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	<title>Hermann-Bernhard Ramcke - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hermann-Bernhard_Ramcke&amp;diff=78008&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Halbgeviertstrich, Kleinkram</title>
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		<updated>2026-02-28T11:23:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Halbgeviertstrich, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-1979-128-35, Ramcke, Kurt Student, Hans Kroh.jpg|mini|Ramcke, [[Kurt Student]] und [[Hans Kroh]], 1941]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 101I-166-0521-12, Kreta, Bernhard-Hermann Ramcke, Fallschirmjäger.jpg|mini|Ramcke beim Abschreiten einer Kompanie angetretener Fallschirmjäger, Kreta, Ende Mai 1941]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 101I-166-0521-17, Kreta, Bernhard-Hermann Ramcke bei Ordensverleihung.jpg|mini|Ramcke bei der Ordensverleihung an einen Stabsfeldwebel der Fallschirmjäger, Kreta, Ende Mai 1941]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 101I-548-0725-28, Nordafrika, Bernhard-Hermann Ramcke.jpg|mini|Ramcke in Libyen 1942]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 101I-166-0521-01, Kreta, Bernhard-Hermann Ramcke neben Fallschirm.jpg|mini|Bernhard-Hermann Ramcke neben Fallschirm auf Kreta, Mai 1941]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-2005-0136, Trent Park Camp, deutsche Offiziere.jpg|mini|Ramcke in Trent Park (hinten Mitte)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann-Bernhard Ramcke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Januar]] [[1889]] in [[Schleswig]]; † [[5. Juli]] [[1968]] in [[Kappeln]]) war ein wegen [[Kriegsverbrechen]] verurteilter deutscher [[Offizier]], zuletzt [[General der Fallschirmtruppe]] der [[Wehrmacht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Im Kaiserreich und in der Weimarer Republik ===&lt;br /&gt;
Ramcke war eines von acht Kindern des Erblandwirts Hermann Ramcke und trat als [[Schiffsjunge]] 1905 in die [[Kaiserliche Marine]] ein. Als der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] begann, war er [[Bootsmannsmaat]] und tat Dienst auf dem [[Großer Kreuzer|Großen Kreuzer]] &amp;#039;&amp;#039;[[Prinz Adalbert (Schiff, 1904)|Prinz Adalbert]]&amp;#039;&amp;#039;. 1915 wurde er zur [[Marineinfanterie]] nach [[Flandern]] kommandiert, wo er im 2. Matrosen-Regiment diente. 1916 erhielt Ramcke als [[Offiziersstellvertreter]] unter anderem das [[Eisernes Kreuz|Eiserne Kreuz]] I. Klasse und das [[Goldenes Militär-Verdienst-Kreuz|Preußische Goldene Militärverdienstkreuz]], die höchsten militärischen Auszeichnungen für Unteroffiziere und Mannschaften im Ersten Weltkrieg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RKT&amp;quot;&amp;gt;[[Veit Scherzer]]: &amp;#039;&amp;#039;Ritterkreuzträger 1939–1945. Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S. 612.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1918 wurde er zum [[Leutnant]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg kämpfte er 1919 in [[Kurland]] gegen die [[Rote Armee]], unter anderem in [[Bauska]], [[Šiauliai|Schaulen]] und [[Vecsaule|Alt-Rahden]] im [[Freikorps]] [[Cordt von Brandis]], dem Erstürmer von [[Fort Douaumont|Douaumont]], wo er an einem Tag zweimal leicht und einmal schwer verwundet wurde. Sein Kampfgefährte war der damalige [[Unteroffizier]] und spätere [[Reichsstatthalter]] und [[SS-Obergruppenführer]] [[Friedrich Hildebrandt (Politiker)|Friedrich Hildebrandt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. März 1919 trat er zum Heer über und wurde in die [[Reichswehr|Vorläufige Reichswehr]] aufgenommen, wo er als [[Zugführer]] und später als Kompanieoffizier im [[1. (Preußisches) Infanterie-Regiment (Reichswehr)|1. (Preußisches) Infanterie-Regiment]] diente. Nach dem Besuch von Nachrichtenkursen an der Artillerieschule [[Jüterbog]] diente er als Nachrichtenoffizier in seinem Regiment. Von 1923 bis 1925 war er Adjutant des Kommandanten des [[Truppenübungsplatz Arys|Truppenübungsplatzes Arys]]. Danach folgte sein Wechsel zum [[2. (Preußisches) Infanterie-Regiment (Reichswehr)|2. (Preußisches) Infanterie-Regiment]], wo er im Stab des III. Bataillons und ab 1927 unter gleichzeitiger Beförderung zum [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] als [[Kompaniechef]] tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Ramcke wurde im September 1934 zum [[Major]] befördert und später zum Kommandeur des III. Bataillons ernennt. Er diente von 1936 bis 1938 im Stab des Kommandanten des [[Truppenübungsplatz Groß Born|Truppenübungsplatzes Groß Born]] und wurde 1938, inzwischen [[Oberstleutnant]], Kommandant des [[Truppenübungsplatz Zeithain|Truppenübungsplatzes Zeithain]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war im September 1939 während des [[Überfall auf Polen|Überfalls auf Polen]] dem XXII. (motorisierten) Armeekorps unter [[Ewald von Kleist (Generalfeldmarschall)|Ewald von Kleist]] als Beobachter zugeteilt. Vom 16. Januar bis 18. Juli 1940 war er Kommandeur des Infanterie-Ersatzregiments 69 und wurde am 1. März 1940 zum [[Oberst]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. August 1940 wechselte er zur [[Fallschirmjäger (Wehrmacht)|Fallschirmtruppe]] der [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] und wurde nach der Absolvierung des Fallschirmspringerlehrgangs auf dem [[Flugplatz Braunschweig-Broitzem|Fliegerhorst Broitzem]] dem Stab des Fallschirmjäger-Regiments 1 zugeteilt. Nach der Aufstellung des XI. Fliegerkorps unter [[Kurt Student]] am 1. Januar 1941 wurden ihm die diesem zugehörigen Ergänzungseinheiten und Schulen unterstellt. Ramcke, zunächst mit keinem Kommando bei der [[Luftlandeschlacht um Kreta|Luftlandung auf Kreta]] (Unternehmen Merkur) betraut, kommandierte dann die Verstärkungskräfte aus zurückgebliebenen Einheiten, die nachgeführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Verwundung des Kommandeurs des Luftlande-Sturm-Regiments 1, Generalmajor [[Eugen Meindl]], am ersten Tag der [[Luftlandeschlacht um Kreta|Schlacht um Kreta]], wurde Ramcke an dessen Stelle mit der Führung des Regiments und der Gruppe West beauftragt. Mit dieser gelang ihm in den nächsten Tagen die Sicherung des Flugplatzes und Umfelds von [[Maleme]], woraufhin sich die Briten entschlossen, [[Kreta]] aufzugeben und abzuziehen. In den Tagen nach der Schlacht verübten Truppen des Luftlande-Sturm-Regiments auf Befehl Students Vergeltungsmaßnahmen an kretischen Zivilisten in [[Kandanos]] und [[Kondomari]].&lt;br /&gt;
Ramcke wurde nach der Eroberung Kretas am 1. August 1941 zum [[Generalmajor]] befördert und am 21. August 1941 mit dem [[Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1942 wurde Ramcke zum italienischen &amp;#039;Comando Supremo&amp;#039; abkommandiert, um die Vorbereitung der [[Brigata paracadutisti “Folgore”|Fallschirmjägerdivision „Folgore“]] auf das [[Unternehmen Herkules]], die geplante Eroberung [[Malta]]s, zu unterstützen. Im April 1942 wurde er mit der Führung der Fallschirmjäger-Brigade 1 (Ramcke) beauftragt, die für das Unternehmen Herkules vorgesehen war. Nach der Streichung des Unternehmens wurde er mit der Brigade nach Nordafrika verlegt, um die deutsch-italienische [[Panzerarmee Afrika]] im [[Afrikafeldzug]] zu verstärken. Trotz Versorgungsmängeln seiner Brigade insbesondere mit Wasser ging er mit seinem Dienstfahrzeug auf die Jagd nach Wildgazellen.&amp;lt;ref&amp;gt;nach eigener Beschreibung im von ihm verfasst Buch &amp;quot;Vom Schiffsjungen zum Fallschirmjäger-General.