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	<title>Helmut Hölzer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T18:47:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Helmut_H%C3%B6lzer&amp;diff=1944120&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchmiAlf: /* Veröffentlichungen */ Umbenennung des Titels</title>
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		<updated>2026-04-23T09:28:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Veröffentlichungen: &lt;/span&gt; Umbenennung des Titels&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:HolzerHelmut Huntsville.jpg|mini|hochkant|Helmut Hölzer in Huntsville]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helmut Hölzer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Februar]] [[1912]] in [[Bad Liebenstein]]; † [[19. August]] [[1996]] in [[Huntsville (Alabama)]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] Computer- und Raketenpionier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Helmut Hölzer wurde 1912 im thüringischen Bad Liebenstein geboren. Seine Eltern waren der Kaufmann Bernhard Alexander August Hölzer (* 1880) und Emmy Selma Frida, geb. Roth (* 1885). Die Ehe wurde geschieden. Seine Mutter leitete dort eine Pension,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.heimatfreundebali.de/heimatgeschichte/villen/helmut-h%C3%B6lzer/ |titel=Raketenpionier Helmut Hölzer |sprache=de |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20230410160619/https://www.heimatfreundebali.de/heimatgeschichte/villen/villa-perlet/ |abruf=2023-04-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sein Vater besaß die Thüringer Steinwerke vermutlich in unmittelbarer Nähe zur Gärtnerei seines Bruders Bernhard. Helmut Hölzer ging drei Jahre zur Grundschule und anschließend auf das Pädagogium seiner Heimatstadt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Oberrealschule in Bad Salzungen besuchte er bis Ostern 1931. Nach seinem Abitur im Jahr 1931 arbeitete er sechs Monate im [[Reichsbahnausbesserungswerk Meiningen]]. Von 1931 bis 1939 studierte er Elektrotechnik an der [[TH Darmstadt]]. Von Herbst 1935 bis Frühjahr 1937 ging er einer Assistententätigkeit an der Ingenieurschule in Frankenhausen und von Frühjahr 1937 bis Mai 1939 an der Ingenieurschule für Luftfahrttechnik in Darmstadt unter [[Franz Nikolaus Scheubel]] nach. Die Diplomhauptprüfung für Elektrotechnik legte er im Mai 1939 erfolgreich ab. Zusammen mit seinem Lehrer [[Alwin Walther]] entwickelte er den [[Rechenschieber]] [[Rechenschieber#System Darmstadt (Simplex)|&amp;#039;&amp;#039;System Darmstadt&amp;#039;&amp;#039;]] mit einem Fehler von lediglich 0,16 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Klaus Biener |url=http://edoc.hu-berlin.de/e_rzm/18/biener-klaus-1999-08-01/PDF/14.pdf |titel=Alwin Walther – Pionier der Praktischen Mathematik |werk=RZ-Mitteilungen Nr. 18, August 1999 |datum=1999-08 |seiten=60–62 |format=PDF; 1,9&amp;amp;nbsp;MB |abruf=2010-04-11 |zitat=Dieser Rechenschieber hat (bei einer Stablänge von 25&amp;amp;nbsp;cm) die beachtliche Genauigkeit von 1,6 ‰ und wurde gemeinsam von A. Walther und seinem Schüler Helmut Hoelzer konzipiert.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1935 stellte er als Segelflieger fest, dass es kein Messgerät für die Geschwindigkeit über Grund gibt. Er wollte hierzu die Beschleunigungen integrieren und das Thema zu seiner Studienarbeit machen. Mechanische Integratoren hatten schon 1914 [[Udo Knorr]] und 1923 [[Vannevar Bush]] gebaut. Er wurde von [[Hans Busch (Physiker)|Hans Busch]] an dessen Hauptassistent [[Kurt Heinrich Debus]], [[Ernst Hueter]] und [[Viktor Blaess]] verwiesen, die jedoch kein Interesse zum Problem des Integrators zeigten. So beschränkte er sich auf die theoretische Untersuchung über die Nachahmung von mathematischen Operationen durch elektrische Netzwerke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeit in Peenemünde ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Helmut Hoelzer Usedom.jpg|mini|hochkant|Gedenktafel im Forstamt [[Neu Pudagla]]]]&lt;br /&gt;
