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	<title>Helmut van Thiel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helmut van Thiel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. September]] [[1932]] in [[Essen]]; † [[19. Oktober]] [[2014]] in [[Köln]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Traueranzeige&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wirtrauern.de/Traueranzeige/Helmut-vanThiel Traueranzeige], 25. Oktober 2014 (abgerufen am 9. Januar 2015).&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Klassische Philologie|Klassischer Philologe]], der an der [[Universität zu Köln]] tätig war. Er war Spezialist für die Textkritik und Überlieferungsgeschichte des [[Antiker Roman|antiken Romans]] und der [[Homer|homerischen]] Epen &amp;#039;&amp;#039;[[Ilias]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Odyssee]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Helmut van Thiel studierte Klassische Philologie und [[Klassische Archäologie|Archäologie]] an den Universitäten in [[Universität zu Köln|Köln]], [[Universität Hamburg|Hamburg]], [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Tübingen]], [[Nationale und Kapodistrias-Universität Athen|Athen]] und [[Sapienza Universität von Rom|Rom]]. Am 27. Februar 1959 wurde er in Köln zum Dr.&amp;amp;nbsp;phil. [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Anschließend erhielt er für das Jahr 1960/61 das [[Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts|Reisestipendium]] des [[Deutsches Archäologisches Institut|Deutschen Archäologischen Instituts]] und unternahm ausgedehnte Forschungs- und Bildungsreisen im Mittelmeerraum, die er mit weiteren Stipendien um zwei Jahre verlängerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr arbeitete van Thiel am Institut für Altertumskunde in Köln. Er veröffentlichte damals zusammen mit [[Reinhold Merkelbach]] griechische und lateinische Lesehefte zur Einführung in die [[Paläographie]] und Textkritik (1965 und 1969). 1969 [[Habilitation|habilitierte]] er sich für Klassische Philologie und wurde 1970 zum außerplanmäßigen Professor ernannt, später zum Wissenschaftlichen Rat und Professor. 1998 trat er in den Ruhestand, blieb aber dem Institut weiterhin verbunden. Er starb am 25. Oktober 2014.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Traueranzeige&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliche Leistung ==&lt;br /&gt;
In seiner wissenschaftlichen Arbeit beschäftigte sich van Thiel sein Leben lang mit der [[Textkritik]] und [[Überlieferungsgeschichte]] der antiken Texte. Seine Forschungsschwerpunkte waren antike Romane und die homerischen Epen. Bereits in seiner Dissertation (&amp;#039;&amp;#039;Die Rezension λ des [[Pseudo-Kallisthenes]]&amp;#039;&amp;#039;) untersuchte er die Überlieferungsgeschichte einer Version des griechischen [[Alexanderroman]]s. Seine Ergebnisse flossen später in seine zweisprachige Ausgabe dieses Romans, die 1974 erschien (2. Auflage 1982). In seiner Habilitationsschrift beschäftigte er sich mit dem griechischen Eselsroman, der unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Lukios, oder: Der Esel&amp;#039;&amp;#039; im Corpus des Sophisten [[Lukian von Samosata|Lukian]] überliefert ist. Seine textkritischen Untersuchungen dazu sowie die Textausgabe erschienen 1971/72 in der Reihe &amp;#039;&amp;#039;[[Zetemata]]&amp;#039;&amp;#039;. Gleichzeitig veröffentlichte er 1971 eine eingehende Studie zur Überlieferung und Rekonstruktion von [[Titus Petronius|Petrons]] &amp;#039;&amp;#039;[[Satyricon (Petron)|Satyricon]]&amp;#039;&amp;#039;, einem lückenhaft überlieferten lateinischen Roman.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab den 1980er Jahren konzentrierte van Thiel seine Studien auf die Textkritik und Überlieferungsgeschichte der [[Homer|homerischen]] Epen &amp;#039;&amp;#039;[[Ilias]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Odyssee]]&amp;#039;&amp;#039;, bei denen er den Standpunkt der [[Homerische Frage#Neoanalyse und Oral-Poetry-Forschung|Neoanalyse]] einnahm. Er ging davon aus, dass in den homerischen Epen zahlreiche Kleindichtungen verschiedener Dichter verarbeitet seien, die durch mehrere Redaktionsstufen den überlieferten Text ergaben. Dementsprechend nannte van Thiel seine ersten Monografien zu diesem Thema &amp;#039;&amp;#039;Iliaden und Ilias&amp;#039;&amp;#039; (1982) bzw. &amp;#039;&amp;#039;Odysseen&amp;#039;&amp;#039; (1988). Nach kritischen Editionen der Odyssee (1991) und der Ilias (1996) in Buchform ging er dazu über, seine Forschungsergebnisse im Internet zu veröffentlichen, um sie dort der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen und kontinuierlich überarbeiten beziehungsweise korrigieren zu können. Als Erstes erschienen 2000 seine Ausgaben der D-[[Scholion|Scholien]] zur Ilias&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kups.ub.uni-koeln.de/1810/ Kölner UniversitätsPublikationsServer: &amp;#039;&amp;#039;Scholia D&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt; und &amp;#039;&amp;#039;homerpur&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kups.ub.uni-koeln.de/1812/ Kölner UniversitätsPublikationsServer: &amp;#039;&amp;#039;homerpur&amp;#039;&amp;#039;]; [http://d-nb.info/1037492560/34 PDF] in der Deutschen Nationalbibliothek.&amp;lt;/ref&amp;gt; die den kompletten Text der &amp;#039;&amp;#039;Ilias&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Odyssee&amp;#039;&amp;#039; ohne textkritische Anmerkungen, [[Satzzeichen]] und [[diakritische Zeichen]] enthält. 2002 folgten die &amp;#039;&amp;#039;Lexeis Homerikai&amp;#039;&amp;#039; („homerische Wörter“), ein alphabetisch sortiertes Verzeichnis der Worterklärungen der D-Scholien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kups.ub.uni-koeln.de/1815/ Kölner UniversitätsPublikationsServer: &amp;#039;&amp;#039;Lexeis Homerikai&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt; 2014 veröffentlichte er eine erweiterte und verbesserte Ausgabe der D-Scholien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kups.ub.uni-koeln.de/5586/ Kölner UniversitätsPublikationsServer: &amp;#039;&amp;#039;Scholia D in Iliadem. Proecdosis aucta et correctior 2014. Secundum codices manu scriptos&amp;#039;&amp;#039;]. ISBN 978-3-931596-83-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines seiner letzten Forschungsprojekte war eine Sammlung der kritisch-exegetischen Anmerkungen zum Homertext, die von den [[Alexandrinische Schule|alexandrinischen]] Philologen [[Aristarchos von Samothrake|Aristarch]], [[Aristophanes von Byzanz]], [[Demetrios von Adramyttion|Demetrios Ixion]] und [[Zenodotos von Ephesos|Zenodot]] überliefert sind. Er schloss das von 1995 bis 2007 mit Mitteln der [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|Deutschen Forschungsgemeinschaft]] geförderte Projekt mit einer vierbändigen Edition ab, die 2014 im [[Verlag Walter de Gruyter]] erschien.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=Projektantrag 2009 |url=http://www.uni-koeln.de/phil-fak/ifa/klassphil/vanthiel/arist-proj09.pdf |wayback=20150205223513   }} (abgerufen am 5. Februar 2015).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Rezension λ des Pseudo-Kallisthenes&amp;#039;&amp;#039;. Bonn 1959 (Dissertation)&lt;br /&gt;
* mit Reinhold Merkelbach: &amp;#039;&amp;#039;Griechisches Leseheft zur Einführung in Paläographie und Textkritik&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 1965 (&amp;#039;&amp;#039;Studienhefte zur Altertumswissenschaft&amp;#039;&amp;#039; 10)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lateinisches Leseheft zur Einführung in Paläographie und Textkritik&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 1969 (&amp;#039;&amp;#039;Studienhefte zur Altertumswissenschaft&amp;#039;&amp;#039; 13)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Eselsroman. Teil: 1. Untersuchungen&amp;#039;&amp;#039;. München 1971 (&amp;#039;&amp;#039;Zetemata&amp;#039;&amp;#039; 54,1; Habilitationsschrift)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Petron. Überlieferung und Rekonstruktion&amp;#039;&amp;#039;. Leiden 1971 (&amp;#039;&amp;#039;Mnemosyne&amp;#039;&amp;#039; Supplement 20)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Eselsroman. Teil: 2. Synoptische Ausgabe&amp;#039;&amp;#039;. München 1972 (&amp;#039;&amp;#039;Zetemata&amp;#039;&amp;#039; 54,2)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mittellateinische Texte. Ein Handschriften-Lesebuch&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 1972 (&amp;#039;&amp;#039;Studienhefte zur Altertumswissenschaft&amp;#039;&amp;#039; 14)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Abenteuer eines Esels oder die Verwandlung des Lukios. Der griechische Eselsroman&amp;#039;&amp;#039;. Rekonstruiert, übersetzt, erläutert von Helmut van Thiel. München 1972 (&amp;#039;&amp;#039;[[Sammlung Tusculum|Tusculum-Schriften]]&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Leben und Taten Alexanders von Makedonien. Der griechische Alexanderroman nach der Handschrift L&amp;#039;&amp;#039;. Darmstadt 1974. 