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	<title>Helmut Folwart - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Helmut_Folwart&amp;diff=2063029&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-49214-7 am 1. September 2025 um 08:49 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helmut Folwart&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. September]] [[1902]] in [[Bludovice (Havířov)|Nieder-Bludowitz]] westlich von [[Český Těšín|Teschen]] in [[Österreichisch-Schlesien]] als Helmut &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Folwartschny&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Folwarczny&amp;#039;&amp;#039;); † [[13. März]] [[1987]] in [[Mölln]]) war ein österreichisch-deutscher Philosoph. Folwartschny änderte seinen Namen Mitte 1934 in Helmut Folwart.&amp;lt;ref&amp;gt;Jahresangabe nach Christian Tilitzki: Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus, Akademie, Berlin 2002, 663 – der Artikel im [[Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon|BBKL]] nennt 1936 als das Jahr der Namensänderung, in dem diese wohl formal vollzogen wurde. Vgl. {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070630001518/http://www.bautz.de/bbkl/f/folwart_h.shtml |autor=Rainer Hering|artikel=Folwart (bis 1936: Folwartschny), Helmut|band=16|spalten=526-529}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Helmut Folwart war der Sohn des Pfarrers und späteren [[Kirchenrat]]es von Österreichisch-Schlesien Hugo Folwartschny und seiner Frau Martha, geborene Lisztwan. Er besuchte von 1913 bis 1921 das Staats-Reformrealgymnasium in [[Jeseník|Freiwalden]] im [[Altvatergebirge]]. Nach dem mit Auszeichnung bestandenen [[Abitur]] studierte er ab 1921 an der [[Universität Breslau]] Deutsch, Geschichte und Philosophie. Die Ergänzungsprüfung in Griechisch bestand er im Juni 1922. Sein Mentor in Philosophie war [[Eugen Kühnemann]]. Nach zwei auswärtigen Semestern in Berlin (1923/24) und Heidelberg (1924) hörte er in Breslau auch theologische Vorlesungen unter anderem bei dem frühen [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] [[Karl Eduard Bornhausen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Parteieintritt am 1. Mai 1932 gemäß Artikel im BBKL. Vgl. {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070613064533/http://www.bautz.de/bbkl/b/bornhausen_k_e.shtml |autor=Matthias Wolfes|artikel=Bornhausen, Karl Eduard|band=15|spalten=264–286}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine [[Promotion (Doktor)|Promotion]] erfolgte 1930 bei Kühnemann, mit dessen Hilfe er ein [[Stipendium]] der [[Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft]] erhielt, um gemeinsam mit dem [[Klassische Philologie|Altphilologen]] und [[Germanistik|Germanisten]] [[Josef Körner]] an der [[August Wilhelm Schlegel|Schlegel]]-Ausgabe zu arbeiten. In der [[Dissertation]] vertrat er gegen [[Carl Schmitt]] die Auffassung, dass es einen maßgeblichen Einfluss der [[Frühromantik]] auf [[Georg Wilhelm Friedrich Hegel|Hegel]] gegeben habe. Am 14. Februar 1931 bestand Folwart die wissenschaftliche Prüfung für das Staatsexamen im höheren Schuldienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folwart wurde 1932 [[Deutsche Staatsangehörigkeit|deutscher Staatsbürger]] und heiratete im Januar 1934 Johanna Speisiger, Lehrerin und Tochter eines Pastors. Er trat am 4. Juli 1933 in die [[Sturmabteilung|SA]] (Sturm 7/II) ein. Er war als Trupp-Schulungsleiter und später als Rottenführer aktiv. Am 4. Oktober 1934 wurde er [[Nationalsozialistischer Lehrerbund|NSLB]]-Mitglied (Mitgliedsnummer 322.123). In seiner Bewerbung zur [[Habilitation]] schilderte er, dass sich bereits sein Vater in dem „national gemischten Gebiet“ seiner [[Sudetenland|sudetischen]] Heimat für das [[Deutschtum]] eingesetzt habe. Als Jugendlicher habe er den [[Zerfall der Habsburgermonarchie]] als traurig empfunden und sich über die Zuordnung der Region zur [[Erste Tschechoslowakische Republik|Tschechoslowakei]] geärgert. Nach der Reifeprüfung hätten er und seine Schulkameraden sich geschworen, die [[deutsche Kultur]] in ihrer Heimat zu verteidigen. Die Habilitation erfolgte im November 1934 erneut bei Kühnemann mit einer Arbeit, in der Folwart vom Standpunkt des [[Kritizismus]] die neueren Ansätze von [[Edmund Husserl|Husserl]] und [[Martin Heidegger|Heidegger]] kritisierte. Sein Probevortrag ging über „Das Problem der [[Ethik]] in der Gegenwart“. Die Antrittsvorlesung hatte das Thema „Volkstum als philosophisches Problem“. Im Jahr 1935 erhielt Folwart einen Lehrauftrag. Er beantragte am 2. Juni 1937 die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]], wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 4.998.458)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/9240587&amp;lt;/ref&amp;gt; und war seit dem 1. März 1939 [[Blockleiter]].