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	<title>Herbert Pardo - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T13:36:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Herbert_Pardo&amp;diff=1090397&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Typografie</title>
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		<updated>2026-04-07T20:52:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herbert Joseph Benjamin Pardo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. August]] [[1887]] in [[Hamburg]]; † [[8. Februar]] [[1974]] in [[Haifa]]) war ein deutscher Politiker ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]) und Funktionär in jüdischen Gemeinden in Hamburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Herbert entstammte aus einer Familie von [[Sephardim|sephardischen]] Juden. Er besuchte das [[Wilhelm-Gymnasium (Hamburg)|Wilhelm-Gymnasium]] in Hamburg, wo er zu [[Erzengel Michael#Festtag|Michaelis]] 1905 das [[Reifezeugnis]] erhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis sämtlicher Abiturienten des Wilhelm-Gymnasiums von 1881 bis 1931&amp;#039;&amp;#039;. In: Lehrerkollegium des Wilhelm-Gymnasiums (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Festschrift zum 50jährigen Jubiläum des Wilhelm-Gymnasiums zu Hamburg&amp;#039;&amp;#039;. Christians, Hamburg 1931, PPN [https://kxp.k10plus.de/DB=2.1/PPNSET?PPN=301222665 301222665], S. 161–187. (Abiturienten-Nr. 464, [https://ehemalige-wg.de/wp-content/uploads/Wilhelm_Gymnasium_1881-1931-kleiner.pdf Festschrift Online])&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend studierte er in [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]], [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] und [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Kiel]] [[Rechtswissenschaft]]en. Nach der Promotion zum Doktor der Rechte mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Das strafrechtliche Kriterium der Wucherlichkeit eines Darlehns&amp;#039;&amp;#039; ließ er sich 1912 als Rechtsanwalt in seiner Heimatstadt Hamburg nieder. Er betrieb mit Manfred Heckscher eine Sozietät in der Schauenburgerstraße in [[Hamburg-Altstadt]]. Am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] nahm er als Marinerichter teil. Ab 1920 war er neben seiner allgemeinen Rechtsanwaltstätigkeit auch [[Syndikus]] des Polizeibeamtenverbandes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pardo war 1910 der SPD beigetreten. Nach der [[Novemberrevolution]] 1918 gehörte Pardo dem [[Arbeiter- und Soldatenrat]] für &amp;#039;&amp;#039;Groß-Hamburg&amp;#039;&amp;#039; an. Anschließend, von 1919 bis 1931, war er Mitglied der [[Hamburgische Bürgerschaft|Hamburgischen Bürgerschaft]]. Dort war er u.&amp;amp;nbsp;a. Mitglied der Steuerdeputation, der Gefängnisbehörde und des Universitätsausschusses. Ab 1924 engagierte er sich im Hamburger Landesvorstand des [[Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold]]. Seit 1927 gehörte er dem einflussreichen [[Bürgerausschuss]] an. Von 1926 bis 1928 war Pardo Mitglied des Staatsgerichtshofes für die Freie und Hansestadt Hamburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1933 war er mehrfach Vorsitzender der &amp;#039;&amp;#039;Portugiesisch-Jüdischen Gemeinde&amp;#039;&amp;#039; in Hamburg und gehörte auch dem Vorstand des &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Zionistischen Verbandes&amp;#039;&amp;#039; an. Nach der Machtergreifung der [[Nationalsozialisten]] emigrierte Pardo mit dem Großteil seiner Familie im August 1933 nach Haifa, woraufhin ihm wegen Ortsabwesenheit im Februar 1934 die Rechtsanwaltszulassung entzogen wurde. In Palästina gründete er mit Bekannten eine Stahlmöbelfabrik und eine Verchromungsfabrik. Beide wurden jedoch 1938 insolvent, so dass Pardo sein gesamtes Vermögen verlor. Er arbeitete anschließend als Geschäftsführer der &amp;#039;&amp;#039;Jewish Industrial Association&amp;#039;&amp;#039; in Haifa. Seine Schwestern Angela und Gertrud, nach der der &amp;#039;&amp;#039;Gertrud-Pardo-Weg&amp;#039;&amp;#039; in [[Hamburg-Alsterdorf|Alsterdorf]] benannt ist, kehrten im Jahr 1938 nach Deutschland zurück und wurden in den 1940er Jahren in NS-Vernichtungslagern ermordet. Bruder Manfred wanderte nach [[New York City|New York]] aus, wo er sich das Leben nahm. Herbert Pardo selbst überlebte die [[Holocaust|Shoa]] in [[Völkerbundsmandat für