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	<title>Hermann Axen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermann_Axen&amp;diff=115602&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Maxwhollymoralground am 2. Januar 2026 um 16:24 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fotothek df pk 0000225 003 cropped so just Hermann Axen.jpg|mini|Hermann Axen (1946)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Axen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren [[6. März]] [[1916]] in [[Leipzig]]; gestorben [[15. Februar]] [[1992]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Kommunismus|kommunistischer]] [[Widerstandskämpfer]] und späterer DDR-Politiker. Er war von 1935 bis 1937 und von 1940 bis 1945 inhaftiert und überlebte den [[Holocaust]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Axen war von 1946 bis 1949 Sekretär des [[Freie Deutsche Jugend|Zentralrats der FDJ]], von 1950 bis 1953 und von 1966 bis 1989 [[Liste der Mitglieder des Sekretariats des ZK der SED|Sekretär des ZK der SED]]. Von 1956 bis 1966 war Axen Chefredakteur des SED-Zentralorgans &amp;#039;&amp;#039;[[Nd|Neues Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039;. Von 1970 bis 1989 gehörte er dem [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands#Politbüro des Zentralkomitees|Politbüro des ZK der SED]] an, dessen außenpolitische Kommission er leitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Jugend ===&lt;br /&gt;
Hermann Axen wurde 1916 in Leipzig geboren und entstammte einer kleinbürgerlichen [[Geschichte der Juden in Deutschland|jüdischen]] Familie, die den [[Kohen|Kohanim]] angehörte. Seine Eltern waren drei Jahre zuvor mit seinem älteren Bruder [[Rolf Axen|Rolf]] aus Galizien ins Deutsche Reich gezogen. Nach dem Zerfall Österreich-Ungarns 1918 war die Familie [[staatenlos]]. Als 14-Jähriger trat Axen aus der jüdischen Gemeinde aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1922 bis 1926 besuchte Axen die [[Volksschule]] und das [[Realgymnasium]]. Von März bis November 1934 absolvierte er eine kaufmännische Ausbildung bei der Pelzhandlung &amp;#039;&amp;#039;Hoffner, Moses &amp;amp; Co&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Axens Bruder Rolf, der ebenfalls in der Kommunistischen Partei aktiv war, wurde im September 1933 im [[Polizeipräsidium (Dresden)|Polizeipräsidium Dresden]] erschlagen. Seine Eltern wurden laut Axens eigenem Lebenslauf von den Nationalsozialisten nach 1939/1940 entweder im [[Ghetto Lemberg]] im [[Distrikt Galizien]] oder in einem anderen [[Ghetto|KZ-Sammellager]] umgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Widerstandstätigkeit ===&lt;br /&gt;
Mit 16 trat Hermann Axen dem [[Kommunistischer Jugendverband Deutschlands (1920)|Kommunistischen Jugendverband]] bei&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stefan Winckler]]: {{Webarchiv|url=http://juedischerundschau.de/hermann-axen-sed-ein-juedischer-deutscher-und-kommunist-135911969/ |wayback=20181214224818 |text=&amp;#039;&amp;#039;Hermann Axen (SED) – ein jüdischer Deutscher und Kommunist.&amp;#039;&amp;#039;  }} In: &amp;#039;&amp;#039;[[Jüdische Rundschau]],&amp;#039;&amp;#039; 6. April 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; und betätigte sich ab 1933 bei illegalen Widerstandsarbeiten als Instruktor und Verbindungsmann in Sachsen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heike Amos 2015&amp;quot;&amp;gt;Heike Amos: &amp;#039;&amp;#039;Die SED-Deutschlandpolitik 1961 bis 1989: Ziele, Aktivitäten und Konflikte.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, 2015, S. 31 und S. 34.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juni 1934 war er unter den Decknamen &amp;#039;&amp;#039;Max&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Friedrich&amp;#039;&amp;#039; [[Agitprop]]-Verantwortlicher in der [[Unterbezirk]]s-Leitung des KJVD Leipzig-West, ab September 1934 war er Mitglied der KJVD-Bezirksleitung Leipzig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bade&amp;quot;&amp;gt;{{WWW-DDR|id=hermann-axen|lemma=Axen, Hermann|autor=[[Bernd-Rainer Barth]], [[Helmut Müller-Enbergs]]|band=1|idNum=89}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Axen versuchte mit dem Jungkommunisten [[Heinz Mißlitz]] den Kommunistischen Jugendverband Leipzig wiederaufzubauen und gab sich bis zu seiner Verhaftung am 3. November 1934 als polnischer Staatsbürger und Angehöriger der „mosaischen Religionsgemeinde“ aus, was ein diplomatisches Einschreiten des polnischen Konsulates in Leipzig zur Folge hatte. Am 20. Juni 1935 wurde er vom Oberlandesgericht Dresden wegen „Vorbereitung zum [[Hochverrat]]“ angeklagt und zu drei Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt, die er im [[Zuchthaus Zwickau]] verbüßte.