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	<title>Herman Lundborg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Herman_Lundborg&amp;diff=2119372&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: typografische Anführungszeichen, Commons hinzugefügt</title>
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		<updated>2025-08-17T21:16:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typografische Anführungszeichen, Commons hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Herman Lundborg (1868-1943).jpg|mini|hochkant|Herman Lundborg, um 1925]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herman Bernhard Lundborg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. April]] [[1868]] in [[Väse]], [[Karlstad (Gemeinde)|Gemeinde Karlstad]]; † [[9. Mai]] [[1943]] in [[Östhammar]]) war ein [[Schweden|schwedischer]] Neurologe und Psychiater sowie [[Rassentheorie|Rassentheoretiker]]. Er war Gründer und Leiter des [[Staatliches Institut für Rassenbiologie|staatlichen Institutes für Rassenbiologie]] in Uppsala während der Jahre 1922 bis 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Lundborg studierte ab 1887 an der [[Universität Stockholm]]. 1902 promovierte er an der [[Universität Lund]] und wurde 1903 Dozent für Psychiatrie und Neurologie an der [[Universität Uppsala]], ab 1915 für [[Rassentheorie|Rassenbiologie]] und Medizinische Genetik. Nach ihm ist die [[Unverricht-Lundborg-Erkrankung]] mit benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rassenkunde, Eugenik und Antisemitismus ==&lt;br /&gt;
Herman Lundborg stand im Zentrum der schwedischen [[Rassentheorie|Rassenbiologie]]. Seine rassetheoretischen Ansichten folgten der Tradition der schwedischen &amp;#039;&amp;#039;folk&amp;#039;&amp;#039;-Ideologie, die sich im 19. Jahrhundert auch unter Einfluss von [[Arthur de Gobineau]] und [[Houston Stewart Chamberlain]] entwickelt hatte. Danach war das &amp;#039;&amp;#039;folk&amp;#039;&amp;#039; als reiner und homogener Rassekörper gesund zu halten, da Vermischung mit anderen Rassen zur Verschlechterung der Erbanlagen führe oder, in Lundborgs Worten, es sei „&amp;#039;&amp;#039;unabänderliche Wahrheit, daß ein erbgesundes Menschenmaterial das höchste Gut eines Volkes&amp;#039;&amp;#039;“ darstelle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kongress&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Herman Lundborg |Titel=Bevölkerungspolitische Richtlinien |Hrsg=[[Hans Harmsen]], Franz Lohse |Sammelwerk=Bevölkerungsfragen: Bericht des Internationalen Kongresses für Bevölkerungswissenschaft |Verlag=[[Lehmanns Media|J.F. Lehmann]] |Datum=1936 |Seiten=776 |Online=https://books.google.com/books?id=U7IiAQAAMAAJ&amp;amp;newbks=0&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=10.25162/vswg-2019-0011&amp;amp;hl=de |Abruf=2022-04-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Spezifisch „&amp;#039;&amp;#039;rasseuntaugliche Volksgruppen&amp;#039;&amp;#039;“ seien [[Samen (Volk)|Samen („Lappen“)]], [[Schwarzafrikaner|Schwarze]] und [[Juden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Schweden setzte er sich für die Gründung eines staatlichen Instituts für Rassenbiologie und ein Gesetz für „&amp;#039;&amp;#039;eugenische Sterilisierungen&amp;#039;&amp;#039;“ ein. Nachdem er 1921 zum Professor und Leiter des neugegründeten [[Staatliches Institut für Rassenbiologie|Staatlichen Instituts für Rassenbiologie]] an der Universität Uppsala ernannt worden war, unternahm er zahlreiche Expeditionen nach Lappland und Finnland, wo er Schädel und andere Körpermerkmale vermaß und im Abgleich mit Daten aus Tauf- und Strafregistern seine Rassentheorie zu bestätigen versuchte. Doch erkannte er, dass es die von ihm postulierten distinkten Bevölkerungsgruppen nicht gibt. Für eine Wanderausstellung über „Schwedische Volkstypen“ griff er 1919 darauf zurück, Studiofotos blonder Filmschauspieler unvorteilhaften Fotos von Personen aus der Polizeikartei gegenüberzustellen. In Uppsala wurde 1927 der Etat von Lundborgs Institut gekürzt, sechs seiner ehemals sieben Mitarbeiter gekündigt. Lundborg sah dahinter eine Verschwörung. 1935 trat er in den Ruhestand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.naturwissenschaftliche-rundschau.de/archiv/nr-12-2020-870/maja-hagerman-herman-lundborg-raetsel-eines-rassenbiologen/ |titel=Naturwissenschaftliche Rundschau |werk=Maja Hagerman: Herman Lundborg – Rätsel eines Rassenbiologen. |sprache=de-DE |offline=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210123132838/https://www.naturwissenschaftliche-rundschau.de/archiv/nr-12-2020-870/maja-hagerman-herman-lundborg-raetsel-eines-rassenbiologen/ |archiv-datum=2021-01-23 |abruf=2022-04-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Nachfolger wurde sein Assistent, der [[Eugenik]]er [[Gunnar Dahlberg]] (1893–1956), der zur [[Humangenetik]] wechselte, die auch ein [[Social Engineering (Politikwissenschaft)|social engineering]] mittels [[Zwangssterilisierung]] vorsah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Zunehmend meinte Lundborg, dass „&amp;#039;&amp;#039;[...] unsere anscheinend so glänzende europäische Kultur [...] bedenklich zu entarten&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kongress&amp;quot; /&amp;gt; drohe. Bereits seit den 1910er-Jahren unterhielt er gute Kontakte zu einem Kreis deutscher Mediziner, der nach der [[Machtergreifung]] Hitlers nun führende Vertreter der [[Nationalsozialistische Rassenhygiene|Nationalsozialistischen Rassenhygiene]] stellte, darunter [[Ernst Rüdin]], [[Fritz Lenz]], [[Eugen Fischer (Mediziner)|Eugen Fischer]] und [[Alfred Ploetz]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://majahagerman.se/herman-lundborg-und-deutschland/ |titel=Herman Lundborg und Deutschland |autor=Maja Hagerman |datum=2016-10-26 |sprache=de |abruf=2022-04-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwar sah Lundborg auch in Deutschland eine Bedrohung durch einen [[Großer Austausch|großen Austausch]], bei dem durch ein Absinken der [[Kindersterblichkeit]] im vermeintlichen „&amp;#039;&amp;#039;Bodensatz [von] Minderheiten&amp;#039;&amp;#039;“ bei gleichzeitiger [[Emanzipation]] gebildeter Frauen die „&amp;#039;&amp;#039;Rassenkraft ausgetilgt&amp;#039;&amp;#039;“ würde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kongress&amp;quot; /&amp;gt; Zugleich habe aber „&amp;#039;&amp;#039;das deutsche Volk [...] die Gefahr des Kulturumsturzes eingesehen und [sei] gewillt, seinem rassenhygienisch gut unterrichtetem Führern zu folgen.