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	<title>Helmut Sinn - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Helmut Sinn Portrait.gif|mini|Helmut Sinn im Alter von 88 Jahren, im Jahr 2004. Zwei Jahre später gab er die Leitung seines Unternehmens &amp;#039;&amp;#039;Guinand Uhren Helmut Sinn GmbH&amp;#039;&amp;#039; ab.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helmut Sinn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. September]] [[1916]] in [[Metz]], [[Reichsland Elsaß-Lothringen|Lothringen]]; † [[14. Februar]] [[2018]] in [[Frankfurt am Main]]&amp;lt;ref Name=&amp;quot;FAZ&amp;quot; /&amp;gt;) war ein deutscher Pilot, [[Instrumentenflug|Instrumenten-]] und [[Kunstflug]]lehrer, Luftfahrtsachverständiger und [[Unternehmer]]. Sinn gründete 1961 in Frankfurt am Main eine Uhrenfirma unter seinem Namen und vertrieb selbstentwickelte [[Armbanduhr]]en, vor allem mechanische [[Chronograph (Uhr)|Chronographen]]. Er verkaufte das Unternehmen &amp;#039;&amp;#039;[[Sinn (Uhrenmarke)|Helmut Sinn Spezialuhren]]&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 1994 und erwarb 1995 den Schweizer Uhrenhersteller Guinand. Sinn galt als Ausnahmepersönlichkeit in der Uhrenbranche und war bis ins hohe Alter noch unternehmerisch und [[Erfinder|erfinderisch]] tätig. Er wurde auch „der schnelle Helmut“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kindheit und Kriegsjahre ==&lt;br /&gt;
Sinn, geboren 1916, kam 1918 als Flüchtling mit seiner Familie in die [[Pfalz (Region)|Pfalz]]. Durch den nahegelegenen [[Flugplatz Speyer]] entwickelte Sinn schon als Kind eine Faszination für Flugzeuge. Dadurch kam er schon im frühen Alter von sechs Jahren zu dem Berufswunsch Pilot&amp;lt;ref name=&amp;quot;watchthusiast&amp;quot; /&amp;gt; und wurde deswegen, nach seinen eigenen Worten, ausgelacht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FNP 100&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 18 Jahren kam er zum [[Reichsarbeitsdienst]] und lernte dort das [[Segelfliegen]]. Dabei flog er auch den berühmten „Schädelspalter“, das Trainings-Segelflugzeug [[Grunau 9]], an dem Berg [[Wasserkuppe]] in der [[Rhön]]. Danach kam Sinn zur [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] und erwarb von 1936 bis 1938 alle Piloten-Lizenzen. Er wurde zum Kriegsdienst verpflichtet und machte Dienst in einem [[Aufklärungsgeschwader]]. Über diese Zeit sagte er:&amp;lt;ref name=&amp;quot;FNP 100&amp;quot; /&amp;gt; {{Zitat|Unter anderem war ich Aufklärer, beobachtete aus der Luft die fliehenden [[Schlacht von Dünkirchen|Engländer in Dünkirchen]]. Später Russland. Ich musste mit der [[Junkers Ju 88|Ju 88]] landen, durch eine Wolkendecke, die aber am Boden auflag! Als ich durchstarten wollte, um zu steigen, soff der rechte Motor ab. Wir haben es überlebt, aber ich war so schwer verletzt, dass ich danach kein Kriegsflieger mehr war, sondern bei der Luftwaffe Fluglehrer wurde, Instrumentenflug unterrichtete. Bin alles geflogen, was damals da war.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Absturz geschah über [[Sowjetunion|sowjetischem]] Gebiet. Er wurde schwer am Rücken verwundet und verlor beide kleinen Finger. Trotzdem war er danach als Fluglehrer tätig, vor allem auf [[Heinkel He 70]], [[Junkers Ju 52/3m|JU 52]] und der Ju 88.