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	<title>Hermann Buhl - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
{{Begriffsklärungshinweis|Für den gleichnamigen deutschen Leichtathleten siehe [[Hermann Buhl (Leichtathlet)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:USIS - Hermann Buhl.jpg|mini|hochkant|Hermann Buhl (1953)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Buhl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. September]] [[1924]] in [[Innsbruck]]; † [[27. Juni]] [[1957]] an der [[Chogolisa]], [[Pakistan]]) war ein [[österreich]]ischer [[Alpinist]]. Als erster Mensch bestieg er 1953 den [[Nanga Parbat]] und gehörte vier Jahre später zu den Erstbesteigern des [[Broad Peak]]. Er zählt zu den Pionieren des [[Alpinstil]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hermann war das jüngste von vier Kindern. Als Vierjähriger wurde er mit seinem Halbbruder Siegfried in ein [[Waisenhaus]] gebracht, nachdem seine aus Südtirol stammende Mutter Marianne psychisch erkrankte und in eine Anstalt kam.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bergsteigen.com/news/neuigkeiten/50-todestag-hermann-buhl-die-spur-im-schnee-bis-zur-kante/ |titel=50. Todestag Hermann Buhl: Die Spur im Schnee bis zur Kante |sprache=de |abruf=2025-05-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Vater Wilhelm, der mit der Betreuung der vier Kinder überfordert war, erzählte den Kindern, ihre Mutter sei gestorben. Tatsächlich wurde Marianne jedoch Jahre später Opfer der Nazi-Euthanasie in Mauthausen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kleinezeitung.at/kultur/medien/19598195/der-todeskampf-des-hermann-buhl-am-nanga-parbat |titel=ServusTV: Der Überlebenskampf des Hermann Buhl am Nanga Parbat |datum=2025-04-21 |sprache=de |abruf=2025-05-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei Jahre nach dem Einzug ins Waisenhaus wurde Hermann von Tante und Onkel aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=tirol ORF at red |url=https://tirol.orf.at/stories/3273894/ |titel=Vom schwachen Buben zum Bergsteiger-Idol |datum=2024-09-20 |sprache=de |abruf=2025-05-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den 1930er Jahren unternahm der als schwächlich und sensibel geltende Bub die ersten Touren in den [[Tuxer Alpen]], im [[Kaisergebirge|Wilden Kaiser]] und im [[Karwendel]]. 1939 trat er der Jungmannschaft der [[Alpenverein Innsbruck|Sektion Innsbruck]] bei, die von 1938 bis 1945 zum [[Deutscher Alpenverein|Deutschen Alpenverein]] (DAV) gehörte. Später war er zusammen mit seinem Freund [[Kurt Diemberger]] Mitglied in der [[Sektion Bergland|Sektion Bergland des DAV]] in München. Durch die Vermittlung von [[Luis Trenker]] wurde er vom Sektionsgründer August Schuster gefördert und erhielt eine Anstellung in dessen [[Sporthaus Schuster|Sporthaus]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bibliothek.alpenverein.de/webOPAC/02_AV-Sektionsschriften/Sektion_Bergland/Festschriften/SektionBerglandFS100Jahre1908-2008-web.pdf Festschrift 1908 bis 2008 - 100 Jahre Sektion Bergland - Erinnerungen an Hermann Buhl], ab S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beruf und Familiengründung ===&lt;br /&gt;
Nach Abschluss der Hauptschule begann Hermann Buhl eine Lehre zum [[Speditionskaufmann]]. 1943 durchlief er eine Ausbildung zum Soldaten in [[St. Johann in Tirol]] und kämpfte im Krieg als [[Gebirgstruppe (Deutschland)#Gebirgstruppe der Wehrmacht|Gebirgsjäger]] in Italien, unter anderem am [[Montecassino]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1951 heiratete Hermann Buhl Eugenie („Generl“) Högerle (1925–2025) aus [[Ramsau bei Berchtesgaden]] und wurde im gleichen Jahr Vater der späteren Schriftstellerin [[Kriemhild Buhl]]. Es folgten die Töchter Silvia und Ingrid&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=E2qESVxHepk Mit Simon Messner auf den Spuren von Hermann Buhl] Bergauf-Bergab, YouTube, Bayerischer Rundfunk, 13. Oktober 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie der Wechsel seines ersten Wohnsitzes an den Heimatort seiner Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Tätigkeit als Bergführer brachte nicht viel ein, ebenso wenig als Skilehrer im [[Maria Alm am Steinernen Meer|Hinterthal]] am [[Hochkönig]] im Winter 1950/1951.