&amp;#039;&amp;#039;“ 1932 nahm er in New York am Weltkongress der [[Internationale Rassenbiologische Gesellschaft|Internationalen Rassenbiologischen Gesellschaft]] teil, der Rüdin vorstand. Im Jahr 1934 wurde er zum Mitglied der [[Leopoldina]] berufen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Leopoldina|5475|IDName=herman-b-lundborg|Name=Herman B. Lundborg|Kommentar=|Datum=15. Februar 2016}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und im Folgejahr Mitherausgeber der von [[Egon von Eickstedt]] gegründeten &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Rassenkunde&amp;#039;&amp;#039; sowie der &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für menschliche Vererbungs- und Konstitutionslehre&amp;#039;&amp;#039; von [[Günther Just]] und [[Karl Heinrich Bauer]]. Den Enthusiasmus für seine Idee einer „&amp;#039;&amp;#039;Wiederaufnordung&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kongress&amp;quot; /&amp;gt; honorierte er bei einem Berliner Vortrag 1935 durch Unterstützung nationalsozialistischer Gedanken zur „&amp;#039;&amp;#039;Judenfrage&amp;#039;&amp;#039;“:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Wir wissen aus Erfahrung, daß die Juden [...] in jedem Land die gleichen auflösenden Kräfte in Bewegung setzen. Sie dulden nicht und können ihrer Natur zufolge nicht dulden, daß das andere Volk kerngesund erhalten wird[...]. Sie [sind] Todfeinde jeden nationalen Lebens außer ihrem eigenen. Sie vermögen nur die Schwächen anderer Völker zu erkennen und wissen diese nach Belieben auszunutzen. Niemals können sie mit den europäischen Völkern zusammenschmelzen; dies wäre auch durchaus nicht wünschenswert. Mir scheint zweckmäßig, daß sie aus dem europäischen Gesellschaftskörper völlig ausgesondert werden.&lt;br /&gt;
 |Autor=Herman Lundborg&lt;br /&gt;
 |Quelle=Internationaler Kongress für Bevölkerungswissenschaft. Berlin, 26. August – 1. September 1935&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kongress&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Lundborg war zweimal verheiratet. Noch während seiner ersten Ehe mit Thyra Peterson (1868–1931) brachte seine samische Assistentin Maria Isaakson 1927 einen Sohn von ihm auf die Welt. Die Affäre mit seiner Mitarbeiterin, die auch Anschauungsobjekt in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;The Racial Characters of the Swedish Nation&amp;#039;&amp;#039; wurde und laut diesem einer als minderwertig dargestellten „&amp;#039;&amp;#039;ostbaltischen Rasse&amp;#039;&amp;#039;“ angehörte, versuchte Lundborg zu vertuschen, indem er die Meldeadresse Isaaksons vor der Geburt änderte und das Kind erst später 1935 bei sich aufnahm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Lundborg kommt als Nebenfigur im Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Jonas Jonasson]] und in dem darauf beruhenden Spielfilm vor. Lundborg selbst wird hier eher satirisch beschrieben. Die Hauptfigur des Romans wird in Lundborgs Klinik zwangssterilisiert, was jedoch in der für den Roman typischen ironischen Weise dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Maja Hagerman]]: &amp;#039;&amp;#039;Herman Lundborg. Rätsel eines Rassenbiologen.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Schwedischen von Krister Hanne. Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2020, ISBN 978-3-8305-3986-5.([https://www.bwv-verlag.de/detailview?no=3986 Verlagsinformationen online]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|121966704}}&lt;br /&gt;
* {{NordFamilje |Lemma= |Auflage=2 |Band=37 |Spalte=322 |Suppl=1}}&lt;br /&gt;
* [[Forum för levande historia]]: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.levandehistoria.se/files/Rasbiologin%20i%20Sverige.pdf | wayback=20110108103609 | text=Rasbiologin i Sverige}} (PDF; 221&amp;amp;nbsp;kB)&amp;#039;&amp;#039; (schwedisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121966704|LCCN=n/87/890947|NDL=|VIAF=57483128}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lundborg, Herman}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rassentheoretiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Uppsala)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwede]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1868]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lundborg, Herman&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Lundborg, Herman Bernhard (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=schwedischer Rassentheoretiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. April 1868&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Väse]], [[Karlstad (Gemeinde)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Mai 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Östhammar]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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