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	<title>Helmut Holtzhauer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Helmut_Holtzhauer&amp;diff=760974&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bartleby08: /* Literatur */</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Holtzhauer Helmut Weimar.JPG|mini|Grab von Helmut Holtzhauer auf dem Alten Friedhof in Weimar]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helmut Holtzhauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Dezember]] [[1912]] in [[Leipzig]]; † [[16. Dezember]] [[1973]] in [[Bad Berka]] bei [[Weimar]]) war ein [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus]] und Kulturpolitiker in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]. Er war unter anderem 1948–1951 Minister für Volksbildung im Land Sachsen, 1951–1954 Vorsitzender der Staatlichen Kommission für Kunstangelegenheiten in Berlin und Mitglied des Ministerrates der DDR im Range eines Staatssekretärs und 1954–1973 Direktor beziehungsweise Generaldirektor der Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten der klassischen deutschen Literatur (NFG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie bis 1945 ==&lt;br /&gt;
Er wurde als viertes von fünf Kindern eines Justizobersekretärs und einer Hausfrau geboren. Die Mutter war religiös stark gebunden. Er besuchte die Grundschule und [[Oberrealschule]] in Leipzig und legte 1932 das [[Abitur]] ab. Es folgte eine [[Buchhändler]]-Lehre. Seit 1928 war er Mitglied in der [[Sozialistische Arbeiter-Jugend|SAJ]], seit 1930 im [[Kommunistischer Jugendverband Deutschlands (1918)|KJVD]] und ab 1933 in der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] organisiert und aktiv tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1934–1939 wurde Helmut Holtzhauer wegen „gemeinschaftlicher Vorbereitung zum Hochverrat“ im Zuchthaus [[Waldheim]]/Sachsen inhaftiert (seine spätere Ehefrau Renate Scharsig (1915–1982) wurde zusammen mit [[Franz Ehrlich]] und [[Willi Ehrlich]] wegen „Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens“ 1934 zu 5 Jahren Zuchthaus verurteilt). 1941 erfolgte eine Verurteilung durch den [[Volksgerichtshof]] zu 2 Jahren Gefängnis „wegen Unterlassung einer Anzeige gegen seinen Freund, dessen Feindschaft zum Nationalsozialismus ihm bekannt gewesen sein musste“ und die Inhaftierung im Gefängnis von [[Zwickau]]. Da er „dauerhaft wehrunwürdig“ sei, wurde er nicht zum Kriegsdienst eingezogen. 1944/45 war er am Aufbau einer Gruppe des „[[Nationalkomitee Freies Deutschland|Nationalkomitees Freies Deutschland]]“ in Leipzig beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Helmut Holtzhauer in der DDR ==&lt;br /&gt;
Von 1945 bis 1946 war er zunächst Stadtrat für Volksbildung in Leipzig. Er initiierte die Gründung des Verlags [[Volk und Wissen]], damals Berlin und Leipzig und die Gründung des Fackel-Verlags – später Franz-Mehring-Buchhandlung&amp;amp;nbsp;–, sorgte für Wiederbelebung und Aufsicht über die [[Universität Leipzig]], und förderte die Gründung der Sport- und Jugendausschüsse in Leipzig. Er gehörte zu den Mitbegründern des [[Kulturbund der DDR|Kulturbunds]] in Leipzig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war er bis 1948 Bürgermeister für Wirtschaft in Leipzig. Schwerpunkte dabei waren unter anderem der Wiederaufbau der [[Leipziger Messe]] und der Leipziger Industrie sowie die wirtschaftliche Versorgung der Stadt durch Initiierung eines [[Braunkohletagebau]]s in [[Brandis|Polenz]] bei Leipzig zur Versorgung der Leipziger Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1948 bis 1951 war das [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED-Mitglied]] Holtzhauer Minister für Volksbildung im Land Sachsen. Arbeitsschwerpunkte waren die