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	<title>Hermann Berchtold - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Drahreg01: GNDCheck.</title>
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		<updated>2026-04-02T21:17:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GNDCheck.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Friedrich Richard Berchtold&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. Juli]] [[1899]] in [[Weilheim in Oberbayern]]; † nach [[1945]]) war ein deutscher Offizier und [[Sturmabteilung|SA]]-Führer, zuletzt im Rang eines [[NS-Ranggefüge|SA-Gruppenführers]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Jahre ===&lt;br /&gt;
Berchtold war ein Sohn des Münchener Rechtsanwalts [[Karl Berchtold]] und seiner Ehefrau Johanna, geb. Fahrig. In seiner Jugend besuchte er ein [[humanistisches Gymnasium]]. Angaben zu der Frage einer naheliegenden Verwandtschaft von Hermann Berchtold und dem späteren SS-Chef [[Joseph Berchtold]], der wie er in München aufwuchs, sind in der vorliegenden Literatur nicht zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berchtold nahm ab 1917 als [[Fahnenjunker]] in der [[Bayerische Armee|bayerischen Armee]] am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil. 1919 legte er das [[Notabitur]] ab und trat anschließend in ein Freiwilligenbataillon ein, mit dem er sich an der Niederschlagung von kommunistischen Aufständen in Südbayern beteiligte. Im Mai 1919 wurde Berchtold als Zeitfreiwilliger von der [[Reichswehr]]brigade 21 beim Schützenregiment 41 übernommen, bei dem er bis November 1919 als Zugführer tätig war. Nachdem er noch einige Monate in der Abwicklungsstelle in [[Bad Kissingen]] verbrachte wurde er im Mai 1920 als [[Leutnant]] verabschiedet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwicklung in Fememorde (1921) ===&lt;br /&gt;
In den frühen 1920er Jahren engagierte Berchtold sich in der bayerischen [[Einwohnerwehr]]. Außerdem betätigte er sich in von ehemaligen Offizieren dominierten rechtsextremistischen Geheimorganisationen. In diesem Zusammenhang war er in zahlreiche [[Fememord]]e verwickelt: Im Herbst 1920 versteckte er seinen Freund [[Hans Schweighart]], der wegen eines politischen Mordes von den Behörden gesucht wurde, vor der Polizei und unterstützte ihn bei seiner Flucht ins Ausland. Während Schweighart sich in den folgenden Monaten vor den Nachstellungen der deutschen Behörden in Österreich verborgen hielt, hielt Berchtold ihn über die Entwicklung der ihn betreffenden Angelegenheiten auf dem Laufenden. Außerdem verschaffte er ihm Geld und falsche Ausweispapiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des Jahres 1921 entstand bei den bayerischen Behörden der Verdacht, dass Berchtold an den Fememorden an dem Dienstmädchen [[Maria Sandmayr]] und dem Kellner Hans Hartung beteiligt gewesen war. Nachweislich nahm er zumindest an der Autofahrt mehrerer Angehöriger der Einwohnerwehr teil, bei der Hartung ermordet wurde. Zu einer Verhaftung und Vernehmung Berchtold konnte es jedoch nicht mehr kommen, da Berchtold zuvor, etwa im Mai 1921, nach [[Schlesien]] gegangen war, um dort als Angehöriger des [[Selbstschutz Oberschlesien|oberschlesischen Selbstschutzes]] an den dortigen [[Aufstände in Oberschlesien|Grenzkämpfen]] deutscher Freiwilligenverbände gegen polnische [[Freischärler]] zu beteiligen. Von Schlesien kam Berchtold im September 1921 nach [[Österreich]], wo er Schweighart besuchte. Nachdem Schweighart von den Behörden am 12. Oktober 1921 in [[Innsbruck]] verhaftet wurde, verdächtigte Berchtold einen gewissen Wilhelm Hörnlein – ein vermeintlicher politischen Gesinnungsfreund, mit dem Berchtold und Schweighart in Österreich zusammengetroffen waren – Schweigharts Aufenthaltsort als Spitzel den Behörden mitgeteilt zu haben. Zusammen mit Hörnlein zog Berchtold auf der Flucht vor der Polizei einige Tage durch Österreich, bevor sie sich schließlich in einem Gasthaus bei [[Judenburg]] einquartierten. Hörnleins Leiche wurde schließlich am 31. Oktober in einem Wald bei Judenburg aufgefunden. Die ermittelnde Justiz kam zu dem Ergebnis, dass Berchtold den arglosen Hörnlein während eines gemeinsamen Spaziergangs im Wald beim Verrichten seiner Notdurft angeschossen und den Fliehenden schließlich, nachdem dieser stürzte, am Boden liegend aus nächster Nähe in den Kopf schoss. Seit Ende 1921 war Berchtold vollkommen von der Bildfläche verschwunden. Wahrscheinlich hielt er sich in [[Spanien]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückkehr nach Deutschland und Betätigung in der NS-Bewegung ===&lt;br /&gt;
