<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Helmut_Schlierbach</id>
	<title>Helmut Schlierbach - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Helmut_Schlierbach"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Helmut_Schlierbach&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T09:32:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Helmut_Schlierbach&amp;diff=1310059&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Helmut_Schlierbach&amp;diff=1310059&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-29T16:54:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helmut Schlierbach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. Juni]] [[1913]] in [[Offenbach am Main|Offenbach]]; † [[21. März]] [[2005]] ebenda) war ein deutscher Jurist, [[Regierungsrat (Amtsbezeichnung)|Regierungsrat]] und [[SS-Sturmbannführer]]. Während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] war er [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]]-Chef in [[Straßburg]] und unter anderem verantwortlich für 108 Morde an Mitgliedern der französischen Widerstandsgruppe [[Réseau Alliance|Alliance]] in [[Schirmeck]] und für weitere 56 Morde Ende November 1944 in [[Kehl]], [[Rastatt]], [[Offenburg]], [[Freiburg im Breisgau|Freiburg]], [[Bühl]], [[Pforzheim]] und [[Gaggenau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Studium ===&lt;br /&gt;
Schlierbach studierte Jura, war nach der Ersten juristischen Staatsprüfung 1935 [[Rechtsreferendar|Referendar]] bei Gerichten in [[Bad Nauheim]], [[Frankfurt am Main]], Offenbach und [[Darmstadt]] und arbeitete dann bei der Staatspolizeistelle, einer Unterabteilung der Gestapo, in Frankfurt. 1933 trat er in die [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 107.970) und 1935 in den [[Nationalsozialistischer Rechtswahrerbund|NS-Rechtswahrerbund]] ein. Am 11. Mai 1937 beantragte er die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 5.628.167).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/37730092&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;French L. MacLean: &amp;#039;&amp;#039;The Field Men: the SS Officers Who Led the Einsatzkommandos – the Nazi Mobile Killing Units.&amp;#039;&amp;#039; Schiffer Publishing, 1999. ISBN 0-7643-0754-1, S. 106.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1937 wurde er [[Promotion (Doktor)|promoviert]] zum [[Doktor der Rechtswissenschaften|Dr. jur.]]; 1938 legte er die Zweite juristische Staatsprüfung in Stuttgart ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls 1938 nahm Schlierbach an einer Waffenübung bei der [[SS-Totenkopfverbände|SS-Totenkopfstandarte]] Thüringen teil, die zu den Wachmannschaften der [[Deutsche Konzentrationslager|Konzentrationslager]] gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reichssicherheitshauptamt und Einsatzgruppen ===&lt;br /&gt;
Schlierbach saß von November 1938 bis Mai 1942 am Schreibtisch im [[Hauptamt Sicherheitspolizei]] in [[Berlin]], das Teil des [[Reichssicherheitshauptamt]]es (RSHA) wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Mai 1942 war Schlierbach Außenkommandoführer der [[Einsatzgruppe C]], der mobilen Mordeinheiten von [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|Sicherheitsdienst]] und Sicherheitspolizei. Die Einsatzgruppe C ermordete nach dem [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|deutschen Angriff auf die UdSSR]] knapp 100.000 Menschen in der [[Ukraine]]; die Opfer waren politischen Gegner, kommunistische Funktionäre sowie alle als „rassisch minderwertig“ angesehenen Menschen („[[Juden]] und [[Zigeuner]]“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Juni 1942 war Schlierbach beim [[Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD]] (BdS) in [[Kiew]], danach beim Sonderkommando 4a, einem Teil der Einsatzgruppe C, und selbst Führer eines Sonderkommandos. Nach seiner Ernennung zum [[SS-Sturmbannführer]] ([[Major]]) 1943 war er [[Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD]] (KdS) in [[Dnipro|Dnepropetrowsk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leiter der Gestapo in Straßburg ===&lt;br /&gt;
