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	<title>Henry Goverts - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T00:36:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Henry_Goverts&amp;diff=1174750&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jürgen Engel: /* Literatur */ Zeichen gesetzt.</title>
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		<updated>2026-01-25T18:06:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Zeichen gesetzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Wilhelm Henry Goverts&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. Mai]] [[1892]] in [[Hamburg]]; † [[30. Mai]] [[1988]] in [[Vaduz]], [[Liechtenstein]]) war ein deutscher [[Verleger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goverts stammte aus einer wohlhabenden Hamburger Kaufmannsfamilie, deren männliche Angehörige meist als [[Versicherungsmakler (Deutschland)|Assekuranzmakler]] tätig waren.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hamburgisches Geschlechterbuch&amp;#039;&amp;#039;, Band 4, [[Deutsches Geschlechterbuch|DGB]] Band 23; Jhrg. 1913, S. 129.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er legte 1912 sein Abitur am [[Realgymnasium Lichterfelde|Lichterfelder Realgymnasium]] in Berlin ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Munzinger|00000008402|Abruf=2024-03-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Lehre als Kaufmann in einer Hamburger Export- und Importfirma leistete er seinen Militärdienst als [[Einjährig-Freiwilliger]]. In dieser Zeit brach der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] aus, in dessen Verlauf Goverts seit Dezember 1916 in [[Berlin]] als [[Adjutant]] diente. Während der [[Novemberrevolution]] von 1918 gehörte Goverts für eine kurze Zeit einem [[Arbeiter- und Soldatenrat]] an. Danach war er Regievolontär bei [[Max Reinhardt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;achtzig&amp;quot; &amp;gt;Dietrich Schaefer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Begegnung mit Henry Goverts. Zu seinem 80. Geburtstag dargebracht von den Freunden 28. Mai 1972.&amp;#039;&amp;#039; Goverts Krüger Stahlberg Verlag, Frankfurt am Main 1972, S. 65 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goverts studierte seit 1919 Soziologie an [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]], wo er einen Freundeskreis fand, dem [[Carl Zuckmayer]], [[Carlo Mierendorff]] und [[Theodor Haubach]] angehörten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;achtzig&amp;quot; /&amp;gt; 1924 wurde Goverts über das Volkserziehungsprogramm von [[John Ruskin]] bei [[Alfred Weber]] promoviert. Für Weber arbeitete er dann als dessen Assistent. 1927 hielt Goverts Vorlesungen an der [[Universität Hamburg]] über &amp;#039;&amp;#039;Das alte und das neue England in Kultur und Kunst.&amp;#039;&amp;#039; Infolge dieser Vortragstätigkeiten konnte er an der Hamburger [[Volkshochschule]] lehren und journalistisch arbeiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;achtzig&amp;quot; /&amp;gt; In Hamburg trat er dem &amp;#039;&amp;#039;Klub vom 3.&amp;amp;nbsp;Oktober&amp;#039;&amp;#039; bei – einer sozialliberalen Vereinigung, deren Mitglieder überwiegend jüngere [[SPD]]- und [[Deutsche Demokratische Partei|DDP]]-Politiker waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Christof Brauers: &amp;#039;&amp;#039;Die FDP in Hamburg 1945 bis 1953.&amp;#039;&amp;#039; S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung|NS-Machtübernahme]] verlor Goverts 1933 wegen seiner politischen Einstellung die lehrenden und journalistischen Tätigkeiten. Im Frühjahr 1934 begannen Henry Goverts und [[Eugen Claassen]] in [[Frankfurt am Main]] mit den Planungen für die Gründung eines eigenen Verlages. Dort gründeten die beiden Verleger im Dezember 1934 den &amp;#039;&amp;#039;H.&amp;amp;nbsp;Goverts Verlag&amp;#039;&amp;#039; mit dem Geschäftssitz in Hamburg. Als erstes Buch erschien im Oktober 1935 der Roman &amp;#039;&amp;#039;Anna Linde&amp;#039;&amp;#039; von [[Editha Klipstein]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hilde Claassen: &amp;#039;&amp;#039;Brief vom Mai 1972.