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	<title>Helmut Seethaler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T05:15:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Helmut_Seethaler&amp;diff=246648&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2026-04-17T16:07:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Helmut Seethaler Hommage &amp;#039;Out of the Dark&amp;#039;.jpg|mini|Helmut&amp;amp;nbsp;Seethaler, Wien&amp;amp;nbsp;2010.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helmut Leopold Seethaler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. März]] [[1953]] in [[Wien]])&amp;lt;ref&amp;gt;Laut polizeilichem Vernehmungsprotokoll vom 23. November 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein österreichischer [[Schriftsteller]], der sich als &amp;#039;&amp;#039;Zettelpoet&amp;#039;&amp;#039; sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem Abbruch eines [[Philosophie]]studiums betätigte sich Seethaler ab 1973 als „Zettelpoet“. Gemäß der Idee, [[Kunst]] habe im öffentlichen Raum präsent zu sein, klebte er seine [[Gedicht]]e in Form von Zettelchen als von ihm so genannte „Pflückgedichte“ an Laternenmasten, Parkbäume und Bauzäune, aber auch an Wände und Säulen von U-Bahn-Stationen. Dafür umwickelte er beispielsweise Bäume mit einseitigem Klebeband, mit Klebeseite nach außen, um daran seine Gedicht-Zettel anzuheften. Diese „Pflückgedichte“ stehen inhaltlich und formal zwischen [[Gedankenlyrik]] und [[Aphorismus]]. Helmut Seethaler lebt und arbeitet in Wien. Er ist verheiratet und hat drei Töchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rund 3300&amp;lt;ref&amp;gt;Angabe Seethalers, 2010. [https://www.tagblatt-wienerzeitung.at/meinungen/portraets/229386_Helmut-Seethaler.html Die „Wiener Zeitung“ nennt im Jahr 2010: 1109 Anzeigen und 19 Verwaltungsstrafen.]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Klage]]n und Gerichtsverhandlungen, die Seethalers Schaffen (trotz leichter Entfernbarkeit der Zettelchen) als [[Sachbeschädigung]] werteten, waren die Folge. Ein Urteil des Obersten Gerichtshofes aus dem Jahr 1998 wertet seine Zettel hingegen als Kunst, demgemäß schutzwürdig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AGlueck_19980821&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Alexander Glück |url=https://www.tagblatt-wienerzeitung.at/themen_channel/wz_reflexionen/kompendium/380874_Ein-Poet-an-der-Waescheleine.html |titel=Ein Poet an der Wäscheleine. Helmut Seethaler und die Literaturform des Zettelgedichtes |werk=Wiener Zeitung |datum=1998-08-21 |abruf=2013-11-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seethalers Aktionen ab etwa 2009, nämlich die unwillkommene [[Beschriftung]] von Gehsteigen, Säulen und Bauzäunen, erfüllen hingegen den Tatbestand der schweren Sachbeschädigung. Gegen ein Urteil vom 18. Februar 2010, zwei Monate bedingt wegen (abwaschbarer und von ihm selbst entfernter) Beschriftung von 13 Gehsteigplatten des Wiener [[MuseumsQuartier|MQ]], wofür ein Sachschaden von € 3.900,- mit entsprechend hohen Gerichtskosten geltend gemacht wurde, legte er Berufung ein und provozierte unmittelbar danach, von anwesenden Polizisten unbehelligt, durch eine Gehsteigbeschriftung vor dem Gerichtsgebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://derstandard.at/1266279165224/Seethaler-Prozess-Der-Poet-und-die-Richterin Der Poet und die Richterin] ([[derStandard.at]], 19. Februar 2010)&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit Urteil vom 16. März 2010 wurde diese Berufung abgewiesen, und er wurde wegen zweier weiterer ähnlicher Aktionen am selben Tag rechtskräftig zu einer zusätzlichen Geldstrafe von €&amp;amp;nbsp;180,– (90&amp;amp;nbsp;Tagessätze à&amp;amp;nbsp;€&amp;amp;nbsp;2,-, oder bei Uneinbringlichkeit 45&amp;amp;nbsp;Tage Ersatzhaftstrafe) verurteilt. Der [[Kurier (Tageszeitung)|Kurier]] schrieb dazu in der Ausgabe des 17.