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;FAZ Kein Held&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;FNP 100&amp;quot; /&amp;gt; Nach dem Krieg war Sinn [[Kriegsgefangener]] in einem der so genannten [[Rheinwiesenlager]] der [[Alliierte]]n und wurde noch 1945 mit [[Tuberkulose]] entlassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FNP 100&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erste unternehmerische Aktivitäten nach dem Krieg ==&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende durfte der leidenschaftliche Pilot aufgrund eines von den Alliierten verhängten Flugverbots nicht mehr fliegen, dazu kamen gesundheitliche Gründe. Sinn suchte eine berufliche Betätigung. Er besorgte sich im [[Schwarzwald]] [[Kuckucksuhr]]en und verkaufte sie mit Gewinn an US-Amerikaner. Mit dem Gewinn aus seinen Uhrengeschäften richtete er sich die erste Uhrenwerkstatt ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FNP 100&amp;quot; /&amp;gt; Ende der 1940er Jahre hatte er seinen eigenen Uhrenhandel in Frankfurt am Main aufgebaut. Er baute funktionale Uhren (&amp;#039;&amp;#039;[[Einsatzuhr]]en&amp;#039;&amp;#039;) für Piloten und Fluglehrer und brachte sie direkt zum Kunden. Seine Marketingstrategie war „Möglichst gut und zugleich günstig“. Helmut Sinn erklärte später, dass die Wahl der Uhrenbranche auch rein [[Pragmatismus|pragmatischen]] Überlegungen entsprang: „Ich hatte keinen Beruf. Ich habe etwas gesucht, was nicht viel Platz und wenig Material brauchte.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;FAZ Kein Held&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luftfahrt-Bordinstrumente ==&lt;br /&gt;
In Frankfurt begann er in den 1950er Jahren auch mit der Entwicklung und Herstellung von Flugzeug-Borduhren für die [[Deutsche Bundeswehr|Bundeswehr]]. Sein Unternehmen hatte eine [[Ausschreibung]] gegen den etablierten Uhrenhersteller [[Junghans]] gewonnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeigr&amp;quot; /&amp;gt; Mit Sinn-Uhren wurden unter anderem [[Bell UH-1]]D, [[Alpha Jet]], [[Lockheed F-104|F-104G Starfighter]], [[McDonnell Douglas|F-4E Phantom]], [[Panavia Tornado|MRCA Tornado]] und später der [[Eurofighter Typhoon|Eurofighter]] ausgestattet. Auch internationale zivile [[Fluggesellschaft]]en interessierten sich bald für seine Uhren. In den 1970er Jahren waren die [[Lufthansa]]-Maschinen der Typen [[Boeing 707]], [[Boeing 727|727]] und [[Boeing 737|737]] mit Borduhren von Sinn ausgestattet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;watchthusiast&amp;quot; /&amp;gt; Nach Helmut Sinns Angaben wurden 600 von ihm produzierte Borduhren in Cockpits der Lufthansa eingebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FNP 100&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sinn Spezialuhren ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Sinn (Uhrenmarke)|Sinn Spezialuhren}}&lt;br /&gt;
1956 begann Helmut Sinn mit der Entwicklung seines ersten Flieger-[[Chronograph (Uhr)|Chronograph]]en, einer Armbanduhr mit [[Stoppuhr]]-Vorrichtung. Das [[Design]] war bewusst stark an Flugzeug-Borduhren angelehnt. Für diese Uhren entwickelte er Design-Leitlinien, die vor allem hohe Funktionalität, beste Ablesbarkeit und hohe Qualität umfassten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gründete 1961 in [[Frankfurt-Rödelheim]] die [[Uhrenmanufaktur]] &amp;#039;&amp;#039;Helmut Sinn Spezialuhren&amp;#039;&amp;#039; (heute: &amp;#039;&amp;#039;[[Sinn (Uhrenmarke)|Sinn Spezialuhren]]&amp;#039;&amp;#039;), die zunächst weiterhin selbstentwickelte funktionale Uhren für Piloten und Fluglehrer herstellte. Sinn erfand zahlreiche technische Neuheiten für seine selbstentwickelten mechanischen Armbanduhren. Die Firma produzierte später vor allem hochwertige Chronographen, die unter den Marken &amp;#039;&amp;#039;Sinn Spezialuhren&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Chronosport&amp;#039;&amp;#039; im damals ungewöhnlichen [[Direktvertrieb]], also Verzicht auf den Zwischenhandel, an Endkunden verkauft wurden. Dadurch konnte Sinn eine kundenfreundliche Preisgestaltung erzielen, da die [[Marge|Handelsmarge]] des Zwischenhandels entfiel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeigr&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sinn-Uhren im Spacelab ===&lt;br /&gt;
