<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Henry_Yule</id>
	<title>Henry Yule - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Henry_Yule"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Henry_Yule&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T23:31:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Henry_Yule&amp;diff=1021647&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Catullus26: /* Einzelnachweise */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Henry_Yule&amp;diff=1021647&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-18T15:25:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Henry-Yule.jpg|mini|Sir Henry Yule (1820–1889), um 1880; Gemälde von [[Theodore Blake Wirgman]]&amp;lt;ref&amp;gt;Zu Datierung, Entstehung und Verbleib des Bildes siehe Amy Frances Yule: &amp;#039;&amp;#039;Memoir.&amp;#039;&amp;#039; S.xxxiii, Fußnote 23.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sir &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Henry Yule&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Order of the Star of India|KCSI]] [[Order of the Bath|CB]] (* [[1. Mai]] [[1820]] in [[Inveresk]], bei [[Edinburgh]], [[Schottland]]; †&amp;amp;nbsp;[[30. Dezember]] [[1889]] in [[London]]) war ein [[Schottland|schottischer]] [[Ingenieur]], [[Geograph]], [[Eisenbahn]]planer und [[Orientalist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Familie, Jugend, Geschwister ===&lt;br /&gt;
Yule wurde als dritter Sohn von Major William Yule (1764–1839) geboren, einem Kenner und Sammler persischer und arabischer Schriften, stellvertretender [[Residentur (Kolonialgeschichte)|Resident]] an den Höfen von [[Oudh]] und [[Delhi]] (dort unter dem Residenten [[David Ochterlony]]). Nach seiner Rückkehr aus dem Militärdienst bei der [[Bengal Army]] in [[Indien]] (1806) gab er die &amp;#039;&amp;#039;Apothegms of Ali&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Sinnsprüche Alis&amp;#039;&amp;#039;, des Schwiegersohns des [[Prophet]]en [[Mohammed]]), auf [[Arabische Sprache|Arabisch]], in einer alten [[Persische Sprache|persischen]] und einer eigenen englischen Übersetzung heraus (1832). Zudem galt er als vehementer Gegner der Sklaverei bis zu ihrem Verbot im Jahr 1834&amp;lt;ref&amp;gt;Amy Frances Yule: &amp;#039;&amp;#039;Memoir.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Marco Polo.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, S. xxviii.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die drei Söhne folgten seinem Beispiel und gingen alle nach Indien. Dies waren (außer Henry)&lt;br /&gt;
* George Udny Yule (1813–1886), 1832 Eintritt in den Bengal Civil Service, befriedete als [[Commissioner]] der [[Bhagalpur (Bihar)|Bhagalpur-Region]] die [[Santal (Volk)|Santals]] nach deren [[Santal-Aufstand|Aufstand]] von 1855–56, danach Chief-Commissioner von [[Oudh]]. 1862 Heirat, anschließend [[Residentur (Kolonialgeschichte)|Resident]] in [[Hyderabad (Staat)|Hyderabad]] und 1867 Berufung in den Rat des Generalgouverneurs. Nach 30 Jahren Aufenthalt in Indien 1859 erstmals (gemeinsam mit seinem Bruder Henry) Rückkehr nach England und nach der Pensionierung 1869 Ansiedlung in [[London]] in der Nähe seines Bruders Henry.&lt;br /&gt;
* Robert Yule (1817–1857), fiel als [[Kavallerie|Kavallerist]] während des [[Indischer Aufstand von 1857|Indischen Aufstands]].&lt;br /&gt;
Ihr Onkel, der jüngere Bruder des Vaters, Udney Yule, war Resident auf [[Java (Insel)|Java]] unter Gouverneur Sir [[Thomas Stamford Raffles]] (1781–1826) gewesen, dem Gründer von [[Singapur]] (1819).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schule, Ausbildung, Dienst in Indien ===&lt;br /&gt;
