<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hemmschwellentheorie</id>
	<title>Hemmschwellentheorie - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hemmschwellentheorie"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hemmschwellentheorie&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T09:21:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hemmschwellentheorie&amp;diff=330054&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gesetzesfreak: Die Zeit vergeht.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hemmschwellentheorie&amp;diff=330054&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-21T20:17:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Zeit vergeht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Staatslastig|DE}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hemmschwellentheorie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Strafrecht|strafrechtliche]] Theorie zur Abgrenzung von bedingt [[Vorsatz (Deutschland)#Deutsches Strafrecht|vorsätzlicher]] Tötung und [[Körperverletzung mit Todesfolge]].&amp;lt;ref&amp;gt;Neumann, in: Kindhäuser, Neumann, Paeffgen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Nomos Kommentar, Strafgesetzbuch.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2, 3. Aufl. 2010, § 212 Rn. 10, 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie stellt auf die subjektive Tätervorstellung zur Tatzeit ab und beruht auf dem Gedanken, dass der [[Täter (Strafrecht)|Täter]] bei [[Tötungsdelikt]]en eine besondere [[Hemmschwelle]], die Tötungshemmschwelle, überwinden müsse. Die Tätervorstellung wird dabei aus den objektiven Tatumständen gefolgert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soll der Täter wegen vorsätzlicher Tötung bestraft werden, muss er zumindest mit [[Eventualvorsatz]] gehandelt haben. Kommt das Gericht aufgrund der objektiven Gefährlichkeit der Handlung zu dem Schluss, dass der Täter den Todeserfolg für möglich gehalten haben muss, wäre die Annahme denkbar, dass er sich mit dem Tod des Opfers abgefunden hat, wenn er die Tat trotz der von ihm als Möglichkeit erkannten Todesfolge ausführt.&amp;lt;ref&amp;gt;BGHSt 7, 363 (369); BGHR StGB § 15 Vorsatz, bedingter 1 und 6; [[Hans-Heinrich Jescheck]], [[Thomas Weigend]]: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch des Strafrechts, Allgemeiner Teil,&amp;#039;&amp;#039; 5. Aufl. 1996, S. 299 f.; [[Rudolf Rengier]]: &amp;#039;&amp;#039;Strafrecht, Allgemeiner Teil,&amp;#039;&amp;#039; 4. Aufl. 2012, § 14 Rn. 26 ff.; [[Claus Roxin]]: &amp;#039;&amp;#039;Strafrecht, Allgemeiner Teil,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1, 4. Aufl. 2006, § 12 Rn. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit wäre ein Eventualvorsatz gegeben. Vertraut der Täter hingegen ernsthaft auf das Ausbleiben des Erfolgs, so handelt er lediglich bewusst fahrlässig.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH NStZ 1983, 407.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;BGHSt 57, 183.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Tötungsdelikten ging die höchstrichterliche Rechtsprechung lange davon aus, dass dieser Schluss von der Gefährlichkeit der Handlung auf das „Sich-Abfinden“ bzw. die Inkaufnahme des Todes nicht ohne Weiteres möglich sei. Das Leben eines Menschen sei ein derart wertvolles Rechtsgut, dass ein Täter eine höhere, innere Hemmschwelle überwinden müsse, um ein Leben zu vernichten. Deshalb sei das Vorliegen eines Tötungsvorsatzes nach einer Gesamtschau aller objektiven Tatumstände genauestens zu beurteilen. Der Richter habe sich bei der Aussage- und Beweiswürdigung gem. {{§|261|stpo|juris}} [[Strafprozessordnung (Deutschland)|StPO]] immer die Möglichkeit vor Augen zu halten, der Täter könnte die Todesgefahr verkannt oder wenigstens auf ein Ausbleiben des als möglich erkannten Todes vertraut haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lexetius.com/2012,1169 BGH, Urteil vom 22. März 2012 – 4 StR 558/11] Rn. 33, 34.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Heghmanns]]: [https://www.zjs-online.com/dat/artikel/2012_6_652.pdf &amp;#039;&amp;#039;Entscheidungsanmerkung&amp;#039;&amp;#039;] zu BGH, Urt. v. 22. März 2012 – 4 StR 558/11, [[Zeitschrift für das Juristische Studium|ZJS]] 2012, S. 826–830.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Hemmschwellentheorie will einen schematischen Schluss von der objektiven Gefährlichkeit einer äußeren Handlung auf das innere Willenselement verhindern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Neuorientierung&amp;quot;&amp;gt;[https://www.str1.rw.fau.de/files/2018/05/2018-05-14_Akte-Recht_Hemmschwellentheorie.pdf BGH, Urteil vom 5. Dezember 2017 – 1 StR 416/17].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2017 rückte der [[Bundesgerichtshof]] von der Hemmschwellentheorie ab und verwendet zur Bestimmung des bedingten Vorsatzes stattdessen das Modell des „Fehlens vorsatzkritischer Faktoren“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Neuorientierung&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 27. Juli 2017 - 3 StR 172/17, Rn. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Stefan Mühlbauer: &amp;#039;&amp;#039;Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Tötungshemmschwelle.&amp;#039;&amp;#039; [[Lit Verlag]], 1999. ISBN 3-8258-4183-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeine Strafrechtslehre (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafprozessrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tötungsdelikt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gesetzesfreak</name></author>
	</entry>
</feed>