<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Henauer_Urkunde</id>
	<title>Henauer Urkunde - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Henauer_Urkunde"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Henauer_Urkunde&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T09:12:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Henauer_Urkunde&amp;diff=77056&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;PerfektesChaos: tk k</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Henauer_Urkunde&amp;diff=77056&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-02-13T21:37:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;tk k&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;In der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Henauer Urkunde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; vom 6. August 754 wurden die [[Ostschweiz]]er Ortschaften [[Henau SG|Henau]] ({{laS|Aninauva}}, Ortsteil der Gemeinde [[Uzwil]]), [[Wil SG]] (oder [[Wilen TG]]), [[Rickenbach TG]] und [[Züberwangen]] erstmals erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Cecilia Hess-Lombriser |url=http://www.tagblatt.ch/lokales/wil/wv-uz/Blick-in-Henauer-Urgeschichte;art262,568734 |titel=Blick in Henauer Urgeschichte |werk=tagblatt.ch |datum=2008-08-12 |sprache=de |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160310133551/http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/wil/wv-uz/Blick-in-Henauer-Urgeschichte;art262,568734 |archiv-datum=2016-03-10 |abruf=2024-09-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der besagten Urkunde vermachte ein Rotphald seine Besitztümer dem [[Fürstabtei St. Gallen|Kloster St. Gallen]]. Er wollte dadurch sicherstellen, dass seine Seele in den Himmel kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Urkunde lag vor der Reformation im Kloster St. Gallen. Anlässlich der [[Reformation]] wurde das Kloster von der Stadtbevölkerung geplündert. Alles, was noch nicht geplündert wurde, wurde in Sicherheit gebracht. Dazu gehörte auch die Henauer Urkunde. Der St. Galler Bürgermeister und Reformator [[Joachim Vadian]] kam so in den Besitz der Urkunde. Nach seinem Tod gelangte die Urkunde über diverse Besitzer&amp;lt;ref&amp;gt;Detailliert bei Obrich, 2004, S. 15–19.&amp;lt;/ref&amp;gt; schliesslich 1624 nach [[Bremen]], wo die Urkunden zur Sicherheit vor der Vernichtung im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreissigjährigen Krieg]] gebracht wurden. Dort blieben diese bis nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Obrich, 2004, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Gesuch der [[Kanton St. Gallen#Exekutive|St. Galler Kantonsregierung]] gelangte die Henauer Urkunde 1948, zusammen mit 51 weiteren Schriftakten (v.&amp;amp;nbsp;a. Briefe von den Reformatoren Vadian und [[Huldrych Zwingli|Zwingli]]) nach 15-monatigen Verhandlungen mit den Bremer Behörden wieder zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Obrich, 2004, S.&amp;amp;nbsp;22–29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Schweiz während des Krieges Bremen viel geholfen hat, wurden die historischen Briefe unter der Bestätigung der amerikanischen Militärregierung sowie des alliierten Kontrollrats dem [[Kanton (Schweiz)|Kanton]] [[Kanton St. Gallen|St. Gallen]] als Leihgabe für eine Dauer von 99 Jahren übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 2045 sollen die Schriftstücke, darunter auch die Henauer Urkunde, Eigentum des Kantons St. Gallen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.ass-stgallen.ch/Stadtgeschichte-1601-1650.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Stadtgeschichte 1601–1650&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20110202172905}} In: &amp;#039;&amp;#039;ass-stgallen.ch&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortlaut der Henauer Urkunde ==&lt;br /&gt;
aus dem Lateinischen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=IM HEILIGEN HERRN CHRISTUS:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dem ehrwürdigen Manne, Vater Othmar, Abt im Thurgau, des heiligen [[Fürstabtei St. Gallen|Klosters St. Gallen]]. Ich, Rothpald, - wir schenken an Euer Kloster zum Lohn für meine Seele meine Vermögensstücklein: Ihr sollt sie nach meinem Hinschied erhalten;&amp;lt;br /&amp;gt;ich gebe Euch, und will haben, dass es Euch auf immerdar geschenkt sei, das ist: im [[Gau]]e [[Kanton Thurgau|Thurgau]], im Dorfe, welches [[Rickenbach TG|Rickenbach]] heisst, und in [[Wil SG|Wila]]&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; und in [[Züberwangen]], und in [[Fischingen TG|Oberwangen]], und in [[Dussnang]], und in [[Schlatt TG|Schlatt]], und in Puzzinberch, und in [[Hofstetten ZH|Wenzikon]];&amp;lt;br /&amp;gt;was ich in diesen Dörfern nach jedermanns Kunde besitze, an