&amp;amp;nbsp;März: „&amp;#039;&amp;#039;[…] Er sei „Dichter, kein Täter“. Vergeblich: „Der Tatbestand wurde erfüllt“, hieß es&amp;#039;&amp;#039;“.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurier vom 17. März 2010, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß der Gratis-Tageszeitung [[Heute (österreichische Zeitung)|Heute]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kostenlose Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;WienHeute,&amp;#039;&amp;#039; Kurznotiz vom 23. März 2010, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; stehen inzwischen Literaten wie [[Elfriede Jelinek]], [[Peter Turrini]], [[Robert Menasse]] und andere dafür ein, Seethaler einen Literaturpreis zukommen zu lassen. 2017 wurde Seethaler mit dem Preis der Freien Szene Wiens ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H. |Titel=Preis der freien Szene Wiens 2017 an Zetteldichter Helmut Seethaler |Sammelwerk=derStandard.at |Online=https://derstandard.at/2000065159020/Preis-der-freien-Szene-Wiens-2017-an-Zetteldichter-Helmut-Seethaler |Abruf=2017-10-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=&amp;quot;5&amp;quot; caption=&amp;quot;Beispiele&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Helmut Seethaler - &amp;#039;DER ERSTE SÄNGER&amp;#039;.jpg|Frühwerk, 1973 oder 1974&lt;br /&gt;
Helmut Seethaler 2010 poetry samples a.jpg|Pflückgedicht-Zettelchen, 1974–2010.&lt;br /&gt;
Helmut Seethaler 2010 poetry samples h.jpg|Er zahlte…&lt;br /&gt;
Seethaler pflueck texte 01.jpg|„Pflücktexte“, Wien, Schwedenplatz, 2007.&lt;br /&gt;
Helmut Seethaler 2010 poetry samples d.jpg|Schwere Sachbeschädigung, 2009.&amp;lt;ref&amp;gt;Handschriftlicher Vermerk auf einem von Seethaler verteilten Faksimile: &amp;#039;&amp;#039;Der Standard, 31. Januar 2009&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Mein Verleger sprach lange über die Möglichkeiten (s)eines Verlages und meines persönlichen Buchs. ‚Ich brauch das nicht, ich bin nicht auf den Buchmarkt angewiesen.‘ Ich war bockig wie ein kleines Kind, das sein Spielzeug in Gefahr sieht. Aber ich darf mein Spielzeug ja behalten, darf weiter die Welt bekleben. Auch die Zettel, die im Buch sind, bleiben als Zettel lebendig. Sie werden nur tiefgekühlt, durch das Lesen und Herausnehmen wieder aufgetaut. Das Buch ist nach dem Lesen entfernbar. Es ist nur Packung.&lt;br /&gt;
 |Autor=Helmut Seethaler&lt;br /&gt;
 |Quelle=Das Pflückbuch&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zettelpoet.at/buch.html Das Pflückbuch auf der Website von Helmut Seethaler]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text= […] Er habe „eine Baustellenabschrankung mittels Filzstift beschrieben“, steht auf der Ladung – Seethalers handschriftlicher Vermerk dazu: &amp;#039;&amp;#039;„Ja eh.“&amp;#039;&amp;#039; Er habe den Boden beim Zugang des [[City Airport Train|CAT-Terminals]] „beschmiert“ – Seethaler: &amp;#039;&amp;#039;„Ja eh.“&amp;#039;&amp;#039; Auch habe er „Reklametafeln und eine Blechkiste beschmiert“. Doch da vermerkt Seethaler: [[:Datei:Helmut Seethaler 20100409 &amp;#039;hoffnung.at&amp;#039;.jpg|&amp;#039;&amp;#039;„War i net.“&amp;#039;&amp;#039;]]&amp;lt;br /&amp;gt;Der Boden beim CAT-Terminal „war desolat“, betont der Dichter. &amp;#039;&amp;#039;„Meine Worte bewirken keine Sturzgefahr. Dass einige geistig ausrutschten gehört dazu.“&amp;#039;&amp;#039; […]&lt;br /&gt;