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der [[Zweite Schlacht von El Alamein|zweiten Schlacht von El Alamein]] im November 1942 wurde seine Brigade vom Rest der Panzerarmee abgeschnitten. Ramcke marschierte mit seinen Männern 130&amp;amp;nbsp;km zu den eigenen Linien und befreite auf dem Weg 100 Gefangene. Dafür wurde ihm am 13. November 1942 das &amp;#039;Eichenlaub zum Ritterkreuz&amp;#039; verliehen. Am 21. Dezember wurde er zum [[Generalleutnant]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. Februar 1943 wurde er zum Kommandeur der neuaufgestellten [[2. Fallschirmjäger-Division (Wehrmacht)|2. Fallschirmjäger-Division]] ernannt. Mit dieser wurde er nach dem Sturz [[Benito Mussolini]]s am 26. Juli 1943 in die Nähe von [[Rom]] geflogen, weil man einen Abfall des italienischen Verbündeten befürchtete. Nach der Verkündung des [[Waffenstillstand von Cassibile|Waffenstillstands von Cassibile]] und der Auslösung des [[Fall Achse|Falls Achse]] am 8. September 1943 führte die Division Kämpfe mit dem italienischen &amp;#039;&amp;#039;Corpo d’armata motocorazzato&amp;#039;&amp;#039;. Teile von Ramckes Division führten in dieser Zeit mehrere [[Kommando (Militär)|Kommandounternehmen]] durch, darunter die versuchte Gefangennahme des italienischen Generalstabs in [[Monterotondo (Latium)|Monterotondo]] und das [[Unternehmen Eiche]], die Befreiung Mussolinis vom [[Gran Sasso d’Italia|Gran Sasso]]. Ramcke selbst wurde im September bei einem Tieffliegerangriff verletzt und musste die Führung der Division abgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er erhielt nach seiner Genesung Sonderurlaub, um das Buch &amp;#039;&amp;#039;Vom Schiffsjungen zum Fallschirmjägergeneral&amp;#039;&amp;#039; zu verfassen, das noch im Krieg veröffentlicht wurde. Er wurde dadurch vom Einsatz an der [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Ostfront]] verschont und übernahm die schwer angeschlagene 2. Fallschirmjägerdivision erst wieder im Mai 1944, als diese nach sechsmonatigem Kampfeinsatz in der Ukraine zur Auffrischung nach Deutschland verlegt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Operation Neptune|Landung der Alliierten in der Normandie]] (Juni 1944) wurde die Division in die [[Bretagne]] verlegt und mit der Verteidigung der [[Atlantikfestung|Festung]] [[Brest (Finistère)|Brest]] während der [[Schlacht um die Bretagne]] beauftragt. Im Januar 1944 hatte Hitler alle Städte im Westen mit Seehäfen – so auch Brest – zu [[Fester Platz (Wehrmacht)|„Festungen“]] erklärt – eine vor allem symbolische Handlung. Am 11. August wurde Ramcke zum Festungskommandanten von Brest ernannt. In der Festung befanden sich außer der 2. Fallschirmjäger-Division noch die 266. und 343. Infanterie-Division und Truppen des [[Seekommandant]]en. 40.000 Deutsche verteidigten die Stadt Brest und den [[Port de Brest|kriegswichtigen Hafen Brest]] gegen eine Panzerdivision der US Army, mehrere Artilleriebrigaden und eine Armada von Bombern und [[Jagdbomber]]n. Für die Verteidigung Brests wurden Ramcke am 19. September 1944 sowohl die Schwerter wie auch die Brillanten zum Ritterkreuz verliehen. Diese außergewöhnliche Doppelverleihung erhielt er in Anerkennung seiner vermeintlich großen Verdienste um die Verteidigung von Brest und auch, um genügend „Abstand“ herzustellen zu den ihm unterstehenden Offizieren ([[Konteradmiral]] [[Otto Kähler (Admiral)|Otto Kähler]], [[Generalmajor]] [[Hans von der Mosel]], der das Eichenlaub erhielt, und Generalmajor Hans Kroh, der mit den Schwertern zum Eichenlaub des Ritterkreuzes ausgezeichnet wurde). Ramcke wurde mit Wirkung vom 1. September 1944 zum General der Fallschirmtruppe befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Befehlsstand unter Oberst [[Erich Pietzonka]] kapitulierte als letzter Bunker der „Festung“ Brest am 19. September 1944. Die Stadt Brest und ihr Hafen wurden – bis auf wenige mittelalterliche Gebäude – während der Kämpfe völlig zerstört. Mehr als 1000 deutsche Soldaten fielen, 4000 wurden verwundet, 35.000 gerieten in Kriegsgefangenschaft. Die deutschen Soldaten kämpften jedoch keineswegs so fanatisch „bis zum letzten Mann“, wie es zum Beispiel in [[OKW]]-Befehlen von Februar 1944 zur Verteidigung von Festungen verlangt worden war. Auch der Aufforderung, niemals zu kapitulieren, wurde in keiner der Hafenstädte nachgekommen. [[Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda|Propagandaminister]] [[Joseph Goebbels]] äußerte sich enttäuscht, dass Ramcke „so wenig Gefühl für Unsterblichkeit besitzt“ und sich ergeben habe, anstatt [[Suizid]] zu begehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Lieb]]: &amp;#039;&amp;#039;Konventioneller Krieg oder Weltanschauungskrieg? Kriegführung und Partisanenbekämpfung in Frankreich 1943/44.