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	<title>Henning Göde - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T14:04:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Henning_G%C3%B6de&amp;diff=571221&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sebastian Wallroth am 4. September 2025 um 09:07 Uhr</title>
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		<updated>2025-09-04T09:07:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:HenningGoede.jpg|miniatur|Bildnis Henning Göde nach [[Martin Friedrich Seidel]]s Bilder-Sammlung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlosskirche Wittenberg - Monumente 06.jpg|miniatur|Epitaph Gödes, [[Peter Vischer der Ältere|Peter Vischer dem Älteren]] zugeschrieben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Henning Göde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Goede, Gode, Goden&amp;#039;&amp;#039;; * um [[1450]] in [[Werben (Elbe)|Werben]] bei [[Havelberg]]; † [[21. Januar]] [[1521]] in [[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberg]]) war ein deutscher [[Jurist]], Geistlicher und kurfürstlich-sächsischer Rat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Göde immatrikulierte sich im Sommersemester 1464 an der [[Universität Erfurt]] und erlangte 1474 den akademischen Grad eines [[Magister]] Artium. 1478 wurde er von der Stadt Erfurt nach [[Rom]] entsandt, um eine Erlaubnis zur Verlegung des Erfurter Nonnenklosters zu erwirken, damit man an dessen Stelle eine Burg errichten konnte. Bereits 1486 erlangte er die &amp;#039;&amp;#039;Licentia gradum sumendi&amp;#039;&amp;#039; und hielt von da an Vorlesungen an der Universität. Am 26. Oktober 1489 promovierte er zum [[Doktor]] beider Rechte, des weltlichen und des kirchlichen Rechts, und wurde als Mitglied der Juristenfakultät aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Funktion als Jurist beriet er die Räte von Städten, vor allem in Norddeutschland. Auch war er für verschiedene Fürstenhäuser tätig und vertrat diese als ausgezeichneter Redner an Reichstagen, Landtagen und bei Friedensverhandlungen. Er war auch als Berater des Rates der Stadt Erfurt tätig, von dem er besoldet wurde. Durch seine Tätigkeiten gelangte er zu einem weithin anerkannten Ansehen, so dass man ihn an der Universität Erfurt im Wintersemester 1486 und im Wintersemester 1489 zum [[Rektor]] der Einrichtung wählte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er Dekan der juristischen Fakultät wurde, erhielt er in diesem Zusammenhang eine Stelle als Kanoniker der Stiftskirche &amp;#039;&amp;#039;beatae Mariae virginis&amp;#039;&amp;#039;. Die von ihm verfassten Arbeiten lassen erkennen, dass er als Jurist über das damalige Durchschnittsmaß herausragte. Er war neuen Ideen gegenüber aufgeschlossen, hielt seine Studenten zum Studium der reinen Philosophie an und war dem aufstrebenden [[Humanismus]] gegenüber aufgeschlossen. 1509 kam es zu Streitigkeiten mit dem Rat von Erfurt, in dessen Folge Göde die Stadt am 13. Juli verließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wandte sich nach [[Gotha]], um sich als fürstlicher Rat den wettinischen Schutzherren zur Verfügung zu stellen. Im Sommer 1510 wurde ihm in der sächsischen Kurfürstlichen Residenzstadt [[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberg]] an der dortigen [[Leucorea|Universität]] die leitende Professur der juristischen Fakultät durch [[Friedrich III. (Sachsen)|Friedrich dem Weisen]] angeboten. Diese übernahm er am 8. Oktober, wurde damit zum [[Propst]] der [[Schloss Wittenberg|Schlosskirche]] und hielt Vorlesungen über den Dekretalentitel &amp;#039;&amp;#039;de constitutionibus&amp;#039;&amp;#039;. Als Berater des [[Kurfürst]]en begleitete er diesen zur Kaiserwahl [[Karl V. (HRR)|Karls V.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der durch [[Martin Luther]] neu aufkommenden Theologie der [[Reformation]] stand Göde verständnislos gegenüber, da er an deren Ernsthaftigkeit zweifelte. Er bekundete in seiner Haltung der [[Kurie]] gegenüber, dass er sich sein selbständiges Urteil vorbehalten wollte und verhielt sich zu dieser Frage eher neutral. Kühl kommentierte er daher, dass die [[Bannbulle]] vom [[Exsurge Domine|15. Juni 1520]] der Formlosigkeit halber keinen großen Schaden tun werde. Luther schätzte Göde nicht und in den &amp;#039;&amp;#039;[[Martin Luthers Tischreden|Tischreden]]&amp;#039;&amp;#039; stellt er fest, dass Göde „nicht viel von unserm Herrn Gott gewusst hätte“&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Luther, &amp;#039;&amp;#039;Tischreden&amp;#039;&amp;#039;, I, Weimar, 1912, s. 247, Nr. [[iarchive:werketischreden10201luthuoft/page/246/mode/2up|529]].&amp;lt;/ref&amp;gt;. 1516 kam es zur Aussöhnung mit dem Rat in Erfurt und Göde kehrte dorthin zurück, wandte sich aber alsbald wieder nach Wittenberg und verstarb dort unverheiratet und kinderlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als reicher Mann hatte er 15 000 [[Gulden]] Vermögen und ein Haus in Erfurt. Dieses Vermögen gelangte in die Hände der Universität Wittenberg und wurde für Stipendien bestimmt. Seine letzte Ruhestätte fand er in der [[Schlosskirche (Lutherstadt Wittenberg)|Schlosskirche in Wittenberg]]. Hier befindet sich am Grabmal eine Bronzetafel, gegossen von [[Peter Vischer der Ältere|Peter Vischer]] in [[Nürnberg]]. Die gleiche ist noch einmal im Erfurter Dom zu sehen, weil Göde dort Domherr war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ordinis judiciarii processus&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von Johann Braun, Wittenberg 1538 u.ö.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Consilia&amp;#039;&amp;#039; hrsg. von Melchior Kling, Wittenberg 1544 u.ö.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|9|314|316|Göde, Henning|Theodor Muther|ADB:Göde, Henning (2. Artikel)}}&lt;br /&gt;
* [[Walter Friedensburg]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Universität Wittenberg&amp;#039;&amp;#039;. 1917&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Kühne]] und Heinz Motel: &amp;#039;&amp;#039;Berühmte Persönlichkeiten und ihre Verbindung zu Wittenberg&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Göttinger Tageblatt, 1990, ISBN 3-924781-17-6&lt;br /&gt;
* Heinz Scheible: &amp;#039;&amp;#039;Melanchthons Briefwechsel. Personen&amp;#039;&amp;#039;. Band 12&lt;br /&gt;
* [[Heiner Lück]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Erfurter und Wittenberger Kirchenrechtslehrer Henning Goeden (um 1450–1521) und die Lehre des kanonischen Rechts in Wittenberg&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte]], Kan. Abt. (ZRGK) 107, (2021), S. 300–332.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|124644023}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124644023|LCCN=n00075023|VIAF=261684698}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Gode, Henning}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Leucorea)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtswissenschaftler (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Universität Erfurt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Erfurt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist im Kirchendienst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1521]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universitas Studii Erfordiensis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Göde, Henning&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Goede, Henning; Gode, Henning; Goden, Henning&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1450&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Werben (Elbe)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Januar 1521&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sebastian Wallroth</name></author>
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