Nach dem frühen Tod der Mutter erhielt Henry Yule seine schulische Ausbildung u.&amp;amp;nbsp;a. in [[Edinburgh]], bevor er 1836 zum Rechtsstudium zur [[University College London|University College]] nach London wechselte; da er die Karriere beim Militär jedoch vorzog, besuchte er 1837 das Militärcolleg der [[Britische Ostindien-Kompanie]] in [[Addiscombe]] und seit 1839 die [[Ingenieur]]schule der [[Royal Engineers]] in [[Chatham (Kent)|Chatham]]&amp;lt;ref&amp;gt;Amy Frances Yule: &amp;#039;&amp;#039;Memoir.&amp;#039;&amp;#039; S.xxxii.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bei den Mitschülern nahm er wegen seines starken Charakters, seiner klassischen Bildung, seines breiten Wissens, angeborenen Humors, Kameradschaftssinns und Rechtsgefühls rasch eine Anführerrolle ein. Hinzu kamen ein ausgezeichnetes Gedächtnis und musische Fähigkeiten wie Zeichentechnik sowie ein schauspielerisches Talent. 1840 trat Yule als Offizier bei den [[Bengal Engineers]] ein, wo man ihn bald im Nordosten des Landes in den [[Khasi-Hills]] im heutigen indischen Bundesstaat [[Meghalaya]] einsetzte, um Abtransportmöglichkeiten für die dort vorhandene Kohle zu erkunden; seine Berichte über die Ausbeutung der Eisenvorkommen und die dortige [[matrilinear]]e Gesellschaft wurden 1842 und 1844 im [[The Asiatic Society|&amp;#039;&amp;#039;Journal of the Asiatic Society of Bengal&amp;#039;&amp;#039;]] veröffentlicht&amp;lt;ref&amp;gt;In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the Asiatic Society Bengal.&amp;#039;&amp;#039; (JASB) Band xi, 1842, Teil ii, S. 853–857 ; Band xiii , 1844, Teol ii, S.&amp;amp;nbsp;612–631.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1843 heiratete Yule seine Cousine Annie, die ihn zunächst nach Indien begleitete, wegen ihrer schlechten Gesundheit aber bald nach England zurückkehren musste. Die nächsten Jahre verbrachte er im Nordwesten Indiens mit der Erneuerung des von den [[Mogulreich|Mogul]]-Herrschern eingerichteten Bewässerungssystems ([[Kanalbau]]). Hatte er bereits zuvor unter [[Robert Napier, 1. Baron Napier of Magdala|Robert Napier]] (1810–1890) an regionalen Militäraktionen teilgenommen, so war er auch am [[Sikh-Krieg (1845–1846)|Ersten]] (1845–46) und [[Zweiter Sikh-Krieg|Zweiten Sikh-Krieg]] (1848–49) aktiv, teilweise auch nur im Brückenbau, beteiligt. Als Leitender Ingenieur beaufsichtigte er später von [[Roorkee]] aus den Ausbau des [[Gangeskanal]]s, der das Zweistromland ([[Doab]]) zwischen dem Oberlauf des [[Ganges]] und der [[Yamuna]] bewässern sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächsten drei Jahre (1849–52) kehrte er nach Edinburgh zu seiner Frau zurück und kaufte dort ein Haus; 1852 wurde die Tochter Amy Frances geboren. Yule war während dieser Zeit als Dozent an der [[Scottish Naval and Military Academy|Schottischen Marine- und Militärakademie]] in Edinburgh tätig und beschäftigte sich schriftstellerisch mit dem Befestigungswesen&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Fortification for the Officers of the Army and Students of Military History.&amp;#039;&amp;#039; 1851, unautorisierte französische Übersetzung 1858; Amy Frances Yule: &amp;#039;&amp;#039;Memoir.&amp;#039;&amp;#039; S. xxxix.&amp;lt;/ref&amp;gt;, der Rolle der britischen Flotte beim ostafrikanischen [[Sklavenhandel]] und [[Tibet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr nach [[Bengalen]] im Jahr 1853 schrieb Yule Berichte über seine Erkundungsreise durch [[Rakhaing-Staat|Arakan]], den unwegsamen Küstenstrich zwischen Bengalen und dem heutigen [[Myanmar]], dem damaligen [[Burma]], bei dem er fast umgekommen wäre, sowie über die Befestigungsanlagen von [[Singapur]]&amp;lt;ref&amp;gt;Das schottische Bevölkerungselement war in Singapur laut Yule so stark vertreten, dass er, &amp;quot;als Geographielehrer versucht wäre, Edinburgh, Glasgow, Dundee und Singapur als die vier Hauptstädte Schottlands zu bezeichnen&amp;quot;; Amy Frances Yule: &amp;#039;&amp;#039;Memoir.