Schulreform, die Gründung von [[Arbeiter-und-Bauern-Fakultät]]en zur Förderung von Arbeitern und Bauern unter den Studenten, Gründung von staatlichen Volksmusikschulen, Förderung der Museumsarbeit, Kunstausstellungen in Dresden. Unter anderem kam es in dieser Zeit unter seiner Führung zur Wiedereröffnung der [[Sächsische Akademie der Wissenschaften|Sächsischen Akademie der Wissenschaften]] und zum Beginn des Aufbaus des [[Zentralstadion Leipzig (1956)|Leipziger Zentralstadions]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1951 bis 1954 war er Vorsitzender der [[Staatliche Kommission für Kunstangelegenheiten|Staatlichen Kommission für Kunstangelegenheiten]] in Berlin und Mitglied des [[Ministerrat (DDR)|Ministerrates der DDR]] im Range eines Staatssekretärs. Er versuchte hierbei, den Begriff des [[Sozialistischer Realismus|sozialistischen Realismus]] durchzusetzen, scheiterte aber am Widerstand führender Künstler der DDR und ihrer Verbündeten sowie an den eigenen Schwächen in Theorie und Praxis. Er war zuständig für die Einrichtung von Kreiskulturorchestern, Reformierung des Besucherbetriebs an den Theatern, Umformierung des Museumswesens, Gründung folkloristischer Gesangs- und Tanzensemble und die Gründung des [[Zentralhaus für Kulturarbeit der DDR|Zentralhauses für Volkskunst]] in Leipzig. Er zeichnete für das erste Kulturabkommen mit [[Polen]] und der Tschechoslowakischen Republik verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1954 bis 1973 war er Direktor beziehungsweise Generaldirektor der Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten der klassischen deutschen Literatur (NFG), jetzt „[[Klassik Stiftung Weimar]]“ in Weimar. Unter seiner Leitung wurden die NFG nach Sach- und zugleich historischen Komplexen gegliedert (8 Direktionsbereiche: [[Goethe-Nationalmuseum]], Institut für Kultur und Bildung (Öffentlichkeitsarbeit), [[Goethe- und Schiller-Archiv]], Zentralbibliothek der deutschen Klassik (heute [[Herzogin Anna Amalia Bibliothek]]), Forschungsinstitut für deutsche Literatur (1750–1850), Garten- und Parkdirektion, Institut für Denkmalpflege, Verwaltung). In dieser Zeit kam es beispielsweise zur Neugestaltung des Goethe-Nationalmuseums 1960, zur Wiederherstellung der [[Dornburger Schlösser]] 1962, zur Rekonstruktion des Goethehauses [[Stützerbach]] 1962, zur Ausstellung „Arbeiterbewegung und Klassik“ 1964, zur Rekonstruktion der Kuranlagen und des Goethe-Theaters in [[Bad Lauchstädt]] 1968, zur Übernahme der Weimarer Parke mit Richtlinien für ihre Wiederherstellung 1969 und [[Schloss Kochberg]] seit 1970. Er war Mitbegründer der „[[Bibliothek deutscher Klassiker (Reihe, DDR)]]“ (BDK), seit 1955 zuerst im Volksverlag Weimar, dann im [[Aufbau-Verlag]] Berlin-Weimar erschienen (eigene BDK-Editionen: [[Heinrich Heine|Heines]] Werke in 5 Bänden, Heine Lutetia, [[Johann Wolfgang Goethe|Goethes]] Werke in 12 Bänden, Goethe Briefe, [[Johann Joachim Winckelmann|Winckelmanns]] Werke) und war seit 1955 Mitherausgeber der &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur deutschen Klassik&amp;#039;&amp;#039;, initiierte die Zeitschrift [[Weimarer Beiträge]], die Lehrerferienkurse, die Weimar-Tage der Jugend, die Donnerstag-Vorträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Philipp Felsch]] schildert Holtzhauer als einen Bildungsbürger und Italienliebhaber, der den italienischen [[Friedrich Nietzsche|Nietzsche]]-Forschern [[Mazzino Montinari]] und [[Giorgio Colli]] für ihre neue Nietzsche-Ausgabe im [[Nietzsche-Archiv]] in Weimar den Rücken frei hielt.&amp;lt;ref&amp;gt; Ein Buch wie eine Wette, eine Gespräch mit Philipp Felsch, ND Die Woche vom 16./17. April 2022, S. 11–12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1955 war er Vizepräsident und 1971–1973 Präsident der [[Goethe-Gesellschaft]] zu Weimar. Holtzhauer war Vorsitzender des Museumsrats der DDR und Vertreter der DDR beim ICOM ([[International Council of Museums]]), einer Unterabteilung der [[UNO]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1956 und 1964 [[Vaterländischer Verdienstorden]]&lt;br /&gt;
