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	<title>Helmut Lewin - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T03:59:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Helmut_Lewin&amp;diff=864568&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Vfb1893: BKL Repatriierung aufgelöst</title>
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		<updated>2024-05-18T19:45:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL &lt;a href=&quot;/index.php/Repatriierung&quot; title=&quot;Repatriierung&quot;&gt;Repatriierung&lt;/a&gt; aufgelöst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Helmut-Lewin-1957.JPG|mini|Helmut Lewin im Jahr 1957]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Helmut-Lewin-1948.JPG|mini|hochkant|Weihnachtskarte&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(1948, Farbzeichnung)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Helmut-Lewin-1936.JPG|mini|hochkant|Helmut Lewin im Jahr 1936]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Windhoek COA.svg|mini|hochkant|Das [[Wappen der Stadt Windhoek]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Aloe rubrolutea]] mit 3 Blüten&amp;#039;&amp;#039;) nach einem Entwurf von Helmut Lewin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helmut Lewin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. Oktober]] [[1899]] in [[Piła|Schneidemühl]], [[Provinz Posen]]; † [[6. März]] [[1963]] in [[Swakopmund]], [[Südwestafrika]]) war ein [[deutsche]]r [[Porträtmalerei|Porträt-]] und [[Landschaftsmalerei|Landschaftsmaler]], der zu einem der beliebtesten Heimatmaler Südwestafrikas wurde. Von Beruf war er eigentlich [[Architekt]] und für kurze Zeit auch Stadtbaumeister von [[Windhoek]], der Hauptstadt [[Namibia]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Lewin wurde als ältestes von neun Kindern eines Versicherungs-[[Inspektor|Oberinspektors]] in der Provinz Posen geboren. Der Vater, Nachkomme einer Bauernfamilie, starb recht früh. Deshalb musste Lewin die Schule verlassen und eine Maurerlehre beginnen, um zum Unterhalt der Großfamilie beizutragen. Als 18-Jähriger begann er dann als Konstruktionszeichner in einem [[Flugzeugbau]]-Unternehmen, wo er bis zum Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verwitwete und kinderlose Firmeninhaberin erkannte Lewins Talent zum Konstrukteur und schickte ihn nach Kriegsschluss im Jahr 1919 mit einem Stipendium nach [[Weimar]] ans [[Bauhaus]], wo er bis 1923 bei Professor [[Walter Gropius]] (1883–1969) [[Architektur]] studierte. Doch schon bald wandte sich Lewin heimlich auch der Malerei zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er studierte bei [[Max Thedy]] (1858–1924), dessen letzter [[Meisterschüler]] er war, und bei [[Felix Schwormstädt]] (1870–1938) und gestand erst später seiner [[Mäzen]]in seine künstlerische Ambition. Diese zeigte sich großzügig und unterstützte ihn auch weiterhin. In Weimar lernte Lewin auch seine spätere Ehefrau Eva kennen, die dort ebenfalls Malerei studierte und die er im November 1923 heiratete. Das junge Ehepaar zog nach [[Schwerin]] ([[Mecklenburg]]), wo Lewin eine Anstellung an der [[Gewerbeoberschule]] fand, an der er jünger als viele seiner aus dem Krieg heimgekehrten Schüler war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der wirtschaftlichen Krise im Nachkriegsdeutschland und den Folgen der [[Inflation]] von 1923 fasste Lewin im Jahr 1924 den Plan zur Auswanderung in die ehemals [[Deutsche Kolonien|deutsche Kolonie]] [[Deutsch-Südwestafrika]] (heute: Namibia), wanderte schließlich 1926 zunächst allein aus und begann in Windhoek als Architekt zu arbeiten. 1927 folgte die Familie nach und sie wurden in [[Otjiwarongo]] ansässig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Otjiwarongo malte Lewin u.&amp;amp;nbsp;a. einen gewaltigen [[Fries]] im Hotel „Hamburger Hof“ mit 30 großen Gemälden [[Fresko|al fresco]] im Speisesaal des Hotels. Nachdem die Familie 1934 nach [[Omaruru]] gezogen war, verzierte Lewin im dortigen Kölling-Saal die Wände mit einigen Karikaturen. Auch im Hotel „Jacoby“ bemalte er einen Wandfries mit Tierbildern und [[karikatur]]esken Darstellungen aus dem südwestafrikanischen Alltag. Im Jahr 1937 entwarf er die neue Friedhofskapelle in Omaruru.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Bourquin: &amp;#039;&amp;#039;Omaruru. Geschichte einer Stadt&amp;#039;&amp;#039;, unveröffentlichtes Manuskript, Dezember 1969, Seite 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1935 versuchte das Ehepaar Lewin sich als Pächter eines Hotels in [[Otavi]]. Das Geschäft entwickelte sich zunächst auch recht gut, doch als seine Frau erkrankte und zur medizinischen Behandlung mit den Kindern im Juni 1939 nach Deutschland ging, wurde das Hotel wieder aufgegeben. Lewin wollte später nachfolgen, doch brach der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] aus – und Lewin musste sich im Landesinneren Südwestafrikas vor den [[Republik Südafrika|südafrikanischen]] (britischen) Behörden verstecken, um nicht als deutscher Kriegsgefangener in ein [[Internierungslager]] zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen eines [[Sarkom]]s und der damit verbundenen Todesgefahr musste er sich nach einem Jahr schließlich doch den Behörden stellen. Hinter Stacheldraht im Internierungslager „Andalusia“ ([[Republik Südafrika]]) entstanden einige seiner besten Werke, eine Reihe von Porträts und Darstellungen von Krieg und Tod, u. a. die Gemälde &amp;#039;&amp;#039;„Das Grab im Schnee“&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;„2000 Jahre Christentum“&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;„Selbstbildnis mit dem Tod“&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;„Heldenschrein“&amp;#039;&amp;#039;, das heute im Museum von [[Swakopmund]] präsentiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1944 ließ sich Lewin als „Austauschgefangener“ nach Deutschland [[Austausch von Kriegsgefangenen|repatriieren]] und ging wieder nach Schwerin. Nach Kriegsende rette ihn sein südafrikanischer Pass vor der Verschleppung durch