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	<title>Herbert Seifert - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Herbert_Seifert&amp;diff=1084042&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;John Red: Kategorie</title>
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		<updated>2026-01-10T12:47:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Mathematiker Herbert Seifert. Zum Musikwissenschaftler siehe [[Herbert Seifert (Musikwissenschaftler)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Herbert Seifert.jpeg|mini|Herbert Seifert]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Johannes Herbert Seifert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Mai]] [[1907]] in [[Bernstadt a. d. Eigen]]; † [[1. Oktober]] [[1996]] in [[Heidelberg]]) war ein deutscher [[Mathematiker]], der sich vor allem mit [[Topologie (Mathematik)|Topologie]] befasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Er wuchs in [[Bautzen]] als Sohn eines [[Amtmann (Amtsbezeichnung)|Justizamtmanns]] auf und studierte ab 1926 an der [[Technische Hochschule Dresden|TH Dresden]] Mathematik und Physik, wo er u.&amp;amp;nbsp;a. bei [[William Threlfall]] hörte, unterbrochen von einem Studienaufenthalt im Wintersemester 1928/1929 in [[Göttingen]], wo er die Topologen [[Heinz Hopf]] und [[Pawel Alexandrow]] traf. 1929 war er wieder in Dresden, wo sich die enge Zusammenarbeit mit Threlfall, mit dem er sich auch befreundete, fortsetzte. 1930 machte er seinen Abschluss (Lehrer-Staatsexamen) und promovierte gleichzeitig mit einer Arbeit über dreidimensionale geschlossene Mannigfaltigkeiten (die den [[Satz von Seifert und van Kampen]] enthält) zum Dr. rer. tech.&amp;lt;ref&amp;gt;{{MathGenealogyProject|id=15668|name=Herbert Karl Johannes Seifert |Kommentar=abgerufen am 10. Januar 2026}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach ging er mit einem Stipendium an die [[Universität Leipzig]] zu [[Bartel Leendert van der Waerden]], wo er 1932 mit einer im Wesentlichen schon vor seinem Leipzig Aufenthalt fertigen Arbeit über die später als [[Seifert-Faserung|Seifertsche Faserräume]] bekannten dreidimensionalen Mannigfaltigkeiten zum Dr. phil. promovierte (darin wird auch erstmals das Wort &amp;#039;&amp;#039;[[Faserbündel|Faser-Raum]]&amp;#039;&amp;#039; eingeführt, in etwas anderer Verwendung heute ein zentraler Begriff der Topologie). Während dieser Zeit hielt er engen Kontakt zu Threlfall, mit dem er 1934 das &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Topologie&amp;#039;&amp;#039; herausbrachte (entstanden aus Vorlesungen von Threlfall), das in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Im selben Jahr wurde er (auf Anordnung des Reichserziehungsministeriums) außerordentlicher Professor in Dresden und im Folgejahr in [[Heidelberg]] (nachdem [[Heinrich Liebmann]] den Stuhl aufgrund der nationalsozialistischen Nürnberger Rassegesetze aufgeben musste), ab 1937 ordentlicher Professor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 besuchte er den [[Internationaler Mathematikerkongress|Internationalen Mathematikerkongress]] in [[Oslo]], wo er sich mit [[Polio]] ansteckte, und publizierte 1938 mit Threlfall &amp;#039;&amp;#039;Variationsrechnung im Großen&amp;#039;&amp;#039; ([[Morsetheorie]]) (mit einem gegen die politischen Zustände gerichteten Motto in Latein &amp;#039;&amp;#039;Hart ist es heute Mathematik Bücher zu schreiben&amp;#039;&amp;#039;, das ihnen einen Streit mit dem Herausgeber der Reihe [[Wilhelm Blaschke]] eintrug). In den Kriegsjahren arbeitete er am &amp;#039;&amp;#039;Institut für Gasdynamik&amp;#039;&amp;#039; der Luftwaffe in [[Braunschweig]], woraus einige Arbeiten über Differentialgleichungsprobleme entstanden. Seifert verschaffte dort auch seinem Freund und Lehrer Threlfall im Krieg ein Unterkommen und bemühte sich nach Kriegsende, das beide im damals von [[Wilhelm Süss]] (Freiburg) gerade gegründeten Mathematischen Forschungsinstitut in [[Oberwolfach]] erlebten, ihn nach Heidelberg zu holen (er starb aber vorher). Ab 1946 war er wieder an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Universität Heidelberg]] (1948/9 auf Einladung von [[Marston Morse]] in [[Princeton (New Jersey)|Princeton]]), wo er das mathematische Institut wieder aufbaute und bis zu seiner Emeritierung 1975 blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Habilitation aus dem Jahr 1934 definiert er [[Seifert-Fläche|Seifert-Flächen]] zur Berechnung von Knoteninvarianten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Mitglied der Heidelberger&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriele Dörflinger: [http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/16931 Mathematik in der Heidelberger Akademie der Wissenschaften]. 2014, S. 71–76.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen|Göttinger Akademie der Wissenschaften]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://adw-goe.de/mitglieder/personendetails/person/karl-johannes-herbert-seifert/| titel=Mitglieder: Karl Johannes Herbert Seifert| hrsg=Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen| zugriff=2026-01-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1992 wurde er Ehrenmitglied der [[Deutsche Mathematiker-Vereinigung|Deutschen Mathematiker-Vereinigung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgeber ==&lt;br /&gt;