Palästina|Palästina]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1947 kehrte Pardo nach Hamburg zurück, wo er am 7. November desselben Jahres wieder zur Rechtsanwaltschaft zugelassen wurde. Er wurde in den Vorstand der [[Jüdische Gemeinde Hamburg|Jüdischen Gemeinde]] gewählt. Als deren [[Justitiar]] war er vorwiegend in [[Verfahren um jüdische Vermögen bei Schweizer Banken|Wiedergutmachungsprozessen und -verhandlungen]] tätig. Er war im Jahr 1948 führend an der Forderung eines Prozesses gegen [[Veit Harlan]] beteiligt, der die Regie zu dem antisemitischen Film &amp;#039;&amp;#039;[[Jud Süß (1940)|Jud Süß]]&amp;#039;&amp;#039; geführt hatte. Nachdem er bereits in den 1950er Jahren wieder nach Haifa gezogen war und seine Anwaltstätigkeit unter Befreiung von der Residenzpflicht trotzdem weiter ausüben konnte, gab er im Jahr 1971 seine Zulassung aus Altersgründen zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Pardo ist der &amp;#039;&amp;#039;Herbert-Pardo-Weg&amp;#039;&amp;#039; in [[Hamburg-Neuallermöhe|Neuallermöhe]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das strafrechtliche Kriterium der Wucherlichkeit eines Darlehns&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg, Wettig, 1909, Rostock, Univ., Diss., 1909&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Prozeß Petersen vor dem Schwurgericht in Hamburg. Verbrechen gegen die Menschlichkeit&amp;#039;&amp;#039; (gemeinsam mit Siegfried Schiffner), Auerdruck, Hamburg 1948.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jud Süß – Historisches und juristisches Material zum Fall Veit Harlan&amp;#039;&amp;#039; (gemeinsam mit Siegfried Schiffner), Auerdruck, Hamburg 1949.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heiko Morisse: &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Rechtsanwälte in Hamburg. Ausgrenzung und Verfolgung im NS-Staat.&amp;#039;&amp;#039; Christians-Verlag, Hamburg 2003, ISBN 3-7672-1418-0, Seite 151.&lt;br /&gt;
* [[Michael Studemund-Halévy]]: &amp;#039;&amp;#039;Pardo, Herbert Joseph.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Das Jüdische Hamburg. Ein historisches Nachschlagewerk.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein-Verlag, Göttingen 2006, ISBN 3-8353-0004-0, Seiten 205f.&lt;br /&gt;
* Bundesrechtsanwaltskammer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anwalt ohne Recht. Schicksale jüdischer Anwälte in Deutschland nach 1933.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2007, S. 215/216&lt;br /&gt;
* Michael Studemund-Halévy &amp;amp; Maria Koser (red.), Die Pardos : vom Osmanischen Reich über die Neue Welt nach Hamburg ; Begleitheft zur Ausstellung „Spurensuche. Ein Stolperstein für Gertrud Pardo“, Hamburg 2013.&lt;br /&gt;
* [[Ina S. Lorenz|Ina Lorenz]]: &amp;#039;&amp;#039;Herbert Pardo. Hamburger Sefarde, Jurist, SPD-Parlamentarier, Zionist.&amp;#039;&amp;#039; Jüdische Miniaturen Bd. 277. Hentrich &amp;amp; Hentrich Verlag, Berlin/Leipzig 2021, ISBN 978-3-95565-486-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pardo, Herbert.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 1980, S. 549f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://fhh1.hamburg.de/fhh/internetausstellungen/sefarden/39-48/43.htm |autor= |titel=Die Pardos |titelerg=Fotos von Herbert Pardo und seiner Familie |hrsg=Hansestadt Hamburg |werk=fhh1.hamburg.de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20050427213221/http://fhh1.hamburg.de/fhh/internetausstellungen/sefarden/39-48/43.htm |archiv-datum=2005-04-27 |datum= |sprache= |format= |abruf=2024-04-01 |abruf-verborgen=ja }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116045922|VIAF=220493727}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pardo, Herbert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Novemberrevolution]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Reichsbanner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1974]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pardo, Herbert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Pardo, Herbert Joseph Benjamin (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Politiker (SPD), MdHB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. August 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Februar 1974&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Haifa]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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