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	<title>Henryk Mandelbaum - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Henryk_Mandelbaum&amp;diff=323398&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;5glogger: /* Biografie */ präziserer Link NS-Ghetto</title>
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		<updated>2026-01-09T18:59:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Biografie: &lt;/span&gt; präziserer Link NS-Ghetto&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sonderkommando Heryk Mandelbaum &amp;amp; translator.jpg|mini|Henryk Mandelbaum (links), mit Übersetzer]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Henryk Mandelbaum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren [[15. Dezember]] [[1922]] in [[Olkusz]], [[Polen|Südpolen]]; gestorben [[17. Juni]] [[2008]] in [[Bytom]]) war ein [[Holocaust]]-Überlebender, der zum [[Sonderkommando KZ Auschwitz-Birkenau|Sonderkommando des KZ Auschwitz-Birkenau]] gehörte, das in den [[Gaskammern und Krematorien der Konzentrationslager Auschwitz|Krematorien]] eingesetzt worden war. Um sich der Zeugen zu entledigen und die Naziverbrechen zu vertuschen, wurden die Mitglieder des „Sonderkommandos“ ständig ausgetauscht und anschließend ermordet. Von 2000 Häftlingen des Sonderkommandos in [[KZ Auschwitz-Birkenau|Auschwitz-Birkenau]] überlebten lediglich 110. Als Zeitzeuge berichtete Henryk Mandelbaum später von seinen Erlebnissen und erzielte damit eine breite Resonanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Henryk Mandelbaum entstammte einer armen jüdischen Familie aus [[Olkusz]]. Er war das älteste von vier Kindern. Seine Heimatstadt wurde 1939 im Zuge des [[Überfall auf Polen|Überfalls auf Polen]] durch die [[Wehrmacht]] besetzt. 1941 wurde seine Familie in das offene [[Ghetto in der Zeit des Nationalsozialismus|Ghetto]] [[Dąbrowa Górnicza]] verbracht, wo Henryk Mandelbaum in einer deutschen Baufirma Zwangsarbeit als Maurer leisten musste. Ende 1942 wurde seine Familie in das [[Ghetto von Sosnowitz]] verlegt. Henryk Mandelbaum gelang es, während der Zwangsumsiedlung zu fliehen und unter falschem Namen in wechselnden Verstecken unterzutauchen, bis er im März 1944 von einem volksdeutschen Bekannten erkannt und denunziert wurde. Er wurde von der [[Gestapo]] verhaftet, ins Gefängnis Sosnowiec eingewiesen und am 22. April 1944 nach [[KZ Auschwitz|Auschwitz]] überstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Kilian |Titel=„Jestem unikatem / Ich bin einmalig“. Zum Tode von Henryk Mandelbaum |Sammelwerk=Mitteilungen der Lagergemeinschaft Auschwitz, Freundeskreis der Auschwitzer |Band=28. Jg. |Nummer=H. 1 | Datum=August 2008 |Seiten=8 }} [https://www.lagergemeinschaft-auschwitz.de/MB/MB_2008_01.pdf PDF]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandelbaum wurde im Gegensatz zur Mehrzahl der mit ihm zusammen eingelieferten Juden aus Sosnowiec nicht sofort ermordet, weil er als Arbeiter in den Krematorien eingesetzt werden sollte. Dort wurde er u. a. dazu gezwungen, die Leichen in das Krematorium oder in die Verbrennungsgruben zu tragen, die sterblichen Überreste nach in den Körperöffnungen versteckten Wertsachen zu untersuchen oder [[Zahngold-Verwertung|Zahngold]] auszubrechen.&lt;br /&gt;
Dem [[Sonderkommando KZ Auschwitz-Birkenau]] war auch [[Alberto Errera (Offizier)|Alberto Errera]] zugeteilt, dessen heimlich gemachten Aufnahmen von Leichenverbrennungen wichtige Zeugnisse darstellen. Henryk Mandelbaum war ein Augenzeuge des missglückten Fluchtversuches Erreras und berichtete darüber&amp;lt;ref&amp;gt;Igor Bartosik et Adam Willma, &amp;#039;&amp;#039;Dans les crématoires d&amp;#039;Auschwitz – Entretien avec Henryk Mandelbaum,&amp;#039;&amp;#039; Auschwitz-Birkenau State Museum, 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. Oktober 1944 war er an einem [[Sonderkommando KZ Auschwitz-Birkenau#Aufstand und Flucht|Aufstand]] der in Auschwitz eingesetzten Häftlinge beteiligt, der niedergeschlagen wurde. 