&amp;#039;&amp;#039; In: Dietrich Schaefer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Begegnung mit Henry Goverts. Zu seinem 80. Geburtstag dargebracht von den Freunden 28. Mai 1972.&amp;#039;&amp;#039; Goverts Krüger Stahlberg Verlag, Frankfurt am Main 1972, S. 11–15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verleger vermieden es, [[Literatur im Nationalsozialismus#Literatur im Dienst der Nationalsozialisten|nationalsozialistische Literatur]] zu veröffentlichen. Vielmehr konzentrierten sie sich auf Romane, Lyrik, Geistes- und Naturwissenschaften. Vor allem förderte der Verlag junge Autoren wie [[Emil Barth (Schriftsteller)|Emil Barth]], [[Horst Lange]], Otto Karsten, [[Gerhard F. Hering|Gerhard Hering]] und H.G. Rexroth.&amp;lt;ref name=&amp;quot;achtzig&amp;quot; /&amp;gt; Dieses Programm zeigte auch das Signet: Ein nackter Jüngling trägt eine [[Amphore]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dietrich Schaefer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Begegnung mit Henry Goverts. Zu seinem 80. Geburtstag dargebracht von den Freunden 28. Mai 1972.&amp;#039;&amp;#039; Goverts Krüger Stahlberg Verlag, Frankfurt am Main 1972, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem veröffentlichte der Verlag auch Übersetzungen italienischer und [[US-amerikanisch]]er Literatur. Ein besonderer Erfolg war im Jahr 1937 die deutsche Ausgabe von [[Margaret Mitchell]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Vom Winde verweht]]&amp;#039;&amp;#039; in der Übersetzung von [[Martin Beheim-Schwarzbach]]. 1938 erschien [[Herman Melville]]s Roman [[Moby-Dick|Moby Dick]] in deutscher Sprache. Goverts hielt Kontakte zu emigrierten Schriftstellern, so zum Heidelberger Freund Carl Zuckmayer, und besorgte in seinem Verlag dem entlassenen Rektor der [[Lichtwarkschule]] [[Heinrich Landahl]] eine Anstellung als Lektor. Beide kannten sich aus dem &amp;#039;&amp;#039;Klub vom 3.&amp;amp;nbsp;Oktober.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Christof Brauers: &amp;#039;&amp;#039;Die FDP in Hamburg 1945 bis 1953.&amp;#039;&amp;#039; S. 73.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Goverts FriedhofOhlsdorf (3).jpg|mini|Kissenstein für &amp;#039;&amp;#039;Henry Goverts&amp;#039;&amp;#039; auf dem Familiengrab auf dem [[Friedhof Ohlsdorf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1945 musste Goverts wegen seiner Verbindungen zur [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandsgruppe]] [[Kreisauer Kreis]] nach Vaduz (Liechtenstein) fliehen&amp;lt;ref name=&amp;quot;hama&amp;quot; &amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verleger Henry Goverts gestorben.&amp;#039;&amp;#039; In: Hamburger Abendblatt vom 3. Juni 1988.&amp;lt;/ref&amp;gt;, wo seine Mutter lebte. Dort blieb er auch nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] und war Gründungsmitglied im [[P.E.N.-Club Liechtenstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg erhielt Goverts zusammen mit seinem Gesellschaftern von der [[Britische Besatzungszone|britischen Besatzungsmacht]] die Lizenz, den Verlag unter der Firmierung Claassen &amp;amp; Goverts neu zu gründen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hama&amp;quot; /&amp;gt; 1947 trennte sich Goverts von diesem Verlag, den Eugen Claassen nun unter dem Namen [[Claassen-Verlag]] weiterführte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vinz&amp;quot; &amp;gt;Curt Vinz, Günter Olzog (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dokumentation deutschsprachiger Verlage.&amp;#039;&amp;#039; 8. Ausgabe. Günter Olzog Verlag, München/Wien 1983, S. 86 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Goverts empfing den Schriftsteller [[Wolfgang Borchert]] an der Schweizer Grenze, als dieser per Bahn am 18. September 1947 ab Hamburg zur Erholung nach [[Davos]] reisen wollte. Borchert war schon schwer krank, wurde ins [[Basel|Basler]] St.-Clara-Spital eingeliefert, schrieb weiterhin und starb dort zwei Monate später. Gemeinsam mit Alfred Scherz vom Schweizer [[Scherz Verlag]] gründete Goverts 1950 die Niederlassung &amp;#039;&amp;#039;Scherz &amp;amp; Goverts Verlag GmbH&amp;#039;&amp;#039; in [[Stuttgart]]. Nach dem Tode von Alfred Scherz übernahm Rudolf Streit-Scherz den Verlag. 