1985 trug der deutsche Astronaut [[Reinhard Furrer]] während der [[Spacelab|Spacelab-Mission]] [[STS-61-A]] eine Sinn „142 S“ am Handgelenk und brachte damit einen automatischen Chronographen ins Weltall. Auch bei den beiden anderen Spacelab-Missionen trugen die deutschen Astronauten [[Reinhold Ewald (Astronaut)|Reinhold Ewald]] und [[Klaus-Dietrich Flade]] jeweils Sinn-Uhren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeigr&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkauf an Nachfolger und Rechtsstreit ==&lt;br /&gt;
Sinn verkaufte das Unternehmen 1994 inklusive der [[Marke (Recht)|Markenrechte]] an Lothar Schmidt, einen Ingenieur und langjährigen leitenden [[International Watch Company|IWC]]-Mitarbeiter. Im Jahr 2012 äußerte er gegenüber der [[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]]: „Ich habe gedacht, ich könnte trotzdem weiter mitarbeiten.“ Doch darüber sei es zum Streit gekommen. Helmut Sinn zog vor Gericht und verlor, was ihn lange verbitterte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FAZ Schneller Helmut&amp;quot; /&amp;gt; Ende 2012 äußerte er zudem in einem Interview, dass er bei diesem Rechtsstreit, der mehrere verschiedene Gerichtsverfahren umfasste, sein „gesamtes Geld“ verloren habe und sogar einen Kredit habe aufnehmen müssen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeigr-Interview1&amp;quot; /&amp;gt; In wesentlichen Punkten des damaligen Rechtsstreits widersprechen sich die öffentlich zugänglichen Sachaussagen von Schmidt und von Sinn.&amp;lt;ref name=&amp;quot;handelsblatt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jubilar und Guinand ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Chronograph watch &amp;quot;Guinand 60.50&amp;quot; with automatic movement type Valjoux 7750 (cropped).jpg|mini|Ein Guinand-Fliegerchronograph Modell 60.50, etwa 2010.]] &lt;br /&gt;
Nach dem Verkauf der Firma Sinn Spezialuhren gründete Helmut Sinn 1996 die Firma &amp;#039;&amp;#039;Jubilar Uhren&amp;#039;&amp;#039; in Frankfurt am Main. Hier wurden anfangs zwei Uhrenlinien angeboten: &amp;#039;&amp;#039;Jubilar&amp;#039;&amp;#039; für Taschenuhren und &amp;#039;&amp;#039;Chronosport&amp;#039;&amp;#039; für klassische [[Fliegeruhr]]en und Flieger-Chronographen. Auch die neue Firma bot die Uhren ausschließlich im Direktvertrieb an, und Sinn achtete auf eine faire Preisgestaltung für die Kunden. Dieses Unternehmen fusionierte er bald mit dem bereits 1995 übernommenen Schweizer Traditionsunternehmen &amp;#039;&amp;#039;Guinand Watch Co. SA&amp;#039;&amp;#039;. Dieses 1865 im Jura gegründete Unternehmen stellte komplizierte Uhren her, etwa Chronographen mit und ohne Schleppzeiger. Er verlegte dessen Sitz nach Frankfurt-[[Rödelheim]]. Mit 80 Jahren war Sinn damit quasi noch einmal Jungunternehmer geworden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FAZ Schneller Helmut&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das resultierende Unternehmen produzierte unter anderem die Guinand WZU-5, die weltweit erste mechanische Armbanduhr, die neben der Hauptzeit vier frei wählbare Weltzeiten auf kleinen Hilfszifferblättern anzeigt. Nachdem Helmut Sinn im Jahr 2006 neunzig Jahre alt geworden war, gab er die Verantwortung für die kaufmännische Seite der Firma &amp;#039;&amp;#039;Guinand Uhren Helmut Sinn GmbH&amp;#039;&amp;#039; an den neuen Geschäftsführer Horst Hassler ab. Dieser war bereits länger im Unternehmen tätig.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;FAZ&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unternehmerische Grundsätze ==&lt;br /&gt;
