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	<title>Helvetisches System - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T12:39:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Helvetisches_System&amp;diff=482925&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kuhni74: /* Tektonik und Metamorphose */metamorphes Tauernfenster</title>
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		<updated>2025-10-26T20:28:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Tektonik und Metamorphose: &lt;/span&gt;metamorphes Tauernfenster&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Alpengeologie01.png|mini|Geologische Skizze der Alpen. Das Helvetikum (grün) ist vor allem in der Westhälfte der Alpen verbreitet]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helvetische System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helvetikum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und im französischen Alpenbereich &amp;#039;&amp;#039;Dauphiné&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist zusammen mit dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ultrahelvetikum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; neben dem [[Südalpen#Geologie|Süd-]] und [[Ostalpin]] und dem [[Penninikum]] eines der großen [[Geologie|geologischen]] Deckensysteme der [[Alpen]]. Die [[Tektonische Decke|Decken]] des Helvetikums bestehen vor allem aus [[kreidezeit]]lichen und [[alttertiär]]en [[Sedimentgestein|Sedimentablagerungen]], die mehrfach [[Falte (Geologie)|gefaltet]] sind. Anteil an der helvetischen Schichtfolge haben aber auch [[oberjura]]ssische und ältere Gesteine, die in den [[Kristallinkomplex|Kristallinmassiven]] der [[Schweiz]] und [[Frankreich]]s mindestens noch bis in das [[Karbon]] reichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benannt ist das Helvetikum nach der Schweiz (lat. &amp;#039;&amp;#039;Helvetia&amp;#039;&amp;#039;), wo dieses System erstmals beschrieben wurde. Viele Typlokalitäten des Helvetikums liegen in der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablagerung und Entstehung ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich wurden die Gesteine des Helvetikums auf dem europäischen [[Schelf]] abgelagert. Entsprechend der jeweiligen ursprünglichen Lage nimmt die [[Mächtigkeit (Geologie)|Mächtigkeit]] der Schichten des Helvetikums von Norden nach Süden (in den Westalpen von Westen nach Osten) zu: in der Nähe der ursprünglichen Küste sind die Ablagerungen geringmächtig, oft lückenhaft und vom Land beeinflusst, die ursprünglich küstenferneren Schichten im Süden zeichnen sich durch mächtige [[Kalkstein]]folgen aus. Die Schichten des Ultrahelvetikums entstammen dem an das Helvetikum anschließenden, äußersten südlichen Schelfrand Europas und markieren den Übergang in den [[Penninischer Ozean|penninischen Ozean]], der den Westrand der [[Tethys (Ozean)|Tethys]] repräsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Alpidische Gebirgsbildung|alpidischen Gebirgsbildung]] wurden die helvetischen Gesteine samt einigen Kristallinmassiven von ihrem Unterlager abgeschert und als nördlichster Teil des alpinen Deckenstapels nach Norden auf den europäischen Kontinent [[Überschiebung|überschoben]]. Dabei wurden die ursprünglich horizontal abgelagerten Schichten auf komplizierte Weise gefaltet und [[Störung (Geologie)|gestört]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
In Frankreich bildet das Helvetikum (hier auch &amp;#039;&amp;#039;Dauphiné&amp;#039;&amp;#039; genannt) die Westhälfte der Alpen zwischen [[Cannes]] über [[Grenoble]] bis zum [[Mont Blanc]]. Die höchsten Gipfel bilden die [[Gneis]]e und [[Granit]]e der Kristallinmassive des [[Pelvoux]], der [[Belledonne]], des Montblanc und der [[Aiguilles Rouges]]. Ihnen nach Westen vorgelagert sind die helvetischen Kalkmassive der [[Provenzalische Voralpen|Provenzalischen Voralpen]], der [[Dauphiné-Alpen]] und der [[Savoyer Alpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schweiz bildet das Helvetikum samt seinen Kristallinanteilen die Nordhälfte der Alpen. Abgesehen von den Gneisen und Graniten des [[Aarmassiv|Aar-]] und [[Gotthardmassiv]]s ist in den ihnen nach Norden vorgelagerten [[Berner Alpen|Berner]] und [[Glarner Alpen]] der Kieselkalk aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit gegen die [[Verwitterung]] der Haupt[[Gipfel (Berg)|gipfel]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;bildner. Hervorragend aufgeschlossen ist das Helvetikum im Bereich des [[Säntis]] und der [[Churfirsten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Ostschweiz]]er Systeme ziehen sich über [[Vorarlberg]] ([[Bregenzer Wald]]) bis in das [[Allgäu]] (Gegend um [[Oberstdorf]] und am [[Hoher Ifen|Hohen Ifen]]). &amp;lt;!--unnötige Details, beim Spezialartikel vielleicht:  Der [[Schrattenkalk]] ist in der Zone des Helvetikums der Hauptgipfelbildner in Deutschland. Markant für dieses Schichtglied ist die relative Verwitterungsfestigkeit, wodurch sich häufig Steilwände ausgebildet haben. Kieselkalk ist in Deutschland nur am Geißberg bei [[Fischen im Allgäu]] nachgewiesen. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rest der Alpen ist das Helvetikum insgesamt kaum aufgeschlossen, da es dort meistens von der darüber nachfolgenden Flyschzone ([[rhenodanubischer Flysch]]) überschoben ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Bayerisches Geologisches Landesamt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Erläuterungen zur geologischen Karte von Bayern 1:500 000&amp;#039;&amp;#039;, 3. Auflage, GLA, München 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;In Oberbayern wird es jedoch gut in einem prominenten Klettergarten bei [[Bad Heilbrunn]] aufgeschlossen. Frank Trixler: &amp;#039;&amp;#039;Enzenauer Steinbruch&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Fossilien&amp;#039;&amp;#039; 6, Nr. 1, 1989, S. 8–9, {{ISSN|0175-5021}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nördlich von [[Salzburg]] tritt die Decke wieder zutage, von dort zieht es sich vor den [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]] als vielfach unterbrochenes Band von kleinräumigen [[Tektonische Schuppe|tektonischen Schuppen]] nördlich und innerhalb (&amp;#039;&amp;#039;Grestener&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Hauptklippenzone&amp;#039;&amp;#039;, Ultrahelvetikum) der rhenodanubischen Flyschzone bis an den Westrand des [[Wiener Becken]]s. Die Gesteine des (Ultra)Helvetikums treten hier im Gelände  meist nicht besonders hervor, mit Ausnahme einzelner größerer [[Klippe (Geologie)|Klippen]]&amp;lt;!-- z. B. der Blassenstein bei Scheibbs --&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tektonik und Metamorphose ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Profil-Nordafall-Alpen.jpg|mini|hochkant=2.5|Profil durch das Helvetikum am Nordabfall der Ostschweizer Alpen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Helvetikum zeigt eine komplizierte Deckengliederung. Grob unterscheidet man:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;ultrahelvetische Decken&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--(Laubhorn, Tothorn, Ainzeinde, Plaine Morte)--&amp;gt; und &amp;#039;&amp;#039;ultrahelvetischer [[Flysch]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;ober-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;südhelvetische Decken&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!-- (Wildhorn, Drusberg, Axen, Säntis, Glarner Decken, Verrucano)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;unter-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;nordhelvetische Decken&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;!--(Diablerets, Gellihorn, Morcles, Doldenhorn, subhelvetische Decken, Windgälle, Calanda, Ringelspitz)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Geologen rechnen auch Teile des [[Metamorphose (Geologie)|metamorphen]] [[Tauernfenster]]s zum Helvetikum.&amp;lt;ref&amp;gt;O. Adrian Pfiffner: &amp;#039;&amp;#039;Geologie der Alpen&amp;#039;&amp;#039;, Haupt-Verlag, Bern 2009, ISBN 978-3-8252-8416-9, S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stratigraphie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Frankreich:&lt;br /&gt;
 Kristallin des Helvetikums (Pelvoux, Belledonne, Mont Blanc, Aiguilles Rouges)&lt;br /&gt;
Karbon bis Kreide: ?&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Schweiz:&lt;br /&gt;
*Kristallinmassive (Präkarbon/Karbon): Aarmassiv, Gotthardmassiv&lt;br /&gt;
*Karbon: Konglomerate (u.&amp;amp;nbsp;a. „Valorcine“), Sandsteine, Tonschiefer, Kohlen (Urserenmulde, Lötschental, Tödi, Bristenstock, Kistenpass)&lt;br /&gt;
*Perm: Konglomerate, Sandsteine, Tonschiefer. Vulkanite: Porphyr, Melaphyr, Keratophyr, Tuffe; „Verrucano“, „Sernifiti“&lt;br /&gt;
*Trias: Tonschiefer, Gips, Dolomit, Sandsteine, Quarzite. „Melsersandsteine“, „Rötidolomit“, „Quartenschiefer“&lt;br /&gt;
*Jura: Kalkschiefer, Eisenoolith, Tonschiefer, Mergelschiefer und -kalke, Konglomerate. „Zementstein“, „Quintnerkalk“&lt;br /&gt;
*Kreide: Öhrlikalk, Schrattenkalk, Kieselkalke, Gault, Glaukonitsandsteine, Seewerkalk, Kalke, Mergelschiefer&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Ostschweiz/Vorarlberg/Allgäu ===&lt;br /&gt;
Die Haupt-Schichtglieder von der Ostschweiz in den Allgäu sind von Alt ([[Liegendes|Liegend]]) nach Jung ([[Hangendes|Hangend]]) wie folgt:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Kieselkalk]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Hauterivium]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Drusbergschichten]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Barremium]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Schrattenkalk]]&amp;#039;&amp;#039; (Barremium und [[Aptium]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Garschella-Formation]]&amp;#039;&amp;#039;, nach Osten Selun-Member ([[Albium]] und [[Cenoman]]), inkl. [[Glaukonit]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;sandstein&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Seewer Kalk]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Turonium|Turon]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Leistmergel]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Coniacium]] und [[Santonium]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Wang-Schichten]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Campanium]] und [[Maastrichtium]], in Teilen bis in das [[Paläozän]] reichend)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=M. P. Gwinner |Titel=Geologie der Alpen |Auflage=2. |Verlag=Schweizerbart |Ort=Stuttgart |Datum=1978 |ISBN=3-510-65315-7}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Rudolf Oberhauser (Geologe)|Rudolf Oberhauser]], Franz Karl Bauer |Titel=Der geologische Aufbau Österreichs |Verlag=[[Axel Springer AG|Springer]] |Datum=1980 |ISBN=3-211-81556-2 |Online={{Google Buch |BuchID=0yFIZHFpL4QC |Seite=189 |Linktext=Seite 189 ff.}}}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Hans Heierli |Titel=Geologischer Wanderführer Schweiz. Teil 1: Die geologischen Grundlagen |Auflage=2. |Verlag=Ott Verlag |Ort=Thun |Datum=1983 |ISBN=3-7225-6282-1}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Reinhard Schönenberg, Joachim Neugebauer |Titel=Einführung in die Geologie Europas |Auflage=4. |Verlag=Verlag Rombach |Ort=Freiburg |Datum=1981 |ISBN=3-7930-0914-9 |Seiten=174f, 183f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie der Alpen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kuhni74</name></author>
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