&amp;lt;ref name=KaHa&amp;gt;Karin Hartewig: &amp;#039;&amp;#039;Zurückgekehrt: die Geschichte der jüdischen Kommunisten in der DDR.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Köln 2000, S. 55, 266.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1937 wurde er als [[Staatenloser]] aus Deutschland ausgewiesen, woraufhin er mit Zustimmung der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] über Polen nach Wien emigrierte, um von dort im Januar 1938 nach [[Paris]] zu flüchten, wo er sich bis 1940 als Gelegenheits- und Hilfsarbeiter in diversen Betrieben verdingte, sich in der kommunistischen Jugendarbeit betätigte und Kurierdienste für die illegale KPD-Führung ausführte. Ab April 1938 arbeitete er im Auftrag des KJVD für die [[Rote Hilfe Deutschlands|Rote Hilfe]] und leistete Übersetzertätigkeiten für den „[[Deutscher Freiheitssender 29,8|Deutschen Freiheitssender 29,8]]“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bade&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=amos43&amp;gt;Heike Amos: &amp;#039;&amp;#039;Die SED-Deutschlandpolitik 1961 bis 1989: Ziele, Aktivitäten und Konflikte.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, 2015, S. 34.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Paris wurde er nach der deutschen Besetzung nicht als feindlicher Ausländer interniert. Ihm gelang die Flucht in die [[Vichy-Regime|unbesetzte Zone Südfrankreichs]].&amp;lt;ref name=KaHa /&amp;gt; Im Mai 1940 wurde er verhaftet und in das französische Internierungslager [[Le Vernet (Internierungslager)|Le Vernet]] verbracht. Im August 1942 lieferte man ihn mit [[Kurt Goldstein (Journalist)|Kurt Goldstein]] und anderen jüdischen Kommunisten an die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] aus. Er wurde in das [[KZ Auschwitz III Monowitz]] eingeliefert, wo er sich der Leitung des illegalen Lagerkomitees anschloss. Von dort wurde er in das [[KZ Buchenwald]] verlegt, wo er Mitglied der illegalen KPD-Leitung war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bade&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=amos43 /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== SED-Funktionär ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-83911-0002, Berlin, Pressekonferenz Ulbricht.jpg|mini|Axen (ganz links) bei der Pressekonferenz zum „[[Berliner Mauer|Westberlin-Problem]]“ am 15. Juni 1961]]&lt;br /&gt;
[[File:Wandlitz Waldsiedlung - Haus 21 - DSC00012.jpg|mini|[[Waldsiedlung Wandlitz]], das einst von Axen bewohnte &amp;quot;Haus 21&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
Nach 1945 wurde er im Auftrag der KPD bzw. [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] Jugendfunktionär in Sachsen und Mitbegründer der [[Antifa-Ausschuss|Antifa-Jugendausschüsse]]. Er baute mit [[Paul Verner]] und [[Erich Honecker]] die [[Freie Deutsche Jugend|FDJ]] auf&amp;lt;ref name=amos43 /&amp;gt; und war von 1946 bis 1949 Sekretär des Zentralrates der FDJ. 1948/49 war Axen Mitglied des [[Deutscher Volksrat|Deutschen Volksrats]]. Ab 1949 war er Mitglied des Sekretariats des [[Politbüro der SED|Politbüros der SED]] und leitete die [[Agitprop#Agitprop in der DDR|Abteilung Agitation und Propaganda]]. In dieser Funktion baute Axen den Rundfunk in der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] um, indem er ihn auf SED-Linie brachte und einen Großteil des Leitungspersonals der Funkhäuser in Berlin entließ und durch entsprechend linientreue Genossen ersetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Juli 1950 war Axen Sekretär des [[ZK der SED|Zentralkomitees (ZK) der SED]], verantwortlich für Massenagitation und Presse. Im Zuge der Umbesetzung von Ämtern nach dem Volks[[aufstand vom 17. Juni 1953]] wurde Axen im August 1953 zum 2. Sekretär der [[SED-Bezirksleitung Berlin|SED-Bezirksleitung in Berlin]].&amp;lt;ref&amp;gt;Karin Hartewig: &amp;#039;&amp;#039;Zurückgekehrt: die Geschichte der jüdischen Kommunisten in der DDR.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau Köln 2000. S. 396.