<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Helmut_Erlinghagen</id>
	<title>Helmut Erlinghagen - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Helmut_Erlinghagen"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Helmut_Erlinghagen&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-21T01:16:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Helmut_Erlinghagen&amp;diff=1022879&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, Punkt vor und nach Ref-Tag korrigiert, Kleinkram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Helmut_Erlinghagen&amp;diff=1022879&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-05T17:23:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, Punkt vor und nach Ref-Tag korrigiert, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helmut Erlinghagen [[Jesuiten|SJ]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. Oktober]] [[1915]] in [[Hagen]]; † [[28. Oktober]] [[1987]] in [[Bad Soden am Taunus]]&amp;lt;ref&amp;gt;Catalogus Provinciarum Germaniae Societatis Jesu, 1989; ebenso in Personeneintrag im [http://provinzarchiv.jesuiten.org/ Archiv der Zentraleuropäischen Provinz der Jesuiten]&amp;lt;/ref&amp;gt;) gehörte ab 1935 dem Jesuitenorden an, erhielt 1945 die Priesterweihe und lehrte nach einem Philosophiestudium in den USA ab 1953 in Japan Ethik. Von 1937 bis 1970 lebte er vorwiegend in Japan. 1971 kehrte er nach Deutschland zurück. Erlinghagen war ein Augenzeuge des [[Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki|Atombombenabwurfs]] auf [[Hiroshima]] am 6. August 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Helmut Erlinghagen war ein Sohn des Bauunternehmers Ernst Erlinghagen und dessen Frau Bertha, geb. Brochhagen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://provinzarchiv.jesuiten.org/zvimg.FAU?sid=61DC2D66&amp;amp;amp;DM=1&amp;amp;amp;qpos=110913&amp;amp;amp;ipos=1&amp;amp;amp;erg=H&amp;amp;amp;hst=1&amp;amp;amp;rpos=apecesj.png Biographische Angaben], Provinzialarchiv, abgerufen am 24. August 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;; sein älterer Bruder war [[Karl Erlinghagen]] (1913–2003), ebenfalls Jesuit und Hochschullehrer. Er besuchte die [[Oberrealschule]] in Hagen-[[Haspe]]. Am 26. April 1935 wurde er in [[’s-Heerenberg]] in das Noviziat der Jesuiten aufgenommen. 1937 wurde er, zusammen mit [[Klaus Luhmer]], in die Mission der deutschen Jesuiten nach [[Japan]] geschickt. Über Begleitumstände seiner [[Weihesakrament#Presbyterat|Priesterweihe]] am 1. Juli 1945, kurz vor dem Ende des [[II. Weltkrieg]]es in Asien, berichtet er selbst:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;In den letzten Tagen des Juni 1945 wurde ich von [[Bischof]] Fukabori von [[Fukuoka]], der nur mit großer Mühe zu uns kommen konnte, in der [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]] des [[Noviziat]]s vorzeitig zum Priester geweiht. Diese nicht nur bei mir vorgezogenen [[Weihesakrament|Weihen]] zeigen den Ernst der damaligen Situation: Wir sollten zumindest „als [[Priester (Christentum)|Priester]] sterben“.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Helmut&amp;quot;&amp;gt;Helmut Erlinghagen: Hiroshima und wir. Augenzeugenberichte und Perspektiven. Frankfurt am Main 1982. S. 9, 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Januar 1945 fuhr er mit dem Zug mit einem Missionskollegen von [[Tokio]] nach Hiroshima zur Missionszentrale der Jesuiten, die zwischen Bahnhof und Stadtzentrum lag. Von dort ging es weiter zum Noviziat der Jesuiten nach Nagatsuka – hier blieb er wohl bis Oktober –, das sich viereinhalb Kilometer vom Stadtmittelpunkt Hiroshimas entfernt auf einem der westlichen Ausläufer der Berge befand:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Haus war im japanischen Stil erbaut, doch durch solide Querverstützungen war es stabiler als die üblichen Holzkonstruktionen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Helmut&amp;quot;&amp;gt;Helmut Erlinghagen: Hiroshima und wir. Augenzeugenberichte und Perspektiven. Frankfurt am Main 1982. S. 9, 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er erlebte dort als einer der wenigen Europäer den Abwurf der Atombombe auf die Stadt. Am Nachmittag des 6. August machte er sich mit einem Suchtrupp, darunter [[Johannes Siemes]] und Klaus Luhmer, in