Vieh, an Eigenleuten, Häusern, Hütten, Feldern, Wiesen, Wäldern, Wassern, und Wasserläufen;&amp;lt;br /&amp;gt;das übergebe ich Euch mit heutigem Tage ganz und gar;&amp;lt;br /&amp;gt;ebenso meinen Knecht namens Nandeng und dessen Gattin Bruna, mitsamt seiner Hube und allem, womit sie ausgestattet sind;&amp;lt;br /&amp;gt;und auch meinen anderen Knecht names Wolfhar mit dessen Gattin Atane, samt seiner Hube und allem, womit er ausgestattet ist;&amp;lt;br /&amp;gt;und für diese Dinge will ich jährlich zudienen: 30 Eimer Bier, 40 Brote, 1 Frischling im Werte von einer Tremisse, und 30 Oblaten;&amp;lt;br /&amp;gt;und will auch jährlich zwei [[Juchart]]en pflügen und abernten und einbringen; und wo nötig Botendienste tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und falls mein Kind es ebenfalls zudienen will, soll es dies behalten, wie oben vermerkt; und wenn es das zu leisten ablehnt, soll&amp;#039;s auch keine Gewalt über die Güter haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese meine Vermögensstücklein übergebe ich Euch an Euer Kloster für die Zeit nach meinem Tod und übertrage sie an Euere Herrschaft, sodass am Teile des Klosters in allweg freie und denkbar sichere Macht im Namen Gottes stehe, daraus zu machen, was man immer will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sich jemand, ich oder meine Erben oder irgend ein Widersacher findet, der gegen diese Schenkung anzugehen versuchen möchte, dann soll er dem Teile, der dabei bleibt, doppelte Rückerstattung geben, und der königlichen Kammer zwei Pfund Gold und zwei Pfund Silber erlegen; und vorliegende Schenkung soll trotzdem allezeit fest und sicher bleiben, samt der damit verbundenen Auflage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Öffentlich geschehen im Dorf [[Henau SG|Henau]].&lt;br /&gt;
* Zeichen des Rothpald, der darum ersuchte, diese Schenkungsurkunde auszustellen&lt;br /&gt;
* des Zeugen Sichar&lt;br /&gt;
* des Zeugen Bertcauz&lt;br /&gt;
* des Zeugen Puopo&lt;br /&gt;
* des Zeugen Wogolgar&lt;br /&gt;
* des Zeugen Aribald&lt;br /&gt;
* des Zeugen Rathcauz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich Liufret (Leutfrid), der Priester, habe es geschrieben und unterschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich verzeichnete den Dienstag, den 8. Tag vor den [[Iden (Kalender)|Iden]] (Monatsmitte) des August, im dritten Jahre der Regierung unseres Herrn [[Pippin der Jüngere|Königs Pippin]], unter dem Grafen Warin.&lt;br /&gt;
 |Quelle=Henauer Urkunde}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; Um die Frage ob mit &amp;quot;Wila&amp;quot; das heutige Wil SG oder Wilen TG gemeint ist, gibt es eine Kontroverse. Nach Einschätzung zweier Sprachwissenschaftler, des früheren [[Liste der Stiftsarchivare von St. Gallen|Stiftsarchivars]] [[Paul Staerkle]] und dem Historiker [[Otto P. Clavadetscher]], handelt es sich bei Wila höchstwahrscheinlich um Wil SG.&amp;lt;ref&amp;gt;Obrich, 2004, S. 8–10.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Stiftsarchiv St. Gallen|StiASG]]: Urk. Bremen, 7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chartularium Sangallense. Band I (700-840).&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet von Peter Erhart unter Mitwirkung von Karl Heidecker und Bernhard Zeller, Herausgeber- und Verlagsgemeinschaft Chartularium Sangallense (Historischer Verein des Kantons St. Gallen, Staatsarchiv, Stadtarchiv, Stiftsarchiv St. Gallen), St. Gallen 2013, Nr. 21, S. 21f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Thurgauisches Urkundenbuch. Erster Band 724-1000.&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet von [[Friedrich Schaltegger]]. Kommissionsverlag von Huber &amp;amp; Co., Frauenfeld 1924, Nr. 2, S. 3f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Willi Obrich: &amp;#039;&amp;#039;Ersterwähnung Wils im Kanton St. Gallen im Jahre 754 n. Chr. Die Odyssée einer Urkunde&amp;#039;&amp;#039;. Wil 2004.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wilnet.ch/getAttachment.aspx?attaName=2fb08f10-1219-4fb2-8d14-f044b7cdd4b3 |titel=unbekannt |werk=wilnet.ch |sprache=de |offline=2024-09-08 |abruf=2024-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.e-chartae.ch/de/charters/view/353 Henauer Urkunde.] e-chartae.ch; abgerufen am 25. Juni 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Dokument (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Kanton St. Gallen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Uzwil]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wil SG]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:754]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizerische Geschichte (Mittelalter)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;PerfektesChaos</name></author>
	</entry>
</feed>