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Buhl: &amp;#039;&amp;#039;Achttausend drüber und drunter&amp;#039;&amp;#039;. Gedächtnisausgabe mit einem Nachtrag von Kurt Diemberger. Büchergilde Gutenberg, Frankfurt am Main 1958, S. 221.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus finanziellen Engpässen befreite ihn ihm Dezember 1952 eine Anstellung als Bergsportartikel-Verkäufer und Ausrüstungsberater beim [[Sporthaus Schuster]] in München.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Buhl: &amp;#039;&amp;#039;Achttausend drüber und drunter&amp;#039;&amp;#039;. Gedächtnisausgabe mit einem Nachtrag von Kurt Diemberger. Büchergilde Gutenberg, Frankfurt am Main 1958, S. 259.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alpinismus ===&lt;br /&gt;
Buhl eröffnete und wiederholte eine Vielzahl von schweren Routen in den Alpen. Vor seinem Wirken im [[Karakorum (Gebirge)|Karakorum]] ist Buhl durch herausragende Leistungen im [[Alpen]]raum in Erscheinung getreten, so 1952 mit der ersten Alleinbegehung der Nordostwand des [[Piz Badile]] und 1953 mit der Alleinbegehung der Ostwand des [[Watzmann]] nachts und im Winter, damals als Vorbereitung auf die anstehende Nanga-Parbat-Expedition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstbesteigung des Nanga Parbat ===&lt;br /&gt;
[[Datei:USIS - Hermann Buhl im Wiener Konzerthaus.jpg|mini|Hermann Buhl (links) und [[Walter Frauenberger]] nach der Nanga-Parbat-Expedition bei einem Vortrag im [[Wiener Konzerthaus]] (1953)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bekannteste Gipfelsieg Buhls ist die [[Erstbesteigung]] des Nanga Parbat (8125&amp;amp;nbsp;m) am 3. Juli 1953. Sie fand im Rahmen der &amp;#039;&amp;#039;[[Willy Merkl|Willy-Merkl]]-Gedächtnis-Expedition&amp;#039;&amp;#039; statt, die durch den Münchener Arzt [[Karl Herrligkoffer]] organisiert und in Verbindung mit [[Peter Aschenbrenner]] als bergsteigerischem Leiter geführt wurde. Buhl hatte, begünstigt durch einen Wetterumschwung nach einem ersten Monsuneinbruch, zusammen mit [[Walter Frauenberger]],&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sn.at/wiki/Walter_Frauenberger Walter Frauenberger]. In: salzburgwiki&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Hans Ertl (Bergsteiger)|Hans Ertl]] und [[Otto Kempter]] am 2. Juli das Lager&amp;amp;nbsp;V in 6900&amp;amp;nbsp;m Höhe erreicht, wo er und Kempter die Nacht verbrachten, während die beiden anderen mit den Trägern ins Lager&amp;amp;nbsp;IV abstiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buhl brach im Alleingang und ohne zusätzlichen Sauerstoff in der Nacht gegen 02:30 Uhr zum Gipfel auf und erreichte ihn schließlich mit letzter Kraft gegen 19 Uhr. Als Beleg seiner Besteigung ließ Hermann Buhl seinen [[Eispickel]] und die [[Pakistan|pakistanische]] Flagge am Gipfel zurück (der Tiroler Wimpel war nur für ein Foto befestigt). Kempter, der eine Stunde später nachgefolgt war, hatte in etwa 7400&amp;amp;nbsp;m Höhe auf dem Plateau am Silbersattel wegen eines Schwächeanfalls aufgeben müssen und war ins Lager&amp;amp;nbsp;V zurückgekehrt. Dort wartete er mit Frauenberger und Ertl, die wieder heraufgekommen waren, auf Buhls Rückkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Biwak in fast 8000&amp;amp;nbsp;m Höhe ohne Biwakausrüstung