die Stadt auf, um die Jesuiten zu retten, die bei der katholischen Pfarrkirche nahe dem Stadtzentrum lebten – an der Stelle steht heute die [[Weltfriedenskirche (Hiroshima)]]. Sie fanden die vier: [[Hugo Makibi Enomiya-Lassalle|Hugo Lassalle]], [[Wilhelm Kleinsorge]], [[Hubert Cieslik]] und [[Hubert Schiffer]] im Asano-Park ([[Shukkei-en|Shukkei-Garten]]) lebend, wenn auch mit Verletzungen unterschiedlicher Schwere, und konnten sie in das Noviziat in Sicherheit bringen, wo sie von [[Pedro Arrupe]] medizinisch erstversorgt wurden. Als Spätfolge wurde Erlinghagen 1978 schwer lungenkrank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Philosophiestudium in den USA zog er erneut nach Japan und lehrte dort [[Ethik]] an der [[Sophia-Universität]] von [[Tokio]]. Im Jahr 1971 kehrte er in seine Heimat Deutschland zurück und hatte bis zu seinem Tod 1987 einen Lehrauftrag an der [[Johannes Gutenberg-Universität Mainz|Universität Mainz]]. 1982 gab er das Buch &amp;#039;&amp;#039;Hiroshima und wir&amp;#039;&amp;#039; mit Augenzeugenberichten heraus. 1984 nach Gründung des Vereins „Kulturkreis [[Glashütten (Taunus)|Glashütten]] e.V.“ wurde er deren erster Vorsitzender.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kulturkreis-glashuetten.de/wir-%C3%BCber-uns Kulturkreis Glashütten]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der wichtigen Anliegen seines ethischen Schaffens war es, den [[Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki|Einsatz der Atombomben von Hiroshima und Nagasaki]] als Verbrechen zu verurteilen und den [[Sinn des Lebens]] im Atomzeitalter darin zu sehen, sich für alle lebenden Werte verantwortlich zu fühlen und in soziale Verantwortlichkeiten einbezogen zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Japan – Ein deutscher Japaner über die Japaner.&amp;#039;&amp;#039;  1974&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Japan – Eine Landeskunde.&amp;#039;&amp;#039; 1979&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hiroshima und wir – Augenzeugenberichte und Perspektiven.&amp;#039;&amp;#039; 1982&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Selbstmord und Lebenssinn im Atomzeitalter.&amp;#039;&amp;#039; 1994&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Stefan Omlor: &amp;#039;&amp;#039;Helmut Erlinghagen (1915–1994) – ein Jesuit aus Hagen als Augenzeuge in Hiroshima&amp;#039;&amp;#039;. In: Fabian Fechner u.&amp;amp;nbsp;a. (Hgg.): &amp;#039;&amp;#039;Koloniale Vergangenheiten der Stadt Hagen&amp;#039;&amp;#039;, Hagen 2019, ISBN 978-3-00-063343-0, S. 67–69.&lt;br /&gt;
* [[Otto Renkhoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Nassauische Biographie. Kurzbiographien aus 13 Jahrhunderten.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 1992. ISBN 3-922244-90-4, Nr. 993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20090212175927/http://www.aktivepolitik.de/index.php?id=34 Augenzeugenbericht der Hiroshima-Explosion]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=172064481|titel=Erlinghagen, Helmut|datum=2020-04-04}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=172064481|LCCN=n86853653|NDL=00438980|VIAF=10380027}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Erlinghagen, Helmut}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jesuit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Sophia-Universität)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Johannes Gutenberg-Universität Mainz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katholischer Missionar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1915]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1987]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Atombombenabwurf auf Hiroshima)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Japanologe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Erlinghagen, Helmut&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Autor und Hochschullehrer; Augenzeuge des Atombombenabwurfs auf Hiroshima&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Oktober 1915&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hagen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Oktober 1987&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Soden am Taunus]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>