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	<title>Hermann August Hagen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-03-08T01:48:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hermann August Hagen 1817-1893.jpg|miniatur|Hermann August Hagen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hagen Hermann August 1817-1893.gif|miniatur|Ehepaar Hagen vor der Auswanderung in die USA]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann August Hagen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. Mai]] [[1817]] in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg i.Pr.]]; † [[9. November]] [[1893]] in [[Cambridge (Massachusetts)]], [[Vereinigte Staaten|USA]]) war ein deutscher [[Arzt]], [[Zoologe]] und Insektenkundler. An der [[Harvard University]] wurde er der erste Professor für [[Entomologie]] an einer amerikanischen Universität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hagen stammt aus der Königsberger Gelehrtenfamilie Hagen. Er ist Sohn des Nationalökonomen [[Carl Heinrich Hagen]], Enkel von [[Karl Gottfried Hagen]], dem letzten Universalgelehrten an der [[Albertus-Universität Königsberg]], und Neffe von [[Ernst August Hagen]], dem ersten Professor für [[Kunstgeschichte]] und Ästhetik im [[Königreich Preußen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur 1836 studierte Hagen zunächst auf Wunsch des Vaters [[Medizin]] in Königsberg. Später integrierte er Zoologie mit Studienaufenthalten in Berlin, Wien und Paris. Nach dem medizinischen Staatsexamen in Königsberg war er hier einige Jahre als Assistent an der [[Krankenhäuser in Königsberg|Chirurgischen Universitätsklinik]], schließlich als [[praktischer Arzt]] tätig. 1840 [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er zum [[Dr. phil.]]&amp;lt;ref&amp;gt;Dissertation: &amp;#039;&amp;#039;Synonymia Libellarum Europaearum&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über einen Vortrag, den er vor der [[Physikalisch-ökonomische Gesellschaft|Physikalisch-ökonomischen Gesellschaft]] am 19. März 1852 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Lebensweise der Termiten&amp;#039;&amp;#039; gehalten hatte, wurde der russische Entomologe [[Karl Robert von der Osten-Sacken]] auf ihn aufmerksam. Nach der Herausgabe der zweibändigen &amp;#039;&amp;#039;Bibliotheca Entomologica&amp;#039;&amp;#039; (1862) empfahl Osten-Sacken Hagen an die Universität in Cambridge/Massachusetts. Auf Veranlassung von [[Louis Agassiz]] erhielt er 1867 den [[Berufung (Amt)|Ruf]] dorthin und wirkte zunächst als Kurator des &amp;#039;&amp;#039;Museum of Comparative Zoology&amp;#039;&amp;#039; der [[Harvard University|Harvard-Universität]] und übernahm dort die berühmte Insektensammlung. Er erlangte bald einen solchen Ruf, dass Personen wie der spätere Professor [[John Henry Comstock]] zu seinen Schülern zählten. 1870 wurde er in Harvard der erste Professor für Entomologie an einer amerikanischen Universität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Spezialist für [[Neuroptera|Netzflügler]] und [[Odonata|Libellen]]. 1845 begann er mit [[Edmond de Sélys Longchamps]] zusammenzuarbeiten, was dann 1850 in dem zusammenfassenden europäischen Großwerk &amp;#039;&amp;#039;Revue des Odonates&amp;#039;&amp;#039; mündete. Hagen unterstützte auch Selys’ Arbeiten, was dazu führte, dass Selys in dem Katalog von [[William Forsell Kirby]] als Erstbeschreiber einiger Arten genannt wird, die eigentlich bereits auf Hagen zurückzuführen sind. Seine aus Königsberg mitgebrachte [[Bernstein]]sammlung mit organischen Einschlüssen bildet noch heute den Kern der bedeutenden [[Bernstein#Einschlüsse (Inklusen)|Inklusensammlung]] dieses Museums.&lt;br /&gt;