konnte Buhl nur wegen der ungewöhnlich günstigen Witterungsbedingungen überleben. Allerdings erlitt er Erfrierungen an zwei Zehen. Den größten Teil des Abstiegs hatte er noch vor sich. Zeitweise war er in einem gefährlichen Zustand der [[Apathie]] und wurde von [[Wahrnehmungstäuschung]]en heimgesucht. Er nahm [[Pervitin]] ein. Nach 41&amp;amp;nbsp;Stunden traf er im Zustand äußerster Erschöpfung und extrem [[Dehydratation (Medizin)|dehydriert]] wieder im Lager&amp;amp;nbsp;V ein, wo die Hoffnung auf seine Rückkehr schon zu sinken begonnen hatte. Buhl bewältigte in den folgenden Tagen auch noch aus eigener Kraft den Abstieg bis ins Hauptlager, wo man am 7.&amp;amp;nbsp;Juli eintraf. Hier stellte sich heraus, dass seine erfrorenen Zehen nicht zu retten waren, sondern [[Amputation|amputiert]] werden mussten. Auf dem restlichen Rückmarsch musste er daher getragen werden. Hans Ertl drehte über diese Expedition den Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Nanga Parbat (1953)|Nanga Parbat]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Expedition kam es zu einem Zerwürfnis mit Herrligkoffer wegen dessen autoritären Führungsstils, dem sich Buhl als das mit Abstand leistungsstärkste Mitglied der Mannschaft nicht widerspruchslos unterordnete, was ihn in entscheidenden Situationen auch zu eigenmächtigen Entscheidungen veranlasste. Es folgten gerichtliche Auseinandersetzungen um die Verwertungsrechte, die sich der Expeditionsleiter vorab gesichert hatte. Buhl wollte seinen Gipfelsieg dagegen in eigenen Publikationen verwerten. Er betrachtete ihn als persönlichen Erfolg, den er gegen die von der Expeditionsleitung am 29. Juni wegen Monsuneinbruchs erteilte Anweisung zum Rückzug ins Hauptlager errungen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1999 wurde Buhls am Gipfel zurückgelassener Pickel von einer [[Japan|japanischen]] Expedition gefunden und seiner Witwe zurückgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Irene Rapp |url=https://www.tt.com/artikel/30904971/witwe-von-tiroler-bergsteiger-legende-im-100-lebensjahr-gestorben |titel=Witwe von Tiroler Bergsteiger-Legende im 100. Lebensjahr gestorben |datum=2025-03-27 |sprache=de |abruf=2025-06-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstbesteigung des Broad Peak ===&lt;br /&gt;
Wegen der beim Abstieg am Nanga Parbat erlittenen [[Erfrierung]]en waren Buhls Fähigkeiten im Felsklettern etwas eingeschränkt. Er wandte sich nun verstärkt dem [[Höhenbergsteigen]] zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. Juni 1957 bestieg Buhl zusammen mit [[Fritz Wintersteller]], [[Kurt Diemberger]] und [[Marcus Schmuck]] als Erster den [[Broad Peak]] (8051&amp;amp;nbsp;m) im [[Karakorum (Gebirge)|Karakorum]] und setzte damit zugleich einen Markstein in der Entwicklung des Alpinstils an einem [[Achttausender]].&amp;lt;ref&amp;gt;Näheres zu dieser Besteigung steht im Abschnitt [[Alpinstil#Entwicklung|Entwicklung]] im Artikel über den Alpinstil.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hermann Buhl und Kurt Diemberger sind die weltweit einzigen zwei Bergsteiger, die zwei der Achttausender erstbestiegen. ([[Gyalzen Norbu]] bestieg zwar als erster Bergsteiger zwei Achttausender, doch den [[Makalu]] einen Tag nach den Erstbesteigern der gleichen Expedition.) Der originale Wimpel mit dem Logo der [[Sektion Bergland des Deutschen Alpenvereins|Sektion Bergland]], mit dem Buhl das Gipfelfoto machte, ist in der Gaststube des [[August-Schuster-Haus]]es ausgestellt. Dieses Gipfelfoto sowie der letzte Brief von Buhl an seine Kameraden von Bergland&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [[:Datei:Hermann Buhl - Letzter Brief an Bergland.pdf|PDF des Briefes auf Commons]]&amp;lt;/ref&amp;gt; findet sich in der Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der Sektion Bergland im Jahr 1958.