* 1969 [[Nationalpreis der DDR]] II. Klasse für Kunst und Literatur (im Kollektiv)&lt;br /&gt;
* 1971: [[Winckelmann-Medaille (Stendal)|Winckelmann-Medaille]]&lt;br /&gt;
* 2. Dezember 1975: [[Goldene Goethe-Medaille]] der Goethe-Gesellschaft (postum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* H. Holtzhauer (2017): &amp;#039;&amp;#039;Literarische Revolution. Aufsätze zur Literatur der deutschen Klassik.&amp;#039;&amp;#039; tredition, Hamburg, ISBN 978-3-7439-0884-0&lt;br /&gt;
* H. Holtzhauer (2017): &amp;#039;&amp;#039;Weimarer Tagesnotizen 1958–1973.&amp;#039;&amp;#039; fredition, Hamburg, ISBN 978-3-7439-3898-4&lt;br /&gt;
* H. Holtzhauer (1969): &amp;#039;&amp;#039;Goethe-Museum. Werk, Leben und Zeit Goethes in Dokumenten.&amp;#039;&amp;#039; Aufbau-Verlag Berlin und Weimar.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=helmut-holtzhauer|lemma=Holtzhauer, Helmut|autor=[[Bernd-Rainer Barth]]|band=1|idNum=1479}}&lt;br /&gt;
* L. Ehrlich (2012) in: H. Kieser, G. Schlenker (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mitteldeutsches Jahrbuch für Kultur und Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 19/2012. Bonn: Deutsche Stiftung Denkmalschutz – monumente-Publikationen, S. 182ff. ISBN 978-3-86795-065-7&lt;br /&gt;
* [[Paul Raabe|P. Raabe]] (2005) in: [[Lothar Ehrlich (Germanist)|L. Ehrlich]] (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Forschen und Bilden. Die Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten der klassischen deutschen Literatur in Weimar 1953–1991.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau Verlag Köln, Weimar, Wien, ISBN 3-412-22705-6, S. 186ff.&lt;br /&gt;
* G. Schmid (2001) in: [[Georg Bollenbeck|G. Bollenbeck]], [[Jochen Golz|J. Golz]], [[Michael Knoche|M. Knoche]], [[Ulrike Steierwald|U. Steierwald]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;WEIMAR. Archäologie eines Ortes.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Hermann Böhlaus Nachf., Weimar, ISBN 3-7400-1159-9, S. 196ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116970391}}&lt;br /&gt;
* [https://www.deutschefotothek.de/documents/obj/70244878 Porträtfoto] in der [[Deutsche Fotothek|Deutschen Fotothek]]&lt;br /&gt;
* [https://saebi.isgv.de/biografie/Helmut_Holtzhauer_(1912-1973) Helmut Holtzhauer] in [[Sächsische Biographie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Kultusminister Sachsen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116970391|LCCN=n50028154|VIAF=196887554}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Holtzhauer, Helmut}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Nationalkomitee Freies Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Minister (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesminister (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR II. Klasse für Kunst und Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1973]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Winckelmann-Medaille (Stendal)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Holtzhauer, Helmut&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (SED) und Literaturhistoriker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Dezember 1912&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Dezember 1973&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Berka]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bartleby08</name></author>
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