Im November 1930 stellte das [[Landgericht München I]] das Verfahren gegen Berchtold wegen der Ermordung des Hans Hartung ein, da man von einem politischen Motiv ausging, womit die Tat unter das [[Hindenburg-Amnestie|Amnestiegesetz]] von 1928 fiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz danach stellten die Rechtsanwälte Karl Kohl und [[Walter Luetgebrune]] für Berchtold den Antrag, die gegen ihn laufenden Verfahren einzustellen, wobei sie sich auf das Amnestiegesetz von 1928 beriefen.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Hültner: &amp;#039;&amp;#039;Tödliches Bayern. Kriminalfälle aus zwei Jahrhunderten&amp;#039;&amp;#039;, btb München 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dem nachfolgenden Schriftwechsel gaben die Anwälte zudem einige Details über die Ermordung der Maria Sandmayr und des Hörnlein an die Behörden weiter, die ihr Mandant ihnen mitgeteilt hatte. Berchtold bekundete sogar ausdrücklich, dass er der Täter in diesen beiden Fällen gewesen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Forschung hat allerdings darauf hingewiesen, dass diese Selbstbezichtigungen nicht notwendigerweise zutreffen müssen, sondern dass sie auch taktischer Natur gewesen sein könnten: Da Berchtold sich damals im Ausland aufhielt war er für den Fall, dass sein Amnestieantrag nicht bewilligt würde, vor dem Zugriff der Behörden ziemlich sicher, so dass er auch die Verantwortung für Dinge auf sich nehmen konnte, die er womöglich nicht begangen hatte. Sein ehemaliger Kollege Schweighart hielt sich hingegen in Bayern auf, so dass er der Gefahr ausgesetzt war, im Falle einer Nichtbewilligung der Amnestie gegen Berchtold sofort verhaftet zu werden, wenn dieser in seinen Tatschilderungen eine mögliche Täterschaft Schweigharts angegeben hätte und von sich selbst nur als Mittäter gesprochen hätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 kehrte Berchtold schließlich nach Deutschland zurück. Zum 1. Dezember 1931 trat er in die [[NSDAP]] ein (Mitgliedsnummer 754.024).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv]] R 9361 IX KARTEI/2441228&amp;lt;/ref&amp;gt; In die [[Sturmabteilung|SA]] war er bereits zum 1. November 1931 eingetreten. Kurze Zeit darauf wechselte er in die SS, in der er sich bis 1933 innerhalb des Sicherheitsdienstes ([[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD]]) betätigte, bevor er, nach Reibereien mit Reinhard Heydrich im Sommer 1933 in die SA zurückkehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NS-Zeit ===&lt;br /&gt;
1933 wurde Berchtold mit dem Amt eines Sonderbevollmächtigten des [[Oberste SA-Führung|Obersten SA-Führers]] für Württemberg und Hohenzollern und als Leiter der SA-Brigade 55 betraut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Heike B. Görtemaker]] |Titel=Hitlers Hofstaat. Der innere Kreis im Dritten Reich und danach |Auflage=Online-Ressource |Verlag=C. H. Beck |Ort=München |Datum=2019 |ISBN=978-3-406-73528-8 |Seiten=Anmerkung 177 |Online=https://www.google.de/books/edition/Hitlers_Hofstaat/dQCHDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Hermann+Berchtold&amp;amp;pg=PT537&amp;amp;printsec=frontcover |Abruf=2023-02-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Sommer 1934 wurde er auf Veranlassung Heydrichs für einige Wochen in Schutzhaft genommen, die er in unterschiedlichen Konzentrationslagern verbrachte, bevor er im September 1934 wieder in Freiheit gelangte&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dietmar Schulze |Titel=Der „Röhm-Putsch“ in der Provinz Sachsen |Hrsg=Martin-Luther-Universität |Sammelwerk=Hallische