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://bibliothek.alpenverein.de/webOPAC/02_AV-Sektionsschriften/Sektion_Bergland/Festschriften/SektionBerglandFS50Jahre1908-1958-web.pdf |titel=Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der Sektion Bergland |hrsg=Sektion Bergland |seiten=71–79 |format=PDF |abruf=2025-02-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere persönliche Ausrüstungsgegenstände von Buhl sind in [[Berchtesgaden]] im [[Haus der Berge]] ausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verschollen an der Chogolisa ===&lt;br /&gt;
Am 27. Juni 1957 stürzte Hermann Buhl bei einem Besteigungsversuch der nahe dem Broad Peak befindlichen [[Chogolisa]] (7654&amp;amp;nbsp;m) mit einer [[Wechte]] in die Nordwand ab und ist seitdem verschollen. Kurt Diemberger, der Glück im Unglück hatte und Buhl nur wenige Meter vorausging, vor seinem Absturz aber versehentlich nicht mit ihm in einer gemeinsamen Seilschaft verbunden war, wurde nicht von Buhl mitgerissen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.alpenverein.at/klagenfurt/home/news/Interview-Kurt-Diemberger.php |titel=Interview: Kurt Diemberger |hrsg=Sektion Klagenfurt |sprache=de |abruf=2022-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Anhand eines von Diemberger gemachten Fotos der Absturzstelle ist an der Gehspur im Schnee zu erkennen, dass Buhl im Schneegestöber wohl kurzzeitig die Orientierung verloren hatte und zu nah an den Wechtenrand gelangt sein dürfte, woraufhin die Wechte unter seinem Gewicht nachgab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung und Würdigung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hermann-Buhl001.jpg|mini|Gedenktafel Hermann Buhl auf dem Alten Friedhof in [[Ramsau bei Berchtesgaden]]]]&lt;br /&gt;
Hermann Buhl war der Erste, der einen Achttausender auf dem Schlussstück allein und ohne [[Sauerstoffflasche|zusätzlichen Sauerstoff]] bestieg. Die österreichischen Sportjournalisten wählten ihn am 21. Januar 1954 zum „[[Sportler des Jahres (Österreich)|Sportler des Jahres]] 1953“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Arbeiterzeitung |Titel=„1. Hermann Buhl und Trude Klecker“ |Datum=1954-01-22 |Seite=8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war Mitglied des [[Österreichischer Alpenklub|Österreichischen Alpenklubs]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.alpenklub.info/b/ |titel=Persönlichkeiten |hrsg=Österreichischer Alpenklub |abruf=2025-03-09 |kommentar=als letzter in der Auflistung erwähnt}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu mussten (wie bei jedem anderen Mitglied) zwei andere Mitglieder seine Aufnahme befürworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Fachkreisen gilt er aufgrund seiner aufsehenerregenden Erstbegehungen in den Alpen und im Karakorum bis heute als einer der bedeutendsten Felskletterer und Höhenbergsteiger aller Zeiten.&lt;br /&gt;
Seine Art, Extremalpinismus zu betreiben, brach mit den nationalen Bergsteigeridealen früherer Jahrzehnte. Buhl orientierte sich an persönlichen Motiven wie der Lust am Grenzgang. Statt schwerfälliger Materialschlachten am Berg zog er leichtes Gepäck, schnelle Aufstiege und einen Alpinismus ohne zusätzlichen Sauerstoff vor. Deshalb wird Buhl auch als Wegbereiter [[Reinhold Messner]]s gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Nanga Parbat war Buhl 41 Stunden allein unterwegs. Er nahm während seiner Gipfelbesteigung die aufputschende Droge [[Pervitin]] zu sich, ohne die er möglicherweise die Strapazen, insbesondere das ungeschützte [[Biwak]] auf 8000&amp;amp;nbsp;m Höhe, nicht überlebt hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl M. Herrligkoffer: &amp;#039;&amp;#039;Nanga Parbat. Sieben Jahrzehnte Gipfelkampf in Sonnenglut und Eis.&amp;#039;&amp;#039; Ullstein Verlag, Berlin 1967, S. 100&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
