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	<title>Helmut Weihenmaier - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T23:19:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Helmut_Weihenmaier&amp;diff=2105954&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-12-14T17:43:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helmut Weihenmaier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren [[28. November]] [[1905]] in [[Neresheim]]; gestorben [[2. Februar]] [[1995]] in [[Tübingen]]) war sowohl [[Landrat (Deutschland)|Landrat]] zur [[Zeit des Nationalsozialismus]] im [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945|besetzten Polen]] als auch später in [[Baden-Württemberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Helmut Weihenmaier war Sohn des [[Oberamt Neresheim|Neresheimer Oberamtsvorstehers]] [[Karl Weihenmaier]]. Er besuchte das evangelische Gymnasium. Er studierte 1924 bis 1929 in [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Tübingen]] und [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] [[Rechtswissenschaft]]en. 1924 wurde er Mitglied der [[Verbindung Normannia Tübingen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Max Doblinger]], [[Georg Schmidgall]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Mitgliederverzeichnisse burschenschaftlicher Verbindungen in Alt-Österreich und Tübingen von 1816–1936.&amp;#039;&amp;#039; Verlag für Sippenforschung und Wappenkunde C.A.Starke, Görlitz; N. Die Burschenschaft Normannia 1816–1936, Se. 187, Nr. 1108.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zweite Staatsprüfung legte er Anfang 1933 ab. Am 30. April 1933 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 3.254.047) und am 1. November 1933 der [[Sturmabteilung|SA]] bei. In [[Nürtingen]] war er ein Jahr lang Rechtsanwalt und ging dann als Assessor an das [[Oberamt Urach]]. Dort war er 1937/38 [[Amtsverweser]]. In derselben Funktion wechselte er noch an die Landratsämter in [[Landkreis Crailsheim|Crailsheim]] und [[Landkreis Esslingen|Esslingen]] und war auch noch 1938 Stellvertreter des Landrats in [[Landkreis Reutlingen|Reutlingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Einrichtung des [[Generalgouvernement]]s in Polen wurde er am 16. Oktober 1939 [[Kreishauptmann]] (KH) im [[Powiat Zamojski|Kreis Zamość]] im Distrikt [[Lublin]], seine Distriktgouverneure waren [[Friedrich Schmidt (Politiker, 1902)|Friedrich Schmidt]] bis 1940, [[Ernst Emil Zörner]] (bis 1943) und [[Richard Wendler]] (bis 1945). Weihenmaier hat dort an der [[Deportation#Deportationen während des Nationalsozialismus|Deportation]] von Juden in die [[Vernichtungslager]] mitgewirkt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee662&amp;quot;&amp;gt;Klee: &amp;#039;&amp;#039;Personenlexikon&amp;#039;&amp;#039;, S. 662.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im April 1941 ließ Weihenmaier die gesamte jüdische Bevölkerung, etwa 8.000 Menschen, aus der Stadt [[Zamość]] in die Vorstadt Nowa Osada umsiedeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu Nowa Osada siehe in der polnischen Wikipedia: Nowa Osada (Zamość)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial136&amp;quot;&amp;gt;Musial: &amp;#039;&amp;#039;Zivilverwaltung&amp;#039;&amp;#039;, S. 136.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass diese Konzentrierungsaktion in überfüllte jüdische Wohnbezirke selbst eine Ursache des dort dann um sich greifenden [[Fleckfieber]]s war, führte nicht dazu, dass die deutsche Verwaltung die Ursachen eindämmte, sondern KH Weihenmeier verbot im September 1941 jeglichen Verkehr mit der jüdischen Bevölkerung und erließ Aufenthaltsverbote.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial140&amp;quot;&amp;gt;Musial: &amp;#039;&amp;#039;Zivilverwaltung&amp;#039;&amp;#039;, S. 140.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erste „Aussiedlung“ im Kreis Zamość fand am 11. April 1942 statt, der Kreisreferent für „Bevölkerungswesen und Fürsorge“ (BuF) Oskar Reichwein wurde von Weihenmaier dahingehend instruiert, dass nunmehr die „[[Endlösung der Judenfrage]] beginnen werde“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial260&amp;quot;&amp;gt;Musial: &amp;#039;&amp;#039;Zivilverwaltung&amp;#039;&amp;#039;, S. 260. Musial zitiert eine Vernehmungsniederschrift vom 30. November 1962.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weihenmaier dagegen leugnete am 27. November 1962 jede Beteiligung seiner Kreisverwaltung an den Aussiedlungen. „Das [[Vernichtungslager Belzec]], das sich in seinem Kreis befand, habe er erst nach der Beendigung der „Aktion“ besucht“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial261&amp;quot;&amp;gt;Musial: &amp;#039;&amp;#039;Zivilverwaltung&amp;#039;&amp;#039;, S. 261.