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	<title>Herbert Dau - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T18:09:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Herbert_Dau&amp;diff=1132681&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wolf1949H: /* Herkunft, Schule und Ausbildung */ Verlinkung korrigiert</title>
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		<updated>2025-08-16T15:35:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Herkunft, Schule und Ausbildung: &lt;/span&gt; Verlinkung korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Herbert Dau.jpg|mini|Herbert Dau]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herbert Dau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. Dezember]] [[1911]] in [[Hamburg]]; † [[7. Juli]] [[2000]] ebenda) war ein deutscher [[Sozialdemokrat|sozialdemokratischer]] [[Politiker]], [[Gewerkschafter]]. [[Vorstandsvorsitzender]] und Präsident der [[Hamburgische Bürgerschaft|Hamburgischen Bürgerschaft]]. Er ist der Onkel von [[Helmut Dau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft, Schule und Ausbildung ==&lt;br /&gt;
Herbert Dau war Sohn eines [[Hafenkapitän|Hafenmeisters]] auf der [[Hamburg-Veddel|Veddel]]. Er war der jüngste von neun Brüdern und besuchte in Hamburg die Volksschule auf der Veddel, die Realschule in [[Hamburg-Rothenburgsort|Rothenburgsort]] und die Oberrealschule in [[Hamburg-St. Georg|St. Georg]]. Die Schule konnte er mit dem Abitur abschließen. Ein Handwerk kam für ihn, dem ein Kohlewagen als Sechsjähriger einen Arm zerschmettert hatte, nicht in Frage. Zur Politik kam er über seine Begeisterung zur [[Französische Revolution|Französischen Revolution]].&amp;lt;ref&amp;gt;Die Welt vom 17. Juni 1978.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Anschluss absolvierte er eine Lehre als [[Versicherungskaufmann]] bei der [[Volksfürsorge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weimarer Republik und Zeit des Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wohnung der Familie Dau auf der Veddel Harburger Chausse 41 (rechts in der Ecke).JPG|mini|hochkant|Wohnung der Familie Dau auf der Veddel Harburger Chausse 41 (Eingang rechts in der Ecke)]]&lt;br /&gt;
Schon früh beteiligte sich Dau als Mitglied im [[Arbeiter-Turn- und Sportbund]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1930 wurde er Mitglied in der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]. Schnell übernahm er den Posten des Bezirkführers des SPD-Bezirkes Harburger Chaussee (Dau wohnte damals in der Harburger Chaussee 41, 3. Stock) und er begann ein Volkswirtschaftsstudium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Machtübernahme des [[Zeit des Nationalsozialismus#Etablierung des Regimes 1933/34|NS-Regimes]] beteiligte sich Dau an der Widerstandsarbeit der Sozialdemokraten. Er beteiligte sich an Flugblattaktionen und sammelte Spenden. Er war zudem als Koordinator zur illegalen Parteiführung der Hamburger-SPD, darunter vor allem [[Helmut Weidt]], aktiv. Am 11. März 1935 wurde er an seinem Arbeitsplatz in der Volksfürsorge&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Dau, eigener Bericht in: Das Stadthaus in Hamburg – Zentrum von Terror und Unterdrückung 1933 bis 1943, Herausgeber: Initiative Gedenkort Stadthaus, Hamburg 2019, ISBN 978-3-00-063221-1, S. 81.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem Vorwurf der Vorbereitung zum Hochverrat in Haft genommen und musste sein Studium beenden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.mopo.de/news/ehrenbuerger-herbert-dau-gestorben,5066732,6287908.html |titel=Ehrenbürger Herbert Dau gestorben |hrsg= [[Hamburger Morgenpost]] |datum=2000-07-08 |abruf=2015-11-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gefängnis konnte er seine Aussage vor der [[Gestapo]] mit Helmut Weidt abstimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Dau, eigener Bericht in: Das Stadthaus in Hamburg – Zentrum von Terror und Unterdrückung 1933 bis 1943, Herausgeber: Initiative Gedenkort Stadthaus, Hamburg 2019, ISBN 978-3-00-063221-1, S. 82.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch ein &amp;quot;Geständnis&amp;quot;, in dem es „nur“ um eine geringe Verbreitung der Untergrundzeitung der SPD &amp;#039;&amp;#039;Roten Blätter&amp;#039;&amp;#039; ging, wurde er im August desselben Jahres wieder freigelassen. Wäre seine Arbeit als Verbindungsmann bekannt geworden, wäre es nicht so glimpflich ausgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein damaliger Arbeitgeber, die [[Volksfürsorge]], hatte ihn gleich nach seiner Festnahme fristlos entlassen, und so fand er nach seiner Freilassung im August 1935 erst im Januar 1936 wieder eine Anstellung als Korrespondent bei der [[Hamburg-Mannheimer]] Versicherung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit und Bundesrepublik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstätte Herbert Dau.jpg|mini|hochkant|Grabstätte Herbert Dau auf dem [[Friedhof Ohlsdorf]]]]&lt;br /&gt;