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1954 bis 1989 war er Abgeordneter der [[Volkskammer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-F0418-0001-053, Berlin, VII. SED-Parteitag, 2.Tag, Axen, Ingrao.jpg|mini|Hermann Axen (links) mit [[Pietro Ingrao]], 1967]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1956 wurde Axen in Nachfolge von [[Georg Stibi]] Chefredakteur des SED-[[Zentralorgan]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Nd|Neues Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039; (ND), das er drei Jahre lang provisorisch, dann bis 1966 als regulärer Chefredakteur leitete. Axens Rolle beim ND ist vor dem Hintergrund des Zerwürfnisses zwischen Walter Ulbricht und dem ND-Mitbegründer und ehemaligen Chefredakteur [[Rudolf Herrnstadt]], der 1953 als „Parteifeind“ aus der SED ausgeschlossen worden war, zu sehen. Ab 1963 war Axen Kandidat des Politbüros des ZK der SED. Ab 1966 wurde er als ZK-Sekretär für internationale Beziehungen zum maßgeblichen Architekten der DDR-Außenpolitik.&amp;lt;ref&amp;gt;Karin Hartewig: &amp;#039;&amp;#039;Zurückgekehrt: die Geschichte der jüdischen Kommunisten in der DDR.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Köln 2000, S. 248, 251.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-1987-1023-061, Berlin, 750-Jahr-Feier, Staatsakt, Honecker, Axen, Rodriguez.jpg|mini|Axen (Mitte) mit Erich Honecker und dem kubanischen KP-Funktionär Carlos Rafael Rodríguez (1987)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Axen wurde 1970 zum Vollmitglied des Politbüros gewählt. Er gehörte in der Parteiführung zu den Gebildeten, sprach fließend Russisch, Englisch und Französisch und leitete lange Jahre die außenpolitische Kommission. Ab 1971 war er zudem Vorsitzender des Volkskammerausschusses für auswärtige Angelegenheiten. Unter Erich Honecker, Generalsekretär des ZK der SED ab 1971, hatte er jedoch nur noch geringen Einfluss auf die Außenpolitik, weil Honecker diese selbst an sich zog. Axen bereitete die Staatsbesuche Honeckers in den Westen vor und begleitete ihn auf Auslandsreisen, so ab 1975 zur [[Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa|KSZE]]-Abschlusskonferenz nach [[Helsinki]]. 1979 bis 1989 war er Mitglied der „Arbeitsgruppe BRD“, ab 1981 auch zuständig für die Beziehungen zu den Ländern Afrikas, Asiens und des arabischen Raumes. Von 1986 bis 1989 war er offiziell für die „[[Westarbeit der SED|Westarbeit]]“ der SED zuständig, laut der Historikerin [[Heike Amos]] jedoch nur „pro forma und ohne großen Einfluss zu gewinnen“. Es blieben als eine Art „Spielwiese“ die internationalen Parteibeziehungen sowie die Gespräche zu Abrüstungsfragen zwischen SED und [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]], für die sich Axen besonders einsetzte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heike Amos 2015&amp;quot;/&amp;gt; Am 8. November 1989 schied Axen aus dem Politbüro der SED aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb der SED war Axen ab 1979 Mitglied des Präsidiums des [[Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer|Komitees der Antifaschistischen Widerstandskämpfer]] und ab 1982 des Generalrates der [[Fédération Internationale des Résistants]] sowie von 1982 bis 1989 im Präsidium des [[Friedensrat der DDR|DDR-Friedensrates]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Während und nach der Friedlichen Revolution 1989 ===&lt;br /&gt;
Von November 1989 bis Januar 1990 war Axen in [[Moskau]], wo er sich einer Augenoperation unterzog. Währenddessen wurde gegen ihn in Deutschland ein [[Ermittlungsverfahren]] wegen des Tatbestandes des „Vertrauensmissbrauchs“ (§ 165 des [[Strafgesetzbuch (DDR)|Strafgesetzbuchs der DDR]]) eingeleitet und die Bankkonten des Ehepaars Axen vom [[Generalstaatsanwalt]] der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] gesperrt. Bei seiner Rückkehr am 16. Januar 1990 wurde Axen am Flughafen wegen des Verdachts auf [[Amtsmissbrauch (Deutschland)|Amtsmissbrauch]] und [[Korruption]] verhaftet. Der Haftbefehl wurde am 31. Januar 1990 wegen seines schlechten Gesundheitszustandes aufgehoben. Am 27. Juni 1991 lehnte das [[Landgericht Berlin]] die Eröffnung des [[Hauptverfahren]]s ab. Die Staatsanwaltschaft beim [[Kammergericht]], Arbeitsgruppe [[Regierungskriminalität]], legte zwar Beschwerde ein, doch eine Entscheidung des Kammergerichts erübrigte sich, da Axen am 15. Februar 1992 in Berlin verstarb. Ein [[Parteiordnungsverfahren]] der inzwischen in [[Partei des Demokratischen Sozialismus|PDS]] umbenannten SED gegen Axen wurde 1990 eingeleitet, aber ebenfalls wegen seiner Erkrankung und da er Auschwitz-Überlebender war&amp;lt;ref&amp;gt;„Es sind übrigens nicht alle Politbüromitglieder ausgeschlossen worden, beispielsweise Hermann Axen nicht, ehemaliger Auschwitzhäftling. [[Günther Wieland|Wieland]] verwies auf die von der SS eingebrannte Tätowierung auf seinen Arm: »Das geht auf gar keinen Fall …«“ Gregor Gysi im Interview: [https://www.nd-aktuell.de/artikel/1187366.sed-und-pds-gregor-gysi-es-war-ziemlich-aufreibend.html &amp;#039;&amp;#039;Gregor Gysi über den Sonderparteitag vor 35 Jahren und die Herausforderungen der Linken heute&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Deutschland|nd]]&amp;#039;&amp;#039;, 5. Dezember 2024, abgerufen am 9. Dezember 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; nicht abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Hermann Axen.jpg|mini|Das Grab von Hermann Axen und seiner Ehefrau Sonja auf dem [[Zentralfriedhof Friedrichsfelde]] in Berlin]]&lt;br /&gt;
