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	<title>Henri Pousseur - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Henri_Pousseur&amp;diff=405994&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schotterebene: Rechtschreibung</title>
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		<updated>2025-11-27T07:36:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rechtschreibung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Henri Pousseur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Juni]] [[1929]] in [[Malmedy]]; † [[6. März]] [[2009]] in [[Brüssel]]) war ein [[Liste belgischer Komponisten klassischer Musik|belgischer Komponist]] und [[Musiktheorie|Musiktheoretiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach erstem Musikunterricht bei Herman Barg und Eugène Micha in Malmedy studierte Henri Pousseur von 1947 bis 1952 am königlichen Konversatorium in [[Lüttich]]. Sein Orgellehrer [[Pierre Froidebise]] führte ihn an avantgardistische Musik heran, im Besonderen an die [[Zwölftonmusik]], und machte ihn mit [[Pierre Boulez]] bekannt. Bereits während seines ersten Studienjahres gründete er einen Studentenchor, mit dem er regelmäßig [[Musik des Mittelalters]] aufführte. Von 1949 bis 1952 war er Organist an der Kirche Saint-François des Sales in Lüttich. Nach einem unüberbrückbaren Streit über [[serielle Musik]] mit dem Direktor des Konservatoriums [[Fernand Quinet]] wechselte Pousseur ans [[Königliches Konservatorium Brüssel|Brüsseler Konservatorium]], wo er 1953 in der Klasse von [[Jean Absil]] sein Abschlussexamen in [[Fuge (Musik)|Fuge]]nlehre machte. In seiner Brüsseler  Zeit fand er einen Förderer in [[André Souris]] (1899–1970), der mit ihm seine eigenen Erfahrungen aus dem Brüsseler Studio teilte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1952 nahm er regelmäßig an den [[Darmstädter Ferienkurse|Ferienkursen für Neue Musik]] in Darmstadt und den [[Donaueschinger Musiktage]]n teil. Bei den Weltmusiktagen der [[Internationale Gesellschaft für Neue Musik|Internationalen Gesellschaft für Neue Musik]] (ISCM World Music Days) wurden 1952 in Salzburg seine &amp;#039;&amp;#039;3 Geistlichen Lieder&amp;#039;&amp;#039;, 1957 in Zürich beim ersten Konzert mit elektronischer Musik in der Geschichte der ISCM-Weltmusiktage &amp;#039;&amp;#039;Scambi&amp;#039;&amp;#039; und 1960 in Köln &amp;#039;&amp;#039;Mobile für 2 Klaviere&amp;#039;&amp;#039; aufgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://iscm.org/wnmd-world-new-music-days/previous-festivals/ Programme der ISCM World Music Days von 1922 bis heute]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Anton Haefeli: &amp;#039;&amp;#039;Die Internationale Gesellschaft für Neue Musik – Ihre Geschichte von 1922 bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Zürich 1982, S.&amp;amp;nbsp;480ff&amp;lt;/ref&amp;gt; 1957 arbeitete er mit [[Luciano Berio]] und [[Bruno Maderna]] im &amp;#039;&amp;#039;[[Studio di Fonologia Musicale]]&amp;#039;&amp;#039; in Mailand und später im &amp;#039;&amp;#039;[[Studio für elektronische Musik (Köln)|Studio für elektronische Musik]]&amp;#039;&amp;#039; in Köln mit [[Karlheinz Stockhausen]]. 1958 gründete er in Brüssel das &amp;#039;&amp;#039;Studio de musique électronique Apelac&amp;#039;&amp;#039;. Von 1963 bis 1964 unterrichtete er an der [[Musik-Akademie der Stadt Basel]] und 1966 bis 1968 an der [[University at Buffalo, The State University of New York|Universität Buffalo]]. Seit 1970 unterrichtete er an der [[Universität Lüttich]], wo er mit Kollegen wie [[Pierre Bartholomée]] und [[Philippe Boesmans]] das &amp;#039;&amp;#039;Centre de recherches musicales de Wallonie&amp;#039;&amp;#039; (seit 2010 &amp;#039;&amp;#039;Centre Henri Pousseur&amp;#039;&amp;#039;) gründete. 1975 übernahm er die Leitung des Lütticher Konservatoriums, von dem er sich 1952 wegen seiner Differenzen mit dem Direktor zurückgezogen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem offiziellen Ruhestand im Jahr 1994 war er noch bis zum Sommer 1999 an der [[Katholieke Universiteit Leuven|Universität Leuven]] beschäftigt. Er schrieb in dieser Zeit fünf neue Werke, darunter vier in Erinnerung an seinen Vorgänger [[Karel Goeyvaerts]], gruppiert in einem großen Zyklus für Klavier und Orchester.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben fast 200 Partituren hat Pousseur in seinem Leben auch zahlreiche Artikel und mehrere Bücher über Musik geschrieben, zu denen unter anderem &amp;#039;&amp;#039;Fragments Théorique I: sur la musique expérimentale&amp;#039;&amp;#039; (Brussels: Université Libre de Bruxelles, 1970), &amp;#039;&amp;#039;Schumann le Poète: 25 moments d&amp;#039;une lecture de Dichterliebe&amp;#039;&amp;#039; (Paris: Klincksieck, 1993), und &amp;#039;&amp;#039;Musiques croisées&amp;#039;&amp;#039; (Paris: L&amp;#039;Harmattan, 1997) gehören. Ihm wurden Ehrendoktortitel der Universitäten von Metz und Lille III verliehen, und im Jahr 2004 erhielt er eine Auszeichnung für sein Lebenswerk von der [[Akademie Charles Cros]]. Die [[Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique]] nahm ihn 1986 als korrespondierendes Mitglied auf, 1989 wurde er volles Mitglied.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://academieroyale.be/fr/who-who-detail/relations/henri-pousseur/| titel=Académicien décédé: Henri Pousseur| hrsg=Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique| zugriff=2023-11-11| sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn Denis Pousseur (* 8.&amp;amp;nbsp;August 1958) studierte Klavier und wandte sich in seinen Anfangsjahren dem Jazz zu. Er wirkte am Entstehen einiger Werke des Vaters mit. Ab 1980 komponierte er mehrere Filmmusiken.&amp;lt;ref&amp;gt;Thierry Levaux: &amp;#039;&amp;#039;Le Dictionnaire des Compositeurs de Belgique du Moyen-Age à nos jours&amp;#039;&amp;#039;, S. 497–504, Editions: „Art in Belgium“ 2006, ISBN 2-930338-37-7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stil und Technik ==&lt;br /&gt;