451 der Häftlinge wurden daraufhin erhängt oder erschossen. Es war einer der wenigen Aufstände in einem [[Konzentrationslager]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Betrieb der Gaskammern in Birkenau eingestellt wurde, befürchteten die Häftlinge des Sonderkommandos als Zeugen der Vernichtungsmaschinerie ihre vollständige Liquidation. Jedoch gelang es den letzten Überlebenden am 18. Januar 1945, aus ihrer Isolierbaracke auszubrechen und sich unerkannt unter die anderen Häftlinge zu mischen, während das Lager geräumt wurde. Auf dem [[Todesmärsche von KZ-Häftlingen|Todesmarsch]] im Januar 1945 gelang es Mandelbaum bei [[Jastrzębie-Zdrój]] zu fliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Kilian |Titel=„Jestem unikatem / Ich bin einmalig“. Zum Tode von Henryk Mandelbaum |Sammelwerk=Mitteilungen der Lagergemeinschaft Auschwitz, Freundeskreis der Auschwitzer |Band=28. Jg. |Nummer=H. 1 | Datum=August 2008 |Seiten=9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Zivilkleidung entkam er und konnte sich auf einem Bauernhof für drei Wochen verstecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung [[Schlesien|Schlesiens]] durch die [[Rote Armee]] meldete er sich bei der [[Wahrheitsfindungskommission]], einer sowjetischen Untersuchungskommission zur Aufklärung der nationalsozialistischen Verbrechen in Auschwitz, als Augenzeuge. Seine Aussage vor der Kommission gilt heute als verschollen. Obwohl Mandelbaum in den Folgejahren immer wieder die Gedenkstätte in Auschwitz aufsuchte und sich um Kontakt zu den Historikern des [[Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau|Staatlichen Auschwitz-Museums]] bemühte, wurde erst 1971 ein erster dokumentierter Erinnerungsbericht für die Sammlung des Museums aufgenommen. 1988 verarbeitete der polnische Journalist Jan Poludniak Mandelbaums Erinnerungen in den Dokumentarfilmen &amp;#039;&amp;#039;„Kadencja“&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;„Zag-lada“&amp;#039;&amp;#039;. In den 1980er Jahren wurde er von US-amerikanischen Institutionen als besonderer Zeitzeuge gewürdigt und begleitete vereinzelt amerikanische Gruppen nach Auschwitz; erst in den 1990er Jahren stieg das Interesse an seiner Person auch in Polen und Deutschland. Ab 1998 hielt er regelmäßig Vorträge, stellte sich für Gespräche mit Jugend- und Erwachsenengruppen sowie als Begleiter für Studienfahrten zur Verfügung und gab Radio- und Zeitungsinterviews. Er war der am stärksten in den internationalen Medien vertretene Überlebende des Sonderkommandos.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Kilian |Titel=„Jestem unikatem / Ich bin einmalig“. Zum Tode von Henryk Mandelbaum |Sammelwerk=Mitteilungen der Lagergemeinschaft Auschwitz, Freundeskreis der Auschwitzer |Band=28. Jg. |Nummer=H. 1 | Datum=August 2008 |Seiten=9–12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandelbaum lebte bis zu seinem Tod 2008 in Polen. Er ließ nie die eintätowierte Nummer &amp;#039;&amp;#039;181 970&amp;#039;&amp;#039; auf seinem linken Unterarm entfernen, mit der die Häftlinge [[Kennzeichnung der Häftlinge in den Konzentrationslagern|gekennzeichnet worden waren]]. Bei einem Besuch von Papst [[Benedikt XVI.]] am 28. Mai 2006 in Auschwitz stand er in einer Reihe von ehemaligen Gefangenen und küsste als einziger den Papst auf beide Wangen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ian Fisher: [https://www.nytimes.com/2006/05/29/world/europe/29pope.html?pagewanted=print &amp;#039;&amp;#039;A German Pope Confronts the Nazi Past at Auschwitz&amp;#039;&amp;#039;] New York Times, 29. Mai 2006&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henryk Mandelbaum starb am 17. Juni 2008 nach einer Herzoperation im Alter von 85 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eric Friedler]], Barbara Siebert, Andreas Kilian: &amp;#039;&amp;#039;Zeugen aus der Todeszone: das jüdische Sonderkommando in Auschwitz.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-34158-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nur die Sterne waren wie gestern: Henryk Mandelbaum, Häftling im Sonderkommando von Auschwitz 1944/1945; Ausstellungskatalog.&amp;#039;&amp;#039; Bildungswerk Stanisław Hantz, Kassel 2006, ISBN 3-00-018142-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nur die Sterne waren wie gestern: Ausstellung über den ehemaligen Sonderkommando-Häftling Henryk Mandelbaum.&amp;#039;&amp;#039; Aus: &amp;#039;&amp;#039;[[analyse &amp;amp; kritik]]&amp;#039;&amp;#039; Nr. 506, 19. Mai 2006, {{ISSN|0945-1153}}.&lt;br /&gt;
