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	<title>Hermann Cardauns - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-07T04:37:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hermann Cardauns1.jpg|mini|hochkant|Hermann Cardauns, 1902]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bernhard Hermann Cardauns&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. August]] [[1847]] in [[Köln]]; † [[14. Juni]] [[1925]] in [[Bonn]], ± [[Melaten-Friedhof]] in Köln) war ein deutscher katholischer [[Historiker]], [[Schriftsteller]] und [[Journalist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studium ==&lt;br /&gt;
Cardauns begann, nachdem er in seiner Heimatstadt Köln das [[Dreikönigsgymnasium]] besucht und 1864 auf dem katholischen [[Apostelgymnasium]] das Abitur abgelegt hatte, 1865 17-jährig seine Studien der [[Geschichtswissenschaft]] und der klassischen [[Philologie]] an der [[Universität Bonn]]. Dort trat er in den [[KStV Arminia Bonn|K.St.V. Arminia]] im [[Kartellverband|KV]] ein und war drei [[Semester]] im Vorstand, zuletzt im Wintersemester 1867/68 als [[Senior (Studentenverbindung)|Senior]]. Im Wintersemester 1866/67 war Cardauns vorübergehend an die [[Universität München]] gewechselt, wo er der &amp;#039;&amp;#039;KStV Ottonia&amp;#039;&amp;#039; angehörte. 1867 folgten Archivstudien in der [[Schweiz]], später ergänzende Studien an der [[Universität Göttingen]]. 1868 wurde er in Bern mit einer [[Dissertation]] über die [[Reformation]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]] und legte sein philologisches Staatsexamen ab. 1870 wurde er Probekandidat am Kölner [[Marzellengymnasium]], was jedoch scheiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hochschullaufbahn ==&lt;br /&gt;
Deshalb wurde Cardauns 1869 Mitarbeiter der Historischen Kommission bei der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]. 1872 [[Habilitation|habilitierte]] er sich in Bonn für [[mittelalterliche Geschichte]]. Als [[Dozent]] in Bonn 1873–1876 hatte er anerkannte Erfolge. Zu den Teilnehmern seiner Seminarübungen gehörte [[Ludwig von Pastor]], der spätere [[Biograf]] der Päpste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Journalistisches Wirken ==&lt;br /&gt;
Unter dem Eindruck des [[Kulturkampf]]s errechnete sich Cardauns nur geringe Aussichten auf eine [[Professur]] – sein im gleichen Jahr habilitierter [[Bundesbruder]] in der Arminia, [[Georg von Hertling]], musste 17 Jahre auf eine Berufung warten. Cardauns verzichtete auf die [[venia legendi]] und ging 1876 bis 1907 als [[Chefredakteur]] zur [[Kölnische Volkszeitung|Kölnischen Volkszeitung]], die in der Folge das führende rheinische [[Zentrumspartei|Zentrumsblatt]] wurde. Cardauns war damit einer der Leiter der deutschen Tages[[Publikation|publizistik]]. Er übernahm das Amt mitten in den heftigsten kirchenpolitischen Auseinandersetzungen, als ein verantwortlicher Redakteur stets mit einem Fuß im [[Gefängnis]] stand. Seine drei Schwestern waren als [[Ordensschwester|Ordensfrauen]] des [[Gesellschaft vom Heiligen Herzen Jesu (Sacré-Cœur)|Sacré Coeur]] bis zu ihrem Lebensende aus dem [[Deutsches Reich|Reich]] ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde Cardauns durch die Entlarvung [[Taxil-Schwindel|Léo Taxils]] als Hochstapler, und später durch seine Kritik an dem Schriftsteller [[Karl May]]. Cardauns hielt ab 1901 öffentliche Vorträge über „Literarische Kuriosa“, bei denen er sehr ausführlich auf Taxil und May einging. Cardauns nahm zu Lebzeiten die erste Stelle unter Karl Mays Feindbildern ein. Er hatte die Öffentlichkeit vor den Reiseberichten Mays gewarnt, die nicht auf Selbsterlebtem beruhten: „Der Schriftsteller war niemals in jenen fernen Ländern, die er so anschaulich und farbenprächtig beschrieben hat.“&lt;br /&gt;
In weiteren Aufsätzen griff er May wegen dessen Prozessen und angeblicher „abgrundtief unsittlicher“ Schreibweise an, der seinerseits auf das Heftigste öffentlich antwortete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriftstellerische Arbeiten ==&lt;br /&gt;
