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	<title>Hermann Buddensieg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T20:49:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermann_Buddensieg&amp;diff=326916&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tilman Berger: s. Diskussionsseite</title>
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		<updated>2022-01-26T17:20:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;s. Diskussionsseite&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hermann_Buddensieg_German_writer.jpg|mini|Hermann Buddensieg 1964]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Karl Robert Buddensieg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. Juni]] [[1893]] in [[Eisenach]]; † [[12. Dezember]] [[1976]] in [[Geschichte Heidelbergs|Heidelberg]]) war ein [[deutscher Schriftsteller]], Herausgeber und Übersetzer. Er ist vor allem durch seine Nachdichtungen von polnischen und litauischen Werken bekannt geworden und hat sich durch die Herausgabe der &amp;#039;&amp;#039;Mickiewicz-Blätter&amp;#039;&amp;#039; von 1956 bis 1976 um den deutsch-polnischen Kulturaustausch verdient gemacht, wofür er vielfach geehrt wurde. Außer von seinem literarischen Werk war sein Leben vor allem auch von den Folgen einer schweren Kopfverletzung im Ersten Weltkrieg bestimmt, die er philosophisch in seiner autobiographischen Schrift &amp;#039;&amp;#039;Morbus Sacer&amp;#039;&amp;#039; ([[Morbus sacer]]), erschienen 1946, verarbeitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Buddensieg ist der Sohn eines [[Apotheker]]s aus Eisenach. Er war in seiner Jugendzeit Anhänger der [[Wandervogel|Wandervogel-Bewegung]]. Buddensieg begann das Studium der Rechts- und [[Staatswissenschaften]] in [[Jena]]. Durch den Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] wurde sein Studium unterbrochen. Er erhielt einen [[Gestellungsbefehl]]  der ihn zunächst nach [[Russisches Kaiserreich|Russland]] und dem zum Kaiserreich gehörenden Litauen führte. Im Frühjahr 1918 kam er an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] zum Einsatz und wurde dort am 28. Mai bei [[Chemin des Dames]] durch einen [[Kopfschuss]] schwer verwundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Verwundung]] führte zu [[Epilepsie|epileptischen Anfällen]], die auch nach seiner Rückkehr nach Eisenach als Spätfolge anhielten, weshalb er vorübergehend in der dortigen [[Neurologie|Nervenklinik]] aufgenommen werden musste. Trotz seiner schweren körperlichen Beeinträchtigungen nahm Buddensieg sein Studium  der Rechts- und Staatswissenschaften in Jena wieder auf, wechselte an die [[Universität München]] und schließlich an die [[Universität Heidelberg]], wo er 1920 sein Studium abschloss und bei [[Eberhard Gothein]] mit einer Arbeit über [[Wilhelm Weitling]] promoviert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen in [[Binau]] wohnend, bereitete er nach dem Studium eine Habilitationsschrift über [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethe]] vor, musste sie jedoch krankheitsbedingt abbrechen. Statt einer akademischen Laufbahn schlug er den Weg eines Publizisten ein und widmete sich historischen Studien, unter anderem abermals über [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethe]] und [[Karl Marx|Marx]]. Von 1924 bis 1926 war er Herausgeber der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Der Rufer zur Wende&amp;#039;&amp;#039;. Ab 1931 war er Chefredakteur von [[Jakob Wilhelm Hauer]]s Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Kommende Gemeinde]]&amp;#039;&amp;#039;. Noch in Binau wurde er nach 1933 durch die Nationalsozialisten mit [[Berufsverbot]] belegt. Er zog nach [[Hamburg]], wo er sich als Briefmarkenhändler verdingte, während von 1940 bis 1943 sein autobiographisches Werk &amp;#039;&amp;#039;Morbus Sacer&amp;#039;&amp;#039; entstand, in dem er sich vor allem mit den Folgen seiner Kriegsverletzung auseinandersetzte und die Krankheit als Befähigung und Chance verstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wandte er sich der [[Lyrik]] zu und veröffentlichte 1946 die bereits zwei Jahre zuvor im zerstörten Hamburg entstandene Ode &amp;#039;&amp;#039;Neckar&amp;#039;&amp;#039;, ein Loblieb auf das [[Neckar]]tal bei Heidelberg. 