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	<title>Hermann Dwerg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermann_Dwerg&amp;diff=1018695&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DALIBRI am 30. Juli 2022 um 08:15 Uhr</title>
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		<updated>2022-07-30T08:15:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Dwerg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* vor 1380 in [[Herford]]; † [[14. Dezember]] [[1430]] in [[Rom]]) war [[Papsttum|päpstlicher]] [[Apostolischer Protonotar|Protonotar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dwerg stammte aus bescheidenen Verhältnissen. Er studierte zunächst in Herford, dann in [[Sorbonne|Paris]], wo er durch Betrug an Kaufleuten vermögend wurde. Heimlich verließ er [[Frankreich]] und ging nach [[Universität Bologna|Bologna]], wo er den [[Akademischer Grad|akademischen Grad]] eines [[Doktor der Rechtswissenschaften|Doktors der Rechte]] erlangte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend ging er nach Rom, wo er als [[Geistlicher]] in päpstliche Dienste trat und diverse Ämter und Würden erlangte. Dwerg stieg bis zum Vertrauten und &amp;#039;&amp;#039;Protonotar&amp;#039;&amp;#039; Papst [[Martin V.|Martins V.]] auf, ein äußerst angesehenes und einflussreiches Amt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dwerg starb 1430 in Rom und wurde in [[Santa Maria Maggiore]] bestattet. Anselm Fabri aus [[Breda]] († 1449) stiftete eine Kapelle in der deutschen Kirche [[Santa Maria dell’Anima]] und erinnerte in ihr auch an den Förderer der [[Collegio Teutonico di Santa Maria dell’Anima|Anima]] Hermann Dwerg,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.inschriften.net/zeige/suchergebnis/treffer/nr/dio003-0007.html#content Inschriften.net] DIO 3: &amp;#039;&amp;#039;Santa Maria dell’Anima, Rom&amp;#039;&amp;#039; (2012), Nr. 7† &amp;#039;&amp;#039;Santa Maria dell’Anima, Anselmkapelle&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;Die Berichte der Generalprokuratoren des Deutschen Ordens an der Kurie: (1433 - 1436)&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1976, S. 489&amp;lt;/ref&amp;gt; die Anselm- oder Dwerg-Kapelle. Dwergs [[Epitaph]] von 1478 und die von Anselm Fabri gestiftete Erinnerungstafel an Dwerg aus dem Jahr 1433 sind in der Kapelle nicht mehr vorhanden, der Text der Gedenktafel ist jedoch überliefert. Danach war Dwerg auch [[Propst]] der [[St. Viktor (Xanten)|Xantener Stiftskirche]] und der [[Lebuinuskirche (Deventer)|Lebuinuskirche]] in [[Deventer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Dwergsche Stiftung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Testament bestimmte Dwerg, dass sein beträchtliches Vermögen aufgeteilt werden sollte. [[Vermächtnis|Legate]] gingen etwa an [[Deventer]], [[Köln]] und Herford, damit diese Städte jährlich einem mittellosen Mädchen die [[Hochzeitsfeier|Hochzeit]] ermöglichten; die Kirche [[St. Johannis (Herford)|St. Johann und Dionys]] zu Herford, in der Dwergs Eltern begraben waren, erhielt gleichfalls Anteile an der Erbschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gros seines Vermögens aber ließ Dwerg in eine [[Stiftung]] einfließen, aus der [[Student]]en-[[Stipendium|Stipendien]] finanziert werden sollten. Er legte fest, in seiner Heimatstadt Herford beim [[Fraterhaus Herford|Fraterhaus]] ein [[Kolleg]] einzurichten, an dem die Stipendiaten zunächst ein vierjähriges Grundstudium der [[Grammatik (artes liberales)|Grammatik]] absolvieren mussten. Danach konnten sie das fünfjährige Hauptstudium an der [[Universitas Studii Coloniensis (1388–1798)|Universität zu Köln]] antreten, wo gleichfalls ein Kolleg der Stiftung einzurichten war. Die Stiftungsordnung sah vor, dass die Stipendiaten an den Studienorten, wo sie täglich dem Unterricht beizuwohnen hatten, Kleidung, Nahrung und Unterkunft erhalten sollten sowie unter Aufsicht eines [[Rektor]]s standen. Für das Herforder Kolleg stiftete Dwerg 4.000 [[Rheinischer Gulden|Rheinische Gulden]], das Kölner Kolleg (die Kronenburse [[An der Rechtschule]]) wurde mit 6.000 Rheinischen Gulden finanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner legte Dwerg fest, dass es stets zwölf Stipendiaten geben sollte, jeweils zwei aus Köln, Herford, [[Lübeck]], Deventer, [[Breslau]] und [[Lüttich]]; es handelte sich dabei um Städte, in denen Dwerg [[Pfründe]]n innehatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dwergsche Stiftung hatte über fünf Jahrhunderte Bestand. Erst 1950 wurde sie vom Rat der Stadt Herford aufgelöst, da infolge der [[Deutsche Inflation 1914 bis 1923|Inflation im 20. Jahrhundert]] und der [[Währungsreform 1948 (Westdeutschland)|Währungsreform von 1948]] kein Kapital mehr vorhanden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Guido Görres]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hermann Dwerg aus Westfalen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Historisch-politisch Blätter für das katholische Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Band 25, Jahrgang 1850, S. 803–807.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Keussen]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kölner Juristenschule und die Kronenburse. Die Stiftungen Dwerg und Vorburg&amp;#039;&amp;#039;. in: Jahrbuch des Kölnischen Geschichtsvereins Bd. 14, 1932, S. 54–91&lt;br /&gt;
* [[Klaus Wriedt]]: &amp;#039;&amp;#039;Schule und Universität. Bildungsverhältnisse in Norddeutschen Städten des Spätmittelalters.&amp;#039;&amp;#039; Brill Academic Publishers 2005, ISBN 9004140530.&lt;br /&gt;
* Rainer Pape: &amp;#039;&amp;#039;Sancta Herfordia: Geschichte Herfords von den Anfängen bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Busse, 1979. ISBN 9783871208577&lt;br /&gt;
* {{DBI|Verfasser=Paul Berbee|ID=ermann-dwerg_%28Dizionario_Biografico%29/|Lemma=Dwerg, Hermann|Band=42|SeiteVon=|SeiteBis=|Kommentar=|kurz=}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|autor=Tobias Daniels|artikel=Dwerg, Hermann|band=32|spalten=263–274}}&lt;br /&gt;
* Tobias Daniels: &amp;#039;&amp;#039;Ämterkauf in der Kölner Bistumsfehde 1414/15. Ein Kommentar zur Aktivität des Kurialen Hermann Dwerg in der Schrift &amp;quot;Concilia wie man die halten sol&amp;quot; aus dem Jahr 1442.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Rheinische Vierteljahrsblätter&amp;#039;&amp;#039; 76 (2012), S. 284–297.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
* [http://www.weinsberg.uni-bonn.de/Edition/Liber_Iuventutis/LI1.HTM Institut für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1065698224|VIAF=313450749}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Dwerg, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (15. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mäzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Domherr (15. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dompropst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Römische Kurie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenrechtler (kanonisches Recht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion (Deventer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Deventer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Herford)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Xanten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 14. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1430]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dwerg, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Dwerg, Herman; Dwerg, Herrmann; Dwerg, Hermanus&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher römisch-katholischer Geistlicher und päpstlicher Protonotar&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=vor 1380&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Herford]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Dezember 1430&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rom]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DALIBRI</name></author>
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