Zum Erfolg der Uhren von Helmut Sinns Unternehmen trug auch der Faktor Preis bei. Er hatte stets den Grundsatz &amp;#039;&amp;#039;Die beste Qualität – zum denkbar niedrigsten Preis&amp;#039;&amp;#039;. Entsprechend dem nüchternen, an der Funktion orientierten Design seiner Uhrenmodelle betrieb Sinn auch seine Unternehmen. Er konzentrierte sich auf das Wesentliche und ließ alles weg, was seiner Meinung nach unnötig war und unangemessene Kosten verursachte. Dazu gehörten vor allem der Verzicht auf Zwischenhändler sowie auf kostspielige Werbung und [[Marketing]]. Sinn wollte nicht, dass seine Kunden für so einen „Unfug“ und wegen „schmarotzender Zwischenhändler“ einen höheren Preis für ihre Uhr aufbringen müssten. Daher wählte er schon in den 1950er Jahren den [[Direktvertrieb]] und verkaufte als Hersteller direkt an die Endkunden. Zudem vertraute er auf Mundpropaganda, was auch aufging. Dies begann bereits, als er ab Anfang der 1960er Jahre die Bundesluftwaffe mit Borduhren für die Cockpits ausstattete. Die Bundeswehr-Piloten waren fasziniert von den funktionellen, schnörkellosen Armbanduhren, die Sinn ebenfalls herstellte. Dies sorgte für kostenlose Werbung, und die Qualität der Uhren sprach sich in der Fliegerwelt schnell herum.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeigr&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Privatleben ==&lt;br /&gt;
Helmut Sinn war zweimal verheiratet und hatte drei Kinder.&amp;lt;ref Name=&amp;quot;FAZ Kein Held&amp;quot; /&amp;gt; Die erste Ehe wurde 1945 geschlossen, nach der baldigen Scheidung heiratete er schon 1946 erneut. Da seine Frau aus Frankfurt stammte, zog er dorthin. Die zweite Ehe hielt sechs Jahre, seitdem war Sinn Junggeselle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FNP 100&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinem 100. Geburtstag im Jahr 2016 sagte er einem Journalisten, dass er täglich bei Spaziergängen bis zu 3.000 Schritte mache, mit [[Activity Tracker|digitalem Schrittzähler]] am Hosenbund. Er fuhr mit 100 noch immer Auto. Als Begründung für seine Fitness meinte er: „Immer 95 Prozent, nie 105 Prozent. Immer eine Sicherheitsreserve behalten.“ Zudem nannte er als seine Stärken [[Selbstdisziplin]], Fleiß („Die meisten Alten werden einfach faul“) und [[Askese]] – er würde nicht rauchen und wenig essen, dabei nur [[Schwarzbrot]], und „täglich 0,15 Liter Wein“ trinken. Der damals seit über 60 Jahren (wieder) als Junggeselle Lebende meinte zu diesem Zustand: „Sonst wäre ich nicht so alt geworden“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FNP 100&amp;quot; /&amp;gt; Seinem Wunsch entsprechend wurde Helmut Sinn [[Luftbestattung|luftbestattet]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Traueranzeige&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sportliche Aktivitäten ==&lt;br /&gt;
=== Rallyefahrer ===&lt;br /&gt;