Neben der Tagespublizistik hatte Cardauns weitergehende wissenschaftliche und schriftstellerische Interessen. Er verfasste mehrere Biografien von Zentrumspolitikern, Festschriften über die Kölnische Volkszeitung, die Görresgesellschaft und den [[Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine|Kartellverband]] (KV). Hinzu kommen lokalgeschichtliche Arbeiten über Köln und seine autobiografischen Arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische und verbandliche Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
1894 bis 1901 diente Cardauns seiner Vaterstadt Köln als [[Stadtverordneter]], lehnt aber eine weitergehende politische Laufbahn ab. Er war Mitbegründer der [[Görres-Gesellschaft]], leitete seit 1885 die Herausgabe der Vereinsschriften und war 1891–1913 [[Generalsekretär]]. Seine Leistungen für die Katholische Sache fanden verdiente Anerkennung, als Cardauns 1902 Präsident des 49. [[Deutscher Katholikentag|Deutschen Katholikentages]] in [[Mannheim]] wurde.&lt;br /&gt;
[[Datei:Familiengrab Cardauns Grabstein Melaten.jpg|mini|Familiengrab auf dem Melaten-Friedhof]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familiärer Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Cardauns war verheiratet und hatte sieben (manchen Quellen zufolge: acht) Kinder, darunter den im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] als [[Kompaniechef]] gefallenen Sohn Ludwig Cardauns, ebenfalls Historiker und Habilitand an der Universität München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Chemiker]] [[Ludwig Claisen]] ist ein Vetter von Cardauns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Cardauns starb am 14. Juni 1925 und wurde in Köln auf dem [[Melaten-Friedhof]] (Lit. B) begraben.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Abt, Johann Ralf Beines, Celia Körber-Leupold: &amp;#039;&amp;#039;Melaten – Kölner Gräber und Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Greven, Köln 1997, ISBN 3-7743-0305-3, S.&amp;amp;nbsp;168.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Er war ein „bedeutender Kopf“ ([[Wilmont Haacke]] in der [[Neue Deutsche Biographie|NDB]]) und ein „[[Fidei Defensor|defensor fidei]]“ (Karl Hoeber). Er war der führende katholische Publizist der [[Kulturkampf]]-Zeit. Karl May schimpfte ihn einen „[[Ultramontanismus|hyperultramontanen]] Redaktionspapst“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der im Vatikan wirkende Prälat [[Umberto Benigni]], Gründer und ‘spiritus rector’ des [[Antimodernismus (Katholizismus)|antimodernistischen]] katholischen Geheimbundes [[Sodalitium Pianum]], sah in Cardauns „eine Gefahr für den deutschen Katholizismus“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Biografien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Konrad von Hochstaden. Erzbischof von Köln (1238–61).&amp;#039;&amp;#039; Köln 1880 ([https://archive.org/details/konradvonhostade00carduoft Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Adolf Gröber&amp;#039;&amp;#039;. Volksvereins-Verlag GmbH, Mönchengladbach 1921 (Führer des Volkes; 30) ([https://digital.wlb-stuttgart.de/purl/kxp1670705404 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kölner Lokalgeschichte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichten aus dem alten Köln.&amp;#039;&amp;#039; 1920.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Alte Geschichten vom Rhein.&amp;#039;&amp;#039; Neuausgabe Hofenberg, Berlin 2019, ISBN 978-3-7437-3173-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Autobiografische Arbeiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus dem Leben eines deutschen Redakteurs.&amp;#039;&amp;#039; Bachem, Köln 1912 ([http://s2w.hbz-nrw.de/ulbbn/content/titleinfo/972669 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Festschriften&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Görresgesellschaft 1876–1901.&amp;#039;&amp;#039; ([https://archive.org/details/cardauns-gorresgesellschaft-weltkrieg-82 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fünfzig Jahre Kölnische Volkszeitung.&amp;#039;&amp;#039; 1910 ([https://archive.org/details/fnfzigjahrek00card Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fünfzig Jahre Kartellverband (1863–1913).&amp;#039;&amp;#039; Festschrift zum goldenen Jubiläum des Verbandes der Katholischen Studentenvereine Deutschlands. Kempten, München, 1913.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Manfred Bierganz: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Cardauns (1847–1926), Politiker, Publizist und Wissenschaftler in den Spannungen des politischen und religiösen Katholizismus seiner Zeit&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation, Aachen 1977.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Bernhard Kosciuszko&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Karl Serden&lt;br /&gt;