 |Autor=Roman David-Freihsl&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Der „Ver-Formungs-Verweigerer“,&amp;#039;&amp;#039; in [[Der Standard]].&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Handschriftlicher Vermerk auf einem von Seethaler verteilten Faksimile: Der Standard, 31. Januar 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 2017: Preis der Freien Szene Wiens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;An die kommenden Tage.&amp;#039;&amp;#039; Europaverlag, Wien 1974, ISBN 3-203-50515-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Postkartenbuch.&amp;#039;&amp;#039; 1994&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Pflückbuch Nr. 1&amp;#039;&amp;#039; Verlag Der Apfel, Wien 1995, ISBN 3-85450-103-X.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Texte für Denkende + gegen das Denk-Ende&amp;#039;&amp;#039; hochroth Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-902871-84-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Über Seethaler&lt;br /&gt;
* [http://vids.myspace.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&amp;amp;videoid=53961679 Pick Wien an] (Trailer zu einer Film-Doku von David Paede und Barbara Sas; Sound: [[Sigi Maron]]; 2009, gesendet auf [[Okto|OKTO]])&lt;br /&gt;
* Seethaler : Zetteldichter, A 2012, 62‘, Dokumentarfilm von Andrea Figl; Informationen: http://www.zetteldichter.at/ (zuletzt aufgerufen am 10. September 2013).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Streetart]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur, Audio ==&lt;br /&gt;
* Herbert Justnik, Stephanie Stübler: &amp;#039;&amp;#039;Helmut Seethaler – die Aneignung des öffentlichen Raumes. Der „rebellische“ Zettelpoet von Wien.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische Zeitschrift für Volkskunde.&amp;#039;&amp;#039; Band LXII/111, Wien 2008, {{ZDB|2777287-1}}, S. 277–282.&amp;amp;nbsp;– [https://volkskundemuseum.at/jart/prj3/volkskundemuseum/data/uploads/downloads/OeZV_Volltexte/OEZV_2008.pdf Online (PDF; 7,4 MB)].&lt;br /&gt;
* Peter Zimmermann, —: &amp;#039;&amp;#039;Zettelpickerblues. Ein Sittenbild aus der literarischen Unterliga. Radiosendung, 1997/04/20&amp;#039;&amp;#039;. Serientitel: &amp;#039;&amp;#039;Tonspuren – Hörbilder zur Literatur&amp;#039;&amp;#039;. (Tonträger). 1 DAT-Kassette, 45 min, sp, mono. ORF Ö1, s.&amp;amp;nbsp;l. 1997, [http://permalink.obvsg.at/AC01962739 OBV].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
* [http://www.zettelpoet.at/ Homepage von Helmut Seethaler, mit Links zu Twitter und Zettel-Gedichten]&lt;br /&gt;
* {{ONB-Lit|Typ=p|Pfad=seethaler-helmut-geb-1953/|Text=Helmut Seethaler}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|130683213}}&lt;br /&gt;
* [https://derstandard.at/1381368698645/Diese-Schosshuendchenfreiheit-ist-mir-zu-bieder &amp;quot;Diese Schoßhündchenfreiheit ist mir zu bieder&amp;quot;] derstandard.at, abgerufen am 16. Oktober 2013&lt;br /&gt;
* [https://www.tagblatt-wienerzeitung.at/meinungen/portraets/229386_Helmut-Seethaler.html &amp;#039;&amp;#039;Helmut Seethaler. Der „Zettelpoet“ wurde erstmals verurteilt&amp;#039;&amp;#039;] Artikel von Petra Tempfer in der „Wiener Zeitung“ vom 18. Februar 2010. Abgerufen am 28. April 2012&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://martin-ebner.net/radio/zettelpoet/ Ungehorsam und amtsbekannt. Helmut Seethaler, der Wiener Zettelpoet]&amp;#039;&amp;#039;, Manuskript einer SWR2-Radiosendung, basierend auf Interview mit Seethaler (1999)&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20100402220532/www.literaturhaus.at/headlines/1998/11/23/ „Sperrt Helmut Seethaler endlich ein!“ fordert die IG Autoren (1998)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130683213|VIAF=10960023}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Seethaler, Helmut}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aphoristiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtoriginal (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Österreichischen P.E.N.-Clubs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1953]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Seethaler, Helmut&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Seethaler, Helmut Leopold (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. März 1953&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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