1948 folgte &amp;#039;&amp;#039;Die Götter und der Dichter&amp;#039;&amp;#039;, 1950 &amp;#039;&amp;#039;Die Nymphen&amp;#039;&amp;#039; in Anlehnung an [[Ovid]]s &amp;#039;&amp;#039;Metamorphosen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über seine Beschäftigung mit Goethe war Buddensieg auf den polnischen Dichter [[Adam Mickiewicz]] aufmerksam geworden, der 1829 mit Goethe zusammentraf. Buddensieg befasste sich von 1950 an für fünf Jahre mit der deutschen Nachdichtung von Mickiewiczs Epos &amp;#039;&amp;#039;[[Pan Tadeusz]]&amp;#039;&amp;#039;. Buddensieg entschied sich für die Nachdichtung statt einer Übersetzung, weil das polnische Versmaß und einige verwendete Begriffe sich nicht adäquat hätten übersetzen lassen. Im Erscheinungsjahr seiner Nachdichtung, 1955 reiste er nach Polen, wo er an einer Arbeitskonferenz teilnahm. Ab 1956 bis zu seinem Tod gab er dreimal im Jahr die sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Mickiewicz-Blätter&amp;#039;&amp;#039; mit Fachaufsätzen und Leseproben deutscher und polnischer Wissenschaftler heraus und trug damit wesentlich zum deutsch-polnischen Kulturaustausch bei. Als es um 1965 zu einer Renaissance der Werke des litauischen Dichters [[Kristijonas Donelaitis]] in Polen kam, schrieb der inzwischen in [[Baiertal]] bei [[Wiesloch]] lebende Buddensieg eine deutsche Nachdichtung von dessen Werk &amp;#039;&amp;#039;Metai&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Die Jahreszeiten&amp;#039;&amp;#039;). 1967 folgte eine Nachdichtung des Werks &amp;#039;&amp;#039;Der Hain von Asykscias&amp;#039;&amp;#039; von [[Antanas Baranauskas]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buddensieg, der als „Kauz“ beschrieben wurde und nach Aussagen seiner jüngsten Tochter „nicht sehr realitätsbezogen“ und „wenig mit den Dingen des Alltags beschäftigt“ war, verbrachte seine letzten Jahre von neuer Krankheit gezeichnet in [[Baiertal]]. Hermann Buddensieg wurde auf dem [[Bergfriedhof (Heidelberg)|Heidelberger Bergfriedhof]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Aus seiner ersten Ehe, 1927 geschlossen, hatte Buddensieg einen Sohn, den späteren Kunsthistoriker [[Tilmann Buddensieg]] (1928–2013) und eine Tochter. Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete Buddensieg die 30 Jahre jüngere Ilse Timm (1923–2010). In dieser Ehe wurde 1960 die gemeinsame Tochter Daniela geboren, Buddensiegs drittes Kind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Ehrungen ==&lt;br /&gt;
1958 wurde er mit dem [[Bundesverdienstkreuz]] erster Klasse ausgezeichnet, 1968 mit dem [[Großes Verdienstkreuz|Großen Verdienstkreuz]] des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. 1969 erhielt er die [[Ehrendoktorwürde]] der [[Adam-Mickiewicz-Universität Posen|Universität Poznań]], eine weitere Ehrendoktorwürde trug er von der [[Polnische Akademie der Wissenschaften|Polnischen Akademie der Wissenschaften]]. Außerdem wurde er mit dem Universitätssiegel in Silber der Universität Heidelberg und mit dem polnischen Verdienstorden ausgezeichnet. An seinem letzten Wohnort in Wiesloch-Baiertal wurde eine Straße nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Adam Mickiewicz: &amp;#039;&amp;#039;„Pan Tadeusz oder die letzte Fehde in Litauen“, Nachdichtung von Hermann Buddensieg.&amp;#039;&amp;#039; München: Eidos Verlag 1963&lt;br /&gt;
* Grażyna Szewczyk: &amp;#039;&amp;#039;Ein Freund Polens: Hermann Buddensieg, Übersetzer und Herausgeber der &amp;quot;Mickiewicz-Blätter&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;, Deutsch-Polnisches Jahrbuch der Germanistik, Deutscher Akademischer Austauschdienst, Bonn 1993&lt;br /&gt;
* Karin Hirn: &amp;#039;&amp;#039;„Die Macht des Leidens“ – Dr. Dr. h.c. Hermann Buddensieg: Dichter, Philosoph und Pazifist&amp;#039;&amp;#039;, in: Kurpfälzer Winzerfestanzeiger, Ausgabe 2010, S. 60–71.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117041963}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117041963|LCCN=n/86/869510|VIAF=57382182}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Buddensieg, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baltist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Adam-Mickiewicz-Universität Posen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor einer wissenschaftlichen Akademie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Litauischen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Polnischen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer ins Deutsche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1893]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1976]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Buddensieg, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Buddensieg, Hermann Karl Robert (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Juni 1893&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Eisenach]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Dezember 1976&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Heidelberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tilman Berger</name></author>
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