2., durchgesehene und ergänzte Auflage 1983&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Iliaden und Ilias&amp;#039;&amp;#039;. Basel/Stuttgart 1982&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Odysseen&amp;#039;&amp;#039;. Basel 1988&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Homeri Odyssea&amp;#039;&amp;#039;. Recognovit Helmut van Thiel. Hildesheim/Zürich/New York 1991 (&amp;#039;&amp;#039;Bibliotheca Weidmanniana&amp;#039;&amp;#039; 1)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Homeri Ilias&amp;#039;&amp;#039;. Recognovit Helmut van Thiel. Hildesheim/Zürich/New York 1996 (&amp;#039;&amp;#039;Bibliotheca Weidmanniana&amp;#039;&amp;#039; 2). 2., überarbeitete Auflage 2010&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Homers Odysseen&amp;#039;&amp;#039;. Erschlossen, übersetzt und erläutert von Helmut van Thiel. Berlin/Münster 2009&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Homers Iliaden&amp;#039;&amp;#039;. Erschlossen, übersetzt und erläutert von Helmut van Thiel. Berlin/Münster 2009&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aristarch, Aristophanes Byzantios, Demetrios Ixion, Zenodot. Fragmente zur Ilias&amp;#039;&amp;#039;. Gesammelt, neu herausgegeben und kommentiert von Helmut van Thiel. 4 Bände, Berlin/Boston 2014. ISBN 978-3-11-034314-4&lt;br /&gt;
** Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Einleitung, Ausgabe und Kommentar Buch Α bis Η&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Ausgabe und Kommentar Buch Θ bis Ο&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Ausgabe und Kommentar Buch Π bis Ω&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Register&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Glotta&amp;#039;&amp;#039;. Band 60 (1982), S.&amp;amp;nbsp;136.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender]] 2007&amp;#039;&amp;#039;. Saur, München 2007. Band 3, S. 3711.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|104556943|TYP=Literatur von}}&lt;br /&gt;
* [https://ifa.phil-fak.uni-koeln.de/mitarbeiterinnen/nach-abteilungen-einrichtungen/diverse-mitarbeiter-profile-klass-mittellat/van-thiel Homepage von Helmut van Thiel bei der Universität Köln]&lt;br /&gt;
* Elektronische Textausgaben:&lt;br /&gt;
** [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:38-18127 &amp;#039;&amp;#039;homerpur&amp;#039;&amp;#039; (2000)]&lt;br /&gt;
** [https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:38-18105 &amp;#039;&amp;#039;Scholia D in Iliadem&amp;#039;&amp;#039; (2000)]&lt;br /&gt;
** [https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:38-18157 &amp;#039;&amp;#039;Lexeis Homerikai&amp;#039;&amp;#039; (2002)]&lt;br /&gt;
** [https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:38-55860 &amp;#039;&amp;#039;Scholia D in Iliadem. Proecdosis aucta et correctior 2014. Secundum codices manu scriptos&amp;#039;&amp;#039; (2014)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=104556943|LCCN=n/82/85641|VIAF=64019903}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Thiel, Helmut van}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altphilologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altphilologe (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität zu Köln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1932]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2014]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Thiel, Helmut van&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Klassischer Philologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. September 1932&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Essen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Oktober 2014&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Köln]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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