Da sich Schlierbach im „Fronteinsatz […] bestens bewährt hat“ und auch als „Führer eines Kommandos zur Bekämpfung von Partisanen […] die nötige Tapferkeit besitzt“&amp;lt;ref name=&amp;quot;BAL&amp;quot;&amp;gt;[[Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen|Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen Ludwigsburg]], BA B114 AR-Z 67/67&amp;lt;/ref&amp;gt; – so in der Beurteilung, wurde er Ende 1943 Leiter der Gestapo in Straßburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1944 hatte „ein Befehl, gekommen aus Berlin und unterzeichnet mit Schiebart [Helmut Schlierbach], das endgültige Todesurteil für alle Mitglieder der [[Résistance]]-Organisation [[Réseau Alliance|Alliance]] nach Schirmeck übermittelt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Elisabeth und Francois Stosskopf: &amp;#039;&amp;#039;Jacques Camille Louis Stosskopf, 1898–1944.&amp;#039;&amp;#039; Sarreguemines 2000, S. 157&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Schlierbach stammt der Befehl, in der Nacht vom 1. auf den 2. September 1944 die 108 Mitglieder der &amp;#039;&amp;#039;Alliance&amp;#039;&amp;#039; im [[KZ Natzweiler-Struthof]] zu ermorden, so auch die Staatsanwaltschaft in einem vergeblichen Wiederaufnahmeverfahren 1977. Die Gefangenen waren zuvor im [[Sicherungslager Schirmeck-Vorbruck]] festgehalten worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Pflock: &amp;#039;&amp;#039;Sicherungslager Schirmeck-Vorbruck.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolfgang Benz]], [[Barbara Distel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Der Ort des Terrors]]. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager.&amp;#039;&amp;#039; Band 9: &amp;#039;&amp;#039;Arbeitserziehungslager, Ghettos, Jugendschutzlager, Polizeihaftlager, Sonderlager, Zigeunerlager, Zwangsarbeiterlager.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-57238-8, S. 521–533, hier S. 525.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Karl Buck]], Kommandant von Schirmeck-Vorbruck, und [[Julius Gehrum]], führend beteiligt an der „[[Schwarzwälder Blutwoche]]“ Ende November 1944, benennen Schlierbach als denjenigen, der den Befehl „zur systematischen Vernichtung von Réseau Alliance“ gegeben hat, auch für die Massaker Ende November 1944 in Kehl (9 Ermordete), Rastatt (12 Ermordete), Offenburg (4 Ermordete), Freiburg (3 Ermordete), Bühl (8 Ermordete), Pforzheim (25 Ermordete) und Gaggenau (9 Ermordete).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von November 1944 bis Februar 1945 war Schlierbach Gestapochef in [[Karlsruhe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Krieg ===&lt;br /&gt;
1946 verurteilte ein britisches [[Militärgericht]] Helmut Schlierbach in [[Düsseldorf]] wegen der Ermordung britischer [[Fallschirmjäger]] in den [[Vogesen]] zu zehn Jahren [[Zuchthaus]], er kam aber schon 1952 frei und wurde vom [[Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz|Bundesjustizministerium]] als [[Spätheimkehrer]] anerkannt. Zwar verurteilte ihn ein französisches Militärgericht in [[Metz]] 1954 wegen der Morde in Schirmeck in Abwesenheit zum Tode, doch die Bundesrepublik lieferte ihn nicht aus. Später einsetzende Bemühungen der Justiz der Bundesrepublik blieben unwirksam:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da es keine schriftlich fixierten Befehle gab, verlief eine Vernehmung im Jahre 1961 ergebnislos. Schlierbach konnte oder wollte sich entweder nicht erinnern oder stritt eine Beteiligung ab. Zudem waren Mitwisser wie [[Erich Isselhorst]] und Julius Gehrum oder der mögliche Befehlsgeber beim Reichssicherheitshauptamt, [[Ernst Kaltenbrunner]] inzwischen hingerichtet worden. Die Behauptungen Schlierbachs waren auch im Ermittlungsverfahren 1978 in [[Darmstadt]] nicht zu widerlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg war Schlierbach als [[Syndikus]] für den hessischen Sparkassenverband tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-596-16048-0, S. 540.&lt;br /&gt;
* [[Heinz Höhne]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Orden unter dem Totenkopf.&amp;#039;&amp;#039; o.&amp;amp;nbsp;O., o.&amp;amp;nbsp;J., S. 188 u. 201.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.pfenz.de/wiki/Erschießung_französischer_Widerstandskämpfer pfenz.de: Erschießung französischer Widerstandskämpfer]&lt;br /&gt;
* [http://www.pfenz.de/wiki/Julius_Gehrum pfenz.de: Julius Gehrum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1124035885|LCCN=n82119139|VIAF=306069164}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schlierbach, Helmut}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Polizeiverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestapo-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Reichssicherheitshauptamt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung der Ukraine 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Straßburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2005]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schlierbach, Helmut&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Regierungsrat, SS-Sturmbannführer und Gestapo-Chef von Straßburg&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Juni 1913&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Offenbach am Main|Offenbach]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. März 2005&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Offenbach am Main|Offenbach]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
	</entry>
</feed>