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	<title>Helmuth Kittel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Helmuth_Kittel&amp;diff=853064&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2026-02-28T18:07:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helmuth Kittel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. April]] [[1902]] in [[Potsdam]]; † [[20. Januar]] [[1984]] in [[Göttingen]]) war ein deutscher evangelischer [[Religionshistoriker]], [[Religionspädagoge]] und Hochschullehrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Kittel war der Enkel eines Pfarrers und der Sohn eines Potsdamer Ministerial-Amtsrates. Er absolvierte sein Abitur 1920 auf dem [[Viktoria-Gymnasium Potsdam]] und studierte von 1920 bis 1925 [[Evangelische Theologie]] an den Universitäten in Berlin und Tübingen. 1925 promovierte er mit einer Arbeit über [[Oliver Cromwell]] in Kirchengeschichte bei [[Karl Holl (Theologe)|Karl Holl]]. 1925 wurde er Assistent an der Theologischen Fakultät in Göttingen. Im Jahr 1932 habilitierte er sich mit dem Thema &amp;#039;&amp;#039;Die Herrlichkeit Gottes&amp;#039;&amp;#039;, wandte sich danach aber bald der Pädagogik zu. In den Folgejahren ging er als Dozent von 1930 bis 1932 an die [[Pädagogische Akademie]] in [[Hamburg-Altona|Altona]], 1933 an die nun so genannte [[Hochschule für Lehrerbildung Lauenburg]] sowie von 1934 bis 1937 an die [[Hochschule für Lehrerbildung]] in [[Danzig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1930 bis 1933 war er Bundesführer der [[Deutsche Freischar|Deutschen Freischar]], die aus einem Zusammenschluss verschiedener Pfadfinder- und Wandervogelbünde entstanden war. Anfang 1933 war er an der Gründung des „Großdeutschen Bundes“ beteiligt und leitete die Freischar im Rahmen des Bundes noch im gleichen Jahr in die [[Hitlerjugend]] über. Im Frühjahr 1933 trat er demonstrativ der [[Sturmabteilung|SA]] bei. Er war zeitweise bis Ende 1933 auch Mitglied der [[Glaubensbewegung Deutsche Christen]] und seit 1935 ihrer Nachfolgeorganisation [[Reichsbewegung Deutsche Christen]]. 1935 empfahl er für den Religionsunterricht, Adolf Hitler in die Gebete einzuschließen: „Schütz Adolf Hitler jeden Tag, dass ihn kein Unfall treffen mag. Du hast gesandt ihn in der Not, erhalt uns ihn, o lieber Gott.“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Barbara Stambolis]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Helmuth Kittel&amp;#039;&amp;#039;, in:  &amp;#039;&amp;#039;Jugendbewegt geprägt. Essays zu autobiographischen Texten von Werner Heisenberg, Robert Jungk und vielen anderen&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen: V&amp;amp;R Unipress 2013, ISBN 978-3-8471-0004-1. S. 405–416, hier S. 413.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum 1. Mai 1936 trat er der [[NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 3.711.419).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/20340054&amp;lt;/ref&amp;gt; 1938 wurde er auf einen Lehrstuhl für das Neue Testament an die [[Universität Münster]] berufen. 1938 unterzeichnete er die &amp;#039;&amp;#039;Godesberger Erklärung&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Text bei Renate Meurer, Reinhard Meurer: &amp;#039;&amp;#039;Texte des Nationalsozialismus. Beispiele, Analysen, Arbeitsanregungen.&amp;#039;&amp;#039; [[Oldenbourg Wissenschaftsverlag]], München 1982, ISBN 3-486-84061-4, S. 41–45.&amp;lt;/ref&amp;gt; und zeigte sich als Verfechter des Nationalsozialismus. Von September 1939 bis 1945 war er zur Wehrmacht eingezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorbehalte der Evangelischen Kirche Westfalens gegenüber Kittels politischer Vergangenheit verhinderten 1945 zunächst seine Wiedereinsetzung auf den Münsteraner Lehrstuhl. Von 1946 bis 1953 war Kittel Professor an der &amp;#039;&amp;#039;Pädagogischen Akademie&amp;#039;&amp;#039; in Celle ([[Adolf-Reichwein-Hochschule Celle]]), die 1953 nach [[Osnabrück]] verlegt wurde und deren Direktor er bis 1959 blieb. 1963 wechselte er erneut an die Theologische Fakultät der Universität Münster, wo er 1970 emeritiert wurde. 1958 erhielt er die [[Ehrendoktor]]würde der Theologischen Fakultät Münster, 1983 die Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der [[Universität Augsburg]]. 1963 erhielt er das Große Verdienstkreuz des [[Niedersächsischer Verdienstorden|Niedersächsischen Verdienstordens]]. Kittel vermied lebenslang eine Auseinandersetzung mit seiner Rolle im NS-Staat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Schrift &amp;#039;&amp;#039;Vom Religionsunterricht zur Evangelischen Unterweisung&amp;#039;&amp;#039;, die mehrmals wiederaufgelegt wurde,&amp;lt;ref&amp;gt;1957 erschien die 3., durchgesehene Auflage&amp;lt;/ref&amp;gt; vertrat er noch anders als z.