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg Verlag 2007, S. 486 ([http://books.google.de/books?id=YOQrCMS2FYkC&amp;amp;pg=PA484&amp;amp;lpg=PA484&amp;amp;dq=Trümmerfeldbefehl&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=y8jkWRaNDF&amp;amp;sig=xL6Kp-RAKCCrHGIphEO6Izy263s&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=99wOT522Eobdsgbiw_gd&amp;amp;ved=0CEAQ6AEwBA#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false siehe] &amp;#039;&amp;#039;[[Google Books]]&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsgefangenschaft und Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Er wurde – nach einer sechsmonatigen Zwischenstation in [[Trent Park]]/England – in die [[Vereinigte Staaten|USA]] gebracht. Er brach dort zweimal aus streng gesicherten Lagern aus, um auf die schlechte Behandlung seiner Männer aufmerksam zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kilroywashere.org/004-Pages/JAN-Area/04-D-JAN-POW-Ramcke.html Brief von Hermann-Bernhard Ramcke an Mr. Byron Price, The Capitol, Washington, D.C.] In: &amp;#039;&amp;#039;Kilroy Was Here, Remembering the War Years&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei beiden Ausbrüchen schickte er einen Brief an den US-Senat ab und kehrte danach freiwillig zu dem Lager zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1946 wurde er an Frankreich ausgeliefert und wegen [[Kriegsverbrechen]] im Kampf um Brest am 21. März 1951 zu einer [[Freiheitsstrafe (Deutschland)|Freiheitsstrafe]] von fünfeinhalb Jahren verurteilt. Unter anderem verurteilte man ihn wegen der Geiselnahme und Ermordung französischer Zivilisten, der Plünderung privaten Eigentums und der absichtlichen Zerstörung und Niederbrennung von zivilen Wohnhäusern. Bereits am 24. Juni wurde er – unter Anrechnung seiner [[Untersuchungshaft]] von 57 Monaten – aus Altersgründen entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Entlassung war er als leitender Angestellter in einem Industrieunternehmen tätig und schrieb ein Buch über seine Kriegserlebnisse und die nachfolgende Kriegsgefangenschaft. 1951 forderte er in einer Rede vor 5000 ehemaligen deutschen Fallschirmspringern, einen deutschen Beitrag zur Verteidigung Westeuropas von drei Dingen abhängig zu machen: der Freilassung aller „sogenannten Kriegsverbrecher“, einer völligen militärischen Gleichberechtigung Westdeutschlands sowie einer unverzüglichen „Einstellung der Defamierungskampagne“ seitens der Alliierten gegen „das deutsche Volk, das mit seinem Leben das Vaterland verteidigte“.&amp;lt;ref&amp;gt;Basellandschaftliche Zeitung, 30. Juli 1951, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Oktober 1952 nahm Ramcke an einem Treffen von Angehörigen der früheren [[Waffen-SS]] in [[Verden (Aller)|Verden]] teil und führte in einer Rede aus, die Angehörigen der Waffen-SS könnten stolz darauf sein, auf „Schwarzen Listen“ gestanden zu haben. Es sei nicht ausgeschlossen, dass diese „Schwarzen Listen“ wieder Ehrenlisten würden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/1000/k/k1952k/kap1_2/kap2_75/para3_9.html#Start &amp;#039;&amp;#039;254. Kabinettssitzung am Dienstag, den 28. Oktober 1952. &amp;lt;nowiki&amp;gt;[B]&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Rede des Generals a.&amp;amp;nbsp;D. Ramcke.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv]]. Zitiert in: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Neue Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 27. Oktober 1952 und in &amp;#039;&amp;#039;[[Archiv der Gegenwart|Keesings Archiv der Gegenwart]].&amp;#039;&amp;#039; 1952 S. 3718 A.