<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Henne-Ei-Problem</id>
	<title>Henne-Ei-Problem - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Henne-Ei-Problem"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Henne-Ei-Problem&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-01T14:04:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Henne-Ei-Problem&amp;diff=324568&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Heiko242: Fehlendes Wort ergänzt.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Henne-Ei-Problem&amp;diff=324568&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-01-07T21:06:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fehlendes Wort ergänzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Henne-Ei-Problem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden in der [[Alltagssprache]] unbeantwortbare [[Frage]]n bezeichnet, bei denen es darum geht, was der ursprünglichen Auslöser einer [[Kausalität|Kausalkette]] war, in der sich zwei Ereignistypen aufeinanderfolgend verursachen. Die [[Redensart]] „Was war zuerst da: [[Haushuhn|Henne]] oder [[Hühnerei|Ei]]?“ zeigt dabei das Grundmuster – Hennen legen Eier (sind deren Ursache) und sind selbst aus Eiern geschlüpft (sind also deren Folge). Mathematisch liegt ein Henne-Ei-Problem vor, wenn sich Beziehungen nicht [[Topologische Sortierung|topologisch sortieren]] lassen, also keine [[Halbordnung]] bilden. Oft werden Fragen nach der Ursache eines sich wiederholenden Zustands mit der [[Redewendung]] abgetan, es handele sich um ein Henne-Ei-Problem. Gemeint ist, dass sich die Suche nach einer Antwort nicht lohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soll die Metapher buchstäblich verstanden werden, so ist man auf das Phänomen der [[Artbildung]] verwiesen. Hühner als Art hatten im Laufe der [[Evolution]] Vorfahren, die selbst keine Hühner waren. Allerdings ist der biologische [[Art (Biologie)|Artbegriff]] selbst unscharf, so dass es eine [[Naturgeschichte|naturgeschichtliche]] Grauzone gibt. Die Redensart und die Frage sind aber älter als die [[Evolutionstheorie]], es wäre also [[Anachronismus|anachronistisch]], sie vor diesem Hintergrund zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:10-alimenti,uova,Taccuino Sanitatis, Casanatense 4182..jpg|mini|Aus dem &amp;#039;&amp;#039;[[Tacuinum Sanitatis]]&amp;#039;&amp;#039;, 14. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
Die Frage, ob zuerst das Ei oder die Henne gewesen sei, spielt bereits in philosophischen Erörterungen in der [[Antike]] eine Rolle. [[Plutarch]] widmet ihr ein Kapitel in seinen Tischgesprächen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Plutarch]]: &amp;#039;&amp;#039;Moralia&amp;#039;&amp;#039;. Tischgespräche, II, III ([https://books.google.de/books?id=xa4-AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA353 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Saturnalia des [[Macrobius]] wird die Frage ganz ähnlich behandelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Macrobius]]: &amp;#039;&amp;#039;Saturnalia&amp;#039;&amp;#039;. VII, XVI ([http://penelope.uchicago.edu/Thayer/L/Roman/Texts/Macrobius/Saturnalia/7*.html online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In populären Darstellungen wird die Fragestellung gelegentlich mit [[Aristoteles]] in Verbindung gebracht, so schon bei [[François Fénelon]] oder bei [[Helena Petrovna Blavatsky]]. Dort heißt es:&amp;lt;ref&amp;gt;[[François Fénelon]]: &amp;#039;&amp;#039;Abrégé des vies des anciens philosophes&amp;#039;&amp;#039;. Paris 1726, S. 314 ([http://books.google.de/books?id=L-oTAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PA314 online]). Englische Übersetzung: &amp;#039;&amp;#039;Lives of the ancient philosophers&amp;#039;&amp;#039;. London 1825, S. 202 ([http://books.google.de/books?id=tNkGAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PA202 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wenn es einen ersten Menschen gegeben hat, dann musste er ohne Vater oder Mutter geboren worden sein, – was der Natur zuwiderläuft, denn es könnte kein erstes Ei gegeben haben, um Vögel zu gebären, oder es hätte einen ersten Vogel geben müssen, der Eiern den Anfang gab; denn der Vogel kommt aus einem Ei.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[[Helena Petrovna Blavatsky]]: &amp;#039;&amp;#039;Isis entschleiert 1 – Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. Den Haag 1975, ISBN 3-89427-244-9, S.&amp;amp;nbsp;428f.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungsbereiche ==&lt;br /&gt;
