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	<title>Helmuth Grössing - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T04:38:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Helmuth_Gr%C3%B6ssing&amp;diff=2846976&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Suessmayr: /* Weblinks */</title>
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		<updated>2024-07-26T13:32:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Helmuth Groessing.jpg|mini|Helmuth Grössing, 2008]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helmuth Grössing&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. Januar|16. Jänner]] [[1940]] in [[Leoben]], Steiermark) ist ein österreichischer Historiker und Wissenschaftsorganisator. Seine Forschungsschwerpunkte sind [[Renaissance-Humanismus]], [[spätmittelalter]]liche und [[Frühe Neuzeit|frühneuzeitliche]] [[Astronomie]] sowie [[Hexenverfolgung|Hexenprozesse]]. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schule und Studium ==&lt;br /&gt;
Grössing besuchte in Leoben die Volksschule und das Realgymnasium, wo er 1958 die [[Matura]] ablegte. Danach studierte er an der [[Universität Wien]] vor allem Geschichte und schrieb seine (ungedruckte) [[Dissertation]] über [[Johannes Stabius]]. 1965 promovierte er bei [[Alfons Lhotsky]] zum [[Doktor|Dr. phil.]] und besuchte anschließend den dreijährigen [[Lehrgang|Kurs]] des [[Institut für Österreichische Geschichtsforschung|Instituts für Österreichische Geschichtsforschung]], den er 1968 mit einer [[Staatsexamen|Staatsprüfung]] abschloss. Aufgrund dieses Abschlusses und aufgrund seiner späteren Archivpraxis erhielt er im Jahr 2000 den Titel eines [[Master|&amp;#039;&amp;#039;MAS&amp;#039;&amp;#039;]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archiv und Universitätslehre ==&lt;br /&gt;
Ab 1966 war Grössing [[Archivar]] am [[Wiener Stadt- und Landesarchiv]] (seit 1975 ist er „[[Archivrat (Titel)|Archivrat]]“). 1976 berief ihn [[Günther Hamann]] als Assistenten. 1982 habilitierte er sich für [[Neuere Geschichte|Geschichte der Neuzeit]], und zwar mit seiner Studie über die &amp;#039;&amp;#039;Humanistische Naturwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. 1989 wurde er zum „titulierten außerordentlichen Universitäts-[[Professor]]“ ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2002 bis 2008 war er geschäftsführender Direktor des Instituts &amp;#039;&amp;#039;Österreichisches Biographisches Lexikon und Biographische Dokumentation&amp;#039;&amp;#039; der [[Österreichische Akademie der Wissenschaften|Österreichischen Akademie der Wissenschaften]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaft und Buchreihe für Wissenschaftsgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Günther Hamann]] war 1980 die treibende Kraft bei der Gründung der &amp;#039;&amp;#039;Österreichischen Gesellschaft für Geschichte der Naturwissenschaften&amp;#039;&amp;#039;. Dabei konnte er sich auf Grössing stützen, der von Beginn an organisatorisch mitwirkte und Hamann 1988 als Präsident ablöste. 1992 erfolgte die Umbenennung zur &amp;#039;&amp;#039;[[Österreichische Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte|Österreichischen Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, was mit einer thematischen Erweiterung verbunden war. Bereits 1981 begann die Publikation einer wissenschaftlichen Zeitschrift, die heute &amp;#039;&amp;#039;[[Mitteilungen der Österreichischen Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; heißt und als Übertitel die Stichworte &amp;#039;&amp;#039;Mensch – Wissenschaft – Magie&amp;#039;&amp;#039; angibt. Grössing trug bei dieser wissenschaftlichen Zeitschrift stets einen großen Teil der redaktionellen Last. Grössing begründete die Buchreihe &amp;#039;&amp;#039;Perspektiven der Wissenschaftsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Mit dem Erscheinungsjahr 1987 kam Bd. 4: &amp;#039;&amp;#039;Lohn und Strafe in der Wissenschaft. Naturforscher im Urteil der Geschichte&amp;#039;&amp;#039; von [[Franz Stuhlhofer]]. Bd. 1 blieb für Günther Hamann reserviert, dessen Aufsatz-Sammlung unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Die Welt begreifen und erfahren&amp;#039;&amp;#039; 1993 erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungen zur „Humanistischen Naturwissenschaft“ ==&lt;br /&gt;
Grössing begann seine Untersuchungen zur Wissenschaftsgeschichte mit der Geschichte der Astronomie in Wien: Nach Stabius widmete er sich [[Georg von Peuerbach]] und [[Regiomontanus]]. Außerdem betreute er [[Franz Stuhlhofer]] bei dessen Dissertation über [[Georg Tannstetter]]. Besondere Aufmerksamkeit wandte er [[Conrad Celtis]] und dem [[Wien]]er [[Renaissance-Humanismus|Humanismus]] um 1500 zu. Grössing sah eine enge Verbindung zwischen der Geisteshaltung des Humanismus und der naturwissenschaftlichen Forschung. Eine solche Verbindung wurde im sogenannten [[Poetenkolleg]] verwirklicht, in dem neben zwei Lehrern für Poetik und Rhetorik auch zwei Lehrer für [[Mathematik]] im weitesten Sinn, also einschließlich naturwissenschaftlicher Anwendungsbereiche z.&amp;amp;nbsp;B. in Astronomie und Kartographie, unterrichteten.&lt;br /&gt;
Grössing fasst seine Sicht von der „Humanistischen Naturwissenschaft“ zusammen, indem er sie in sechs Prinzipien darlegt: Die humanistische Naturwissenschaft …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