* Jan Poludniak: &amp;#039;&amp;#039;Sonder. An Interview with Sonderkommando Member Henryk Mandelbaum.&amp;#039;&amp;#039; Frap-Books, Oswiecim 2008, ISBN 978-83-921567-3-4.&lt;br /&gt;
* Henryk Mandelbaum: &amp;#039;&amp;#039;Bericht eines Zeitzeugen&amp;#039;&amp;#039;. In: Bettina Schaefer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lass uns über Auschwitz sprechen&amp;#039;&amp;#039;. Brandes &amp;amp; Apsel, Frankfurt am Main 2009. ISBN 978-3-86099-391-0. S. 45–60.&lt;br /&gt;
* Igor Bartosik, Adam Willma: Ich aus dem Krematorium Auschwitz – Gespräch mit Henryk Mandelbaum, ehemaliger Häftling des Sonderkommandos im KL Auschwitz. Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, Oświęcim 2017. ISBN 978-83-7704-199-4.&lt;br /&gt;
* Piotr M. A. Cywinski: &amp;#039;&amp;#039;Henryk Mandelbaum: Ich aus dem Krematorium Auschwitz (2009).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Markus Roth (Historiker)|Markus Roth]]/Sascha Feuchert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Holocaust Zeugnis Literatur. 20 Werke wieder gelesen.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein, Göttingen 2018, ISBN 978-3835332928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* Eric Friedler: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.akdh.ch/soko-A-Index.htm Sklaven der Gaskammer – Das Jüdische Sonderkommando in Auschwitz]&amp;#039;&amp;#039;, 2000, 44 min (Erste Sendung bei ARD 24. Januar 2001, 23:30 Uhr)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|13151573X}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm1649843}}&lt;br /&gt;
* Andreas Kilian: &amp;#039;&amp;#039;[https://web.archive.org/web/20110831102010/http://www.sonderkommando-studien.de/artikel.php?c=biografie/mandelbaum Mandelbaum: Ein einfacher Mensch mit einem schweren Schicksal]&amp;#039;&amp;#039; bei sonderkommando-studien.de&lt;br /&gt;
* Andreas Kilian: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/henryk-mandelbaum/ Henryk Mandelbaum-Biographie]&amp;#039;&amp;#039; bei shoa.de&lt;br /&gt;
* Jürgen Schön: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.taz.de/pt/2004/12/20/a0050.nf/text Überleben nur von Tag zu Tag]&amp;#039;&amp;#039;, taz, 20. Dezember 2004&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--* Gabriele Lesser: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.taz.de/pt/2005/01/25/a0210.1/text Zeuge, lebenslang]&amp;#039;&amp;#039;, taz, 25. Januar 2005--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ausstellung Bildungswerk Stanisław Hantz: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.bildungswerk-ks.de/ausstellung/henryk-mandelbaum Nur die Sterne waren wie gestern]&amp;#039;&amp;#039;, genaue Beschreibung, Ausstellungsorte&lt;br /&gt;
* Dokumentarfilm [http://www.dergloeckel.eu/dokumentarfilm-keine-klugen-texte-zu-nur-die-sterne-waren-wie-gestern_141205/ &amp;quot;Keine klugen Texte&amp;quot;] (ISBN 3-9501890-9-2) zur Wanderausstellung &amp;quot;Nur die Sterne waren wie gestern&amp;quot; (2005)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=13151573X|LCCN=no/2007/83296|VIAF=28204870}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mandelbaum, Henryk}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Überlebender des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widerstandskämpfer im KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pole]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1922]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2008]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im Sonderkommando Auschwitz-Birkenau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mandelbaum, Henryk&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Überlebender des Holocaust&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Dezember 1922&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Olkusz]], Polen&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Juni 2008&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bytom]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;5glogger</name></author>
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