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	<title>Henry von Heiseler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T19:30:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2023-12-22T11:08:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Normdaten korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Henry von Heiseler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Dezember]] [[1875]] in [[Sankt Petersburg]]; † [[25. November]] [[1928]] im [[Haus Vorderleiten]] in [[Brannenburg]]) war ein [[deutscher Schriftsteller]], [[Dramatiker]] und [[Übersetzer]]. Er gehörte zum [[George-Kreis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Heny-von-Heiseler01.jpg|mini|hochkant|Henry von Heiseler auf dem Totenbett, 1928]]&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Henry war der älteste von vier Söhnen einer deutschen, seit mehreren Generationen in Russland ansässigen Familie. In Haus und Schule wurde Deutsch gesprochen. Er besuchte die historisch-philologische Fakultät der [[Petersburger Universität]]. 1897 legte er nach seinem Dienst als Einjährig-Freiwilliger das Offiziersexamen ab und wurde Reserveoffizier eines russischen Dragoner-Regiments.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1898 ging Henry von Heiseler nach München, um als Volontär bei dem Gründer der Münchener Rückversicherung [[Carl von Thieme]] einzutreten. Im Sommer 1899 heiratete er dessen zweitälteste Tochter Emy (1873–1960). Das Paar wohnte zunächst in München, wo 1900 ihr Sohn Erik geboren wurde († 1937). Ihre Wohnung ließen sie sich von [[Hermann Obrist]] in modernstem Stil ausstatten.&amp;lt;ref&amp;gt;Dekorative Kunst 1900, S. 186–188.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1906 mieteten sie das große alte Haus Vorderleiten, das zum Ort [[Brannenburg]] im Inntal gehört. Dort wurde 1907 der Sohn und spätere Schriftsteller [[Bernt von Heiseler]] geboren. Henry kaufte das Haus 1911 mit Mitteln, die sein Vater in Petersburg zur Verfügung stellte, und ließ es umbauen. „Wärme, Vertrauen, edelste Häuslichkeit, freundlichste Menschenliebe und reife reiche Geistigkeit ... Welch ein Haus! Welch ein Hausherr!“ schreibt [[Johannes von Guenther]] in seiner Einleitung zu &amp;#039;&amp;#039;Henry von Heiseler. Aus dem Nachlass&amp;#039;&amp;#039; (1929).&lt;br /&gt;
[[Datei:GrabstättevonHeiseler.jpg|mini|Grabstätte Familie von Heiseler, Kirchhof [[St. Margarethen (Brannenburg)]]]]&lt;br /&gt;
Bei einem Aufenthalt 1914 bei den Eltern in Russland, diesmal anlässlich der Beerdigung seines Vaters Paul und mit Frau und Kindern, wurde er als russischer Untertan zum Dienst als Offizier im Heer des Zaren zwangsverpflichtet. Seine Frau brachte die Söhne 1915 nach Schweden, von wo aus sie weiter nach Deutschland gelangten. Sie selbst blieb bis 1916 in Russland bei ihrem Mann. 1917 entging er dem Schicksal anderer zaristischer Offiziere, die erschossen wurden, da die Soldaten, bei denen er beliebt war, ihn zum Bataillonskommandeur wählten. Heiseler wurde für die Rote Armee remobilisiert und im Sommer 1921 vom Dienst freigestellt. Nach dem Tod der Mutter und der Brüder gelang ihm an Bord eines deutschen Schiffes die Flucht, wobei er trotz mehrfacher Durchsuchung des Schiffes der Entdeckung und damit dem Tod entging. Am 2. September war er wieder in Vorderleiten bei Frau und Söhnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 nahm er Boris, Tamara und Kira, die Kinder seines Bruders Erich, der im Juni 1915 gefallen war, bei sich auf. Sie wuchsen zusammen mit seinem Sohn [[Bernt von Heiseler]], dem späteren Schriftsteller, auf. Die Frau Erichs, Nadeschda von Heiseler, blieb in Russland und starb später an den Folgen der [[Leningrader Blockade]]. Tamara (1911–1979), später die Mutter von [[Johannes Henrich von Heiseler]], war als einzige bei ihrem Onkel Henry, als er nach kurzer Krankheit am 25. November 1928, noch nicht ganz 53-jährig, in Vorderleiten starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* 1903 &amp;#039;&amp;#039;Einzelreden. Frühe Gedichte&amp;#039;&amp;#039;(1933).&lt;br /&gt;
* 1906 &amp;#039;&amp;#039;Peter und Alexéj&amp;#039;&amp;#039;, Drama (1912; 26. Februar 1913 Uraufführung in Leipzig).&lt;br /&gt;
* 1907 &amp;#039;&amp;#039;Die Rückkehr der Alkestis&amp;#039;&amp;#039;, Dramatisches Märchen nach Euripides.&lt;br /&gt;
* 1909 &amp;#039;&amp;#039;Die magische Laterne&amp;#039;&amp;#039;, Märchenhaftes Lustspiel (1919).&lt;br /&gt;
* 1910 &amp;#039;&amp;#039;Die jungen Ritter von Sempach&amp;#039;&amp;#039;, Drama (1930).&lt;br /&gt;
* 1915 &amp;#039;&amp;#039;Verse. Ein Buch Fragmente und Anderes&amp;#039;&amp;#039; (1935).&lt;br /&gt;
* 1916 &amp;#039;&amp;#039;Grischa&amp;#039;&amp;#039;, Trauerspiel (1919).&lt;br /&gt;
* 1916 &amp;#039;&amp;#039;Der Begleiter&amp;#039;&amp;#039;, Erzählung (1919).&lt;br /&gt;
* 1921 &amp;#039;&amp;#039;Marginalien&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* 1922 &amp;#039;&amp;#039;Die drei Engel&amp;#039;&amp;#039;, Gedichtsammlung (1926).&lt;br /&gt;
* 1923 &amp;#039;&amp;#039;Die Kinder Godunofs&amp;#039;&amp;#039;, Drama (1929).&lt;br /&gt;
* 1923 &amp;#039;&amp;#039;Der junge Parzival&amp;#039;&amp;#039;, Spiel (1927).&lt;br /&gt;