Für kurze Zeit arbeitete er im Laboratorium für Hochfrequenzforschung der Firma Telefunken in Berlin. Im Oktober 1939 gab es ein Treffen mit [[Ernst Steinhoff]], Hermann Steuding und [[Wernher von Braun]] wegen Leitstrahlen für Flugkörper. Am Anfang des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde er dienstverpflichtet und in der [[Heeresversuchsanstalt Peenemünde]] eingesetzt. Für die Rakete [[Aggregat 4]] war eine [[Kreiselinstrument|Kreisel-Kurssteuerung]] als [[Autopilot]] geplant. Da diese aber gegen Einflüsse wie Seitenwind machtlos ist, war es seine Aufgabe, eine überlagerte Funk-Fernsteuerung zu entwickeln.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=727938| Code=C| Titel=Rahmenantenne| A-Datum=1939-11-05| V-Datum=1942-11-17| Anmelder=Telefunken GmbH| Erfinder=Hans-Jacob Ritter von Baeyer, Helmut Hoelzer}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=872234| Code=C| Titel=Anordnung zur Ankopplung einer Antenne| A-Datum=1939-05-23| V-Datum=1953-03-30| Anmelder=Telefunken GmbH| Erfinder=Hans-Otto Roosenstein, Helmut Hoelzer}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=767679| Code=C| Titel=Einrichtung zur künstlichen Erdung eines Hochfrequenzleiters| A-Datum=1941-01-14| V-Datum=1953-04-09| Anmelder=Telefunken GmbH| Erfinder=Hans Otto Roosenstein, Helmut Hoelzer}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=886770| Code=C| Titel=Einrichtung zur Wellenunterdrückung auf einem Hochfrequenzleiter| A-Datum=1941-01-14| V-Datum=1953-08-17| Anmelder=Telefunken GmbH| Erfinder=Hans Otto Roosenstein, Helmut Hoelzer}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Assistent wurde [[Otto Heinrich Hirschler]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Astronautix|hirschler|Otto Heinrich Hirschler|abruf=2010-04-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Wolfgang Saxon |url=http://www.nytimes.com/2001/02/09/us/h-otto-hirschler-87-aided-space-program.html |titel=H. Otto Hirschler, 87, Aided Space Program |hrsg=The New York Times |datum=2001-02-09 |sprache=en |abruf=2010-04-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Teams für Kurssteuerung und Fernsteuerung waren organisatorisch getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sich auch bei der Fernsteuerung Instabilitäten zeigten und Störungen sich aufschaukelten, brauchte er einen Echtzeit-Integrator und -Differentiator, die er mit Kondensatoren realisieren wollte. Da Gleichstromverstärker noch nicht ausgereift waren und die Drift nicht in den Griff zu kriegen war, wählte er einen Wechselstromverstärker in Röhrentechnik. Der Messwert war der Wechselspannung mit unterdrücktem 500 Hz-Träger aufmoduliert. Zur Modulation verwendete er einen [[Ringmodulator]] mit Halbleitern aus [[Kupferoxydul]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Walter Häussermann]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Astronautix|haeussermann|Walter Häussermann|abruf=2010-04-11|ealink=0}}&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte einen Prüfstand gebaut und [[Josef Maria Boehm]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Astronautix|boehm|Josef Maria Boehm|abruf=2010-04-11|ealink=0}}&amp;lt;/ref&amp;gt; einen Schwingtisch zur elektro-mechanischen Simulation. Die Servos für die Strahlruder erwiesen sich jedoch als zu langsam. Neben der Winkelgeschwindigkeit aus den [[Wendezeiger]]n brauchten sie zusätzlich die Winkelbeschleunigung. Das komplette Kurs- und Fernsteuerungssystem erhielt den Tarnnamen &amp;#039;&amp;#039;Mischgerät&amp;#039;&amp;#039;, weil das Mischen der verschiedenen Signale dort auch stattfand. [[Hans Henning Hosenthien]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Astronautix|hosenthien|Hans Henning Hosenthien|abruf=2010-04-11|ealink=0}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Otto Heinrich Hirschler bauten eine zweite Generation des [[Analogrechner]]s. Aufgrund der Bombardierung Peenemündes musste der 31-jährige sich mit seiner Erfindung in das Forsthaus von [[Neu Pudagla]] retten. Während er dort sein Gerät weiterentwickelte, lernte er die Tochter des Försters Muschwitz kennen, welche er nur ein Jahr später heiratete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heimatfreundebali.de/heimatgeschichte/b%C3%BCrger/h%C3%B6lzer/ heimatfreundebali.