die russischen Besatzungstruppen nach [[Sibirien]]. Als Ausländer wurde er mit dem Zug in den Westen geschickt, und die Familie siedelte sich im holsteinischen [[Halstenbek]] bei [[Hamburg]] an. Drei Jahre (1946–1949) malte Lewin nach Fotos die Porträts amerikanischer Soldaten und war Dozent an der [[Universität Hamburg]]. Dann zog es ihn doch wieder in die afrikanische Heimat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1949 wanderte die Familie erneut nach Südwestafrika (Namibia) aus. Omaruru, [[Karibib]], Windhoek und Swakopmund waren die dortigen Lebensstationen. Durch zahlreiche Ausstellungen wurde er zu einem der beliebtesten Landschafts- und Heimatmaler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach seiner letzten Ausstellung in seinem Wohnort Swakopmund verstarb Lewin im 64. Lebensjahr an Krebs. Er wurde auf der Farm „Bitterwasser“, der Farm der jüngeren Tochter Brigitte, in afrikanischer Erde begraben. Sein letzter Wunsch war: &amp;#039;&amp;#039;„Lasst Gras drüber wachsen.“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Als Architekt ===&lt;br /&gt;
Als Architekt entwarf er etliche öffentliche Gebäude in verschiedenen Städten Namibias. Für kurze Zeit war Lewin in Windhoek als Stadtbaumeister tätig. Seinen Plänen entstammt u.&amp;amp;nbsp;a. das amtliche Stadtwappen (&amp;#039;&amp;#039;siehe Abbildung&amp;#039;&amp;#039;) und die Umgestaltung des alten Zoos in den „[[Zoo Park]]“, der zeitweilig nach [[Hendrik Frensch Verwoerd]] benannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Als Maler ===&lt;br /&gt;
Über seine Ausstellung im August 1933 in Otjiwarongo schrieb damals die „[[Allgemeine Zeitung (Windhoek)|Allgemeine Zeitung]]“: &amp;#039;&amp;#039;„Lewin ist ein außerordentlich vielseitiger Künstler; in rascher Folge entstanden Tierbilder, Landschaften, Portraits und Karikaturen, und manches Stück ziert heute Südwester Heime, manches fand seinen Weg nach Übersee.“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Bilder fanden Einzug in Museen und Privatsammlungen und werden heute noch auf Auktionen gehandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen Landschaftsmotiven bediente sich Lewin oft einer recht ungewöhnlichen Perspektive: Er beschränkte sich nur auf einen kleinen Ausschnitt und betrachtete diesen vom Boden her wie aus den Augen eines kleinen Vogels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellungen ==&lt;br /&gt;
Zu seinen Lebzeiten veranstaltete Lewin etliche Ausstellungen in verschiedenen Städten Südwestafrikas (u.&amp;amp;nbsp;a. in Otjiwarongo, Windhoek, Swakopmund) sowie in Deutschland und [[Portugal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige seiner Bilder befinden sich in der Sammlung des Arts Association Heritage Trust (AAHT), die von der [[Namibische Nationalgalerie|National Art Gallery of Namibia]] (Windhoek) verwahrt wird. Weitere Bilder befinden sich im [[Swakopmund Museum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Helmut-Lewin-1945-1.JPG|[[Omaruru]]-Kuppe&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(1945, Aquarell)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
Helmut-Lewin-1945-2.JPG|Landschaft in Namibia&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(1945, Ölgemälde)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
Helmut-Lewin-1947.JPG|[[Omatakoberge]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(1947, Ölgemälde)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
Helmut-Lewin-1948-2.JPG|[[Perlhuhn|Perlhühner]] am [[Termiten]]hügel&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(1948, Farbzeichnung)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aloe Hügel.JPG|[[Aloen|Aloe]]-Hügel&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Ölgemälde)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kölling1.JPG|Karikatur im Köllingsaal&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(1934, Omaruru, Namibia)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kölling2.JPG|Karikatur im Köllingsaal&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(1934, Omaruru, Namibia)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kölling3.JPG|Karikatur im Köllingsaal&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(1934, Omaruru, Namibia)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quelle ==&lt;br /&gt;
* Eva-Maria Linsmayer:&amp;lt;ref&amp;gt;Eva-Maria Linsmayer (1925–2009) war neben der jüngeren Brigitte die ältere Tochter des Malers; sie starb lt. Todesanzeige in der [[Allgemeine Zeitung (Windhoek)|Allgemeinen Zeitung]] am 21. Juli 2009 in [[Kapstadt]] im Alter von 84 Jahren.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Der Maler Helmut Lewin (1899–1963).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Namibiana.&amp;#039;&amp;#039; Heft 11, Seite 91f., SWA Wissenschaftliche Gesellschaft (Hrsg.), Windhoek 1987, {{ISSN|0259-2010}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Helmut Lewin}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lewin, Helmut}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler der Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Genremaler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Porträtmaler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaftsmaler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Namibia)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Namibia)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1963]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lewin, Helmut&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsch-namibischer Genremaler, Porträt- und Landschaftsmaler sowie Architekt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Oktober 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Piła|Schneidemühl]], [[Provinz Posen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. März 1963&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Swakopmund]], [[Südwestafrika]], heute [[Namibia]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Vfb1893</name></author>
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