&amp;#039;&amp;#039; S. xliii.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In seiner Eigenschaft als [[Under-Secretary]] der Abteilung für Öffentliche Arbeiten (seit 1858 als Secretary) hatte Yule nun vor allem die für Entwicklung des [[Eisenbahn]]-Schienennetzes zu sorgen, wobei er aus Kostengründen die – sogar aus seiner eigenen Sicht im Nachhinein falsche – Entscheidung für das [[Indian Railways|Meterspurnetz]] traf, das sich im Nachhinein durch das rasante Anwachsen des Verkehrs, der Exporte und transportierten Gewichte als kostspielig im Betrieb, aufwändig in der Unterhaltung und bis heute als quälendes Verkehrshindernis erwies.&amp;lt;ref&amp;gt;Amy Frances Yule: &amp;#039;&amp;#039;Memoir.&amp;#039;&amp;#039; S. xliv, S. l.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Sekretär von Colonel [[Arthur Purves Phayre]] begleitete er diesen 1855 auf einer politischen Mission nach [[Ava (Myanmar)|Ava]], die er 1858 in seiner selbst illustrierten &amp;#039;&amp;#039;Narrative of the Mission to the Court of Ava&amp;#039;&amp;#039; beschrieb. Die heitere, ungezwungene Atmosphäre in [[Burma]] sagte ihm mehr zu als der mühsame Bürokratenalltag in der Hauptstadt Calcutta. Das Werk brachte ihm erstmals öffentliche Anerkennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yule stand zwar in engem, ja freundschaftlichem Kontakt mit Generalgouverneur [[James Broun-Ramsay, 1. Marquess of Dalhousie|Lord Dalhousie]] (1812–1860) und Generalgouverneur (später Vizekönig) [[Charles Canning, 1. Earl Canning|Lord Canning]] (1812–1862), die Ereignisse um den [[Indischer Aufstand von 1857|Indischen Aufstand]] von 1857–58 und der damit verbundene Zustrom zahlreicher, mit den indischen Verhältnissen nicht vertrauter Soldaten, die er als dafür Verantwortlicher, dazu noch unter großem Zeitdruck, unterbringen musste (so z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Prayagraj|Allahabad]]) sowie die Spannungen zwischen den [[British Army|Offizieren der Queen]] und dem Offizierskorps der Kompanie (&amp;#039;&amp;#039;Company Army&amp;#039;&amp;#039;), entfremdeten ihn mehr und mehr seiner Arbeit, so dass er den Dienst 1862 im Rang eines [[Oberst|Colonel]] quittierte. Nach dem frühen Tod seiner beiden Gönner und Fürsprecher, Lord Dalhousie und Lord Canning, ohne Perspektive auf eine Karriere in England, zog sich Yule ins Privatleben zurück. Für seine Verdienste wurde er jedoch 1863 als Companion des [[Order of the Bath|Bathordens]] (&amp;#039;&amp;#039;CB&amp;#039;&amp;#039;) ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schriftstellerische Tätigkeiten nach dem Ausscheiden aus dem indischen Dienst ===&lt;br /&gt;
Nach Aufenthalten in der [[Schweiz]], der [[Toskana]] und [[Savoyen]] ließ sich Yule, seiner herzkranken Frau und seiner Tochter zuliebe, die nächsten elf Jahre in dem wärmeren Klima [[Palermo]]s auf [[Sizilien]] nieder, wo er sich der mittelalterlichen Geschichte und Geographie Süd- und [[Zentralasien]]s widmete. Dort erlebte er auch den letzten Krieg mit Österreich, die gewaltsame Unterdrückung der [[Mönchsorden]] und den Ausbruch der [[Cholera]] 1867, die durch Truppen eingeschleppt worden war. 1863 publizierte er den Bericht des Dominikanermönchs [[Jordanus Catalanus de Severac]] (1290–1336), des ersten Bischofs von [[Quilon]] an der indischen [[Malabarküste]], 1866 &amp;#039;&amp;#039;Cathay and the Way Thither&amp;#039;&amp;#039; (1866), eine Sammlung früher Reiseberichte, sowie 1871 das Buch &amp;#039;&amp;#039;Book of [[Marco Polo]]&amp;#039;&amp;#039;, für das zahlreiche Archivreisen nach Venedig, Paris, Florenz und London unternahm sowie eine umfangreiche Korrespondenz führte und für die er unter anderem die Goldmedaille der [[Royal Geographical Society]] erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betätigung im Freien (Sport, Natur, Gärtnern, Reiten) lagen Yule angesichts seiner ausgedehnten literarischen und historischen Interessen nicht, er galt jedoch als guter Schwimmer, war gesellig und gastfreundlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Auseinandersetzung mit H.M. Stanley ====&lt;br /&gt;