   |Titel=Im Zentrum der May-Hetze. Die Kölnische Volkszeitung.&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Materialien zur Karl-May-Forschung&lt;br /&gt;
   |Band=10&lt;br /&gt;
   |Auflage=1.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Verlag Heimat- und Volkskunde (KMG-Presse)&lt;br /&gt;
   |Ort=Ubstadt&lt;br /&gt;
   |Datum=1985&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-921983-11-8&lt;br /&gt;
   |Seiten=III–IX&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Mit einer Vita Cardauns von Christoph F. Lorenz&lt;br /&gt;
   |Online=[https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/matkmf/10/koelnische_volkszeitung.pdf Onlinefassung]&lt;br /&gt;
   |Format=PDF&lt;br /&gt;
   |KBytes=16400&lt;br /&gt;
   |Abruf=2011-10-16}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Christoph F. Lorenz&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Heinz Stolte]] et al.&lt;br /&gt;
   |Titel=„Nachforscher in historischen Dingen“. Hermann Cardauns (1847–1925): Publizist, Gelehrter, May-Gegner&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft&lt;br /&gt;
   |Ort=Hamburg&lt;br /&gt;
   |Datum=1987&lt;br /&gt;
   |Seiten=188–205&lt;br /&gt;
   |Online=[https://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/jbkmg/1987/188.htm Onlinefassung]&lt;br /&gt;
   |Abruf=2011-10-16}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|3|138|138|Cardauns, Hermann|[[Wilmont Haacke]]|116452048}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20100613121742/http://www.bautz.de/bbkl/c/cardauns_h.shtml |autor=Gunnar Anger|artikel=Cardauns, Hermann|band=22|spalten=161–170}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Cardauns, Hermann &amp;#039;&amp;#039;, in: [[Friedhelm Golücke]]: &amp;#039;&amp;#039;Verfasserlexikon zur Studenten- und Hochschulgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; SH-Verlag, Köln 2004, ISBN 3-89498-130-X. S. 71–72.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Löhr]]: Hermann Cardauns (1847–1925). In: [[Jürgen Aretz]], [[Rudolf Morsey]], [[Anton Rauscher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeschichte in Lebensbildern, Aus dem deutschen Katholizismus des 19. und 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Band 10, Aschendorff Verlag GmbH &amp;amp; Co. KG, Münster 2001, ISBN 978-3-402-06112-1, S. 27–42. ([https://www.aschendorff-buchverlag.de/digibib/?digidownload&amp;amp;tid=17585 Digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116452048}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|116452048}}&lt;br /&gt;
* {{PGDA|cardauns|Hermann Cardauns}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116452048|LCCN=no93033747|VIAF=40130218}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Cardauns, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:May-Kritiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident eines Katholikentages]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum in Preußen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studentenhistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im KV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1847]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1925]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Cardauns, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Historiker, Schriftsteller und Journalist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. August 1847&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Köln]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Juni 1925&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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