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	<title>Helmut Koch (Musiker) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T09:05:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SBB Musik: /* Weblinks */</title>
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		<updated>2026-01-29T14:30:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helmut Koch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. April]] [[1908]] in [[Barmen]]; † [[26. Januar]] [[1975]] in [[Berlin]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;mgg2&amp;quot;&amp;gt;{{MGG2|Verfasser=[[Ingeborg Allihn]]|Lemma=Koch, Helmut|Band=P10|ID=mgg07346}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein deutscher [[Dirigent]] und [[Chorleiter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Musikalischer Weg ==&lt;br /&gt;
Da der Kauf eines Klaviers für die Eltern unerschwinglich war, erlernte Helmut Koch&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.discogs.com/de/artist/624749-Helmut-Koch/images&amp;lt;/ref&amp;gt; seit seinem zwölften Lebensjahr das Violinspiel. Mit sechzehn Jahren übersiedelte die Familie nach [[Essen]]. Der Geigenunterricht wurde weitergeführt und Helmut Koch nahm außerdem, nachdem er das [[Realgymnasium]] verlassen hatte, auch Unterricht in Musiktheorie und Tonsatz. Er nahm ein Studium an der [[Rheinische Musikschule|Rheinischen Musikschule]] in [[Köln]] auf und blieb dort bis zur Gründung der Essener „[[Folkwangschule]]“. Obwohl ihm die Dirigentenlaufbahn vorschwebte, entsprach er dem Wunsch seiner Eltern, sich zunächst auf die seminaristische Ausbildung zu konzentrieren und die staatliche Privatmusiklehrerprüfung zu absolvieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 lernte er als Teilnehmer eines Dirigentenkurses [[Hermann Scherchen]] kennen. Dieser schlug ihm vor, an einem vierwöchigen Musikfest in [[Winterthur]] (Schweiz) als Geiger und Bratscher teilzunehmen, um seine Kenntnisse im Orchesterspiel zu erweitern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Zeit entschloss sich Scherchen, Helmut Koch als Privatschüler weiter auszubilden, er verhalf ihm außerdem zu einer Tätigkeit als Tonmeister und Assistent mit Dirigierverpflichtung beim damaligen [[Ostmarken Rundfunk AG|Ostmarken-Rundfunk]] in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]], welche Koch 1929 bis 1931 innehatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mgg2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 übersiedelte Koch auf Anraten Scherchens nach Berlin, wo er die Leitung eines der größten Arbeiterchöre, des Berliner Schubertchores, übernahm. In Berlin wurde Helmut Koch dann als Dirigent von Arbeiterchören bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der politische Druck der Nationalsozialisten auf die Programmgestaltung immer stärker wurde, zog er sich aus seinem bisherigen Tätigkeitsgebiet zurück und nahm eine Stellung als musikalischer Aufnahmeleiter bei den Schallplattenfirmen „Kristall“ und „[[Odeon (Plattenlabel)|Odeon]]“ an. Koch war Mitglied der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Harry Waibel]]: &amp;#039;&amp;#039;Diener vieler Herren. Ehemalige NS-Funktionäre in der SBZ/DDR.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 2011, ISBN 978-3-631-63542-1, S. 172–173.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb seiner beruflichen Tätigkeit kam es zur Zusammenarbeit mit dem [[Concertgebouw-Orchester]] in [[Amsterdam]].&lt;br /&gt;
Das Repertoire der Rundfunkaufnahmen und Schallplatteneinspielungen umfasste im Wesentlichen Werke des klassischen Erbes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach dem Krieg gründete Koch verschiedene Berufs- und Laienchöre. Noch im Jahre 1945 schloss er auf Wunsch des [[Berliner Rundfunk]]s die 26 qualifiziertesten Sänger verschiedener Berufschöre unter dem Namen „[[Rundfunkchor Berlin#Vorgeschichte|Solistenvereinigung des Berliner Rundfunks]]“ zu einem festangestellten Berufschor zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Tätigkeit beim [[Rundfunk Berlin-Brandenburg#Geschichte|Berliner Rundfunk]] gründete er außer der „Solistenvereinigung“ noch den „Großen Chor des Berliner Rundfunks“ und das [[Kammerorchester Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helmut Koch setzte sich für die enge Zusammenarbeit von Berufs- und Laienkünstlern ein und gründete 1963 nach dem Mauerbau die [[Berliner Singakademie]] nach Vorbild der im Westteil der Stadt fortbestehenden [[Sing-Akademie zu Berlin]].&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=Homepage der Berliner Singakademie |url=http://www.berliner-singakademie.de/home/1945.htm |wayback=20100620060519 |archiv-bot=2018-04-14 13:49:47 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch als Interpret bedeutender Instrumentalwerke erwarb sich Helmut Koch Verdienste: Für seine Interpretationen des &amp;#039;&amp;#039;[[L’Orfeo]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Claudio Monteverdi|Monteverdi]] und der „Volkslieder und Madrigale des 17. und 18. Jahrhunderts“ verlieh ihm die französische Schallplattenindustrie zweimal den [[Grand Prix du Disque]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Instrumentalinterpretationen reichte das Repertoire von [[Johann Sebastian Bach|Bach]], [[Georg Friedrich Händel|Händel]] über [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]] und [[Felix Mendelssohn Bartholdy|Mendelssohn]] bis zum Gegenwartsschaffen. So förderte er besonders die Werke solcher Komponisten wie [[Hanns Eisler]], [[Fritz Geißler (Komponist)|Fritz Geißler]], [[Ernst Hermann Meyer]] und [[Ruth Zechlin]]. Schließlich ist Helmut Koch auch als Interpret Händelscher Opernwerke zu nennen (u.