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Angaben des [[Secret Intelligence Service|britischen Geheimdienstes]] hatte er Kontakte zum [[Naumann-Kreis]], einer Gruppierung ehemaliger Nationalsozialisten rund um den Ex-Staatssekretär [[Werner Naumann]], die die [[Freie Demokratische Partei|FDP]] unterwandern wollte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Zweite, aktualisierte Auflage. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2005, S. 478, Quelle BA N 1080/272.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ramcke strengte 1959 eine Beleidigungsklage gegen [[Erich Kuby]] an, wegen dessen Darstellung der Ereignisse in Brest in einem Hörspiel. Kuby hatte die Vernichtung von Brest als Soldat selbst miterlebt. Während des Verfahrens wurde festgestellt, dass Kubys Tatsachbehauptungen der Wahrheit entsprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=42624410|Titel=Anklage wider Willen|Autor=|Jahr=1959|Nr=5|Seiten=24|Datum=1959-01-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ramcke starb am 5. Juli 1968 in Kappeln an einem [[Krebs (Medizin)|Krebsleiden]]. Dass bei der Beisetzung eine [[Kompanie (Militär)|Kompanie]] der [[Bundeswehr]] zugegen war, wurde in der deutschen und internationalen Presse kontrovers diskutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=45763582|Titel=Alter Zopf – neu geflochten|Autor=|Jahr=1969|Nr=10|Seiten=36|Datum=1969-03-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei der Beerdigung wurden Grüße der [[Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger]], der [[Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der Angehörigen der ehemaligen Waffen-SS|HIAG]] und anderer „soldatischer Traditionsgemeinschaften“ überbracht. [[Kurt Student]] war einer der Redner.&amp;lt;ref&amp;gt;rst: &amp;#039;&amp;#039;Zum Tode des Generals der Fallschirmjäger Bernhard Ramcke.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Freiwillige.&amp;#039;&amp;#039; August 1968, S. 15&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption in rechtsextremen Kreisen ==&lt;br /&gt;
Die [[Rechtsextremismus|rechtsextreme]] &amp;#039;&amp;#039;[[National-Zeitung (München)|National-Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; porträtierte Ramcke im Juli 1999 in ihrer Serie „Große deutsche Soldaten – unsterbliche Helden“. Ramcke wird als hervorragender deutscher Soldat bezeichnet, der „härteste Bewährungen bestanden“ und sich durch „Draufgängertum, Tapferkeit und Zähigkeit“ ausgezeichnet habe, beispielsweise bei der „spektakulären Eroberung Kretas“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;National-Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; 27/1999 (2. Juli 1999), S. 10. Zitiert bei: Fabian Virchow: &amp;#039;&amp;#039;Gegen den Zivilismus. Internationale Beziehungen und Militär in den politischen Konzeptionen der extremen Rechten.&amp;#039;&amp;#039; VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, ISBN 978-3-531-15007-9, S. 396.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Serie wurden ausschließlich dem NS-Regime treu ergebene Soldaten gewürdigt, zum Teil unter Verwendung von sprachlichen Formeln der [[Propagandakompanie|Wehrmachts-]] und [[Nationalsozialistische Propaganda|NS-Propaganda]].&amp;lt;ref&amp;gt;Virchow: &amp;#039;&amp;#039;Gegen den Zivilismus.&amp;#039;&amp;#039; 2006, S. 347.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Politikwissenschaftler [[Fabian Virchow]] ordnet die Serie in „die Vorstellung der extremen Rechten von den auf die Tat orientierten, den Lauf des Geschehens/der Geschichte im Interesse des ‚nationalen‘ oder ‚[[Völkische Bewegung|völkischen]]‘ Kollektivs gestaltenden Männern“ ein. Die Charakterisierungen verwiesen „zugleich auf eine Konzeptualisierung von [[Männlichkeit]], deren Profil – sehr vereinseitigt – durch Eigenschaften wie ‚Härte‘, ‚Opferbereitschaft‘, ‚Todesmut‘, ‚Tapferkeit‘, ‚Zähigkeit‘, ‚Schneid‘ oder ‚Steherqualitäten‘ zu markieren wäre“.&amp;lt;ref&amp;gt;Virchow: &amp;#039;&amp;#039;Gegen den Zivilismus.&amp;#039;&amp;#039; 2006, S. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes]] mit Eichenlaub, Schwertern und Brillanten&amp;lt;ref name=&amp;quot;RKT&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Brillanten am 19. September 1944 (20. Verleihung)&lt;br /&gt;