Hermann Axen starb 1992. Seine Urne ist auf dem [[Zentralfriedhof Friedrichsfelde|Zentralfriedhof Berlin-Friedrichsfelde]] in der &amp;#039;&amp;#039;[[Zentralfriedhof Friedrichsfelde#Gräberanlage für Opfer des Faschismus und Verfolgte des Naziregimes|Gräberanlage für Opfer des Faschismus und Verfolgte des Naziregimes]]&amp;#039;&amp;#039;  beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Axens Tätigkeiten im Politbüro der SED nicht mit den Grundsätzen der Menschlichkeit und Rechtsstaatlichkeit zu vereinbaren seien, wurde der Witwe, Sonja Axen, die Entschädigungsrente von monatlich 800 [[Deutsche Mark|DM]], die sie nach ihrem verstorbenen Mann erhielt, 1992 aberkannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Wolff (Rechtsanwalt)|Friedrich Wolff]]: &amp;#039;&amp;#039;Verlorene Prozesse: Meine Verteidigungen in politischen Verfahren.&amp;#039;&amp;#039; Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Gericht über Hermann Axen (1989–1998).&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie war die Tochter des antifaschistischen [[Widerstandskämpfer]]s [[Harry Kuhn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Publizist [[Ralph Giordano]] bezeichnete Axen in seinem Buch [[Die zweite Schuld]] als Opportunisten und Karrieristen:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Sehen wir einmal ab von gewissen Opportunisten und Karrieristen wie Hermann Axen oder [[Albert Norden]] in der SED-Führungsspitze (und anderen weiter unten, die sich ebenso entschieden hatten, wie zum Beispiel der Schriftsteller [[Peter Edel]]), so befanden sich jüdische Parteimitglieder, die sich ihr Gewissen bewahrt hatten, in einer schier unerträglichen Situation, wenn sie ihre Seele nicht vollständig der irrsinnigen These »[[Lied der Partei|Die Partei, die Partei, die hat immer recht]]« unterworfen hatten.&lt;br /&gt;
 |Sprache=de&lt;br /&gt;
 |Autor=Ralph Giordano&lt;br /&gt;
 |Quelle=Die zweite Schuld oder Von der Last, Deutscher zu sein, Hamburg 1998, S. 214 &lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Ralph Giordano: &amp;#039;&amp;#039;Die zweite Schuld oder Von der Last, Deutscher zu sein.&amp;#039;&amp;#039; Rasch und Röring, Hamburg 1998, ISBN 3-89136-670-1, S. 214.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1956: [[Vaterländischer Verdienstorden]] in Silber&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neue Zeit&amp;#039;&amp;#039; vom 7. Oktober 1956, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1958: [[Medaille für Kämpfer gegen den Faschismus 1933 bis 1945|Medaille für Kämpfer gegen den Faschismus]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neues Deutschland&amp;#039;&amp;#039; vom 4. September 1958, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1960: [[Banner der Arbeit]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neues Deutschland&amp;#039;&amp;#039; vom 8. Mai 1960, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1965: [[Held der Arbeit]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neue Zeit&amp;#039;&amp;#039; vom 7. Mai 1965, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1966: [[Vaterländischer Verdienstorden]] in Gold&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neues Deutschland&amp;#039;&amp;#039; vom 7. März 1966, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1969: Ehrenspange zum Vaterländischen Verdienstorden in Gold&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Berliner Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 5. Oktober 1969, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1976: [[Karl-Marx-Orden]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neues Deutschland&amp;#039;&amp;#039; vom 6. März 1976, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1986: Karl-Marx-Orden&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Berliner Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 6. März 1986, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1986: Sowjetischer [[Orden der Völkerfreundschaft]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Berliner Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 6. März 1986, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Fragen der fortschrittlichen deutschen Filmkunst.