=== Philosophie ===&lt;br /&gt;
[[Immanuel Kant]] beschreibt vergleichbare Problematiken abstrakt in den [[Antinomien der reinen Vernunft]] und stellt heraus, dass sich gerade hier die Grenzen des Verstandes zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Logik]] steht das &amp;#039;&amp;#039;Henne-Ei-Problem&amp;#039;&amp;#039; als [[Metapher]] und hinterfragt, ob es eine letzte Begründung gibt, also einen „Grund an sich“, wie es [[Arthur Schopenhauer]] formuliert. Als Beispiel wird bei Schopenhauer das Fallen eines Gegenstandes genannt. Warum fällt ein Stein herunter? Jede Antwort, z.&amp;amp;nbsp;B. hier „Wegen der [[Gravitation|Anziehungskraft]]“, kann sofort weiter hinterfragt werden: „Warum gibt es eine Anziehungskraft?“ usw. Das, was hier auf den ersten Blick nach der Frage nach dem Grund aussieht, ist in Wahrheit nur die Frage nach der Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unterschied zwischen Ursache und Grund wird deutlich, wenn man sich klarmacht, dass eine Ursache immer nur in einer [[Kausalkette]] mit [[Zeitschiene]] denkbar ist. Der Grund ist nur dann einer, wenn er das Fundament bildet und nicht selbst Folge von etwas ist. Ausführlich wird das Problem in &amp;#039;&amp;#039;Über die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde&amp;#039;&amp;#039; von Schopenhauer dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Ethik]] steht das &amp;#039;&amp;#039;Henne-Ei-Problem&amp;#039;&amp;#039; in der Nachbarschaft zum [[Tautologie (Logik)|Tautologie]]-Problem in der (fehlenden) Begründbarkeit ethischen Handelns, die in einem [[Zirkelschluss]] endet oder sich aus sich selbst begründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zeitgenössischen Philosophie berühren die Frage nach einer [[Letztbegründung]] sowie die Problemstellung des [[Münchhausen-Trilemma]]s das Henne-Ei-Problem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rhetorik ===&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Henne-Ei-Metapher&amp;#039;&amp;#039; kann ein [[Rhetorik|rhetorisches]] Mittel in einer Auseinandersetzung sein.&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Rhetorische Figuren}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biologie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hatching.jpg|miniatur|Noch Ei oder schon Küken?]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Frogspawn closeup.jpg|miniatur|Froschlaich: Eier ohne Schale]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Charles Darwin]] seine [[Darwinismus|Evolutionstheorie]] als Begründung für die Entwicklung der unterschiedlichen Lebensformen auf der Erde propagierte und diese Vorstellung sich in der [[Wissenschaft]] und im Laufe des 20. Jahrhunderts allmählich auch in der [[Theologie|theologischen]] Lehrmeinung immer mehr durchzusetzen begann, wurde die Frage, was zuerst da war, die Henne oder das Ei, vor dem Hintergrund der Evolutionstheorie gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die konkrete Frage nach der Herkunft des Tieres [[Haushuhn|Huhn]] stellt allerdings aus heutiger wissenschaftlicher Sicht kein &amp;#039;&amp;#039;Henne-Ei-Problem&amp;#039;&amp;#039; mehr dar, da es sich evolutionär entwickelt hat, also im biologischen Sinn weder ein „erstes Huhn“ noch ein „erstes Hühnerei“ existierte, sondern die Generationenfolge an sich, durch viele kleine Anpassungen, zur heutigen „Henne-Ei-Generationenfolge“ wurde. Diese Sichtweise ist auch auf die metaphorische Verwendung anwendbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach heutiger wissenschaftlicher Sicht entwickelten sich die Vorfahren der [[Landwirbeltiere]], zu denen auch das Huhn gehört, durch einen [[Landgang (Biologie)|Landgang]] aus süßwasserlebenden [[Knochenfische]]n, die sich mittels [[Laich]] vermehrten. Zwischen dem Laich der Knochenfische und dem heutigen Ei gab es eine Zwischenform der Lebendgeburten in einer Plazenta. Im Laufe der Entwicklung bildeten sich um die Plazenta dickere Melanin-Häute, die Vorläufer der Schale, die den neuen Umweltbedingungen an Land, jedoch noch nahe dem Wasser, trotzen konnten. So entstanden durch viele Veränderungen aus Laich Eier mit Schalen. Die Schale der [[Amnioten]]-Eier schützte im Binnenland den Embryo vor Austrocknung. Die Fragestellung reduziert sich also evolutionär auf die Frage: Was war zuerst: Der Fisch oder der Laich? usw. bis hin zu den molekularen Vorgängen, die die Reproduktion der Lebewesen bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fragestellung taucht in der [[Biologie]] erst im Zusammenhang mit der Entschlüsselung der Details der Entstehung des Lebens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als [[Chemische Evolution|präbiotisches]] &amp;#039;&amp;#039;Henne-Ei-Problem&amp;#039;&amp;#039; wieder auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutiges Leben beruht sowohl auf [[Protein]]en, die als [[Katalysator]]en für die [[Ribonukleinsäure|RNA]]-Replikation benötigt werden, als auch auf RNA, die die [[Proteinbiosynthese|Protein-Synthese]] aus [[Aminosäure]]n steuert. Für die Synthese der [[Nukleinsäuren]] werden in den einfachsten heute bekannten [[Zelle (Biologie)|Zellen]] mehr als hundert [[Enzym]]e (also Proteine) gebraucht. Zur Proteinbiosynthese wird in den Zellen wiederum die genetische Information benötigt, die auf der [[Desoxyribonukleinsäure|DNA]] abgelegt ist. Welcher der beiden [[Molekül]]&amp;amp;shy;typen sollte zuerst entstanden sein? Ohne die gleichzeitige Existenz von Proteinen und Nukleinsäuren kommen heutige Lebensprozesse nicht aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird meist die RNA-Welt als elegante Erklärung angesehen. Besonders die Entdeckung der Fähigkeit von RNA-Molekülen, andere RNA-Moleküle zu katalysieren ([[Thomas R. Cech]], [[Sidney Altman]], Nobelpreis für Chemie 1989), ist hier von Bedeutung. Dadurch wurde klar, dass RNA, welche sowohl katalysierende Eigenschaften wie die Proteine als auch informationsspeichernde Fähigkeiten wie die DNA besitzt, das Potential zur Selbst[[replikation]] besitzt; RNA-Moleküle sind als „Alleskönner“ Henne und Ei in einem. Unterstützt werden solche Vorstellungen von der Entdeckung der enzymfreien Selbstreplikation von kurzen Nukleinsäuren (Kiedrowski, 1986) sowie mehrerer anderer selbstreplizierender Systeme (darunter auch [[Peptid]]&amp;amp;shy;systeme). Hier sind wiederum besonders solche Replikations-Systeme mit nahezu exponentiellem Wachstum von Bedeutung, da diese Eigenschaften für die weitere [[Evolvierbarkeit]] der Systeme, letztlich hin zu zellulärem Leben, wichtig ist. Auch die Entdeckung, dass [[Peptid-Nukleinsäure|PNA]] oder [[Threose-Nukleinsäure|TNA]] als mögliche RNA-Vorläufermoleküle für Entstehung der RNA-Welt von Bedeutung sein können, unterstützt diese Vorstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Die meisten Religionen erklären die Welt als göttliche [[Schöpfung]]. So galt bis weit ins 19. Jahrhundert hinein in der christlichen Welt die Schöpfungsgeschichte im [[1. Buch Mose]] (Genesis), mit der der [[Biblischer Kanon|Kanon]] der Bibel beginnt, als weithin akzeptiertes Modell der Entstehung des Lebens auf der Erde. Für die [[Christentum|christlichen]] [[Kirche (Organisation)|Kirchen]] und die meisten [[Mensch]]en hatte Gott alle [[Art (Biologie)|Arten]] von Tieren geschaffen und damit auch die Henne. Nach der Begattung durch den ersten Hahn legte die Henne das erste Ei, aus dem dann der erste Nachwuchs in Form von Hühnerküken schlüpfte. Mit derselben Begründung wurde auch argumentiert, dass [[Adam und Eva]] wohl keinen Bauchnabel hatten. Ein „Henne-Ei-Problem“ existierte damit noch gar nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute noch an dieser traditionellen Sichtweise festhaltende Vorstellungen werden als [[Kreationismus|kreationistisch]] bezeichnet. Ähnliche Argumentationslinien findet man heute auch im [[islam]]ischen Umfeld bei der Rezeption von [[naturwissenschaft]]lichen Erkenntnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jüdischen und christlichen Tradition galt die Frage als gelöst. Nach dem biblischen Schöpfungsbericht erschuf Gott Fische und Vögel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und vermehrt euch und bevölkert das Wasser im Meer und die Vögel sollen sich auf dem Land vermehren.|Quelle={{Bibel|Gen|1|22}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war das Problem nur für diejenigen gelöst, die den biblischen Schöpfungsbericht akzeptierten. [[Johann Wolfgang von Goethe]] sinnierte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|War die Henne zuerst? oder war das Ei vor der Henne? Wer dies Rätsel erlöst, schlichtet den Streit um den Gott.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Wolfgang von Goethe]]: &amp;#039;&amp;#039;Gesamtausgabe der Werke und Schriften in zweiundzwanzig Bänden: Poetische Werke&amp;#039;&amp;#039;. Cotta, Stuttgart, ohne Jahr, S. 878 ([https://books.google.de/books?id=pegnAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA878 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In der [[Wirtschaft]] steht das &amp;#039;&amp;#039;Henne-Ei-Problem&amp;#039;&amp;#039; für die Problematik, dass für manche Produkte oder Dienstleistungen auf dem [[Markt (Wirtschaftswissenschaft)|Markt]] weder [[Angebot (Volkswirtschaftslehre)|Angebot]] noch [[Nachfrage]] besteht und beides gleichzeitig geschaffen werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Systemtheorie ===&lt;br /&gt;
