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	<title>Hermania - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Unternehmen. Siehe auch: [[Hermannia Kassel]], Sportverein.}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermania&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die älteste deutsche [[chemische Fabrik]] und hat ihren Sitz in [[Schönebeck (Elbe)|Schönebeck]]. Sie gehört heute zur [[Schirm GmbH]], welche wiederum zum südafrikanischen AECI Gruppe gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Sie wurde 1793 von [[Carl Samuel Hermann]] gegründet. Der ursprüngliche Zweck war die Nutzung von Abfällen aus der königlichen [[Saline]] des Ortes. 1794 wandte sich Hermann an den [[Preußen|preußischen]] König und bat um die Überlassung der Salinenabfälle. Diese wurden ihm für zwei Jahre kostenlos überlassen. Dann entschloss man sich die Fabrikation mit Staatsmitteln fortzuführen. Es entstand die &amp;#039;&amp;#039;Königl. Preuss. chemische Fabrik&amp;#039;&amp;#039;. Hermann wurde als Administrator mit 10 % Anteil am Reingewinn eingesetzt. Ab 1802 stellte Hermania als erster Betrieb in Deutschland [[Natriumcarbonat|Soda]] nach dem [[Leblanc-Verfahren]] her. Dieses &amp;#039;&amp;#039;Schönebecker Soda&amp;#039;&amp;#039; wurde nach [[Glaubersalz]] zum zweitwichtigsten Produkt des Unternehmens. Insgesamt wurden etwa 50 Produkte hergestellt. Von 1801 bis 1808 war der Botaniker und Apotheker [[Friedrich Gottlob Hayne]] als Assistent im Unternehmen tätig. 1818 entdeckte Carl Hermann das Element [[Cadmium]]. Nach seinem Tode im Jahr 1846 führte sein Sohn [[Otto Julius Theodor Hermann]] das Unternehmen fort. Ab 1870 wurde eine Verlegung und ein Neubau des Betriebes geplant. In dieser Phase verstarb überraschend jedoch Otto Hermann an einem Herzschlag. Sein Sohn &amp;#039;&amp;#039;Hans Hermann&amp;#039;&amp;#039; übernahm darauf das Unternehmen und setzte die Neubaupläne fort. Die neue Fabrik wurde am 28. Juni 1873 unter dem alten Namen &amp;#039;&amp;#039;Königlich Preußisch chem. Fabrik&amp;#039;&amp;#039; eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hermania AG 1000 Mk 1921.jpg|mini|Aktie über 1000 Mark der Hermania AG vom Mai 1921]]&lt;br /&gt;
Bereits 1876 verstarb erst 39-jährig Hans Hermann. 1877 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft, die &amp;#039;&amp;#039;Hermania A.G.&amp;#039;&amp;#039; umgewandelt. Es wurden chemische Produkte wie [[Salzsäure]], [[Natriumcarbonat|Soda]] und Glaubersalz hergestellt. Aus [[Schwefelkies]] wurde [[Schwefelsäure]] gewonnen. In späterer Zeit wurden auch [[Badeschwefel]], [[Kalisalpeter]], [[Natronsalpeter]], [[Zinkphosphid]] und [[Kühlsole]]n hergestellt. In der Mitte der 1920er Jahre meldete Hermania [[Insolvenz|Konkurs]] an. Aus der Konkursmasse wurden 1927 die &amp;#039;&amp;#039;Chemischen Werke Schönebeck AG&amp;#039;&amp;#039; gegründet. Die Produktionspalette umfasste jetzt vor allem Metallsalze, Schwerchemikalien und Roh- und Fertigstoffe für die Keramikindustrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gesellschaft von der Sowjetischen Militäradministration beschlagnahmt, später enteignet und 1947 als &amp;#039;&amp;#039;VEB Chemisches Werk Hermania Schönebeck&amp;#039;&amp;#039; in [[Volkseigentum]] überführt. Es erfolgte eine Modernisierung des Werks. Insbesondere wurden neue Anlagen für die Produktion von [[Fritte (Werkstoff)|Fritten]] für die keramische Industrie, von [[Borax]] für die Glasindustrie und Pharmazie sowie [[Calciumchlorid]]. 