… (1) ist inhaltlich Naturphilosophie in aristotelisch-scholastischem Sinne, (2) vermehrt die Naturforschung um das kritische Moment und zeigt Ansätze einer Methodenlehre, (3) ist vornehmlich Buchwissenschaft, ohne modernes Experiment zu praktizieren, (4) behandelt überlieferte Texte der griechisch-römischen Antike, aber auch des lateinischen Mittelalters, philologisch-kritisch, (5) wird weitergeführt und überboten durch die Naturwissenschaften der Renaissance, und (6) ist ein Teil des – von Grössing so benannten – &amp;#039;&amp;#039;Integralen Humanismus&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmuth Grössing: &amp;#039;&amp;#039;Naturwissenschaften in Österreich im Zeitalter des Humanismus&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Michael Benedikt (Philosoph)|Michael Benedikt]] u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Verdrängter Humanismus – Verzögerte Aufklärung&amp;#039;&amp;#039;, Bd. I/1: &amp;#039;&amp;#039;Philosophie in Österreich (1400–1650)&amp;#039;&amp;#039;. Klausen-Leopoldsdorf 1996, S. 249–262, dort 253 f. Ähnlich in Grössing: &amp;#039;&amp;#039;Humanistische Naturwissenschaft – Scientia Mathematica&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 48f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grössings Sicht wurde in der Forschung aufgenommen, aber zum Teil als „überzogen“ beurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Etwa von [[Arno Seifert]]: Kap. 6 in: [[Notker Hammerstein]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der deutschen Bildungsgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;15. bis 17. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. C.H. Beck, München 1996, S. 237–239 (dazu Anm. 180 auf S. 354: „mit überzogen wirkender These“).&amp;lt;/ref&amp;gt; Deutsche Humanismusforscher wie [[Dieter Wuttke]], [[Fritz Krafft]], Christoph Schöner oder Gregor Müller akzeptierten Grössings These im Wesentlichen; ebenso amerikanische Wissenschaftshistoriker wie Michael Shank, Richard Kremer oder Robert Westman.&amp;lt;ref&amp;gt;So Grössing: &amp;#039;&amp;#039;Humanistische Naturwissenschaft – Scientia Mathematica&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 50–53.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bücher und Aufsätze (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Humanistische Naturwissenschaft. Zur Geschichte der Wiener mathematischen Schulen des 15. und 16. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. Baden-Baden 1983 (Habilitationsschrift).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Humanistische Naturwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv der Geschichte der Naturwissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Band 819, 1983, S. 397–399.&lt;br /&gt;
* als Bearbeiter: &amp;#039;&amp;#039;Hexenprozeß&amp;#039;&amp;#039;. In: Gesammelte Werke Keplers; XII. München 1990.&lt;br /&gt;
* als Bearbeiter: &amp;#039;&amp;#039;Johannes Kepler: Somnium&amp;#039;&amp;#039;. In: Gesammelte Werke Keplers; Band XI,2. München 1993.&lt;br /&gt;
* mit Karl Kadletz: &amp;#039;&amp;#039;Christian Doppler (1803–1853).&amp;#039;&amp;#039; Band 1 (= &amp;#039;&amp;#039;Perspektiven der Wissenschaftsgeschichte&amp;#039;&amp;#039; Band 9/1), Wien 1992.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Frühling der Neuzeit. Wissenschaft, Gesellschaft und Weltbild in der frühen Neuzeit&amp;#039;&amp;#039;. Erasmus, Wien 2000.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Humanistische Naturwissenschaft – Scientia Mathematica. Einige Reflexionen zum Thema.&amp;#039;&amp;#039; In: Helmuth Grössing, [[Kurt Mühlberger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaft und Kultur an der Zeitenwende. Renaissance-Humanismus, Naturwissenschaften und universitärer Alltag im 15. und 16. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; ([[Schriften des Archivs der Universität Wien]]; 15). V&amp;amp;R unipress, Göttingen 2012, S. 39–61 (dort S. 58–61 ein Anhang, in dem Grössing „inhaltliche Inkonsistenzen“ seiner Habilitationsschrift von 1983 erläutert).&lt;br /&gt;
* als Herausgeber der Buchreihe &amp;#039;&amp;#039;Perspektiven der Wissenschaftsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, seit 1987 (bis Band 11, 1997, bei Böhlau, Wien; ab Band 12 bei Erasmus, Wien.)&lt;br /&gt;
* als Übersetzer: [[Conrad Celtis|Konrad Celtis]]: &amp;#039;&amp;#039;Liebeslieder. Quatuor libri amorum secundum quatuor latera Germaniae 1502.&amp;#039;&amp;#039; Erasmus, Wien 2021, ISBN 978-3-9502954-5-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|115734090}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=115734090|LCCN=n85154900|VIAF=39392751}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grossing, Helmuth}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuzeithistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftshistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1940]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Grössing, Helmuth&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Historiker und Wissenschaftsorganisator&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Januar 1940&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leoben]], Steiermark&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Suessmayr</name></author>
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