Beiträge zur Zeitgeschichte |Nummer=15 |Ort=Halle / Wittenberg |Datum=2005 |Seiten=15, 19f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der SA erreichte Berchtold 1937 den Rang eines SA-Brigadeführers und am 9. November 1942 den Rang eines SA-Gruppenführers. Laut Unterlagen des österreichischen Staatsarchivs war Hermann Berchtold als SA-[[NS-Ranggefüge|Brigadeführer]] 1938 an der [[Arisierung]] und des [[August Lederer|Lederer]] Konzerns beteiligt, in dessen Folge die Familie Lederer enteignet und Angehörige der Familie ins [[Konzentrationslager]] verschleppt und ermordet wurden. Berchtold war dabei mit der zeitweisen Vertretung der Verwaltung und [[Abwicklung (Wirtschaft)|Abwicklung]] der zum Konzern gehörigen Firmen betraut, vor allem der [[Jungbunzlauer|Jungbunzlauer Spiritus, Stärke und Dextrinfabriken GesmbH]] und lg. Lederer OHG Wien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Dr. Michael Wladika |url=https://www.leopoldmuseum.org/media/file/555_LM_2356_Lederer.pdf |titel=Provenienzforschung BKA - Leopold Museum Privatstiftung LM2356 |werk=https://www.leopoldmuseum.org/media/file/555_LM_2356_Lederer.pdf |hrsg=Leopoldmuseum |datum=2017-05-22 |abruf=2025-03-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war auch aktiv an der [[Liquidation]] der [[Privatsammlung|privaten Kunstsammlung]] der [[Serena Lederer|Familie Lederer]] beteiligt&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;, die als die bedeutendste und umfangreichste private Sammlung von Werken von [[Gustav Klimt]] betrachtet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Dana-Yvette Lex |url=https://netlibrary.aau.at/obvuklhs/download/pdf/8637626 |titel=Der Raub jüdischen Kunstbesitzes in Wien 1938/1939. DIPLOMARBEIT zur Erlangung des akademischen Grades Magistra der Philosophie |werk=netlibrary.aau.at |hrsg=Alpen-Adria-Universität Klagenfurt |datum=Januar 2023 |abruf=2025-03-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daneben übernahm er führende Stellungen in einem [[Leder]]konzern und in der [[Wiener Genossenschaftszentralbank]] für die [[Alpen- und Donau-Reichsgaue|Ostmark]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berchtolds Verbleib nach Kriegsende ist ungeklärt. In den Akten des Österreichischen Staatsarchivs wird er für die Zeit nach Kriegsende als geflohen mit unbekanntem Aufenthalt geführt. Dort wird er auch als „23facher [[Fememord|Fememörder]]“ und „schwerer Schädiger des Konzerns“ bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ulrike Claudia Hofmann: &amp;#039;&amp;#039;Verräter verfallen der Feme! Fememorde in Bayern in den zwanziger Jahren.&amp;#039;&amp;#039; [[Böhlau Verlag|Böhlau]], Köln/Weimar 2000, [[Passim]] und insbesondere S. 150–156. ISBN 3-412-15299-4. Diss. Uni. Bamberg 1998/1999. [https://www.google.de/books/edition/Verr%C3%A4ter_verfallen_der_Feme/OYHpB-5uNDIC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Hermann+Berchtold&amp;amp;pg=PA112&amp;amp;printsec=frontcover Digitalisat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.leopoldmuseum.org/media/file/555_LM_2356_Lederer.pdf Enthält Informationen über die Tätigkeiten Berchtolds in Österreich nach 1938.]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|VIAF=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2026-04-02}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Berchtold, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einwohnerwehr-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Fememord)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 20. oder 21. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Berchtold, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Berchtold, Hermann Friedrich Richard (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SA-Führer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Juli 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Weilheim in Oberbayern]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=nach 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Drahreg01</name></author>
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