* 1923 &amp;#039;&amp;#039;Die Nacht des Hirten&amp;#039;&amp;#039;, Spiel (1927).&lt;br /&gt;
* 1925 &amp;#039;&amp;#039;Erlebtes aus Sowjetrussland&amp;#039;&amp;#039;, Aufzeichnung.&lt;br /&gt;
* 1926 &amp;#039;&amp;#039;Wawas Ende&amp;#039;&amp;#039;, Erzählung (zuerst in &amp;#039;&amp;#039;Nachlass&amp;#039;&amp;#039; 1929, dann 1933).&lt;br /&gt;
* 1928 &amp;#039;&amp;#039;Legenden der Seele&amp;#039;&amp;#039;, Gedichtkreis (1933).&lt;br /&gt;
* 1928 &amp;#039;&amp;#039;Stefan George&amp;#039;&amp;#039;, zu Stefan Georges 60. Geburtstag (1933)&lt;br /&gt;
* – &amp;#039;&amp;#039;Iskender&amp;#039;&amp;#039;, Dramenfragment (1935).&lt;br /&gt;
* – &amp;#039;&amp;#039;Die Werbung&amp;#039;&amp;#039;, Dramenfragment (1936).&lt;br /&gt;
* – &amp;#039;&amp;#039;Der verlorene Witold&amp;#039;&amp;#039;, Komödie, unvollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Übersetzungen&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;William B.Yeats, Irische Schaubühne&amp;#039;&amp;#039;, deutsch von Henry von Heiseler, München o.&amp;amp;nbsp;V. 1933.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Alexander S. Puschkin, Sämtliche Dramen&amp;#039;&amp;#039;, deutsch von Henry von Heiseler, Hans von Weber, München 1935.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Russische Erzähler. Erzählungen von Turgeniew, Dostojewski und Ljesskow&amp;#039;&amp;#039;, deutsch von Henry von Heiseler, Karl Rauch, Leipzig 1939.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wenceslas Iwánow, Tantalos. Tragödie&amp;#039;&amp;#039;, deutsch von Henry von Heiseler, Karl Rauch, Dessau 1940.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nikolai Ljessków, Das Schreckgespenst. Das Tier&amp;#039;&amp;#039;, deutsch von Henry von Heiseler, mit Zeichnungen von Karl Wernicke, Karl Rauch Dessau und Leipzig 1940.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ausgaben&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Henry von Heiseler. Aus dem Nachlass&amp;#039;&amp;#039;. Mit der Totenmaske des Dichters und einem Vorwort von Johannes von Guenther. Gesellschaft der Bücherfreunde zu Chemnitz, 1929.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Werke&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von Bernt von Heiseler, 3 Bände, Karl Rauch, Leipzig 1937/1938,&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sämtliche Werke&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von Bernt von Heiseler, Dünndruckausgabe in einem Band: Lambert Schneider, Heidelberg 1965 (ergänzt gegenüber der Ausgabe 1937/1938).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ausgewählte Werke&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von Bernt von Heiseler. Karl Rauch, Bad Salzig und Düsseldorf 1949.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Deutschland und Russland&amp;#039;&amp;#039;. Briefe 1903–1928. Lambert Schneider Heidelberg 1969.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Henry von Heiseler. Sein Weg in den Werken&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Bernt von Heiseler]]: &amp;#039;&amp;#039;Lebenswege der Dichter. Vier Beiträge.&amp;#039;&amp;#039; Bertelsmann, Gütersloh 1958, S. 199–256. (Überarbeitete Fassung der Schrift mit demselben Titel von 1932)&lt;br /&gt;
* Helga Fleiss: &amp;#039;&amp;#039;Traum und Wirklichkeit bei Henry von Heiseler&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation, [[Karl-Franzens-Universität Graz]] 1970&lt;br /&gt;
* Carola L. Gottzmann/Petra Hörner: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der deutschsprachigen Literatur des Baltikums und St. Petersburgs&amp;#039;&amp;#039;. Verlag [[Walter de Gruyter]], Berlin 2007. Bd. 2, S. 558–563. ISBN 978-3-11019338-1&lt;br /&gt;
* {{NDB|8|454|455|Heiseler, Henry August Kaspar von|Klaus Günther Just|118709933}}&lt;br /&gt;
* Martin Tamcke: &amp;#039;&amp;#039;»Ich bin ein halber Russe.« Henry von Heiseler (1875‒1925) und seine russische Teilidentität&amp;#039;&amp;#039;, Verlag [[Edition Ruprecht]], Göttingen 2020, ISBN 978-3-8469-0277-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118709933}}&lt;br /&gt;
* {{Zeno-Autor|Literatur/M/Heiseler,+Henry+von}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118709933|LCCN=no99086263|VIAF=95186386}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Heiseler, Henry von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Englischen]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:George-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1875]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1928]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Heiseler, Henry von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Heiseler, Henry August Kaspar von (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Übersetzer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Dezember 1875&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sankt Petersburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. November 1928&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Haus Vorderleiten]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nuuk</name></author>
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