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	<title>Helmut Kallmeyer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T07:58:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Helmut_Kallmeyer&amp;diff=1899718&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hutch: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert, Kleinkram</title>
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		<updated>2024-10-08T03:51:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Helmut Kallmeyer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. Oktober]] [[1910]] in [[Hamburg]]; † [[27. September]] [[2006]]) war ein [[deutsche]]r [[Chemiker]], der in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] der „[[Kanzlei des Führers]]“ als Berater für [[Gaskammer (Massenmord)|Vergasungsmethoden]] diente. Später war er im [[Kriminaltechnisches Institut der Sicherheitspolizei|Kriminaltechnischen Institut der Sicherheitspolizei]] (KTI) beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Kallmeyer war Sohn eines Oberbaurates und studierte ab 1929 an verschiedenen Hochschulen [[Studium der Chemie|Chemie]]. 1939 schloss er sein Studium an der [[Technische Universität Berlin|Technischen Hochschule Berlin]] ab und [[Promotion (Doktor)|promovierte]] im folgenden Jahr. Kallmeyer wurde danach zur [[Kriegsmarine]] eingezogen und diente dort bis September 1941.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kallmeyer war nie Mitglied der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]], wurde jedoch bei der [[Sturmabteilung|SA]] geführt, in die er angeblich ohne eigenes Zutun durch korporativen Beitritt des [[Deutscher Hochseesportverband HANSA|Deutschen Hochseesportverbands]] gelangt sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1940 heiratete er Gertrud Fröse, die in diesem Jahr zeitweilig in der [[Tötungsanstalt Grafeneck]] Dienst getan hatte. Unter den Hochzeitsgästen befand sich [[Viktor Brack]], der von der „[[Kanzlei des Führers]]“ aus die [[Aktion T4]] organisierte und für den die Braut als Sekretärin gearbeitet hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Henry Friedlander: &amp;#039;&amp;#039;Der Weg zum NS-Genozid. Von der Euthanasie zur Endlösung.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1997, ISBN 3-8270-0265-6, S. 343.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im September 1941 wurde Kallmeyer aus der Kriegsmarine entlassen, um Sonderaufgaben an der [[Heimatfront]] zu erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme liegt nahe, dass Viktor Brack den Chemiker Kallmeyer anforderte und in ihm einen Fachmann gefunden hatte, den er dringend benötigte, um bei der Errichtung von [[Vernichtungslager]]n zu helfen. Wie aus dem so genannten [[Gaskammerbrief]] vom 25. Oktober 1941 hervorgeht, sollten bei [[Riga]] arbeitsuntaugliche [[Juden]] mit den „Brack’schen Hilfsmitteln“ vergast werden. Viktor Brack bot in diesem Zusammenhang an, seinen Chemiker Dr. Kallmeyer und weitere Hilfskräfte zu schicken. Tatsächlich wurde dieser Plan im [[Baltikum]] nicht durchgeführt; bei den Vernichtungslagern der [[Aktion Reinhard]] wurden jedoch zahlreiche Personen tätig, die zuvor bei der „Aktion T4“ beschäftigt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kallmeyer gab nach dem Kriege an, er sei nie in Riga gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrej Angrick, Peter Klein: &amp;#039;&amp;#039;Die ‚Endlösung‘ in Riga: Ausbeutung und Vernichtung 1941-1944.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 2006, ISBN 978-3-534-19149-9, S. 201.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachweisbar war Kallmeyer Anfang 1942 in [[Lublin]]. An einen bestimmten Auftrag konnte er sich später nicht mehr erinnern. Angeblich kehrte er nach einer Woche wieder nach [[Berlin]] zurück, sollte dort Trinkwasser analysieren und wurde nach einer Erkrankung im Sommer 1942 zum Kriminaltechnischen Institut versetzt. Erhalten ist ein Schreiben Kallmeyers vom 2. Mai 1944, mit dem er im Auftrag des Kriminaltechnischen Instituts „15 Flaschen mit Kohlenoyd“ bestellte.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Was sie taten - Was sie wurden.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt/Main 1986, ISBN 3-596-24364-5, S. 105.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach Kriegsende ==&lt;br /&gt;
Kallmeyer wurde 1946 im Zusammenhang mit dem [[Nürnberger Ärzteprozess]] als Zeuge befragt. Er bestritt, von den Euthanasie-Morden überhaupt etwas gewusst zu haben. Auch seine anschließende Tätigkeit beim KTI spielte er herunter; er habe nie etwas mit Gas und Gift zu tun gehabt. Das Ehepaar räumte nur ein, was durch aufgefundene Dokumente belegt werden konnte. Auch wenn die Untersuchungsbehörden den Beteuerungen keinen Glauben schenkten, konnte dem Ehepaar eine Mitwirkung an den verschiedenen Mordaktionen nicht nachgewiesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kriege war Kallmeyer als Oberregierungsrat im [[Statistisches Landesamt|Statistischen Landesamt]] in [[Kiel]] und später für die [[Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation]] der [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]] (FAO) in [[Kuba]] und [[Ghana]] tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Raul Hilberg]]: &amp;#039;&amp;#039; Die Vernichtung der europäischen Juden.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main, ISBN 3-596-24417-X, Bd. 3, S. 1172 / Bd. 2, S. 938 Anm. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort traf er 1960 mit [[Horst Schumann]] zusammen, nach dem wegen seiner Tätigkeit in der [[Schloss Sonnenstein|NS-Tötungsanstalt Sonnenstein]] gefahndet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Was sie taten...&amp;#039;&amp;#039;, S. 105.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutungen ==&lt;br /&gt;
Der Historiker Henry Friedlander urteilt, der promovierte Chemiker Kallmeyer sei wie [[Albert Widmann]] und [[August Becker (Chemiker)|August Becker]] für die Aktion T4 unverzichtbar gewesen: „Diese drei Männer fällten keine Entscheidungen und führten keine Mordaktionen durch; sie wirkten stattdessen als Spezialisten, die fachliche Dienstleistungen erbrachten, die für den Erfolg der Mordaktion entscheidend waren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Henry Friedlander: &amp;#039;&amp;#039;Der Weg zum NS-Genozid.&amp;#039;&amp;#039; S. 337.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Henry Friedlander]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Weg zum NS-Genozid. Von der Euthanasie zur Endlösung.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1997, ISBN 3-8270-0265-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|125036817}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=125036817|VIAF=45251437}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kallmeyer, Helmut}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Aktion T4)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeuge in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Technischen Universität Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2006]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kallmeyer, Helmut&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chemiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Oktober 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. September 2006&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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