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	<title>Henry Pels - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Henry_Pels&amp;diff=1925535&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-03-09T07:33:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Henry Pels&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. Juni]] [[1865]] in [[Hamburg]]; † [[1. April]] [[1931]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Unternehmer]] in der [[Maschinenbau]]-Industrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Pels wuchs in Hamburg als Sohn eines [[Judentum|jüdischen]] [[Kaufmann]]s auf. Nach dem Besuch des [[Realgymnasium]]s in [[Hamburg-Altona|Altona]] absolvierte er eine [[kaufmännische Lehre]] bei der Firma &amp;#039;&amp;#039;Louis Freund&amp;#039;&amp;#039; in Hamburg. 1885 trat er in die [[Orenstein &amp;amp; Koppel|Berliner Maschinenfabrik Arthur Koppel]] ein, erhielt bereits nach zwei Monaten [[Prokura]] und wurde mit einer Reise nach Nord- und Südamerika beauftragt, um dort Filialen zu gründen. 1892 kehrte er nach Hamburg zurück und gründete ein eigenes Unternehmen unter der [[Firma]] &amp;#039;&amp;#039;Henry Pels &amp;amp; Co.&amp;#039;&amp;#039; für den Handel mit Werkzeugmaschinen, das er 1894 nach Berlin verlegte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902 gründete er mit der &amp;#039;&amp;#039;Maschinenfabrik J. A. John&amp;#039;&amp;#039; in Erfurt, für die er vorher schon als Alleinvertreter tätig gewesen war, die &amp;#039;&amp;#039;Berlin-Erfurter Maschinenfabrik Henry Pels &amp;amp; Co.&amp;#039;&amp;#039; mit dem Hauptsitz in [[Berlin-Borsigwalde]]. Die Fabrik stellte [[Blech]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;bearbeitungsmaschinen für die spanlose Umformung von gewalzten [[Stahlblech]]en her, die insbesondere von der [[Elektroindustrie]] nachgefragt wurden. Pels wurde damit zum Vorreiter der deutschen [[Umformtechnik]] und begründete einen neuen Industriezweig. Bis zum [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] produzierte die Fabrik im 1911 eingemeindeten Industrievorort [[Ilversgehofen]] im Erfurter Norden Scheren, Lochstanzen und kombinierte Maschinen und entwickelte sich an ihrem Standort schnell zur großen Herstellerin von Umformtechnikmaschinen. Sie verfügte über Dutzende von [[Patent]]en über [[Niet|Stahlniet]]-Konstruktionen und die [[Stahl]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;plattenbauweise ihrer Umformmaschinen und damit über einen großen Wettbewerbsvorteil. Das Vertriebsnetz umfasste Filialen in [[Paris]], [[Brüssel]], [[Mailand]], [[London]], [[New York City|New York]] und [[Stockholm]]. 15 europäische Länder sowie Afrika, Amerika, Australien und Asien wurden beliefert. Über 90 Prozent der Produkte gingen in den Export. Im Ersten Weltkrieg lieferte Pels [[Lastwagen]] nach der Konstruktion von [[Joseph Vollmer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wandelte Pels 1922 das Unternehmen in eine [[Aktiengesellschaft]], die er als Alleinvorstand leitete. Als neuer Großkunde kam 1924 die [[Automobilindustrie]] hinzu. Nach den John’schen Scheren, Biege- und Lochmaschinen begann er den Bau von 500-t-Exzenterpressen zum Stanzen, Schneiden und Abgraten. Er ließ in den Folgejahren große Erweiterungsbauten errichten. Parallel dazu wuchs die Belegschaft. 