[[Paul Watzlawick]] et al. übertragen die [[Interpunktion (Kommunikation)|Interpunktion]] aus der [[Kommunikationswissenschaft]] in die [[Psychologie]] und verwenden es zur Erklärung von &amp;#039;&amp;#039;Henne-Ei-Problemen&amp;#039;&amp;#039; in der Interaktion. Das erläutern sie unter anderem am Beispiel des Rüstungswettlaufs: die Kreisförmigkeit der Interaktion einander feindlich gegenüberstehender Staaten oder Staatengemeinschaften macht es „oft praktisch unmöglich zu entscheiden, ob eine bestimmte Handlung a die Ursache oder die Folge einer Handlung b der anderen Seite ist. […] In der &amp;#039;&amp;#039;eigenen&amp;#039;&amp;#039; Sicht fasst natürlich jede Partei ihre eigenen Handlungen als durch die Handlungen der anderen Seite bedingt und provoziert auf; von &amp;#039;&amp;#039;außen&amp;#039;&amp;#039; her und im Gesamtzusammenhang gesehen, erweist sich aber jede Aktion der einen Partei als Auslöser einer Reaktion der anderen, und diese Reaktion wird dann die Ursache dafür, was die erste Seite ‚lediglich‘ als ihre Reaktion betrachtet“.&amp;lt;ref&amp;gt;P. Watzlawick, J. H. Weakland, R. Fisch: &amp;#039;&amp;#039;Lösungen: Zur Theorie und Praxis menschlichen Wandels&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Hans Huber, Bern 2013, S.&amp;amp;nbsp;41–42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwandte Themen ==&lt;br /&gt;
* Der [[Zirkelschluss]] in der Logik.&lt;br /&gt;
* Eine zyklische Kausalkette mit ungünstigen Auswirkungen bezeichnet man umgangssprachlich als [[Teufelskreis]].&lt;br /&gt;
* Das [[Bootstrapping (Programmierung)|Bootstrapping]]-Problem: Ein [[Compiler]] ist ein Programm, welches den Programmcode in ein ausführbares Programm verwandelt. Wie kompiliert man aber den Programmcode für einen Compiler, wenn noch kein Compiler zur Verfügung steht?&lt;br /&gt;
* Das Lied &amp;#039;&amp;#039;[[Ein Loch ist im Eimer]]&amp;#039;&amp;#039; beschreibt ein Problem, dessen Lösung vorauszusetzen scheint, dass es bereits gelöst ist.&lt;br /&gt;
* Das [[Münchhausen-Trilemma]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bruno Heller: &amp;#039;&amp;#039;Fragen der Philosophie 1: Zugänge&amp;#039;&amp;#039;. Books on Demand GmbH, ohne Ort 2000, ISBN 3-8311-0286-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/quarks-und-co/video-was-war-zuerst-da-dinosaurier-oder-ei-100.html &amp;#039;&amp;#039;Wer war zuerst da, das Huhn oder das Ei?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Quarks &amp;amp; Co]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Westdeutscher Rundfunk Köln|WDR Fernsehen]])&lt;br /&gt;
* GDCh: [https://www.gdch.de/service-information/oeffentlichkeitsarbeit/pressenotizen/archiv-gdch-2003.html Chemische Evolution], Pressemitteilung Nr. 45/2003.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.netzeitung.de/wissenschaft/401276.html | wayback=20110225052953 | text=Am Anfang war das Ei – oder?}}&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Netzeitung]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/loesungsansatz-das-ei-kam-vor-dem-huhn-a-418233.html &amp;#039;&amp;#039;Das Ei kam vor dem Huhn&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Spiegel Online]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.digitallifestyle.eu/wissenschaft/henne-oder-ei-was-war-zuerst-da/ &amp;#039;&amp;#039;Henne oder Ei – was war zuerst da?&amp;#039;&amp;#039;] In: [https://www.digitallifestyle.eu/ DigitalLifestyle]&lt;br /&gt;
* Arthur Schopenhauer: [http://www.zeno.org/Philosophie/M/Schopenhauer,+Arthur/Ueber+die+vierfache+Wurzel+des+Satzes+vom+zureichenden+Grunde &amp;#039;&amp;#039;Über die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Henneeiproblem}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redewendung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophische Logik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rhetorik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paradoxon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Huhn in der Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ei in der Kultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Heiko242</name></author>
	</entry>
</feed>