** Schwerter am 19. September 1944 (99. Verleihung)&lt;br /&gt;
** Eichenlaub am 13. November 1942 (145. Verleihung)&lt;br /&gt;
** Ritterkreuz am 21. August 1941&lt;br /&gt;
* [[Eisernes Kreuz|Spange zum Eisernen Kreuz]] II. und I. Klasse&lt;br /&gt;
* Nennung im [[Wehrmachtbericht]] am 9. Juni 1941, 9. November 1942, 10. September 1942, 10. und 21. September 1944&lt;br /&gt;
* [[Ärmelband Kreta]]&lt;br /&gt;
* [[Ärmelband Afrika]]&lt;br /&gt;
* [[Tapferkeitsmedaille (Italien)|Italienische Tapferkeitsmedaille]] in Silber&lt;br /&gt;
* [[Erdkampfabzeichen der Luftwaffe]]&lt;br /&gt;
* [[Fallschirmschützenabzeichen der Luftwaffe]]&lt;br /&gt;
* [[Wehrmacht-Dienstauszeichnung]] IV. bis I. Klasse&lt;br /&gt;
* [[Baltenkreuz]] II. und I. Klasse&lt;br /&gt;
* [[Verwundetenabzeichen#Verwundetenabzeichen (1918)|Verwundetenabzeichen]] (1918) in Gold&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rangliste des Deutschen Reichsheeres&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Rangliste des Deutschen Reichsheeres.&amp;#039;&amp;#039; Mittler &amp;amp; Sohn Verlag, Berlin, S. 144.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vom Ritterkreuzträger zum Angeklagten.&amp;#039;&amp;#039; [[Nation und Europa#Verlag und Redaktion|Nation-Europa-Verlag]], Coburg 2001, ISBN 3-920677-57-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fallschirmjäger.&amp;#039;&amp;#039; Schütz, Preußisch Oldendorf 1973.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fallschirmjäger, damals und danach.&amp;#039;&amp;#039; Lorch, Frankfurt am Main 1951.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vom Schiffsjungen zum Fallschirmjäger-General.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Die Wehrmacht, Berlin 1943.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Tammo Luther]]: &amp;#039;&amp;#039;General der Fallschirmtruppe Bernhard Ramcke (1889−1968). Zu Wasser, zu Lande, in der Luft.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Clausewitz (Zeitschrift)|Clausewitz]].&amp;#039;&amp;#039; 16. Jahrgang, Nr. 90, März / April 2026, GeraMond, München 2026, ISSN 2193-1445, Seite 86–93.&lt;br /&gt;
* [[Sönke Neitzel]]: &amp;#039;&amp;#039;Abgehört. Deutsche Generäle in britischer Kriegsgefangenschaft 1942–1945.&amp;#039;&amp;#039; Propyläen, Berlin 2005, ISBN 3-549-07261-9 (Edition abgehörter Gespräche im Kriegsgefangenenlager [Auswahl]).&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000003656|Bernhard Ramcke||in: &amp;#039;&amp;#039;Internationales Biographisches Archiv&amp;#039;&amp;#039; 31/1968 vom 22. Juli 1968}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|123603358}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/014089}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123603358|LCCN=n/90/667105|VIAF=121677573}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ramcke, Hermann-Bernhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leutnant zur See (Kaiserliche Marine)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Major (Reichswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:General der Fallschirmtruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Goldenen Militär-Verdienst-Kreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub, Schwertern und Brillanten]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Träger der Tapferkeitsmedaille in Silber (Italien)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ramcke, Hermann-Bernhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Offizier, zuletzt General der Fallschirmtruppe (Wehrmacht)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Januar 1889&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Schleswig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Juli 1968&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kappeln]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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