1929 baute er für die Automobilindustrie eine Block- und Knüppelschere mit so sauberen Schnitten, dass die Abschnitte auch für Gesenkschmiedestücke oder Preßteile verwendet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine lang anhaltende Stabilität verdankte das Unternehmen zudem Großaufträgen aus der jungen [[Sowjetunion]], die schnell zu einem modernen Industriestaat entwickelt werden sollte. Pels wurde Vorsitzender einer deutsch-russischen Gesellschaft der Maschinenbauindustrie. Darüber hinaus war er Vorsitzender mehrerer Fachverbände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1931 kam es zu blutigen [[Streik]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;unruhen mit einem Todesopfer, für die die [[KPD]] bzw. die ihr nahestehende Streikleitung verantwortlich gemacht wurde. Selbst die sozialdemokratische Erfurter Zeitung „[[Tribüne (Erfurt)|Tribüne]]“ sprach von einem „Verbrechen der Moskauer in Erfurt-Nord“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henry Pels starb am 1. April 1931 in Berlin, seine Frau kurz nach ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkungen ==&lt;br /&gt;
=== Das Schicksal seiner Nachfahren ===&lt;br /&gt;
Sein einziger Sohn war als deutscher Offizier im Ersten Weltkrieg gefallen. Alleinerbin wurde seine Tochter Hanna (Johanna). Sie hatte den jüdischen Berliner Arzt Fritz Heine geheiratet, der ebenfalls Weltkriegsteilnehmer war. Er vertrat seine Frau, die bis 1936 Mehrheitsaktionärin war, im [[Aufsichtsrat]] der Aktiengesellschaft. Während der Zeit des [[Nationalsozialismus]] erwog das Ehepaar Heine die [[Emigration]], aber fühlte sich wie viele in ihrer Lage als Deutsche und vertrauten darauf, dass der nationalsozialistische Spuk bald vorübergehen werde. Ihr Sohn wanderte jedoch aus, und ihre Tochter konnte mit Hilfe des Berliner Pfarrers [[Heinrich Grüber]] nach [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland|Großbritannien]] verbracht werden. Nach der [[Wannseekonferenz]] wurden die Eltern mit dem zweiten Berliner Judentransport vom [[Bahnhof Grunewald]] aus zunächst in das [[Ghetto Litzmannstadt]], im [[Generalgouvernement]] gelegen, verschleppt und während der Auflösung des Ghettos am 3. Juli 1944 im [[Vernichtungslager Kulmhof]] ermordet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/directory.html.de?result#frmResults Opferdatenbank des Bundesarchivs Berlin]&amp;lt;/ref&amp;gt; Da sie auf diese Weise das Reichsgebiet verlassen hatten, wurde die [[Reichsfluchtsteuer]] erhoben und das noch verbliebene Vermögen eingezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Umformtechnik Erfurt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-23221-1159, Erfurt, VEB Schwermaschinenbau &amp;quot;Henry Pels&amp;quot;, Rohteillager.jpg|mini|Das Rohteillager 1954]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-K1202-0012, Erfurt, VEB Kombinat Umformtechnik, Werksgelände.jpg|mini|Das Werksgelände 1971]]&lt;br /&gt;
1936 wurden die Aktien der Familie als „jüdisches Eigentum“ durch das Deutsche Reich eingezogen. Das „arisierte“ Werk wurde der zur [[Quandt (Familie)|Quandt]]-Gruppe gehörenden &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Waffen- und Munitionsfabrik]] AG&amp;#039;&amp;#039; übertragen und beteiligte sich an der Kriegsproduktion. Hierzu wurde die Belegschaft auf über 1000 Personen vergrößert. Das Unternehmen überstand den Krieg und musste unter der sowjetischen Besatzung dann Erzeugnisse als Reparationen an die [[UdSSR]] liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1954 wurde der Betrieb zum &amp;#039;&amp;#039;[[Volkseigener Betrieb|VEB]] Pressen- und Scherenbau Henry Pels&amp;#039;&amp;#039;, später firmierte er als &amp;#039;&amp;#039;VEB Umformtechnik Erfurt&amp;#039;&amp;#039;. Mehrere andere Betriebe gliederte man diesem Unternehmen an. 1970 wurde das Unternehmen Kernstück des neu gegründeten [[Kombinat Umformtechnik|Kombinats Umformtechnik „Herbert Warnke“ Erfurt]], einem der vier Kombinate der &amp;#039;&amp;#039;[[VVB Werkzeugmaschinen und Werkzeuge]] (WMW)&amp;#039;&amp;#039;. Mit bis zu 19.000 Mitarbeitern, dazu etwa 5.000 Mitarbeitern im Stammbetrieb Erfurt, gehörte er zu den bedeutendsten Betrieben Thüringens und belieferte unter anderem auch Automobilhersteller wie die &amp;#039;&amp;#039;[[Volkswagen]] AG&amp;#039;&amp;#039; in Westdeutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 1990 wurde das Kombinat aufgelöst und in Erfurt mit Hilfe der [[Treuhandanstalt]] die &amp;#039;&amp;#039;Umformtechnik GmbH&amp;#039;&amp;#039; gegründet. 