1960 wurde das Werk in den [[Fahlberg-List|VEB Fahlberg-List Chemische und Pharmazeutische Fabrik Magdeburg]] eingegliedert. Von 1970 bis 1972 leitete der Chemiker [[Hans Bendix]] den Schönebecker Betrieb. 1972/1973 entstand eine neue Anlage zur Formulierung und Konfektionierung von [[Herbizid]]en. Es wurden Unkrautvernichtungsmittel für unterschiedliche Verwendungszwecke produziert. Etwas später erhielt der Betrieb ein neues Heizkraftwerk auf [[Erdgas]]basis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. August 1988 kam es zu einem Großbrand in der Formulierungs- und Konfektionierungslagerhalle. In der Halle lagerten 812 t [[Pestizid]]e, die mit dem Löschwasser in die [[Elbe]] gelangten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Brände und Explosionen brachten Gift und Tod.&amp;#039;&amp;#039; In:  &amp;#039;&amp;#039;Berliner Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 2. März 1994. Online abrufbar unter [https://www.berliner-zeitung.de/das-vielgepriesene-sozialistische-industrieland-ddr-war-kein-weisser-fleck-auf-der-karte-der-chemieunfaelle-eine-dokumentation-chemieunfaelle-in-der-ddr-faktenstasiprotokolle-expertenmeinung-braende-und-explosionen-brachten-gift-und-tod-li.60995 berlinonline.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Halle brannte vollständig aus, es wurde [[Sabotage]] vermutet.&amp;lt;ref&amp;gt;Rasenberger, &amp;#039;&amp;#039;Vom süßen Anfang bis zum bitteren Ende&amp;#039;&amp;#039;, Seite 202&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der DDR wurde der VEB Fahlberg-List von der [[Treuhandgesellschaft]] übernommen und der Schönebecker Betriebsteil sowie die Lohnproduktion der Sparte Pflanzenschutz des Hauptwerks 1992 an die Schirm-Gruppe verkauft. Im Hermania-Werk, welches sich über 15 Hektar erstreckt, bestanden zu diesem Zeitpunkt 72 Arbeitsplätze. Seit 2001 firmiert das Unternehmen unter den Namen &amp;#039;&amp;#039;Schirm GMBH Division Hermania&amp;#039;&amp;#039;. Die Schirm-Gruppe wurde im Rahmen der Übernahme von Lehnkering im Jahr 2011 Teil von Imperial Logistics International. 2017 wurde sie an die südafrikanische Aktiengesellschaft AECI verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Georg Brandes, &amp;#039;&amp;#039;Wie man aus Urin und anderen Abfällen nützliche Stoffe herstellen kann und nebenbei das Element Cadmium entdeckt. Das Leben des Apothekers und Unternehmers Carl Samuel Leberecht Hermann, Begründer der Hermania, Preußens ältester Chemiefabrik in Schönebeck/Elbe&amp;#039;&amp;#039;, ISBN 9783746714370&lt;br /&gt;
* [[Herbert Rasenberger]], &amp;#039;&amp;#039;Vom süßen Anfang bis zum bitteren Ende – Fahlberg-List in Magdeburg&amp;#039;&amp;#039;, dr. ziethen verlag Oschersleben 2009, ISBN 978-3-938380-06-2, Seite 124 ff.&lt;br /&gt;
* Anonymus: {{Webarchiv | url=http://www.bgchemie.de/files/35/SCA_0407_72dpi.pdf | wayback=20070927051319 | text=&amp;#039;&amp;#039;Von der Königlich-Preußischen Chemischen Fabrik zum modernen Dienstleister.&amp;#039;&amp;#039;}} In: &amp;#039;&amp;#039;Sichere Chemiearbeit&amp;#039;&amp;#039; (BG Chemie) 59(4), S. 27 (2007).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.schirm.com/ Schirm GmbH]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinate|article=DMS|NS=52/1/33.362091/N|EW=11/43/36.268301/E|type=landmark|region=DE-ST}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Salzlandkreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schönebeck (Elbe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemieunternehmen (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1793]]&lt;/div&gt;</summary>
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