&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben zu den NS-Aktivitäten nach: George Leaman: Heidegger im Kontext. Gesamtüberblick zum NS-Engagement der Universitätsphilosophen. Aus dem Amerikanischen von Rainer Alisch und Thomas Laugstien, Argument, Sonderband AS 205, Hamburg und Berlin 1993 – teilweise Abweichungen im Eintrag des BBKl.&amp;lt;/ref&amp;gt; Folwart wurde am 26. August 1939 [[Dozent neuer Ordnung]] und am 24. November 1942 zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Er leistete im Krieg Militärdienst in [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945|Polen]] und [[Deutsche Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg|Frankreich]], wo er verletzt wurde. Ab 1942 wurde er in der [[Ukraine]] und in [[Italien]] in Lagern im Verwaltungsdienst eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] bewarb Folwart sich erfolgreich als [[Lektor (evangelisch)|Lektor]] im kirchlichen Dienst in den vormals deutschen Gebieten in Polen, wurde aber 1946 ausgewiesen. In der Folge führte er seine Ausbildung zum Pfarrer weiter und war als Pastor an der [[Friedenskirche (Hamburg-Eilbek)|Friedenskirche]] in [[Hamburg-Eilbek]] tätig. Daneben lehrte er von 1949 bis 1954 an der [[Kirchliche Hochschule Hamburg|Kirchlichen Hochschule Hamburg]], wo er Kurse über Logik, Erkenntnistheorie und Ethik sowie Übungen über Kant abhielt. Folwarts Frau starb 1950 und er heiratete 1957 Alice Olga Pagel. Ab 1957 war er als Krankenhauspfarrer tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Schlegels Verhältnis zur Philosophie. Ein Beitrag zur deutschen Geistesgeschichte im Ausgang des 18. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. 1. Prolegomena. Ohlau in Schlesien 1930 (Dissertation).&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Jean Pauls Persönlichkeit und Weltanschauung nach seinen Briefen&amp;#039;&amp;#039;. Weimar 1933 (Examensarbeit).&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Kant, Husserl, Heidegger. Kritizismus, Phänomenologie, Existentialontologie&amp;#039;&amp;#039;. Ohlau in Schlesien 1936 (Habilitation).&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Kant und die Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Kant-Studien]] 43 (1943), 103–169.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christian Tilitzki]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;. Akademie, Berlin 2002.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070630001518/http://www.bautz.de/bbkl/f/folwart_h.shtml |autor=Rainer Hering|artikel=Folwart (bis 1936: Folwartschny), Helmut|band=16|spalten=526-529}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|101686323}}&lt;br /&gt;
* [https://archiwum.uni.wroc.pl/index.php/folwart-helmut Personalakte] im Archiv der [[Universität Breslau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=101686323|VIAF=76688241}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Folwart, Helmut}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Breslau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1987]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Folwart, Helmut&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Folwartschny, Helmut&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Philosoph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. September 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bludovice (Havířov)|Nieder-Bludowitz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. März 1987&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Mölln]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-49214-7</name></author>
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