&amp;amp;nbsp;B. [[Richard Kabisch]] keinen an einem allgemeinen Religionsbegriff orientierten Religionsunterricht, sondern die Ausrichtung an Gottes Wort im Evangelium, zu dem noch das Gesangbuch und der Katechismus kommen. Auch der [[Jugendgottesdienst|Gottesdienst]] in der Schule gehöre dazu. Der Lehrer müsse sich letztlich als Sünder und damit angreifbare Autorität zeigen, Lehrer könne aber nur ein Gläubiger in der Kirche sein, weshalb die [[Vokation]] in Absprache von Staat und Kirche erforderlich sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kittel war seit 1929 mit Elisabeth geb. Wolfram verheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Calvinismus in Westeuropa&amp;#039;&amp;#039;, B. G. Teubner, Leipzig 1927&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gottesdienst in der Schule&amp;#039;&amp;#039;; Diesterweg, Frankfurt a. M., und Danziger Verlags-Ges., Danzig 1935&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vom Religionsunterricht zur evangelischen Unterweisung&amp;#039;&amp;#039;, Wolfenbütteler Verlagsanstalt, 1947&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung der pädagogischen Hochschulen, 1926–1932: Eine zeitgeschichtliche Studie über das Verhältnis von Staat und Kultur&amp;#039;&amp;#039;, Schroedel, Hannover 1957&lt;br /&gt;
* als Herausgeber:&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Festschrift für Prof. Hans Bohnenkamp zum siebzigsten Geburtstag am 17. April 1963&amp;#039;&amp;#039;, mit [[Horst Wetterling]], Weinheim 1963&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Die Pädagogischen Hochschulen - Dokumente ihrer Entwicklung&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1920–1932, Beltz, Weinheim 1965&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Katholische Schulpolitik in der Gegenwart: Grundlagen und Haupttendenzen&amp;#039;&amp;#039;, Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1965&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;50 Jahre Religionspädagogik. Erlebnisse und Erfahrungen&amp;#039;&amp;#039;, Vortrag anlässl. d. Verleihung d. Ehrendoktorwürde durch d. Philosoph. Fak. I d. Univ. Augsburg am 22. Juni 1983, herausgegeben von der Universität Augsburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Alexander Hesse |Titel=Die Professoren und Dozenten der preußischen pädagogischen Akademien (1926–1933) und Hochschulen für Lehrerbildung (1933–1941) |Verlag=Deutscher Studien-Verlag |Ort=Weinheim |Datum=1995 |ISBN=3-89271-588-2 |Seiten=421–423 |Online={{Google Buch |BuchID=fpQrAQAAIAAJ |Seite=421 |Hervorhebung=Helmuth Kittel}}}}&lt;br /&gt;
* [[Johannes Lähnemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Helmut Kittel (1902–1984).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Henning Schröer]], [[Dietrich Zilleßen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Klassiker der Religionspädagogik.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt/M. 1989, ISBN 3-425-07711-2, S. 250ff.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629031704/http://www.bautz.de/bbkl/k/kittel_h.html |band=20|spalten=844–863|autor=Folkert Rickers|artikel=KITTEL, Helmuth}}&lt;br /&gt;
* Hermann Horn (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kirche und Schule in Hitlerdiktatur und Demokratie : reflektiert im Briefwechsel [[Oskar Hammelsbeck]] - Helmuth Kittel (1932–1974)&amp;#039;&amp;#039;. Lang, Frankfurt, M. u.&amp;amp;nbsp;a. 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118562606}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Direktoren der Adolf-Reichwein-Hochschule}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118562606|LCCN=n/84/175319|VIAF=29544327}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kittel, Helmuth}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religionspädagoge (Christentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagoge (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Jugendbewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Deutschen Christen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Münster)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Hochschule für Lehrerbildung Danzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Adolf-Reichwein-Hochschule Osnabrück)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Adolf-Reichwein-Hochschule Celle)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Lauenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Verdienstkreuzes des Niedersächsischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Augsburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor einer Hochschule in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1984]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kittel, Helmuth&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsches SA-Mitglied, Religionspädagoge und Kirchengeschichtler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. April 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Potsdam]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Januar 1984&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Göttingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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