* [[Seifert-Faserung]]&lt;br /&gt;
* [[Seifert-Fläche]]&lt;br /&gt;
* [[Seifert-Fläche|Seifert-Matrix]]&lt;br /&gt;
* [[Seifert-Vermutung]], wonach stetige, nicht-singuläre Vektorfelder auf der 3-Sphäre eine geschlossene Lösungskurve besitzen. Das wurde von Seifert als Frage formuliert, und nicht als Vermutung. Die Vermutung wurde 1974 von [[Paul A. Schweitzer]] widerlegt (&amp;lt;math&amp;gt;C^1&amp;lt;/math&amp;gt;-Kurven), mit weiteren Verbesserungen von [[Jenny Harrison]] und einem glatten Gegenbeispiel von [[Krystyna Kuperberg]] 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Konstruktion dreidimensionaler geschlossener Räume.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation. In: &amp;#039;&amp;#039;Berichte der Sächsischen Akademie der Wissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; 1931.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Topologie dreidimensionaler gefaserter Räume.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Acta Mathematica]].&amp;#039;&amp;#039; 1933.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verschlingungsinvarianten.&amp;#039;&amp;#039; Habilitationsschrift 1934. In: &amp;#039;&amp;#039;Sitzungsberichte preußische Akademie der Wissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; 1933.&lt;br /&gt;
* mit William Threlfall: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Topologie.&amp;#039;&amp;#039; Teubner 1934 ([http://www.maths.ed.ac.uk/~aar/papers/seifthreng.pdf Scan der englischen Übersetzung], PDF; 7,4&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
* mit William Threlfall: &amp;#039;&amp;#039;Variationsrechnung im Großen. Theorie von [[Marston Morse]]&amp;#039;&amp;#039;. [Hamburger Mathematische Einzelschriften 24. Heft]. Leipzig, Teubner, 1938.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dieter Puppe]]: &amp;#039;&amp;#039;Seifert.&amp;#039;&amp;#039; In: Ioan Mackenzie James (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;History of Topology.&amp;#039;&amp;#039; Elsevier, Amsterdam/New York 1999, ISBN 0-444-82375-1.&lt;br /&gt;
* Dieter Puppe: Nachruf in Jahrbuch der Heidelberger Akademie der Wissenschaften 1997 ([http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/15729 Digitale Ausgabe]. Universität Heidelberg, 2001)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117725145}}&lt;br /&gt;
* {{MacTutor|id=Seifert|title=Karl Johannes Herbert Seifert}}&lt;br /&gt;
* Gabriele Dörflinger: [http://histmath-heidelberg.de/homo-heid/seifert.htm Herbert Seifert] (mit Link auf Nachruf von Puppe). Eine Materialsammlung aus [http://histmath-heidelberg.de/ Historia Mathematica Heidelbergensis].&lt;br /&gt;
* [http://gdz.sub.uni-goettingen.de/no_cache/dms/load/img/?IDDOC=27825 Seifert, Threlfall &amp;#039;&amp;#039;Topologische Untersuchungen der Diskontinuitätsbereiche endlicher Bewegungsgruppen des dreidimensionalen sphärischen Raumes 1&amp;#039;&amp;#039;, Math.Annalen 1931] und Teil 2, Math. Annalen 1933 [http://gdz.sub.uni-goettingen.de/no_cache/dms/load/img/?IDDOC=37298 gdz.sub.uni-goettingen.de]&lt;br /&gt;
* [http://gdz.sub.uni-goettingen.de/no_cache/dms/load/img/?IDDOC=37916 Seifert &amp;#039;&amp;#039;Über das Geschlecht von Knoten&amp;#039;&amp;#039;, Math.Annalen 1935]&lt;br /&gt;
* [http://gdz.sub.uni-goettingen.de/no_cache/dms/load/img/?IDDOC=37195 Seifert &amp;#039;&amp;#039;Die hypergeometrischen Differentialgleichungen der Gasdynamik&amp;#039;&amp;#039;, Math.Annalen 1947/9]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117725145|LCCN=n79142879|NDL=00975611|VIAF=71452147}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Seifert, Herbert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Topologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Technischen Universität Dresden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1996]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Seifert, Herbert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Seifert, Karl Johannes Herbert (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mathematiker und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Mai 1907&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bernstadt a. d. Eigen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Oktober 1996&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Heidelberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;John Red</name></author>
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