Nach dem Tod seiner Frau im Jahr 1875 kehrte Yule nach England zurück und wurde (durch Parlamentsbeschluss sogar lebenslanges) Mitglied des [[Government of India Act 1858|India Council]] (Indischen Rats), wo er sich mehrmals (vergeblich) für die Interessen der Einheimischen einsetzte. 1877 heiratete Yule erneut, seine zweite, zwanzig Jahre jüngere Frau Mary Wilhelma starb jedoch bereits 1881. Als Vizepräsident der [[Royal Geographical Society]] (1887–89) wandte er sich 1878 vehement gegen die brutalen Ansichten und Methoden, die der Afrikaforscher, Journalist und Buchautor [[Henry Morton Stanley]] (1841–1904) als Agent des belgischen Königs [[Leopold II. (Belgien)|Leopold]] auf seinen Reisen im [[Kongo-Freistaat|Kongo]] an den Tage gelegt hatte und verhinderte damit eine formale Grußadresse der Gesellschaft – eine Reaktion, die Yule in der kolonial aufgeheizten Atmosphäre der Zeit die Anwartschaft auf die Präsidentschaft der Society kostete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaftliche Tätigkeiten und Ehrungen ===&lt;br /&gt;
1883 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Göttinger [[Akademie der Wissenschaften zu Göttingen|Akademie der Wissenschaften]] gewählt&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Krahnke: &amp;#039;&amp;#039;Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, Band 246 = &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Mathematisch-Physikalische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, Band 50). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 265.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie als Ehrenmitglied (&amp;#039;&amp;#039;Honorary Fellow&amp;#039;&amp;#039;) in die [[Royal Society of Edinburgh]] aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://rse.org.uk/wp-content/uploads/2021/07/RSE-Fellows-BiographicalIndex-2.pdf| titel=Fellows Directory. Biographical Index: Former RSE Fellows 1783–2002, Part Two | hrsg=Royal Society of Edinburgh| zugriff=2020-04-27| format=PDF-Datei}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zusammenarbeit mit dem [[Sanskrit]]isten und Juristen [[Arthur Coke Burnell|Arthur C. Burnell]] (1840–1882) gab Yule zudem 1886 ein bis heute unverzichtbares Nachschlagewerk für angloindische Begriffe und Bezeichnungen heraus, den so genannten &amp;#039;&amp;#039;[[Hobson-Jobson]] : A Glossary of Colloquial Anglo-Indian Words and Phrases, and of Kindred Terms, Etymological, Historical, Geographical and Discursive&amp;#039;&amp;#039;, ein Werk, das ihm wohl die weiteste Verbreitung einbrachte und bis heute in der zweiten, erweiterten und ergänzten Auflage von 1903 (unter Mitarbeit von [[William Crooke]]) unverändert nachgedruckt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die 1846 gegründete [[Hakluyt Society]], deren Präsident er von 1877–89 war, gab Yule als sein letztes größeres Werk 1887–89 das dreibändige Tagebuch des Indien-Händlers und englischen Gouverneurs von Bengalen, [[William Hedges]] (1632–1701), heraus, das tiefe Einblicke in das Innen- und Alltagsleben der Kompanie gewährt und unter anderem die abenteuerliche Biographie von [[Thomas Pitt|Thomas &amp;quot;Diamond&amp;quot; Pitt]] (1653–1727), des Großvaters von [[William Pitt, 1. Earl of Chatham|William Pitt]] enthält, der als [[Freihandel|Interloper]] (Freihändler) das [[Monopol]] der [[Englische Ostindienkompanie|Englischen Ostindienkompanie]] herausforderte und mit dem Erwerb des [[Regent (Diamant)|Regent-Diamanten]] die Grundlage für das Familienvermögen der Familie Pitt legte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1886 war Yule Royal Commissioner bei der Indian and Colonial Exhibition und wurde 1889 zum [[Order of the Star of India|&amp;#039;&amp;#039;Knight Commander of the Order of the Star of India&amp;#039;&amp;#039;]] (&amp;#039;&amp;#039;KCSI&amp;#039;&amp;#039;) ernannt. Als Ratgeber für [[orient]]alische Angelegenheiten war er an der Entstehung des &amp;#039;&amp;#039;[[Oxford English Dictionary]]&amp;#039;&amp;#039; beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstiges ===&lt;br /&gt;
* Yule litt wie sein Bruder Robert und fünf Generationen seiner Familie in mütterlicher Linie unter &amp;quot;Farbenblindheit&amp;quot; ([[Rot-Grün-Sehschwäche]]), was den Entdecker dieser Farbenfehlsicht, [[John Dalton]], zu Untersuchungen an ihm anregte.&amp;lt;ref&amp;gt;Rotweinfarbene Hosen waren das Resultat dieser Sehschwäche: &amp;quot;Sein Schneider meinte: &amp;#039;Nicht &amp;#039;&amp;#039;ganz&amp;#039;&amp;#039; unser üblicher Geschmack, Sir.&amp;#039;… &amp;#039;Unsinn, meine Hosen sind silbergrau!&amp;#039; &amp;quot; Schließlich ließ sich Yule überzeugen und verzichtete auf die ungewöhnliche Farbwahl; Amy Frances Yule: &amp;#039;&amp;#039;Memoir.&amp;#039;&amp;#039; S. xlix f. sowie Fußnote 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Yule konnte sehr hitzig, heftig aufbrausend und ungeduldig sein, gefolgt von Phasen tiefer Niedergeschlagenheit ([[Depression]]) und völligem Verstummen. Später gelang es ihm mehr und mehr, sich – teilweise durch Tricks wie Einzahlen in eine &amp;quot;Wutkasse&amp;quot; – zu disziplinieren und ausgeglichener zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Von den Einzahlungen in diese Kasse, die er selbst nach jedem Wutanfall (in diesem Fall wegen Unpünktlichkeit der einheimischen Arbeiter beim Kanalbau) mit einem festen Betrag fütterte, errichtete er in [[Roorkee]] eine Sonnenuhr, die die Betreffenden an den Wert der Zeit erinnern sollten; Amy Frances Yule:  &amp;#039;&amp;#039;Memoir.&amp;#039;&amp;#039; S. xxxvii.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Aufgrund seiner Ähnlichkeit mit [[Giuseppe Garibaldi|Garibaldi]] (1807–1882) wurde Yule in [[Italien]] gelegentlich mit dem italienischen Freiheitshelden verwechselt.&amp;lt;ref&amp;gt;Amy Frances Yule: &amp;#039;&amp;#039;Memoir.&amp;#039;&amp;#039; S. lviii.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Yule sprach fließend Deutsch und übersetzte Schillers &amp;#039;&amp;#039;Kampf mit dem Drachen&amp;#039;&amp;#039; ins Englische&amp;lt;ref&amp;gt;Amy Frances Yule: &amp;#039;&amp;#039;Memoir.&amp;#039;&amp;#039; S. xxxviii.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lebensbeschreibung, Schriften ===&lt;br /&gt;
Der posthum erschienenen dritten Ausgabe seines &amp;#039;&amp;#039;Marco Polo&amp;#039;&amp;#039; (1903) ist ein ausführliches &amp;#039;&amp;#039;Memoir&amp;#039;&amp;#039; seiner Tochter Amy Frances vorangestellt (S.XXVII-LXXIV); im Anschluss daran befindet sich ein nahezu vollständiges Verzeichnis seiner Schriften (S.LXXV-LXXVII).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hauptwerke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The book of Ser [[Marco Polo]] the Venetian concerning the kingdoms and marvels of the East&amp;#039;&amp;#039;, 1871; 3. Auflage, John Murray, London 1903. ([https://archive.org/details/bookofsermarcopo00polo/page/n7/mode/1up?view=theater Digitalisat])&lt;br /&gt;