49 Jahre nach Buhls Tod an der Chogolisa unternahm der österreichische Bergsteiger und Alpinhistoriker [[Markus Kronthaler]] die Expedition &amp;#039;&amp;#039;Auf den Spuren von Hermann Buhl&amp;#039;&amp;#039; am Broad Peak und kam dabei am 8. Juli 2006 ums Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Benennungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Hermann Buhl wurde am 24. September 2012 in Innsbruck der bis dahin unbenannte Platz vor der [[Hungerburgbahn]]-Bergstation {{Coordinate|NS=47.28596|EW=11.40001|type=landmark|region=AT-7|text=ICON0|name=Hermann-Buhl-Platz}} als &amp;#039;&amp;#039;Hermann-Buhl-Platz&amp;#039;&amp;#039; benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.helmut-schmidt-online.de/Hermann-Buhl-Homepage/Buhl-Platz.html Hermann-Buhl-Platz – Hungerburg, Innsbruck (Austria)], auf helmut-schmidt-online.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hungerburg.at/sonstiges/hermann-buhl-platz-auf-der-hungerburg/ Hermann-Buhl-Platz auf der Hungerburg], auf hungerburg.at vom 24. September 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die feierliche Einweihung fand am Vorabend des 3. Juli 2013 (60-jähriges Jubiläum der Erstbesteigung des Nanga Parbat durch Hermann Buhl) in Anwesenheit von Hermann Buhls Ehefrau Eugenie und zweien seiner drei Töchter, [[Kriemhild Buhl|Kriemhild]] und Silvia, statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dervinschger.it/de/kultur/namen-und-geist-von-hermann-buhl-wach-halten-8351 „Namen und Geist von Hermann Buhl wach halten“], auf dervinschger.it, abgerufen am 12. Juli 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hermann-Buhl Platz Innsbruck 2023-09-25 01.jpg|Bergstation der [[Hungerburgbahn]] am Hermann-Buhl-Platz&lt;br /&gt;
Datei:Hermann Buhl - Bergführer Abzeichen.jpg|{{nowrap|Bergführer-Abzeichen}} von Hermann Buhl&lt;br /&gt;
Datei:Buhl Bergland-Wimpel.jpg|Hermann-Buhl-Gedenktafel im [[August-Schuster-Haus]] mit {{nowrap|Original-Wimpel}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Achttausend drüber und drunter.&amp;#039;&amp;#039; Nymphenburger Verlag, München 1954 (und zahlreiche spätere Auflagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Herrligkoffer|Karl M. Herrligkoffer]]: &amp;#039;&amp;#039;Nanga Parbat 1953&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Neues Leben, Berlin 1954.&lt;br /&gt;
* [[Marcus Schmuck]]: &amp;#039;&amp;#039;Broad Peak 8047 m. Meine Bergfahrten mit Hermann Buhl.&amp;#039;&amp;#039; Das Bergland-Buch, Stuttgart 1958.&lt;br /&gt;
* [[Lionel Terray]]: &amp;#039;&amp;#039;Große Bergfahrten. Mit einer Einleitung von [[Luis Trenker]]. Schlussteil und Redaktion von [[Kurt Diemberger]]&amp;#039;&amp;#039;. Nymphenburger Verlag, München 1984, ISBN 3-485-01757-4.&lt;br /&gt;
* Hermann Buhl: &amp;#039;&amp;#039;Allein am Nanga Parbat und große Fahrten.&amp;#039;&amp;#039; Geleitwort von [[Reinhold Messner]], Lebensbild von Lia Hörmann. Steiger-Verlag, Innsbruck, 1984, ISBN 3-85423-036-2.&lt;br /&gt;
* [[Horst Höfler]], Reinhold Messner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Am Rande des Möglichen&amp;#039;&amp;#039;. AS Verlag, Zürich 2003, ISBN 3-905111-88-8.&lt;br /&gt;
* Jochen Hemmleb: &amp;#039;&amp;#039;Broad Peak „Traum und Alptraum“ Auf den Spuren von Hermann Buhls letzter Expedition&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Tyrolia, Innsbruck 2008, ISBN 978-3-7022-2811-8.&lt;br /&gt;
* [[Kriemhild Buhl]]: &amp;#039;&amp;#039;Mein Vater Hermann Buhl. Das Leben der Eltern ist das Buch, in dem die Kinder lesen.&amp;#039;&amp;#039; Herbig, München 2007, ISBN 978-3-7766-2506-6.&lt;br /&gt;