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1952.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aktuelle Fragen der internationalen Beziehungen der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands und der Deutschen Demokratischen Republik.&amp;#039;&amp;#039; Dietz-Verlag, Berlin 1965.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zu ideologischen Problemen des XXIII. Parteitages der KPdSU.&amp;#039;&amp;#039; Dietz-Verlag, Berlin 1966.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur internationalen Lage und zur Entwicklung des Kräfteverhältnisses.&amp;#039;&amp;#039; Dietz-Verlag, Berlin 1967.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus dem Bericht über die Ergebnisse der Internationalen Beratung der Kommunistischen und Arbeiterparteien in Moskau.&amp;#039;&amp;#039; Dietz-Verlag, Berlin 1969.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sozialismus und revolutionärer Weltprozeß. Ausgewählte Reden und Aufsätze.&amp;#039;&amp;#039; Dietz-Verlag, Berlin 1976&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Starker Sozialismus – sicherer Frieden. Ausgewählte Reden und Aufsätze.&amp;#039;&amp;#039; Dietz-Verlag, Berlin 1981&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus dem Bericht des Politbüros an die 5. Tagung des ZK der SED.&amp;#039;&amp;#039; Dietz-Verlag, Berlin 1982&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kampf um den Frieden – Schlüsselfrage der Gegenwart. Ausgewählte Reden und Aufsätze.&amp;#039;&amp;#039; Dietz-Verlag, Berlin 1986&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ich war ein Diener der Partei. Autobiographische Gespräche.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber: [[Harald Neubert]]. Edition Ost, Berlin 1996, ISBN 3-929161-61-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=hermann-axen|lemma=Axen, Hermann|autor=[[Bernd-Rainer Barth]], [[Helmut Müller-Enbergs]]|band=1|idNum=89}}&lt;br /&gt;
* [[Margarita Mathiopoulos]]: Hermann Axen – Opfer, Täter, Hofjude; in: [[Menora (Jahrbuch)|Menora]] 6 (1995), S. 301–315.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119328569}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/40d04791-087a-4bf9-9368-addae8f65643/ Nachlass Bundesarchiv NY 4304]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Zweite Sekretäre der SED-Bezirksleitung Berlin}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119328569|LCCN=n/82/19641|VIAF=22948799}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Axen, Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FIR-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Funktionär der Freien Deutschen Jugend (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Politbüros des ZK der SED]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sekretär des ZK der SED]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sekretär des Parteivorstandes der SED]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widerstandskämpfer im KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widerstandskämpfer im KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des jüdischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Überlebender des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in  Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter der Volkskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (nd)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Banners der Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Karl-Marx-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens (Ehrenspange)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Held der Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens der Völkerfreundschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatenloser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1916]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1992]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Axen, Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (SED), MdV, Mitglied des Politbüros des ZK der SED&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. März 1916&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leipzig]], [[Deutsches Reich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Februar 1992&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Maxwhollymoralground</name></author>
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