kurzzeitig in [[Kriegsgefangene des Zweiten Weltkrieges|Kriegsgefangenschaft]] und wurde zu seinen Tätigkeiten von Angehörigen der [[United States Army|US-Armee]] verhört.&amp;lt;ref&amp;gt;Armin D. Steuer: [https://www.spiegel.de/geschichte/braune-vorgeschichte-a-948837.html &amp;#039;&amp;#039;Braune Vorgeschichte Der Contergan-Erfinder&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[Der Spiegel]]: einestages auf Spiegel online&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Rahmen des [[Nürnberger Ärzteprozess]]es gab er am 26. Februar 1947 eine [[Versicherung an Eides statt|Eidesstattliche Erklärung]] zugunsten des Angeklagten [[Wilhelm Beiglböck]] ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Dörner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Nürnberger Ärzteprozeß 1946/47. Wortprotokolle, Anklage- und Verteidigungsmaterial, Quellen zum Umfeld.&amp;#039;&amp;#039; München 2000, S. 92, 250.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1946 war Eyer ordentlicher Professor für Hygiene an der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Universität Bonn]] und Direktor des dortigen Hygienischen Instituts.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ebbinghaus/Roth92&amp;quot; /&amp;gt; 1957 wechselte Eyer an die [[Ludwig-Maximilians-Universität München|Universität München]], wo er als Professor für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie und Direktor des [[Max von Pettenkofer-Institut]]s bis zu seiner [[Emeritierung]] 1974 wirkte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee142&amp;quot; /&amp;gt; Er befasste sich in über 200 Veröffentlichungen mit mikrobiologischen, virologischen, allgemein- und arbeitshygienischen Themen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1952 war er korrespondierendes Mitglied der [[American Chemical Society]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ebbinghaus/Roth92&amp;quot; /&amp;gt; Seit 1957 gehörte er der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Deutschen Akademie der Naturforscher (Leopoldina)]] in Halle an der Saale an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Leopoldina|3256|IDName=hermann-g-eyer|Name=Hermann G. Eyer|Datum=12. Oktober 2012}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1966 gehörte er der &amp;#039;&amp;#039;American Society for Microbiology and Hygiene&amp;#039;&amp;#039; an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ebbinghaus/Roth92&amp;quot; /&amp;gt; Beim [[Wehrmedizin]]ischen Beirat der [[Bundeswehr]] war er zudem lange Zeit deren Sprecher und er gehörte auch dem [[Bundesgesundheitsrat]] an. Er saß dem Kuratorium der Bayerischen Akademie für Arbeitsmedizin und der [[Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie|Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie]] vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee142&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im sogenannten Fußgängerverfahren wurde zu dem Tatkomplex Fleckfieberversuche im KZ Buchenwald durch die Limburger Staatsanwaltschaft ab 1960 gegen verdächtige Personen wegen [[Mord (Deutschland)|Mordes]] ermittelt. In die Ermittlungen waren im Ding-Tagebuch als auch in den Unterlagen zum Nürnberger Ärzteprozess genannte Personen einbezogen. Das Verfahren wurde Mitte 1961 eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Werther: &amp;#039;&amp;#039;Fleckfieberforschung im Deutschen Reich 1914–1945. Untersuchungen zur Beziehung zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik unter besonderer Berücksichtigung der IG Farben.&amp;#039;&amp;#039; Inauguraldissertation an der Philipps-Universität Marburg. Wiesbaden 2004, S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Einstellungsbegründung hieß es bzgl. Eyer und Schmidt, „man hätte nicht erwarten können, daß sie hiergegen etwas unternahmen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Werther: &amp;#039;&amp;#039;Fleckfieberforschung im Deutschen Reich 1914–1945. Untersuchungen zur Beziehung zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik unter besonderer Berücksichtigung der IG Farben.&amp;#039;&amp;#039; Inauguraldissertation an der Philipps-Universität Marburg. Wiesbaden 2004, S. 216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Ehrenmitgliedschaft in in- und ausländischen wissenschaftlichen Gesellschaften&lt;br /&gt;
* [[Bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste]] (1975)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee142&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Bayerischer Verdienstorden]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee142&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Bundesverdienstkreuz I. Klasse]] (1986)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee142&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Chemie des Insulins&amp;#039;&amp;#039;, Heidelberg, Naturwiss.-math. Diss. 1930, Eine Medizinische *Topographie eines ausgewählten Landbezirks im Bereich der oberpfälzischen Grenzmark, Erlangen, Med. Hab.-Schr., 1936.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Problem der Fleckfieberschutzimpfung und ihre Bedeutung für die Praxis&amp;#039;&amp;#039;. In: Aus: &amp;#039;&amp;#039;Der Öffentliche Gesundheitsdienst&amp;#039;&amp;#039;. Jg. 7. Georg Thieme, Leipzig, 1941, H. 5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verlausung und Entlausung unter besonderer Berücksichtigung der Fleckfieberbekämpfung&amp;#039;&amp;#039;. Aus: &amp;#039;&amp;#039;Der praktische Desinfektor&amp;#039;&amp;#039;. Hygiene-Verl. Deleiter, Berlin-Lichtenberg 1941, H. 5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über das Fleckfieber&amp;#039;&amp;#039;. Aus: Hippokrates. Hippokrates-Verl. Marquardt &amp;amp; Cie, Stuttgart 1942, H. 46.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ernährungshygienisches Fachgutachten zur Frage der physiologischen Wertminderung von Honig durch Erhitzung auf die von der Verordnung über Honig zugelassenen Temperaturen: Gutachten&amp;#039;&amp;#039;. Aus: &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde&amp;#039;&amp;#039;; H. 35, Behr, Hamburg 1961.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Angelika Ebbinghaus]], [[Karl Heinz Roth]]: &amp;#039;&amp;#039;Kurzbiografien zum Ärzteprozess.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Klaus Dörner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Nürnberger Ärzteprozeß 1946/47. Wortprotokolle, Anklage- und Verteidigungsmaterial, Quellen zum Umfeld.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 2000, ISBN 3-598-32028-0 (Erschließungsband) und ISBN 3-598-32020-5 (Mikrofiches).&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783596160488}}&lt;br /&gt;
* Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 286.&lt;br /&gt;
* August Ludwig Degener, Walter Habel: &amp;#039;&amp;#039;Wer ist wer? Das Deutsche Who’s Who.&amp;#039;&amp;#039; Band 48, Schmidt-Römhild, 2003, S. 329.&lt;br /&gt;
* Günther Schierz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Beiträge zur Hygiene und Mikrobiologie: Eine Festschrift für Hermann Eyer. [Zur Vollendung des 65. Lebensjahres am 29. Juni 1971].&amp;#039;&amp;#039; Werk-Verl. Banaschewski, München-Gräfelfing 1971, ISBN 3-8040-0178-5.&lt;br /&gt;
* Thomas Werther: &amp;#039;&amp;#039;Fleckfieberforschung im Deutschen Reich 1914–1945. Untersuchungen zur Beziehung zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik unter besonderer Berücksichtigung der IG Farben.&amp;#039;&amp;#039; Inauguraldissertation an der Philipps-Universität Marburg. Wiesbaden 2004. ([https://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2008/0157/pdf/dtw.pdf online], PDF-Datei; 1,08 MB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|121618129}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121618129|LCCN=no97040473|VIAF=59944720}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Eyer, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hygieniker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikrobiologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Bayerischen Staatsmedaille für soziale Verdienste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberstabsarzt (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im CV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeuge in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1997]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Eyer, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Hygieniker, Mikrobiologe und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. Juni 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mannheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Februar 1997&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;5glogger</name></author>
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