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	<title>Hermann Beenken - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 22. Dezember 2025 um 11:23 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Daniel Theodor Beenken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Februar]] [[1896]] in [[Bremen]]; † [[6. April]] [[1952]] in [[Madrid]]) war ein deutscher [[Kunsthistoriker]], Professor in [[Leipzig]] und Ordinarius in [[Aachen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Hermann Beenken, der Sohn eines Kaufmanns, studierte nach seiner Schulzeit [[Kunstgeschichte]] in [[Freiburg im Breisgau]] und in [[München]], wo er 1920 bei [[Heinrich Wölfflin]] mit dem Thema &amp;#039;&amp;#039;Das allgemeine Gestaltungsproblem in der Baukunst des deutschen [[Klassizismus]]&amp;#039;&amp;#039; zum Dr. phil. promoviert wurde. Anschließend wechselte er zu [[Wilhelm Pinder]] an das Institut für Kunstgeschichte der [[Universität Leipzig]] und verlagerte seinen Studienschwerpunkt auf die [[Bildhauerei]] des [[Mittelalter]]s. 1922 [[Habilitation|habilitierte]] er sich mit dem Thema &amp;#039;&amp;#039;Die Rottweiler – Eine deutsche Bildhauerschule des 14. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. Danach lehrte er an dieser Universität zunächst als [[Privatdozent]]. Von 1925 bis 1927 unternahm Beenken dann als [[Stipendiat]] eine Studienreise an das [[Kunsthistorisches Institut in Florenz|Kunsthistorische Institut in Florenz]], wo er sich der Florentiner Architektur sowie besonders den Malern [[Masaccio]] und Masolino widmete. Nach seiner Rückkehr übernahm ihn die Universität Leipzig als jüngsten außerordentlichen Professor für Kunstgeschichte. Er arbeitete in Leipzig in enger Abstimmung mit [[Leo Bruhns]] und [[Theodor Hetzer]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Leipzig befasste er sich u. a. mit [[Jan van Eyck|Jan]] und [[Hubert van Eyck]] sowie mit [[Rogier van der Weyden]]. Bis 1938 lieferte sich Beenken dazu eine publizistische Kontroverse mit dem Kunsthistoriker [[Erwin Panofsky]]. Der Streit entbrannte über die bis heute ungeklärte Frage, welcher der van Eyck-Brüder die Urheberschaft für den [[Genter Altar]] besitzt. Panofsky kritisierte dabei Beenkens Art der Analysen des Werkes der Brüder van Eyck, und die Kontrahenten stritten öffentlich darüber, welche Methode der von Panofsky weiter entwickelten [[Ikonographie]] und [[Ikonologie]] die Originalität und Interpretation eines Kunstgegenstandes sicher beweisen könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung der Nationalsozialisten]] unterschrieb Beenken zum 11. November 1933 das [[Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler]]. Im Lauf seiner Leipziger Zeit wurde er unter anderem 1933 Mitglied im [[NS-Lehrerbund]]. Er beantragte am 19. Dezember 1939 die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde zum 1. Januar 1940 aufgenommen ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 7.937.701),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/2140331&amp;lt;/ref&amp;gt; 1941 trat er noch dem [[NS-Dozentenbund]] bei. Ein kurz vor Kriegsende im April 1945 wegen offener Kritik an der SS durch seinen Kompaniechef eingeleitetes Kriegsgerichtsverfahren gegen Beenken wurde angesichts des bevorstehenden Kriegsendes nicht mehr durchgeführt. Mit dem 25. Juli 1946 wurde Beenken durch den Sonderausschuss der antifaschistischen Partei des Landes Sachsen rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1949 folgte Beenken, der sich mittlerweile der [[Architektur|Baukunst]] und der Zeit der [[Romantik]] zugewandt hatte, einem Ruf an die [[RWTH Aachen]], wo er als offizieller Nachfolger des von seinen Amtspflichten entbundenen und von [[Peter Mennicken]] vertretenen [[Johannes Christ]] den Lehrstuhl für Kunstgeschichte übertragen bekam. Seine Hauptarbeitsgebiete lagen dabei in den Bereichen stilkritischer Untersuchungen, der niederländischen und italienischen Malerei des 15. und 19. Jahrhunderts und „schöpferischer Bauideen der Romantik“. Dort war er seit 1948 Direktor der Sammlung [[Reiff-Museum]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.reiff-museum.rwth-aachen.de/ Reiff-Museum]&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 6. April 1952 starb Beenken während einer Studienreise in Madrid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Beenken zählt zu den bedeutendsten [[Mediävistik|Mediävisten]] seiner Zeit und hatte maßgeblichen Anteil an einer neuen [[Historismus]]-Betrachtung. Er wies darauf hin, dass seine Untersuchungen sich im Gegensatz zu den meisten kunstgeschichtlichen Stiluntersuchungen nicht mit dem formalen Stil der Kunstwerke, wie sie noch zum Teil von [[Alois Riegl]], [[August Schmarsow]] und Heinrich Wölfflin vertreten wurden, sondern mit der inneren Logik zwischen der Bedeutung eines Objektes und seiner äußeren Form auseinandersetzen. Er zeigte ferner, dass die Architektur ein guter Spiegel der Epoche oder ihrer Aufgaben sein kann, und dass sich die Baukunst des 19. Jahrhunderts noch einmal allen den Aufgaben gegenübersah, die auch die der vergangenen Zeitalter gewesen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil seines schriftlichen Nachlasses liegt im [[Deutsches Kunstarchiv|Deutschen Kunstarchiv]] im [[Germanisches Nationalmuseum|Germanischen Nationalmuseum]] in [[Nürnberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bildwerke Westfalens&amp;#039;&amp;#039;, Bonn : F. Cohen, 1923&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Romanik|Romanische]] Skulptur in Deutschland (11. u. 12. Jahrhundert)&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig : Klinkhardt &amp;amp; Biermann, 1924&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bildwerke des [[Bamberger Dom]]es aus dem 13. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, Bonn : F. Cohen, 1925, 1. Aufl., 1.–20. Tsd.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bildhauer des vierzehnten Jahrhunderts am Rhein und in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig : Insel-Verlag, 1927&lt;br /&gt;