Nachdem Sinn nach Kriegsende einige Jahre wegen des von den Alliierten verhängten Flugverbots nicht mehr fliegen durfte, suchte er eine andere sportliche Herausforderung. Er betätigte sich als [[Rallye]]fahrer und wollte 1953 an der [[Rallye Alger-Le Cap]] (auch: &amp;#039;&amp;#039;Raid Méditerranée-Le Cap&amp;#039;&amp;#039;) teilnehmen, die 14.000 Kilometer vom nordafrikanischen [[Algier]] bis nach [[Kapstadt]] in [[Südafrika]] führte. Um einen Wagen zu bekommen, fuhr Helmut Sinn direkt zum Sitz von [[Volkswagen|VW]] in [[Wolfsburg]]. Der damalige VW-Generaldirektor Nordhoff habe ihn, nach Sinns Worten, für verrückt erklärt, gab ihm aber einen Wagen. Mit dem von einem [[Porsche]]motor angetriebenen [[VW Käfer]] wurde er Klassensieger der Rallye. Sinn meinte zu seinem 100. Geburtstag, dass er damals bereits „genug Geld“ gehabt habe und sich so die Teilnahme an zahlreichen anderen Rennen leisten konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FNP 100&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sportpilot ===&lt;br /&gt;
Anfang der 1950er Jahre durfte Helmut Sinn auch wieder fliegen und überführte Flugzeuge aus Frankreich nach Deutschland. Er gehörte zu den Gründern des [[Flugplatz Frankfurt-Egelsbach|Flugplatzes Frankfurt-Egelsbach]] und war als Kunstfluglehrer aktiv.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FNP 100&amp;quot; /&amp;gt; Seinen eigenen Pilotenschein ließ der begeisterte [[Privatpilot]] Sinn in den 1990er Jahren, nach mehr als 15.000 Flügen, aus Altersgründen nicht mehr verlängern. Im Jahr 2016 äußerte er bedauernd mit Bezug auf seine beruflichen Anfänge als Militärpilot und Fluglehrer: „Eigentlich wollte ich immer zurück zur Fliegerei, aber das hat nicht geklappt.“&amp;lt;ref Name=&amp;quot;FAZ Kein Held&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Auf seiner privaten Webseite, die heute nicht mehr existiert, verkaufte er in seinen letzten Lebensjahren Uhren aus seiner umfangreichen Privatsammlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jochen Hasmanis und Jan-Peter Hamann: &amp;#039;&amp;#039;Helmut Sinn Dokuportrait – Die Zeitmaschine&amp;#039;&amp;#039;. Verlag: medienatelier.tv, Frankfurt 2010, ISBN 978-3-00-032245-7&lt;br /&gt;
* Hans-Heinrich Schmid: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Deutschen Uhrenindustrie 1850-1980&amp;#039;&amp;#039;. Verlag: Stadt Villingen-Schwenningen 2005, ISBN 3-927987-91-3&lt;br /&gt;
* Gerd-Lothar Reschke: &amp;#039;&amp;#039;Das Zeitgefühl-Uhrenbuch.&amp;#039;&amp;#039; Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2005, ISBN 3-938607-61-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.sinn.de/de/ Website www.sinn.de]&lt;br /&gt;
* [https://www.guinand-uhren.de/home-en.html Website www.guinand-watch.com]&lt;br /&gt;
* [https://www.vintage-sinn-collector.de Website www.vintage-sinn-collector.de]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/stadtgefluester/Er-traeumt-immer-noch-vom-Fliegen;art51666,2195227|wayback=20160914045605 |text=Helmut Sinn wird 100: Er träumt immer noch vom Fliegen}} In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Neue Presse]]&amp;#039;&amp;#039;, 3. September 2016&lt;br /&gt;
* [https://zeigr.com/interview-mit-helmut-sinn-teil-1/ Interview mit Helmut Sinn (Ende 2012/Anfang 2013)] in: &amp;#039;&amp;#039;zeigr.com&amp;#039;&amp;#039; am 11. und 22. Juni 2014. Abgerufen am 20. Februar 2018.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;handelsblatt&amp;quot;&amp;gt;[[Thomas Tuma]]: [https://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/familienunternehmer/lothar-schmidt-wie-sich-eine-uhrenfirma-aus-frankfurt-auf-dem-luxusmarkt-behauptet/24925872.html Wie sich eine Uhrenfirma aus Frankfurt auf dem Luxusmarkt behauptet.] [[Handelsblatt]], 22. August 2019, abgerufen am 21. November 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;FAZ&amp;quot;&amp;gt;Thorsten Winter: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/im-102-lebensjahr-frankfurter-uhren-pionier-sinn-gestorben-15450688.html Frankfurter Uhren-Pionier Sinn gestorben.