* mit [[Henri Cordier (Orientalist)|Henri Cordier]]: &amp;#039;&amp;#039;Cathay and the Way Thither; Being a Collection of Medieval Notices of China.&amp;#039;&amp;#039; New Edition, Revised Throughout in the Light of Recent Discoveries; Second edition. Hakluyt Society. Second Series. Bände XXXVIII, XXXIII, XXXVII, XLI. London 1913–1916.&lt;br /&gt;
** Band I: xxiii, (1), 318, (2), xxxvi pages + frontis + 2 folding maps.&lt;br /&gt;
** Band II: xii, (2) 367 pages + frontis + 5 in-text illustrations + 3 maps on one folding sheet in pocket at end.&lt;br /&gt;
** Band III: xv, (1), 359 pages + 3 in-text illustrations.&lt;br /&gt;
** Band IV: xii, (2), 269 pages + folding map in pocket at end of Volume IV.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Inhalt:&lt;br /&gt;
** Dedication and Preface; Preface to Second Edition; Table of Contents: Preliminary Essay on the Intercourse of China and the Western Nations Previous to the Discovery of the Sea-Route by the Cape; Cathay and the Way Thither:&lt;br /&gt;
** Band I: The Travels of Friar [[Odorich von Portenau|Odoric of Pordenone]] (1316–1330).&lt;br /&gt;
** Band II: Letters and Reports of Missionary Friars from Cathay and India (1292–1338).&lt;br /&gt;
** Band III: Cathay Under the Mongols: Extracted from [[Raschīd ad-Dīn|Rashiduddin’s]] History (circa 1300–1307).&lt;br /&gt;
** Band IV: [[Francesco Balducci Pegolotti|Pegolotti]]&amp;#039;s Notices of the Land Routes to Cathay, etc. (circa 1330–1340).&lt;br /&gt;
** Band V: [[Giovanni de Marignolli|John de Marignolli]]&amp;#039;s Recollections of Eastern Travel (1338–1353).&lt;br /&gt;
** Band VI: [[Ibn Batuta]]&amp;#039;s Travels in Bengal and China (circa 1347).&lt;br /&gt;
** Band VII: The Journey of [[Benedict Goes]] from Agra to Cathay (1602–1607); Notes; Index.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
* &amp;quot;I have not to praise a work which has been for a long time the vade-mecum of all those engaged in the study of the Far East in Ancient and Middle Ages. All agree in considering it as the indispensabl e guide of all those interested in the historical geography not only of China, not only of Central Asia, but also of Asia at large. At the time of its appearance, it included well nigh all that was then known regarding the history of the East, notwithstanding the title showing the modesty of the learned editor. &amp;quot;- Aus dem Vorwort von Henry Cordier zur zweiten Ausgabe (1915)&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Tyrannei und Grausamkeit erregten seinen Zorn und seine Empörung, und so erhob er heftigen Protest gegen die Methoden eines H.M. Stanley. Was seinen Groll - von der Grausamkeit abgesehen - als nächstes erregte, war das Versäumnis eines Autors, seinem Werk ein Register beizugeben.&amp;quot; - Markham, &amp;#039;&amp;#039;The Royal Geographical Society&amp;#039;&amp;#039; (1881), S. 461, zitiert und übersetzt nach Driver: &amp;#039;&amp;#039;Yule.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Oxford Dictionary of National Biography.&amp;#039;&amp;#039; (ODNB)&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Auch in den Literaturen von Frankreich, Italien, Deutschland und anderen Ländern ist der mächtig treibende Einfluss der Yuleschen Methode, welche wissenschaftliche Gründlichkeit mit anmuthender Form verbindet, bemerkbar&amp;quot;; Freiherr von Richthofen. In: &amp;#039;&amp;#039;Verhandlungen der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin xvii (1890).&amp;#039;&amp;#039; zitiert nach Amy Frances Yule,: &amp;#039;&amp;#039;Memoir.&amp;#039;&amp;#039; S.lxii.&lt;br /&gt;