* Publikationen zum Entstehungsstreit um den Genter Altar:&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Zur Entstehungsgeschichte des Genter Altars, Hubert und Jan van Eyck,&amp;#039;&amp;#039; H. Beenken, Wallraf-Richartz Jahrbuch (1933–34): 76–132.;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Genter Alter von van Eyck, erneut überprüft&amp;#039;&amp;#039;, H. Beenken, Burlington Magazine 63 (1933): 64–72;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Die „Friedsam-Verkündung“ und das Problem des Genter Altars&amp;#039;&amp;#039;, E. Panofsky, Art Bulletin 18 (1935): 432–73;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Der Stand des Hubert van Eyck Problems: Fragen um den Genter Altar,&amp;#039;&amp;#039; H. Beenken, Oud Holland 53 no. 1 (1936): 7–33;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Die Verkündigung des [[Petrus Christus]] im [[Metropolitan Museum]] und das Problem des Hubert van Eyck&amp;#039;&amp;#039;, H. Beenken, Art Bulletin 19 (Juni 1937): 220–41,&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Mehr über die „Friedsam-Verkündung“ und das Problem des Genter Altars&amp;#039;&amp;#039;, E. Panofsky, Art Bulletin 20 (Dezember 1938): 419–42;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die [[Tympanon (Architektur)|Tympana]] von la Charité sur Loire&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge, Mass.  : Harvard Univ. Press, 1928&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Meister von [[Naumburg (Saale)|Naumburg]]&amp;#039;&amp;#039;, Berlin : Rembrandt-Verl., 1939&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Bildkunst des Frühmittelalters&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für deutsche Geisteswissenschaft&amp;#039;&amp;#039; 2, 1939/40, S. 28&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Todesvorstellung in der deutschen Kunst des 19. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für deutsche Geisteswissenschaft&amp;#039;&amp;#039; 1, 1938/39, S. 56 ****&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hubert und Jan van Eyck&amp;#039;&amp;#039;, München : Bruckmann, 1941; 2. Auflage ebenda 1943&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das neunzehnte Jahrhundert in der deutschen Kunst&amp;#039;&amp;#039;, München : Bruckmann, 1944&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rogier van der Weyden&amp;#039;&amp;#039;, München : Bruckmann, 1951&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schöpferische Bauideen der deutschen Romantik&amp;#039;&amp;#039;, Mainz : Matthias-Grünewald-Verlag, 1952&amp;lt;ref&amp;gt;Dieser Aufsatz ist ein Vorabdruck des Abschnitts &amp;#039;&amp;#039;Das Erleben des Todes&amp;#039;&amp;#039; in seinem Buch über das 19. Jahrhundert, 1952.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Kürschners Deutscher Gelehrtenkalender]], 1926, Sp. 91&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft]] – Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild&amp;#039;&amp;#039;. Erster Band, Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1930, ISBN 3-598-30664-4&lt;br /&gt;
* Kunsthistorisches Institut Leipzig (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Schriften von Prof. Dr. Hermann Beenken&amp;#039;&amp;#039;, zum 60. Geburtstag zusammengestellt von Reinhard Wortmann, Leipzig 1956.&lt;br /&gt;
* [[Michael Buddrus]], Sigrid Fritzlar: &amp;#039;&amp;#039;Die Professoren der Universität Rostock im Dritten Reich. Ein biographisches Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. München 2007. S. 66 [https://open.ifz-muenchen.de/entities/reihenband/5619ae23-6931-4c56-a564-3da8688d5919 online]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116107391}}&lt;br /&gt;
* {{CPL|Beenken_392}}&lt;br /&gt;
* [https://arthistorians.info/beenkenh Eintrag] im [[Dictionary of Art Historians]] (englisch)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|url=http://www.ikg.uni-karlsruhe.de/projekte/kg45_55/bibliographie/beenken.htm |wayback=20081208153315 |text=Publikationen 1944-1955}}&lt;br /&gt;
* [http://www.archive.org/stream/bekenntnisderpro00natiuoft#page/128/mode/1up Original-Scan] Wahlaufruf für Hitlers Politik, Nov. 1933. HB: S. 135, Rubrik Einzelne Wissenschaftler, linke Spalte. Text des Aufrufs vorweg in fünf Sprachen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116107391|LCCN=no2011067780|VIAF=64749600}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Beenken, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunsthistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (RWTH Aachen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Rostock)]]&lt;br /&gt;
[[KAtegorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1952]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Direktor des Reiff-Museums]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Beenken, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Beenken, Hermann Daniel Theodor (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kunsthistoriker und Ordinarius an den Hochschulen in Leipzig und Aachen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Februar 1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bremen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. April 1952&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Madrid]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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