1994 wurde das Unternehmen an die [[Škoda (Maschinenbau)|Škoda AG]] in [[Pilsen]] verkauft. Die Geschäfte stabilisierten sich wieder und Erfurter Maschinen werden in der deutschen Automobilindustrie, aber auch in Russland, China oder Brasilien eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2001 erfolgte die Übernahme durch die [[Müller Weingarten AG]] in [[Weingarten (Württemberg)|Weingarten]], die sechs Jahre später von der [[Schuler AG]] aufgekauft wurde. Als einer der zentralen Produktions- und Servicestandorte des Schuler-Konzerns in Europa fertigt die Niederlassung &amp;#039;&amp;#039;Umformtechnik Erfurt&amp;#039;&amp;#039; Anlagen für die Automobil-, Zulieferer-, Elektro- und Hausgeräteindustrie. Die Produkte werden an einen weltweit tätigen Kundenkreis geliefert. Das Leistungsspektrum reicht von der Herstellung und Montage unterschiedlicher mechanisch und hydraulisch angetriebener Pressen bis hin zu umfassenden Servicedienstleistungen. Durch das „Contract Manufacturing“ werden außerdem Leistungen im Bereich Schweißteilherstellung, mechanische Bearbeitung und Montage sowie Inbetriebnahme angeboten. Die Fertigung von Spezialpressteilen (Außenlamellenträger, Pkw-Strukturteile etc.) ergänzt das Leistungs- und Kompetenzspektrum am Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1921: Verleihung der [[Ehrendoktor]]würde (als &amp;#039;&amp;#039;Dr.-Ing. E.h.&amp;#039;&amp;#039;) durch die [[Karlsruher Institut für Technologie#Geschichte|Technische Hochschule Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans-Dieter Nahme: &amp;#039;&amp;#039;Ein Deutscher im zwanzigsten Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; [[Hinstorff Verlag]], Rostock 2007, ISBN 978-3-356-01205-7.&lt;br /&gt;
* {{NDB|20|166|167|Pels, Henry|[[Hans Christoph Graf von Seherr-Thoß]]|138738823}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--* Henry Pels &amp;amp; Co. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Teilkatalog über Blechscheren, Lochstanzen und Eisenschneider.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1921. - Wohl keine &amp;quot;Literatur&amp;quot; über Henry Pels im Sinne der Wikipedia!--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.schulergroup.com/major/pool/01_Unternehmen/01_Standorte/Deutschland/Mueller_Weingarten_Erfurt/index.html Website der Schuler AG]&lt;br /&gt;
* [http://www.erfurt-web.de/Pels_Umformtechnik_Erfurt Geschichte von Pels-Umformtechnik-Müller Weingarten] auf erfurt-web.de&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=co/041797|TEXT=Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zur|NAME=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=138738823|VIAF=90995193}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pels, Henry}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Thüringen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Erfurt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1865]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1931]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pels, Henry&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Unternehmer in der Maschinenbau-Industrie&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Juni 1865&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. April 1931&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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