* Über Henry Yules Marco-Polo-Ausgabe: &amp;quot;Die Kommentare dieses vielsprachigen englischen Indienkenners und Spezialisten für Reiseliteratur sind für die Polo-Forschung noch immer nützlich; für Laien und Fachleute bleiben sie eine faszinierende Lektüre.&amp;quot; Elise Guignard: &amp;#039;&amp;#039;Marco Polo. Il Milione. Die Wunder der Welt&amp;#039;&amp;#039;. Manesse, Zürich 1983, S.&amp;amp;nbsp;444: &amp;#039;&amp;#039;Nachwort.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Werke ==&lt;br /&gt;
* mit Arthur C. Burnell; [[William Crooke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[http://dsal.uchicago.edu/dictionaries/hobsonjobson/index.html Hobson-Jobson].&amp;#039;&amp;#039; 1886.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fortification for the use of officers and students.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Edinburg 1854 f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Narrative of the mission sent by the government of India to the court of Ava in 1855.&amp;#039;&amp;#039; London 1858.&lt;br /&gt;
* (Übersetzung aus dem Lateinischen:) [Jordanus]: &amp;#039;&amp;#039;Mirabilia descripta. The wonders of the East etc.&amp;#039;&amp;#039; London 1863.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geography and history of the regions on the Oxus.&amp;#039;&amp;#039; London 1872.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{OxfordDNB |Autor=Felix Driver |Lemma=Yule, Sir Henry (1820–1889)|ID=30291|Stand=2013-01-10}}.&lt;br /&gt;
* Amy Frances Yule: &amp;#039;&amp;#039;Memoir of Sir Henry Yule&amp;#039;&amp;#039;. In: Henry Yule, Henri Cordier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The book of Ser Marco Polo the Venetian, concerning the kingdoms and marvels of the East.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, John Murray, London 1903, S.xxvii-lxxii ([https://archive.org/details/bookofsermarcopo001polo/page/n35/mode/2up archive.org]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.gutenberg.org/browse/authors/y The Travels of Marco Polo (Henry Yule)]&lt;br /&gt;
* [http://www.thoemmes.com/encyclopedia/yule.htm Henry Yule] bei [http://www.thoemmes.com/ Thoemmes Continuum]&lt;br /&gt;
* Digitale Versionen des &amp;#039;&amp;#039;Cathay and the way thither&amp;#039;&amp;#039; von Sir Henry Yule sind erhältlich im [http://dsr.nii.ac.jp/toyobunko/language/en.html.en Toyo Bunko Rare Books Archive] des Digital Silk Roads Project&lt;br /&gt;
* [http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=116936 Meyers Konversationslexikon (Yule)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116946636|LCCN=n/50/14621|VIAF=2573668|NDL=00461680}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Yule, Henry}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentralasiatische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person in den Sikh-Kriegen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Knight Commander des Order of the Star of India]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Companion des Order of the Bath]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Royal Society of Edinburgh]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manager (Schienenverkehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brite]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schotte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1820]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Yule, Henry&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Yule, Sir Henry (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=schottischer Orientalist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Mai 1820&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Inveresk]], [[Grafschaft Edinburgh]], [[Schottland]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Dezember 1889&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[London]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Catullus26</name></author>
	</entry>
</feed>