1957 trennte sich Goverts von Scherz und gründete den &amp;#039;&amp;#039;Henry Goverts Verlag&amp;#039;&amp;#039;, den er bis 1964 führte.&amp;lt;ref&amp;gt;Curt Vinz, Günter Olzog (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dokumentation deutschsprachiger Verlage.&amp;#039;&amp;#039; 8. Ausgabe. Günter Olzog Verlag, München/Wien 1983, S. 335 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Verlag übernahm dann die [[Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck|Holtzbrinck-Gruppe]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;hama&amp;quot; /&amp;gt; Im Goverts Verlag erschienen u.&amp;amp;nbsp;a. [[Wolfgang Koeppen]], [[Richard Gerlach]], [[Editha Klipstein]], [[Horst Lange]] und [[Erich Kuby]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henry Goverts wurde im Familiengrab &amp;#039;&amp;#039;Goverts&amp;#039;&amp;#039; auf dem [[Friedhof Ohlsdorf|Ohlsdorfer Friedhof]] in Hamburg im Planquadrat V24 an der &amp;#039;&amp;#039;Waldstraße&amp;#039;&amp;#039; südöstlich vom &amp;#039;&amp;#039;Nordteich&amp;#039;&amp;#039; beigesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedhof-hamburg.de/besucher/prominente/ Prominenten-Gräber]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* Hendrik &amp;lt;!-- Schreibweise korrekt!--&amp;gt; Goverts: &amp;#039;&amp;#039;Der Weg. Frühe Gedichte.&amp;#039;&amp;#039; Die Dachstube, Darmstadt 1923&lt;br /&gt;
* Henry Goverts (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Student im Ausland. Heidelberger Berichte zum Universitätsleben der Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Hörning, Heidelberg 1930.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Dietrich Schaefer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Begegnung mit Henry Goverts. Zu seinem 80. Geburtstag dargebracht von den Freunden 28. Mai 1972.&amp;#039;&amp;#039; Goverts Krüger Stahlberg Verlag, Frankfurt am Main 1972.&lt;br /&gt;
* Dietrich Schaefer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Henry Goverts zum 90. Geburtstag. Eine Auswahl seiner Briefe aus den Jahren 1937–1955.&amp;#039;&amp;#039; Studiodruck, Nürtingen-Raidwangen 1982.&lt;br /&gt;
* Anne-Margret Wallrath-Janssen. &amp;#039;&amp;#039;Der Verlag H. Goverts im Dritten Reich. (= Archiv für Geschichte des Buchwesens, Studien Band 5.)&amp;#039;&amp;#039; Dissertation Universität Göttingen 1999. Saur, München 2007, ISBN 978-3-598-24904-4, [https://books.google.de/books?id=6yghFFiyP54C&amp;amp;hl=de Google Books.]&lt;br /&gt;
* Bernhard Zeller (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Eugen Claassen. Von der Arbeit eines Verlegers. Mit einer Bibliographie der Verlage H.&amp;amp;nbsp;Goverts, Claassen &amp;amp; Goverts, Claassen 1935–1966.&amp;#039;&amp;#039; Katalog zur Ausstellung von Juni bis August 1981 im [[Schiller-Nationalmuseum]] Marbach, bearbeitet von Reinhard Tgahrt, Huguette Herrmann, Gudrun Karlewski, Monika Waldmüller. Marbacher Magazin 19/1981.&lt;br /&gt;
* Carl Zuckmayer: &amp;#039;&amp;#039;[[Geheimreport]].&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 2004, ISBN 3-423-13189-6, Literaturverzeichnis S. 481–509.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118696777}}&lt;br /&gt;
* Gründungskomitee P.E.N. Liechtenstein https://www.pen-club.li/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118696777|VIAF=22936093}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Goverts, Henry}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1892]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1988]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Goverts, Henry&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Goverts, Wilhelm Henry&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Verleger und Verlagsgründer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Mai 1892&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Mai 1988&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Vaduz]], Liechtenstein&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jürgen Engel</name></author>
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