&amp;amp;nbsp;a. &amp;#039;&amp;#039;[[Giulio Cesare|Julius Cäsar]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Ezio (Händel)|Ezio]]&amp;#039;&amp;#039; an der [[Staatsoper Unter den Linden|Deutschen Staatsoper Berlin]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koch war ab 1950 Kandidat und ab 1954 Mitglied der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands]] (SED).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen und Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Koch wurde zweimal mit dem [[Nationalpreis der DDR]] für Kunst und Literatur ausgezeichnet, 1949 erhielt er den Preis III. Klasse und 1959 den Preis II. Klasse. 1951 wurde Koch zum Professor an der [[Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin|Deutschen Hochschule für Musik zu Berlin]] ernannt. 1959 wurde er mit dem [[Händelpreis des Bezirkes Halle]] ausgezeichnet. 1963 erhielt er die Berufung zum Generalmusikdirektor und gleichfalls zum Direktor der Berliner Singakademie. 1965 erfolgte die Wahl zum Ordentlichen Mitglied der Akademie der Künste der [[Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik]]. 1968 wurde er mit dem [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstorden]] in Silber und 1973 in Gold ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Neues Deutschland]], 19. April 1968, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Neues Deutschland, 6. Oktober 1973, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Musikauffassung ==&lt;br /&gt;
Für Helmut Koch war die Musik – alte wie neue – ein menschenveränderndes Medium, das Komponisten und Interpreten verantwortungsbewusst handhaben sollten. Eine Teilung seiner künstlerischen Aufgaben in eine Art „Werterhaltung“ bei der alten und „Neuerertum“ bei der zeitgenössischen Musik hätte er als absurd zurückgewiesen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|&amp;#039;&amp;#039;Weil mir nie ein Mensch begegnet ist“,&amp;#039;&amp;#039; so äußerte er sich einmal, &amp;#039;&amp;#039;„der so schizophren war, einerseits museal und andererseits modern zu empfinden. Alles, was wir machen, machen wir für die Menschen, die jetzt leben, als Heutige denken und empfinden.&amp;#039;&amp;#039;|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert nach Homepage der  {{Webarchiv|text=Berliner Singakademie |url=http://www.berliner-singakademie.de/home/pers.htm |wayback=20100620063641 |archiv-bot=2018-04-14 13:49:47 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein philosophischer Standpunkt war geprägt durch das „Jetzt, Hier und Heute“. Zwischen der Pflege des zeitgenössischen Musikschaffens und der Klassik sah er einen engen Zusammenhang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gabriele Baumgartner, [[Dieter Hebig]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der SBZ/DDR. 1945–1990.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Abendroth – Lyr.&amp;#039;&amp;#039; K. G. Saur, München 1996, ISBN 3-598-11176-2, S.&amp;amp;nbsp;410 ({{Google Buch |BuchID=2CpHD7n0gjkC |Seite=410 |Hervorhebung=&amp;quot;Koch, Helmut&amp;quot;}}).&lt;br /&gt;
* [[Fred K. Prieberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 4100f. [https://archive.org/details/handbuch-ns-musiker-prieberg online]&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=helmut-koch|lemma=Koch, Helmut|autor=|band=1|idNum=1786}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|123994896|TYP=Werke von und über|NAME=Helmut Koch}}&lt;br /&gt;
* Biographie auf der Seite der [https://web.archive.org/web/20071123220606/http://www.berliner-singakademie.de/home/koch.htm Berliner Singakademie (Memento des Originals vom 23,11,2007)]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://geocities.com/Vienna/Studio/2891/koch-dis.htm | wayback=20091020001258 | text=Diskographie von Helmut Koch}} auf einer privaten Seite&lt;br /&gt;
* {{Discogs|624749}}&lt;br /&gt;
* [http://kalliope-verbund.info/DE-611-BF-10077 Teilnachlass] an der [[Staatsbibliothek zu Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123994896|LCCN=n81100646|VIAF=5120301}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Koch, Helmut}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dirigent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chorleiter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Künste (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR II. Klasse für Kunst und Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1975]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Koch, Helmut&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Dirigent und Chorleiter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. April 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Barmen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Januar 1975&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SBB Musik</name></author>
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