In seinem [[Anton Webern]] verpflichteten Werk verwendete Pousseur die Mittel der [[Aleatorik]] und der [[Elektronische Musik|Elektronischen Musik]]; kompositorisch nutzte er die [[Zwölftonmusik]]. Neben Orchesterwerken schrieb er Stücke für kammermusikalische Besetzung unter Verwendung von [[Tonband]] und elektronischen Instrumenten. Seine Musik beschäftigte sich zudem mit [[Serialismus]] und offenen Formen und vermittelte zwischen so vermeintlich unvereinbaren Kompositionsstilen wie denen von [[Franz Schubert]] und Anton Webern &amp;#039;&amp;#039;(Votre Faust).&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
Insgesamt hinterließ Pousseur mehr als 150 Kompositionen&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Symphonies&amp;#039;&amp;#039; (1954), für fünfzehn Solisten&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Quintette à la mémoire d’Anton Webern&amp;#039;&amp;#039; (1955), für Klarinette, Bassklarinette, Violine, Violoncello und Klavier&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mobile&amp;#039;&amp;#039; (1957–58), für zwei Klaviere&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rimes&amp;#039;&amp;#039; (1958), für elektronische und konventionelle Instrumente&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Scambi&amp;#039;&amp;#039; (1958), elektronische Komposition, entstanden im Studio in Mailand&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Trois Visages de Liège&amp;#039;&amp;#039; (1961), elektronische Komposition&lt;br /&gt;
*  &amp;#039;&amp;#039;Couleurs croisées&amp;#039;&amp;#039; (1967), für großes Orchester&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Votre Faust&amp;#039;&amp;#039; (1969) Oper, bei der das Publikum über den Handlungsverlauf abstimmt, [[Libretto]] von [[Michel Butor]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Invitation à l&amp;#039;Utopie&amp;#039;&amp;#039; (1971), für Solisten und Ensemble, Sprecher und gemischten Chor, mit einem Text von M. Butor&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Le Seconde Apothéose de Rameau&amp;#039;&amp;#039; (1981), für Kammerorchester&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039; L&amp;#039;école d&amp;#039;Orphée&amp;#039;&amp;#039; (1989), für Sprechstimme, Orgel und [[Live-Elektronik]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Dichterliebesreigentraum]]&amp;#039;&amp;#039; (1993), für zwei Klaviere, Sopran, Bariton, Kammerchor und Kammerorchester, nach [[Heinrich Heine]] und [[Robert Schumann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Grove Music Online|22209|Pascal Decroupet|Pousseur, Henri}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118937464|TYP=Werke von und über}}&lt;br /&gt;
* [https://henripousseur.net/index.php Persönliche Webseite]&lt;br /&gt;
* Fabian Czolbe: [https://www.vifamusik.de/dokumentenserver/dissertationen-und-habilitationen/ Schriftbildliche Skizzenforschung zu Musik. Ein Methodenkurs anhand Henri Pousseurs Systèmes des Paraboles.] Berlin: Mensch und Buch Verlag, 2014. Open Access via [[ViFaMusik]]&lt;br /&gt;
* Rainer Nonnenmann: [https://www.nmz.de/node/68899 &amp;#039;&amp;#039;Der rückgewandte Avantgardist: Zur Erinnerung an Henri Pousseur&amp;#039;&amp;#039;], Nachruf in der [[Neue Musikzeitung|neuen musikzeitung]], Jg.&amp;amp;nbsp;58, Nr.&amp;amp;nbsp;4, 13.&amp;amp;nbsp;März 2009 (abgerufen am 20.&amp;amp;nbsp;Februar 2013)&lt;br /&gt;
* John Whiting: [https://www.theguardian.com/music/2009/jun/11/obituary-henri-pousseur &amp;#039;&amp;#039;Henri Pousseur: Avant-garde composer seeking a synthesis of sound and image&amp;#039;&amp;#039;], Nachruf in [[The Guardian]], 11.&amp;amp;nbsp;Juni 2009 (in englischer Sprache, abgerufen am 20.&amp;amp;nbsp;Februar 2013)&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- 404&lt;br /&gt;
* [http://www.scambi.mdx.ac.uk/ Scambi Projekt „Open Forms and Electroacoustic Music“] (in englischer Sprache)&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118937464|LCCN=n/80/133182|VIAF=59094808}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pousseur, Henri}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Belgien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Kirchenmusik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Chor)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (elektronische Musik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenmusiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Königliches Konservatorium Lüttich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Lüttich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste von Belgien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belgier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1929]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2009]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pousseur, Henri&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Pousseur, Henri Léon Marie Thérèse&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=belgischer Komponist und Musiktheoretiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Juni 1929&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Malmedy]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. März 2009&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Brüssel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schotterebene</name></author>
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