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]]&amp;#039;&amp;#039;, 15. Februar 2018. Abgerufen am 20. Februar 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;FAZ Kein Held&amp;quot;&amp;gt;Sabine Börchers: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/helmut-sinn-ein-mann-der-kein-held-sein-will-14416591.html Ein Mann, der kein Held sein will.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]]&amp;#039;&amp;#039;, 3. September 2016. Abgerufen am 20. Februar 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;FAZ Schneller Helmut&amp;quot;&amp;gt;Sabine Börchers: [https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/uhrenfabrikant-pilot-der-schnelle-helmut-mit-der-liebe-zur-feinmechanik-11945716.html Der schnelle Helmut mit der Liebe zur Feinmechanik.] FAZ, 31. Oktober 2012, abgerufen am 18. November 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Traueranzeige&amp;quot;&amp;gt;{{Toter Link |datum=2025-06 |url=https://www.trauer-rheinmain.de/traueranzeige/helmut-sinn/52924369 |text=Traueranzeige für Helmut Sinn. |archivebot=2025-06-23 01:33:12 InternetArchiveBot}} Abgerufen am 20. Februar 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeigr&amp;quot;&amp;gt;Theodossios Theodoridis: [https://zeigr.com/interview-mit-helmut-sinn/ Interview mit Helmut Sinn von Ende 2012 – Vorwort.] zeigr.com, 8. Juni 2014, abgerufen am 18. November 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeigr-Interview1&amp;quot;&amp;gt;Theodossios Theodoridis: [https://zeigr.com/interview-mit-helmut-sinn-teil-2/ Interview mit Helmut Sinn von Ende 2012 – Teil 1.] zeigr.com, 8. Juni 2014, abgerufen am 18. November 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;watchthusiast&amp;quot;&amp;gt;[https://watchthusiast.de/spezialuhren-instrumente-mit-sinn/ Spezialuhren: Instrumente mit Sinn.] watchthusiast, abgerufen am 18. November 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;FNP 100&amp;quot;&amp;gt;Thomas J. Schmidt: {{Webarchiv |url=http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/stadtgefluester/Er-traeumt-immer-noch-vom-Fliegen;art51666,2195227|wayback=20160914045605 |text=Helmut Sinn wird 100: Er träumt immer noch vom Fliegen}} In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Neue Presse]]&amp;#039;&amp;#039;, 3. September 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|LCCN=n78044059|VIAF=66984181|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2024-12-07}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sinn, Helmut}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pilot (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Industrieller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ingenieur, Erfinder, Konstrukteur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Metz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hundertjähriger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1916]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2018]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sinn, Helmut&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Pilot und Uhrenhersteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. September 1916&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Metz]], [[Reichsland Elsaß-Lothringen|Lothringen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Februar 2018&lt;br /&gt;
|STERBEORT=Frankfurt/Main&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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