Einige der von Hagen gebrauchten Termini waren noch nicht richtig definiert. Dies wurde 1857 durch den [[Irland|irischen]] Entomologen [[Alexander Henry Haliday]] behoben.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Explanation of terms used by Dr Hagen in his synopsis of the British Dragon-flies&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Entomologists’ Annual&amp;#039;&amp;#039;. S. 164–215. Fig.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beeinflusst wurde Hagen durch seinen Großvater, Karl Gottfried Hagen, der, nachdem er 1816 die Hofapotheke an seinen Sohn Johann Friedrich abgegeben hatte, in die Ziegelstraße am Burgkirchenplatz umzog. In dem „Auditorium“, in dem K.G. Hagen seine Bernstein- und Herbariensammlung aufgestellt hatte, befand sich auch eine Entomologische Sammlung. Die Insekten hatte Hagen selbst gefangen und in selbst gefertigten Glaskästchen aufbewahrt. Diese Sammlung faszinierte den um 10-jährigen Hermann August so sehr, dass er sich früh entschloss, Zoologe zu werden. Diese Entomologische Sammlung Karl Gottfried Hagens dürfte später der Grundstock für diejenige von Hermann August Hagen geworden sein, auf der seine &amp;#039;&amp;#039;Bibliotheca Entomologica&amp;#039;&amp;#039; 1862 fußte. Verheiratet war er mit Elise Johanna Marie Gerhards (18. Juli 1832 – 17. August 1917). Die Ehe blieb kinderlos. Regen Kontakt hielt er mit seinen fünf Brüdern, insbesondere mit [[Adolf Hermann Wilhelm Hagen]], Stadtrat, Kämmerer und liberaler Politiker. Hermann August Hagens Frau zog nach dem Tod ihres Ehemanns nach Königsberg zurück. Vor seinem Tod litt Hagen an einem peripheren Nervenleiden. Beerdigt wurde er auf dem Universitätsfriedhof Mount Auburn in [[Cambridge (Massachusetts)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Hagen war Mitglied der [[Physikalisch-ökonomische Gesellschaft|Physikalisch-ökonomischen Gesellschaft]] in Königsberg, der [[American Academy of Arts and Sciences]] (1868), der [[American Philosophical Society]] (1886)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
| url=https://search.amphilsoc.org/memhist/search?creator=Hermann+A.+Hagen&amp;amp;title=&amp;amp;subject=&amp;amp;subdiv=&amp;amp;mem=&amp;amp;year=&amp;amp;year-max=&amp;amp;dead=&amp;amp;keyword=&amp;amp;smode=advanced| titel=Member History: Hermann A. Hagen| hrsg=American Philosophical Society| zugriff=2018-09-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und der „Amerikanischen Gesellschaft für Entomologie“. Er gründete den „Cambridge Entomological Club“. 1863 erhielt er die [[Ehrendoktorwürde]] der [[Albertus-Universität Königsberg]]. Im Jahr 1884 wurde er zum Mitglied der [[Leopoldina]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1860 benannte der österreichische Entomologe [[Friedrich Moritz Brauer]] die [[Schnabelfliegen]]art [[Hagens Mückenhaft]] (&amp;#039;&amp;#039;Bittacus hageni&amp;#039;&amp;#039;) zu Ehren von Hermann August Hagen, 1863 wurde die amerikanische Kleinlibellenart &amp;#039;&amp;#039;[[Enallagma hageni]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Benjamin Dann Walsh]] nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* 1840: &amp;#039;&amp;#039;Synonymia Libellarum Europaearum&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1850: [[Edmond de Sélys Longchamps]]: &amp;#039;&amp;#039;Revue des Odonates ou Libellules d&amp;#039;Europe&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Mémoires de la Société Royale des Sciences de Liège.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 6) (Mitarbeit)&lt;br /&gt;
* 1852: &amp;#039;&amp;#039;Lebensweise der Termiten&amp;#039;&amp;#039; (Vortrag und Veröffentlichung)&lt;br /&gt;
* Mit [[François Jules Pictet]]: (Hrsg. [[Georg Carl Berendt]]): &amp;#039;&amp;#039;Die im Bernstein befindlichen organischen Reste der Vorwelt. Zweiter Band. II. Abtheilung. Die im Bernstein befindlichen Neuropteren der Vorwelt.&amp;#039;&amp;#039; [[Nicolaische Verlags-Buchhandlung|Nicolai]], Berlin 1856 ([https://archive.org/stream/imBernsteinbefi2Bere#page/40/mode/2up Archive])&lt;br /&gt;
* 1857: Edmond de Sélys Longchamps: &amp;#039;&amp;#039;Monographie des Gomphines&amp;#039;&amp;#039; (Mitarbeit)&lt;br /&gt;