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weihenmaiers Mitwirkung bei der von [[Odilo Globocnik]] im Auftrag [[Heinrich Himmler]]s durchgeführten [[Aktion Zamość]], bei der deutsche Bauern in seinem Kreis angesiedelt werden sollten, ist nicht dokumentiert. Für die Umsiedlung der polnischen Bevölkerung war die Kooperation seines Verwaltungsapparats erforderlich. Die Aktion war zwischen dem [[SS- und Polizeiführer]] und der Distriktsverwaltung umstritten und wurde von Zörner, Weihenmaiers Distriktsgouverneur, kritisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weihenmaier war 1944/1945 noch Vertreter des Landrats in [[Saarlouis]] und März/April 1945 beim Landratsamt [[Reutlingen]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wurde Weihenmaier bis zum 18. Juli 1945 von den [[Französische Besatzungszone|Franzosen]] [[interniert]] und im Frühjahr 1946 für knapp sechs Monate erneut festgenommen. Bei der [[Entnazifizierung]] wurde er am 13. Juli 1948 als [[Mitläufer]] eingestuft&amp;lt;ref&amp;gt;Entnazifizierungsunterlagen [http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=2-1623641 Bü 11204] im Bestand [http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=2-7195 EL 902/17 (Spruchkammer 34 - Nürtingen: Verfahrensakten)] im [[Staatsarchiv Ludwigsburg]].&amp;lt;/ref&amp;gt; und konnte trotzdem als Angestellter wieder im Staatsdienst in [[Württemberg-Hohenzollern]] beginnen, wo er 1949 bereits wieder Oberregierungsrat war und bis 1955 schließlich als Regierungsdirektor beim [[Regierungsbezirk Nordwürttemberg|Regierungspräsidium Nordwürttemberg]] in der Wirtschaftsabteilung tätig war. Von Herbst 1955 bis 1960 war er hauptamtlicher [[Bürgermeister (Baden-Württemberg)|Bürgermeister]] in [[Tübingen]] unter [[Oberbürgermeister]] [[Hans Gmelin (Politiker)|Hans Gmelin]]. Von 1960 bis 1971 war er Landrat im [[Landkreis Freudenstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anfang der sechziger Jahre eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen seiner Beteiligung an den NS-Verbrechen im besetzten Polen wurde am 24. Juli 1974 bei der Staatsanwaltschaft Wiesbaden eingestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roth509&amp;quot;&amp;gt;Roth: &amp;#039;&amp;#039;Herrenmenschen&amp;#039;&amp;#039;, S. 509. Laut Musial, S. 370, war Anklage erhoben worden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ralf Bernd Herden]]: Helmut Weihenmaier: Vom NS-Kreishauptmann in Polen zum Landrat im Schwarzwald. Kohlhammer-Verlag Stuttgart 2024, 240 Seiten gebunden, ISBN 978-3-17-044973-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3806212139|Seite=573}}&lt;br /&gt;
* [[Markus Roth (Historiker)|Markus Roth]]: &amp;#039;&amp;#039;Herrenmenschen. Die deutschen Kreishauptleute im besetzten Polen – Karrierewege, Herrschaftspraxis und Nachgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein Verlag, Göttingen 2009, ISBN 9783835304772.&lt;br /&gt;
* Markus Roth: &amp;#039;&amp;#039;Eine deutsche Beamtenkarriere im „Zeitalter der Extreme“ : Helmut Weihenmaier.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolfgang Proske]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Täter Helfer Trittbrettfahrer. NS-Belastete aus Baden-Württemberg.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;NS-Belastete aus dem östlichen Württemberg.&amp;#039;&amp;#039; Freiheitsbaum, Reutlingen 2014, ISBN 978-3-922589-38-9, S. 236–243. Textgleich in Band 7: &amp;#039;&amp;#039;NS-Belastete aus Nordbaden + Nordschwarzwald.&amp;#039;&amp;#039; 2017, S. 340–347.&lt;br /&gt;
* [[Bogdan Musial]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Zivilverwaltung und Judenverfolgung im Generalgouvernement&amp;#039;&amp;#039;. Harrassowitz, Wiesbaden 1999, ISBN 3-447-05063-2.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-10-039309-0, S. 662.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Naviblock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Oberamtmänner des Oberamts Urach&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Landräte des Landkreises Freudenstadt&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1012773485|VIAF=171776662}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Weihenmaier, Helmut}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat (Landkreis Freudenstadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Kommunalverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat in den besetzten Gebieten (1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zamość]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Tübingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Freudenstadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter (Studentenverbindung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1995]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Weihenmaier, Helmut&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (NSDAP), Landrat in Freudenstadt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. November 1905&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neresheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Februar 1995&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Tübingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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