Dau war nach dem Krieg Mitbegründer der [[Deutsche Angestellten-Gewerkschaft|Deutschen Angestellten Gewerkschaft]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ingrid Wölk]]: &amp;#039;&amp;#039;Industriegewerkschaft oder Standesorganisation? Der Organisationstreit um die Angestellten nach 1945 und die Entstehung der Gewerkschaft HBV&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Arbeiterbewegung und Gesellschaftswissenschaft, Marburg 1988, S. 98&amp;lt;/ref&amp;gt; und übernahm den Posten des Hamburger Gewerkschaftsvorsitzenden. Von 1950 bis 1967 war er Vorstandsvorsitzender des [[Deutscher Ring|Deutschen Ringes]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46369570.html |titel=Trinkgeld für Ober |hrsg= [[Der Spiegel]] |datum=1967-02-13 |abruf=2015-11-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und in der gleichen Position von 1967 bis 1975 bei der Versicherungsgruppe Hamburg Mannheimer (heute [[Ergo Group|ERGO]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Tätigkeit in der eigenen Versicherung war Herbert Dau in mehreren Gremien des Versicherungsgewerbes tätig gewesen (u.&amp;amp;nbsp;a. Verband der Lebensversicherer e.V und war dort Vorsitzender dessen Hauptausschusses und damit Verbandsvorsitzender von 1972 bis 1974). Er war Mitglied des Hauptausschusses des [[Deutscher Städtetag|Deutschen Städtetages]], Mitglied der [[Handelskammer Hamburg|Hamburger Handelskammer]], des Verwaltungsrates der [[Kreditanstalt für Wiederaufbau]] und der [[Hamburger Sparcasse von 1827]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war von 1946 bis 1978 für die SPD in der Hamburgischen Bürgerschaft, in der er 1960 bis 1978 als [[Liste der Präsidenten der Hamburgischen Bürgerschaft|Bürgerschaftspräsident]] wirkte. Dau hatte dieses Amt 18 Jahre inne und war damit der am längsten amtierende Bürgerschaftspräsident seit der Einführung der Verfassung von 1859. In seine Amtszeit fiel das Wirken der Bürgermeister [[Max Brauer]], [[Paul Nevermann]], [[Herbert Weichmann]], [[Peter Schulz (Politiker)|Peter Schulz]] und [[Hans-Ulrich Klose]]. Kein Präsident einer Bürgerschaft oder eines Landtages erreichte bisher in der Bundesrepublik Deutschland eine so lange Amtszeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HambBio |Lemma=Dau, Herbert |Band=7 |Seite=61 |SeiteBis=62 |Autor=[[Franklin Kopitzsch]], Wolfgang Poppelbaum}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Ausscheiden aus der Bürgerschaft war Dau noch 20 Jahre als ehrenamtlicher Richter am [[Hamburgisches Verfassungsgericht|Hamburgischen Verfassungsgericht]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert Dau war verheiratet und hatte drei Kinder. Er starb 88-jährig in seiner Geburtsstadt und wurde auf dem dortigen [[Friedhof Ohlsdorf]] im Planquadrat Z 15 beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;25 Jahre Hamburger Verfassung&amp;#039;&amp;#039;, Arbeitshefte zur Politik in Hamburg. Nr. 3. Hrsg. von der Landeszentrale für politische Bildung. Hamburg. 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Dau erhielt für sein Verdienst gegenüber der Stadt 1978 die [[Liste der Ehrenbürger von Hamburg|Ehrenbürgerwürde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitat ==&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dau brachte seine beruflichen Erfahrungen als Unternehmer in die politische Arbeit mit ein und galt als ein &amp;quot;für Hamburg typischer Vertreter des Kaufmannssozialismus&amp;quot;&amp;quot;(Die Welt).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.hamburg.de/ehrenbuerger/biographien/ehrenbuerger-1900-1999/4659112/herbert-dau/ |titel=Senat Hamburg: Ehrenbürgerschaft für Herbert Dau |sprache=de |abruf=2020-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000015409}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HambBio |Lemma=Dau, Herbert |Band=7 |Seite=61 |SeiteBis=62 |Autor=[[Franklin Kopitzsch]], Wolfgang Poppelbaum}}&lt;br /&gt;
* SPD Landesorganisation Hamburg, Arbeitskreis Geschichte und Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Für Freiheit und Demokratie. Hamburger Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Verfolgung und Widerstand 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Buch und Media, Hamburg 2003, ISBN 3-8330-0637-4, S. 46/47 (Dieser Eintrag enthält den Fehler, dass Herbert Dau nach seiner Haftentlassung wieder bei der Volksfürsorge eingestellt wurde).&lt;br /&gt;
* [[Werner Bunz]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Präsident Herbert Dau – Bilder &amp;amp; Skulpturen&amp;#039;&amp;#039;, 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.hamburg.de/ehrenbuerger/biographien/ehrenbuerger-1900-1999/4659112/herbert-dau/ hamburg.de]&lt;br /&gt;
* [http://lebensgeschichten.avs-hh.de/index.php?id=41 Hamburger Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Verfolgung und Widerstand 1933–1945]&lt;br /&gt;
* [https://www.welt.de/print-welt/article522174/Trauer-um-Hamburgs-Ehrenbuerger-Herbert-Dau.html Nachruf.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]].&amp;#039;&amp;#039; 8. Juli 2000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Präsidenten der Hamburgischen Bürgerschaft}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1014458366|VIAF=184481981}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dau, Herbert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Versicherungsmanager]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident der Hamburgischen Bürgerschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Hamburgisches Verfassungsgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DAG-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1911]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2000]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dau, Herbert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (SPD), MdHB, Hamburger Bürgerschaftspräsident&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Dezember 1911&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Juli 2000&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wolf1949H</name></author>
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