* 1855–1860: &amp;#039;&amp;#039;Termiten&amp;#039;&amp;#039; (Monographie)&lt;br /&gt;
* 1862–1863: &amp;#039;&amp;#039;Bibliotheca Entomologica&amp;#039;&amp;#039;, 2 Bände, Leipzig: W. Engelmann, [https://archive.org/details/bibliothecaentom01hage Band 1], [https://archive.org/details/bibliothecaentom02hage Band 2]&lt;br /&gt;
* 1867: &amp;#039;&amp;#039;[[s:Die Neuroptera der Insel Cuba|Die Neuroptera der Insel Cuba]]&amp;#039;&amp;#039; (auf [[Wikisource]])&lt;br /&gt;
* 1869: &amp;#039;&amp;#039;[[s:Zur Odonaten-Fauna von Neu-Granada nach Lindig’s Sammlungen|Zur Odonaten-Fauna von Neu-Granada nach Lindig’s Sammlungen]]&amp;#039;&amp;#039; (auf [[Wikisource]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hagen, Hermann August.&amp;#039;&amp;#039; In: J. L. Capinera (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of Entomology.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. 2008, S.&amp;amp;nbsp;1762.&lt;br /&gt;
* D. Hagen, E. Neumann-Redlin von Meding: &amp;#039;&amp;#039;Werk und Leben von Hermann August Hagen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Königsberger Bürgerbrief.&amp;#039;&amp;#039; 78, 2011, S:&amp;amp;nbsp;48–49.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hermann August Hagen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Psyche, Journal of Entomology]].&amp;#039;&amp;#039; Volume 1894, Issue 1, S.&amp;amp;nbsp;35.&lt;br /&gt;
* Samuel Henshaw: &amp;#039;&amp;#039;Hermann August Hagen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Proceedings of the American Academy of Arts and Sciences.&amp;#039;&amp;#039; 21, 1893/94, S.&amp;amp;nbsp;419–423.&lt;br /&gt;
* S. Hagen: &amp;#039;&amp;#039;Dreihundert Jahre Hagen’sche Familiengeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Selbstdruck (vorhanden in den Universitätsbibliotheken Münster, Berlin, Göttingen, München), 1938.&lt;br /&gt;
* E. Neumann-Redlin von Meding, J. von Meding: &amp;#039;&amp;#039;Karl Gottfried Hagen.&amp;#039;&amp;#039; Beilage der Deutschen Apotheker Zeitung: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Pharmazie.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang&amp;amp;nbsp;51, Nr. 3/4, Stuttgart 1999.&lt;br /&gt;
* {{NDB|7|472|473|Hagen, Hermann August|Ursula Scheiding|116379065}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116379065}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gelehrtenfamilie-koenigsberg.de/Herm.August_Hagen.html gelehrtenfamilie-koenigsberg.de] Hermann August Hagen – Gelehrtenfamilie Königsberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116379065|LCCN=n83828441|VIAF=39492368}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hagen, Hermann August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Odonatologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entomologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Harvard University)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Königsberg, Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Albertus-Universität Königsberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Philosophical Society]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Albertus-Universität Königsberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1817]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1893]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hagen, Hermann August&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Entomologe und Hochschullehrer in Harvard&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. Mai 1817&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Königsberg (Preußen)|Königsberg i. Pr.]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. November 1893&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Cambridge (Massachusetts)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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