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeit in den USA ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstätte Helmut Hoelzer.jpg|mini|hochkant|Grabstätte auf dem [[Friedhof Ohlsdorf]]]]&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wurde sein Analogrechner 1946 als Kriegsbeute in die USA gebracht und von der amerikanischen Armee weiterverwendet. Im Februar 1946 promovierte er an der TH Darmstadt bei seinem Lehrer [[Alwin Walther]] und [[Richard Vieweg]] mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Anwendung elektrischer Netzwerke zur Lösung von Differentialgleichungen und zur Stabilisierung von Regelvorgängen&amp;#039;&amp;#039; und siedelte mit mehreren Mitarbeitern der Heeresversuchsanstalt Peenemünde in die USA um, wo er sich unter [[Wernher von Braun]] weiter der Raketenforschung widmen konnte. Bis in die 1950er Jahre arbeitete er im [[Fort Bliss]] und anschließend im Redstone Arsenal. Er wurde 1960 &amp;#039;&amp;#039;Director of Computing&amp;#039;&amp;#039; am [[Marshall Space Flight Center]], wo er die Fernsteuerung der Mondraketen des [[Apollo-Programm]]s entwickelte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Joachim Fischer |url=http://books.google.de/books?id=_klbwRVRBQ0C&amp;amp;pg=PA109 |titel=Was haben Analogrechner und Simula-67 mit modernen Modellierungssprachen zu tun? |werk=Informatik: Aktuelle Themen Im Historischen Kontext |hrsg=Johann Christoph Freytag,Wolfgang Reisig |seiten=106–110 |abruf=2010-04-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn Hans D. Hoelzer (⚭ Elizabeth Livingston) wurde ebenfalls Ingenieur. Seine Enkelinnen sind Martha und [[Margaret Hoelzer]]. Helmut Hölzer verstarb im Alter von 84 Jahren und wurde auf dem Hamburger [[Friedhof Ohlsdorf]] beigesetzt. Die Grabstätte liegt im Planquadrat K 16 nordwestlich von Kapelle 3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* [[Kriegsverdienstkreuz (1939)|Kriegsverdienstkreuz]] 1. Klasse&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Eric A. Weiss |url=https://ieeexplore.ieee.org/stamp/stamp.jsp?arnumber=667310 |titel=Helmut Hoelzer: 1912-1996 |werk=IEEE Annals of the History of Computing, Vol. 20, No. 2, 1998 |datum=1998-02 |format=PDF |sprache=en |abruf=2024-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Außerordentliche Verdienstmedaille der NASA.&lt;br /&gt;
* Kopernikus-Medaille des Kuratoriums Mensch und Weltall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* 1946: &amp;#039;&amp;#039;Anwendung elektrischer Netzwerke zur Lösung von Differentialgleichungen und zur Stabilisierung von Regelvorgängen&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt, Dissertation vom 11. Februar 1946.&lt;br /&gt;
* 1985: &amp;#039;&amp;#039;50 Jahre Analogcomputer&amp;#039;&amp;#039;, Vortrag in Berlin ({{Digitalisat |URL=https://www.cdvandt.org/Hoelzer%20V4.pdf |SZ=18}}) (mit Bildern des Mischgeräts)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael J. Neufeld: &amp;#039;&amp;#039;Die Rakete und das Reich. Wernher von Braun, Peenemünde und der Beginn des Raketenzeitalters.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1999.&lt;br /&gt;
* James E. Tomayko: &amp;#039;&amp;#039;Helmut Hoelzer’s Fully Electronic Analog Computer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;IEEE Annals of the History of Computing.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 7, Nr. 3, S. 227–240, Juli–Sept. 1985, [[doi:10.1109/MAHC.1985.10025]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Helmut Hölzer (rocket scientist)|Helmut Hölzer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Holzer, Helmut}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raumfahrtpionier (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (V-Waffen-Programm)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raumfahrtpionier (Vereinigte Staaten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raumfahrtingenieur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Operation Overcast)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1996]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hölzer, Helmut&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Computer- und Raketenpionier&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Februar 1912&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bad Liebenstein]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. August 1996&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Huntsville (Alabama)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchmiAlf</name></author>
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