* Kurt Diemberger: &amp;#039;&amp;#039;Seiltanz. Die Geschichten meines Lebens&amp;#039;&amp;#039;. Malik, München 2007, ISBN 978-3-89029-328-8. (auch: Piper, München 2009, ISBN 978-3-492-25306-2).&lt;br /&gt;
* Richard Sale: &amp;#039;&amp;#039;Broad Peak.&amp;#039;&amp;#039; Carreg, Ross-on-Wye 2007, ISBN 978-0-9538631-5-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hermann Buhl (mountaineer)|Hermann Buhl}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118664832}}&lt;br /&gt;
* {{Alpenarchiv|10/00125624}}&lt;br /&gt;
* {{AlpenarchivID|3135}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bergnews.com/service/biografien/buhl/buhl.php Gerhard Schirmer: Hermann Buhl] auf der Website bergnews.com&lt;br /&gt;
* [http://www.weltderberge.com/markuskronthaler/nanga_gesch.php Die Besteigungsgeschichte des Nanga Parbat] auf der Website von [[Markus Kronthaler]]&lt;br /&gt;
* [https://www.bergnews.com/service/biografien/buhl/buhl.php Kurzbiografie über Hermann Buhl] von „Land der Berge“ (österreichische Zeitschrift über Freiluftaktivitäten)&lt;br /&gt;
* [http://www.hermann-buhl.de/ Hermann Buhl-Gedächtnis-Homepage] mit etlichen guten Fotos des Bergsteigers&lt;br /&gt;
* [https://www.zeit.de/2000/27/200027.berg_lauftext_.xml Ralf Peter Märtin: Der letzte Berg] [[Zeit online]] 27, 2000&lt;br /&gt;
* [https://www.sueddeutsche.de/kultur/hermann-buhls-verschwinden-im-himalaja-sein-letzter-alleingang-1.896030 Michael Ott: „Sein letzter Alleingang. Hermann Buhls Verschwinden im Himalaya.“] [[Süddeutsche Zeitung]] vom 27. Juni 2007&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=E2qESVxHepk Mit Simon Messner auf den Spuren von Hermann Buhl] Bergauf-Bergab, YouTube, Bayerischer Rundfunk, 13. Oktober 2024&lt;br /&gt;
* [https://w.wiki/D2Dm Hermann Buhls Fahrtenbericht für seine DAV Sektion Bergland aus dem Jahr 1953 mit dem Eintrag Nanga Parbat]&lt;br /&gt;
* [https://w.wiki/D2DK Hermann Buhls letzter Brief an seine Bergkameraden der DAV Sektion Bergland]&lt;br /&gt;
* [https://bibliothek.alpenverein.de/webOPAC/02_AV-Sektionsschriften/Sektion_Bergland/Festschriften/SektionBerglandFS100Jahre1908-2008-web.pdf Festschrift - 100 Jahre Sektion Bergland - Erinnerungen an Hermann Buhl ab S. 46]&lt;br /&gt;
* [https://bibliothek.alpenverein.de/webOPAC/02_AV-Sektionsschriften/Sektion_Bergland/Festschriften/SektionBerglandFS50Jahre1908-1958-web.pdf Festschrift - 50 Jahre Sektion Bergland von 1958 - Hermann Buhl auf dem Titelbild mit dem Berglandwimpel auf dem Gipfel des Broad Peak]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Sportler des Jahres (Österreich)}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118664832|LCCN=n88616455|NDL=00434755|VIAF=19675151}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Buhl, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergsteiger (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sportler des Jahres (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Tirol)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Watzmann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nanga Parbat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vermisste/Verschollene Person (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfallopfer (Bergsteigen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1924]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1957]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Buhl, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Bergsteiger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. September 1924&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Innsbruck]], [[Österreich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Juni 1957&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Chogolisa]], [[Pakistan]]&lt;br /&gt;
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